Hatte Langeweile, hab in 20 Minuten ein Game of Life vibe-coden lassen. Eigentlich absurd, was inzwischen geht.
Ich saß am Wochenende im Restaurant und wartete auf einen Freund. Ein kurzer Moment der Langeweile (schon was rares ^^). Und mir fiel aus irgendeinem Grund Conway's Game of Life wieder ein. Diese zellulären Automaten aus dem Studium falls ihr euch erinnert.
Hab dann einfach Claude erzählt was ich will und ein bisschen hin und her probiert. Nach 20 Minuten lief die erste Version im Browser. Weil eh schon alles so schnell ging, hab ich noch ein paar Spielereien eingebaut: Ein Klick setzt zufällige Muster mit zufälligen Startfarben. Wenn Muster kollidieren vererben sich die Farben und mischen sich zu neuen Tönen. Am Abend habe ich dann noch eine Dreiecks, Hexagon und eine 3D Variante nachschieben lassen.
Und das ist eigentlich der Punkt, der mich kurz hat innehalten lassen. Vor zwei Jahren wäre das ein Wochenende Arbeit gewesen und heute erzählt mal Claude kurz was man möchte und es wird für einen gebaut. Ich finde das immer noch leicht absurd, dass etwas Langeweile inzwischen reicht, um sowas einfach mal eben zu bauen.
Baut ihr auch so Wegwerf-Zeug nebenbei? Was war euer letztes "war gerade gelangweilt"-Projekt?
Am Ende des Max Plans ist noch so viel Woche übrig -_+
Ich hab's mal wieder geschafft. Donnerstagnachmittag, mein Claude Max 20x Plan ist zu über 90% durch, und der Reset kommt erst Samstag. Zwei Tage Funkstille quasi, oder eben zurück zu manuell tippen wie ein Höhlenmensch.
Bevor ich mich jetzt selbst geißele: ich weiß, dass ich teilweise selbst schuld bin (halbe Repos in den Context geworfen, Opus für Kram benutzt, den auch Haiku gepackt hätte). Aber ich glaub, hier sitzen genug Leute, die ähnlich tief drinstecken und das besser im Griff haben.
Was sind eure effektivsten Hebel, um Tokens zu sparen, ohne dass die Qualität in den Keller geht?
Ein paar Sachen, die bei mir bisher was gebracht haben:
- CLAUDE.md schlank halten, statt da einen Roman reinzukippen, der bei jedem Turn mitgeschleppt wird
gezielt einzelne Dateien in den Context statt "hier, friss das ganze Verzeichnis"
/clear oder /compact konsequent zwischen unabhängigen Tasks
triviale Aufgaben aufs kleinere Modell schieben, Opus nur wenn's wirklich denken muss
-Plan Mode, bevor blind drauflos editiert wird
Was fehlt? Habt ihr Tricks bei Subagents, Output-Limits, Prompt-Struktur oder beim Tooling drumherum? Und ganz ehrlich: ab welchem Punkt lohnt sich der Sprung auf API mit eigenem Budget-Tracking mehr als der Flat-Plan?
Schmeißt mal her, ich brauch was zum Überbrücken bis Samstag.
„AI Brain Fry" bei der Arbeit mit mehreren Agenten: erkennt ihr das an euch wieder?
Ich bin neulich bei THE DECODER über den Begriff „AI Brain Fry" gestolpert und habe mich darin ehrlich gesagt sofort wiedererkannt.
Gemeint ist eine akute mentale Erschöpfung, die nicht vom Arbeitsinhalt kommt, sondern vom ständigen Überwachen mehrerer KI-Agenten. Eine Studie dahinter nennt genau diese Aufsicht als stärksten Treiber, und jeder zusätzliche Agent verstärkt den Effekt. Die Symptome: mentaler Nebel, langsamere Entscheidungen, abends leer statt müde.
Ich beobachte das seit ein paar Monaten immer mal wieder an mir selbst. Wenn ich mehrere Coding-Agenten plus ein, zwei Research-Agenten parallel laufen lasse, bin ich produktiv, aber nach erstaunlich wenigen Stunden durch. Mein Erklärungsversuch: Beim klassischen Coden bin ich in einem Kontext und im Flow. Im agentischen Arbeiten springe ich permanent zwischen Outputs, halte mehrere Threads gleichzeitig im Kopf und treffe im Minutentakt die Entscheidung, ob etwas so übernommen wird. Die Arbeit ist nicht mehr das Schreiben, sondern das ununterbrochene Bewerten. Und das ermüdet anders und schneller.
