Adhs Medis- es wird einfach nicht..ASS-Anteile?
Inhalt:
- Wunsch nach Austausch, Erfahrungen in Bezug auf Adhs-Eindosierung als Frau und mögliche autistische Anteile erkennen.
- Medikinet & Elvanse ausprobiert & es will einfach nicht klappen
- Frauenspezifische Besonderheiten & andere Verdachtsdiagnosen Einflüsse bei Medikamentenwirkung
- Unter Wirkung: Sind das autistische Anteile?
Hallo zusammen,
ich bin langsam verzweifelt.
Ich, w 33 Jahre, habe die Adhs Diagnose seit 03/26 mit Verdachtsdiagnose Autismus (Platz finden schwer).
Zusätzlich habe ich Verdacht auf EDS, MCAS und habe Schilddrüsenunterfunktion, die aktuell nicht optimal eingestellt ist.
Ich habe vor allem Schwierigkeiten mit emotionaler Dysregulation, Aufmerksamkeit und Fokus halten, habe starke sensorische Schwierigkeiten (V.a. Geräusche, Gerüche), bin extrem schnell reizüberflutet und muss mich regelmäßig zurückziehen, abschotten in einen dunklen, stillen Raum. Soziale Interaktionen ziehen mir extrem viel Energie, eigentlich versuche ich gerade nur herauszufinden wer ich eigentlich bin.
Ich habe Elvanse ausprobiert. 1-0-0( 5mg bis 25mg).
Mal hat es super gewirkt (1. Zyklusphase) mal überhaupt nicht, oder einfach nur schrecklich, so dass ich überhaupt nicht mehr lebensfähig war.
Die positiven Effekte bezogen sich auf mehr Ruhe im Kopf, zu besserer Konzentration fähig, selektiveres Wahrnehmen möglich, mehr Antrieb und stabile emotionale Verfassung. Aber die Nebenwirkungen waren heftig. Mein Körper hat sich sehr gestresst gefühlt, Ausschlag, heftige Rebounds mit extremer Aggression und Erschöpfung. Ab der 2. Zyklushälfte nur noch unberechenbare Wirkung. Teilweise ganzen Tag nur erschöpft und so ein Boot-Gefühl.
Dann Medikinet. 5-5-0 und 10-10-0
Mein Körper scheint das besser zu vertragen, weniger flight-Modus, aber irgendwie passt das auch nicht.
Die Wirkung, wenn überhaupt eine da ist, hält Max. 3 Stunden (bei Elvanse übrigens auch nur max. 4,5 Stunden- Scheine ein fastmetabolizer zu sein, wache auch immer in Vollnarkosen auf).
Bei Wirkung bin ich an guten Tagen 2 Stunden extrem im Hyperfokus, kann alles ausblenden, fühle mich mehr bei mir, weniger gestresst. Und dann bäm, Rebound. Zweite Ladung federt Rebound etwas ab. Aber danach nur noch müde und erschöpft.
Aber auch hier, das variiert von Tag zu Tag. Ab Zyklustag 16 keine positive Wirkung mehr, auch nicht bei Dosiserhöhung. Nur noch müde und erschöpft.
Es ist einfach bei beiden Medis für mich so, als wäre jede Tablette, jeder Tag unberechenbar.
Und das schränkt mich extrem ein, weil ich gerade eine Umschulung angefangen habe.
Ich esse zu jeder Tablette ausreichend und proteinreich, trinke währenddessen keinen Kaffee o.ä. trinke viel, meine Nährstoffe sind okay.
Ich versteh es einfach nicht. Ich habe jeweils zwei Zyklen getestet, schreibe Tagebuch. Tracke alles. Ich finde keinen roten Faden.
Mein Psychiater ist sehr kompetent, aber kann mir auch nicht weiter helfen. Er sagt nur, dass er das auch noch nicht hatte. Frauenspezifisch ist er auch null unterwegs. Und ich hatte so Hoffnung, bezüglich der Medikamente. Ich leide sehr unter meinen Symptomen..
Ich habe keine neurodivergenten Menschen leider in meinem Umfeld. Fühle mich völlig allein gelassen damit…
Kennt das jemand?
Und, mir ist aufgefallen, dass ich, wenn eine positive Wirkung da ist, ist meistens subtil und eher von kurzer Dauer, aber ich beobachte dann folgendes:
Ich fange an, Dinge zu sortieren. Mach die Musik aus, reduziere alle Geräusche um mich herum. Ich fange dann an zu putzen, oder Listen zu schreiben. Will extrem meine Ruhe haben ( sonst auch, aber das wird nochmal extremer), ich will einfach nur allein sein und mich zurückziehen. Brauche weniger Input von außen, werde noch extremer reizempfindlich. Und gleichzeitig halt die Motivation, bzw. es ist eher ein: ich mach jenes einfach.
Könnten das autistische Anteile sein?
Als ob in mir zwei Personen wohnen. Und je nachdem, welcher Schalter umgelegt wird, treten sie hervor.
Ich bin für jeglichen Austausch dankbar & auch, wenn sich jemand überhaupt diesen langen Text durchgelesen hat :D