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Harter Gegenwind auf dem 130. Deutschen Ärztetag: Nicht-medizinisches Cannabis soll wieder ganz verboten, die Telemedizin stark eingeschränkt werden
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Harter Gegenwind auf dem 130. Deutschen Ärztetag: Nicht-medizinisches Cannabis soll wieder ganz verboten, die Telemedizin stark eingeschränkt werden

Dass man mehr für die Prävention von Medikamenten- und Drogenabhängigkeit tun will, ist zwar gut – aber gleichzeitig ein alter Hut. Vom Drogenbeauftragten Streeck wurde immerhin offiziell bestätigt, dass das heutige System das Behandeln von Krankheit finanziert, nicht das Erhalten von Gesundheit:

>Nicht die Prävention sei zu teuer, sondern die Logik des Systems, das den Großteil seines Geldes in die Reparatur von Krankheiten stecke, statt in ihre Vermeidung. Prävention scheitere dabei nicht an mangelnder Evidenz, sondern an Zuständigkeiten und der Finanzierungslogik.

In einem Beschluss wurde "die ärztliche Verordnung von Medizinalcannabis außerhalb eines persönlichen Patienten-Arzt-Kontaktes ab[gelehnt]." Die derzeit schon geplanten Gesetzesänderungen würden "nicht ausreichen, um den besonderen Risiken von Medizinalcannabis im Therapieverlauf gerecht zu werden."

Mit gleich zwei Anträgen wurde der Gesetzgeber aufgefordert, "die vor zwei Jahren erfolgte Teillegalisierung von Cannabis als Genussmittel zurückzunehmen." Das würde nach meinem Verständnis auf ein Verbot von nicht-medizinischem Cannabis hinauslaufen. In der Diskussion dazu auf dem Ärztetag gab es aber auch die Kritik, dass Prohibition nicht funktioniere, wie man schon am Beispiel Alkohol gesehen habe.

Für Letzteren wurde hervorgehoben, dass die verringerte Impulskontrolle die Wahrscheinlichkeit von Gewaltkriminalität erhöhen könne. Für den Cannabiskonsum wurde kein derartiger Zusammenhang hergestellt. Warum soll er dann trotzdem verboten werden, wo er offenbar sozial verträglicher ist als Alkoholkonsum?

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 123, Heft 11, v. 29. Mai 2026 (vorab online)

aerzteblatt.de
u/Stephan_Schleim — 15 hours ago
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Drogenprobleme und Traumata: Neue Studie untersuchte Zusammenhang bei Cannabis und Opioiden

Es ist lange bekannt, dass Menschen mit mehr traumatischen Erfahrungen auch mehr psychoaktive Substanzen/Genussmittel/Drogen konsumieren: das heißt, oft mehrere Mittel aber auch in höheren Mengen. Stärkerer Konsum führt häufiger zu unerwünschten Wirkungen.

Für diese neue Studie untersuchten US-Forscher, vor allem vom Center for Disease Control and Prevention in Atlanta, den Zusammenhang dieser beiden Faktoren: Wie viele der unerwünschten Wirkungen lassen sich statistisch durch traumatische Erfahrungen erklären? Letztere wurden hier als belastende Kindheitserfahrungen (Adverse Childhood Experiences, ACEs) erhoben.

Dafür wurden die Daten von rund 25.000 Erwachsenen aus den US-Bundesstaaten Arizona und Massachusetts ausgewertet. Neben Cannabiskonsum stand auch der in den USA stärker verbreitete, doch auch in Europa zunehmende Konsum von Opioiden im Fokus.

Von den 25.000 Personen gaben 18% an, Cannabis nicht-medizinisch zu verwenden, 6% Opioide und 2% beides. Diejenigen, die unerwünschte Wirkungen angaben, hatten fast immer zwei oder mehr belastende Kindheitserfahrungen (89%, 82%, 84% für die drei genannten Gruppen).

Im Ergebnis berichten die Forscherinnen und Forscher, dass 63% der unerwünschten Wirkungen bei den Cannabiskonsumierenden und 64% bei den Opioid-Konsumierenden auf belastende Kindheitserfahrungen zurückgeführt werden können. Daher ziehen das Fazit:

>"Die Vermeidung von belastenden Kindheitserfahrungen könnte die substanzbedingten Schäden im Erwachsenenalter erheblich reduzieren." (Aslam et al., 2026)

Meiner Meinung nach folgt daraus auch eine wichtige Konsequenz für die Therapie und Drogenpolitik: Strafen treffen vor allem diejenigen, die ohnehin schon schlechtere Startbedingungen im Leben haben; bei der Therapie von Substanzkonsum sollte an das Vorliegen traumatischer Erfahrungen gedacht werden.

Einschränkung: Die Studie liefert, wie fast immer, keinen 100% Beweis einer Ursache-Wirkungs-Beziehung. Aber der Zusammenhang liegt nahe. Und natürlich werden damit nicht 100% der Probleme beim Substanzkonsum auf frühere belastende Erfahrungen zurückgeführt, doch ein großer Teil von ihnen.

Quelle (open access): Aslam, M. V., Rooks-Peck, C., Florence, C., Barnett, S. B. L., Gaffney, C., & Swedo, E. A. (2026). Adverse Effects of Non-Medical Use of Cannabis or Opioids Associated with Adverse Childhood Experiences. International Journal of Environmental Research and Public Health, 23(5), 574.

u/Stephan_Schleim — 11 days ago
▲ 24 r/weedmob

Fakenews: FAZ

„Der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) findet klare Worte: Die Teillegalisierung von Cannabis sei „ein Fehler, der uns als Gesellschaft geschadet hat“. Das ist eine Aussage, die man in dieser Vehemenz stehen lassen kann oder auch nicht – aber man kann sie nicht einfach ignorieren. Denn Poseck steht mit dieser Einschätzung nicht allein. Die Innenministerkonferenz unter Führung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat das Thema ganz oben auf die Tagesordnung gesetzt. Und auch im polizeilichen Alltag mehren sich die Stimmen, die von einem Gesetz berichten, das mehr Probleme schafft, als löst.