Interessant fand ich an der Studie, dass es offenbar genau die Leute zuerst trifft, die früh viele Agenten parallel fahren. Eine Art Frühwarnsystem für etwas, das auf breiter Front noch kommt?!
Erkennt ihr das an euch wieder?
Und falls ihr einen Umgang gefunden habt, begrenzt ihr die Zahl paralleler Agenten bewusst (so eine Art WIP Limit), baut ihr Flow-Blöcke ohne KI ein, oder hat sich euer Gehirn nach einer Weile an die Mehrbelastung gewöhnt?
Wie habt ihr KI-Coding im Team eingeführt, ohne dass Reviews und Codequalität kippen?
In einem meiner letzten Projekte kam der Punkt, an dem einzelne Kollegen mit Claude Code bzw. Cursor richtig schnell wurden, und genau damit fingen die Probleme an. Mehr und größere PRs, Reviews wurden zum Flaschenhals. Jeder hatte sein eigenes Setup, derselbe Task sah je nach Kollege komplett anders aus. Die Seniors haben dem generierten Code nicht getraut und geblockt, die Juniors haben ihn ungeprüft übernommen.
Was dort inzwischen einigermaßen funktioniert:
Eine Konsolidierung auf einen Anbieter (Antrophic) und gemeinsame Agent-Konfiguration im Repo (CLAUDE.md + Skills), in der Architektur-Vorgaben und Konventionen stehen. Seitdem sieht der generierte Code zumindest ähnlich aus, egal wer ihn erzeugt.
Generierter Code läuft durch dieselben Gates wie handgeschriebener, plus eine Regel: Wer den PR aufmacht, muss jede Zeile erklären können. Klingt banal, hat aber das „ungeprüft übernehmen" bei den Juniors weitgehend gestoppt.
Bzgl. Vorher-Nachher messen: Wir haben auf Durchlaufzeit pro Ticket und auf insbesondere auf die Bug-Rate nach Release geschaut und nicht so wie andere auf verbrauchte Tokens oder LOC.
Womit ich noch nicht zufrieden bin: Die Review-Last ist trotzdem höher als vorher, und ich habe noch keinen guten Weg gefunden, die Skeptiker im Team mitzunehmen, ohne sie zu missionieren. Druck erzeugt nur Abwehr, und „schau doch mal, wie gut das ist" auch.
Deshalb die Frage in die Runde: Wie macht ihr das? Habt ihr gemeinsame Standards für KI-generierten Code, oder darf jeder sein eigenes Ding fahren? Und falls ihr es geschafft habt, die Review-Last wieder einzufangen: wie?
Viele haben das Coden mit LLMs vor einem Jahr abgeschrieben. Habt ihr es seitdem nochmal probiert?
Mir fällt in letzter Zeit etwas auf, und mich würde interessieren, wie ihr das seht.
Ziemlich viele haben vor etwa einem Jahr mal kurz ausprobiert, sich Code von einem LLM schreiben zu lassen. Sie haben ein paar Schnipsel aus dem ChatGPT-Fenster kopiert. Das lief so mittelprächtig, und das Fazit stand fest: bringt nichts, für echte Arbeit taugt das nicht.
Was dabei untergeht: Seitdem hat sich unfassbar viel getan. Ein Modell von Herbst 2025 im Chatfenster ist etwas ganz anderes als ein aktuelles Modell in einem echten Agent-Setup, mit Zugriff aufs ganze Repo, eigenen Regeln und einer Routine, die den generierten Code prüft. Den größten Unterschied macht für mich am Ende gar nicht das Modell. Es ist die Art, wie man drumherum arbeitet.
Ich bin selbst seit über 12 Jahren freiberuflicher Entwickler und setze Projekte inzwischen kaum noch ohne auf. Wenn euch das Thema gerade umtreibt: Stellt eure Fragen zu KI-Coding ruhig hier rein, also Setup, Prompts oder wo es bei euch klemmt. Ich sitze die nächsten Tage dran und beantworte, was kommt.
Und die Frage zurück an euch: Wer hat das Coden mit LLMs damals abgehakt, und woran lag es genau? Steht das Urteil von 2024/2025 noch, oder hat sich jemand nochmal drangesetzt?