Die Polizei ächzt unter dem bürokratischen Aufwand, den das Cannabisgesetz mit sich bringt. Abstandsgebote nachmessen, Mengen prüfen, legal von illegal unterscheiden – das kostet Zeit und Personal. Dazu kommt die unbequeme Wahrheit, dass der Schwarzmarkt keineswegs verschwunden ist, wie es die frühere Ampelkoalition im Bund als Konsequenz aus der umstrittenen Haschischfreigabe verheißen hatte. Im Gegenteil: Kriminelle nutzen die legalen Grauzonen zur Tarnung. Und im Straßenverkehr steigt die Zahl der Fahrten unter Cannabiseinfluss – ein Sicherheitsrisiko, das besonders in Kombination mit Alkohol schwer kalkulierbar ist.
Schwarzmarkt nicht ausgetrocknet
Man muss kein Prohibitionist sein, um diese Argumente ernst zu nehmen. Wer sie als bloße Rhetorik unverbesserlich altmodischer Politiker abtut, macht es sich zu leicht. Denn die Frage stellt sich mit zunehmender Dringlichkeit: Wenn so viele Sicherheitspolitiker – von der Landes- bis zur Bundesebene – an der Grundlage dieser Entscheidung zweifeln, warum wird sie dann nicht korrigiert?
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Die Antwort lautet in der Regel: politische Kosten. Eine Rücknahme käme einem Eingeständnis gleich, das kein Politiker gern macht. Doch genau das wäre jetzt gefragt, nicht als Niederlage, sondern als Zeichen politischer Reife. Gesetze sind kein Selbstzweck. Sie müssen sich an der Realität messen lassen, und wenn diese Messung unbequeme Ergebnisse liefert, muss nachgesteuert werden.

Die Innenministerkonferenz hat konkrete Schritte gefordert: niedrigere Besitzmengen, strengere Auflagen für Cannabis Social Clubs, mehr Konsumverbotszonen. Das sind keine weltfremden Forderungen, sondern pragmatische Korrekturen an einem Regelwerk, das in seiner jetzigen Form offenkundig nicht funktioniert.
Cannabis gehört auf Wiedervorlage. Nicht um eine ideologische Debatte neu zu entfachen, sondern um eine sachliche Bilanz zu ziehen. Die Politik hat die Pflicht und die Verantwortung, das zu tun – auch wenn es unbequem ist.“

archive.is
u/Julz-Rulz — 11 days ago
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Die BÄK will auf dem Ärztetag eine Rücknahme der Teillegalisierung beschließen lassen

Die Niedersächsische Ärztekammer hat den Antrag eingereicht. Wie einflussreich sind solche Beschlüsse der Ärztekammern bzw. der Bundesärztekammer? Ich mache mir etwas Sorgen, dass die SPD sich davon umstimmen lässt bzw. Warken sich genötigt sieht, schnell zu handeln und einen Gesetzentwurf zur Rücknahme vorzulegen ähnlich wie bei den MedCan-Verschärfungen nach der GMK letztes Jahr.

130daet.baek.de
u/SunnySnuser — 11 days ago
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u/TSBsmallbuds_com — 13 days ago
▲ 28 r/weedmob+1 crossposts

Zusammenfassung – Auswirkungen der geplanten Erstattungskürzung für Cannabisblüten:

Die Bundesregierung plant, die Erstattung von Cannabisblüten durch gesetzliche Krankenkassen abzuschaffen, um jährlich über 100 Millionen Euro zu sparen. Dies könnte negative Folgen für schwerkranke Patienten haben, die auf diese Behandlung angewiesen sind.

  • Kürzung der Erstattung: Zukünftig sollen nur noch Cannabis-Extrakte und Fertigarzneimittel erstattet werden, während Patienten für Cannabisblüten selbst bezahlen müssen.
  • Finanzielle Belastung: Für schwerkranke Menschen kann dies eine enorme finanzielle Belastung darstellen, da die Kosten für Blüten oft hoch sind.
  • Stellungnahme des DHV: Der Deutsche Hanfverband (DHV) hat die vorgeschlagene Änderung kritisiert und erklärt, dass die prognostizierten Einsparungen nicht realistisch sind. Cannabisblüten sind in der Regel günstiger als Extrakte. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen teilt diese Bedenken.
  • Politische Gespräche: Der DHV führt Gespräche mit Politikern, um die Gefahren einer Streichung der Kostenübernahme zu betonen.

Gesetzesrahmen:

Im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sind neben der Streichung der Kostenübernahme für Cannabisblüten auch viele weitere bedeutende Änderungen enthalten, die umfassende Auswirkungen auf das Gesundheitssystem haben könnten.

Was ihr tun könnt:

Betroffene Patienten sollen ermutigt werden, persönliche Geschichten und Erfahrungen an ihre Bundestagsabgeordneten zu schreiben, um die Bedeutung der Kostenübernahme zu verdeutlichen. Dabei soll darauf geachtet werden, dass lokale Bezüge zu den Abgeordneten hergestellt werden.

Eine Liste der Kontakte von CDU, CSU und SPD-Abgeordneten ist auf der Seite des DHV ebenfalls vorhanden, um das Schreiben zu erleichtern.

u/Yo24hua-Base — 14 days ago