Senior-Dev hier: Ich verschenke ein paar 1:1-Stunden zu KI-Coding, plus AMA im Thread
Ich bin seit über 12 Jahren freiberuflicher App-Entwickler und arbeite inzwischen täglich mit Tools wie Claude Code und Cursor. Mittlerweile setze ich Projekte eigentlich nicht mehr ohne auf und kann mir ehrlich gesagt kaum vorstellen wieder in die gute alte "Steinzeit" zurück zu gehen.
Was mir obendrein in den letzten Monaten in vielen Gesprächen aufgefallen ist, ist, das viele "Code mit LLMs generieren" vor einem Jahr einmal ausprobiert und dann wieder verworfen haben. Sie haben vielleicht ein paar Code Schnipsel aus ChatGPT kopiert oder etwas mit den ersten CLIs gevibed was dann so mittelprächtig funktioniert hat und haben dann daraus für sich geschlossen "dass dieser LLM Code Gen Quatsch nichts bringt".
Die Welt hat sich in den letzten Monaten allerdings mit rasender Geschwindigkeit weiter gedreht und ein ChatGPT oder Claude Sonnet von Herbst 2025 ist absolut kein Vergleich mehr zu einem Opus 4.8 mit UltraCode Modus.
Ich überlege gerade um das Thema ein richtiges Coaching zu bauen, und bevor ich das tue, will ich prüfen, ob der Bedarf wirklich da ist. Deshalb verschenke ich ein paar 1h 1:1 Intro Gespräche. In dieser Stunde besprechen wir euren Stand im Bezug auf Agentic Engineering und arbeiten an eurem eigenen Projekt (sofern ihr eines mitbringt). Ich schaue mir an, wo ihr konkret mit eurem Agentic Engineering Setup hängt, und ihr geht mit mindestens einem brauchbaren nächsten Schritt raus.
Damit das hier auch ohne Termin was bringt: Stellt mir gern direkt im Thread eure Frage zu KI-Coding, also Setup, Prompts oder wo es bei euch klemmt. Ich beantworte in den nächsten Tagen alles, was kommt.
Einen Link zum passenden Calendly gibts nachher in den Comments :)
Senior-Dev hier: Ich verschenke ein paar 1:1-Stunden zu KI-Coding an Gründer, plus AMA im Thread
Ich bin seit über 12 Jahren freiberuflicher App-Entwickler und arbeite inzwischen täglich mit Tools wie Claude Code und Cursor. Mittlerweile setze ich Projekte eigentlich nicht mehr ohne auf und kann mir ehrlich gesagt kaum vorstellen wieder in die gute alte "Steinzeit" zurück zu gehen.
Was mir obendrein in den letzten Monaten in vielen Gesprächen aufgefallen ist, ist, das viele "Code mit LLMs generieren" vor einem Jahr einmal ausprobiert und dann wieder verworfen haben. Sie haben vielleicht ein paar Code Schnipsel aus ChatGPT kopiert oder etwas mit den ersten CLIs gevibed was dann so mittelprächtig funktioniert hat und haben dann daraus für sich geschlossen "dass dieser LLM Code Gen Quatsch nichts bringt".
Die Welt hat sich in den letzten Monaten allerdings mit rasender Geschwindigkeit weiter gedreht und ein ChatGPT oder Claude Sonnet von Herbst 2025 ist absolut kein Vergleich mehr zu einem Opus 4.8 mit UltraCode Modus.
Ich überlege gerade um das Thema ein richtiges Coaching zu bauen, und bevor ich das tue, will ich prüfen, ob der Bedarf wirklich da ist. Deshalb verschenke ich ein paar 1h 1:1 Intro Gespräche. In dieser Stunde besprechen wir euren Stand im Bezug auf Agentic Engineering und arbeiten an eurem eigenen Projekt (sofern ihr eines mitbringt). Ich schaue mir an, wo ihr konkret mit eurem Agentic Engineering Setup hängt, und ihr geht mit mindestens einem brauchbaren nächsten Schritt raus.
Damit das hier auch ohne Termin was bringt: Stellt mir gern direkt im Thread eure Frage zu KI-Coding, also Setup, Prompts oder wo es bei euch klemmt. Ich beantworte in den nächsten Tagen alles, was kommt.
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