Wie redet ihr mit Leuten, die finanziell eine komplett andere Sichtweise als ihr haben?

Ich hatte heute so ein Gespräch mit einer Kollegin, wo es auch über Motivation und Ziele im Leben ging.

Sie hat ganz viele Sachen genannt: Ins Ausland oder irgendeine Großstadt gehen, Selbstständig sein, Geschäftsführer werden, etc. pp mit dem Unterton, man müsse doch solche Ziele im Leben haben.

Ich hab aber überhaupt keine Lust auf sowas. Ich bin in meiner Sachbearbeiter-Position zufrieden, führe ein für viele Leute "langweiliges" Leben, und erfreue mich an jeder Sparrate in meinen ETF, der meine Zeit in der Arbeitswelt verkürzt - das kann ich so natürlich nicht auf Arbeit sagen.

Ich brauche keine teuren Autos, luxuriöse Wohnungen, etc. Ich würde mich als frugalistisch bis minimalistisch beschreiben, ich erfreue mich wirklich an der Einfachheit der Dinge in einer so komplexen Welt. Freunde, Familie und Natur, Kultur, Geschichte und Kunst sind mir wichtiger als solche materialistischen Dinge.

Es gibt für mich auch keinen Grund, sich den Stress von Karriere oder Umzüge für die Arbeit zu machen. Das Verhältnis von Aufwand zu zusätzlicher Sparrate ist es einfach nicht Wert. Ich habe mir mit dem Studium schon genügend Aufwand gemacht, der sich nicht wirklich ausgezahlt hat.

Meine Devise ist, wer sich ständig hohe Ziele setzt, wird immer enttäuscht und ist nie zufrieden.

Ich bin zufrieden im hier und jetzt, noch zufriedener wäre ich nur, wenn ich dauerhaft finanziell abgesichert wäre.

Sie hat das als antriebslos und ziellos interpretiert, ist es aber in meinen Augen nicht.

Es nervt, dass ich mich vor verschiedensten Leuten immer rechtfertigen muss, einen anderen "langweiligen" Lebensstil zu haben. Langweilig ist gut, denn es ist ruhig, sicher und gewinnt auf Dauer.

reddit.com
u/Dull_Kaleidoscope_16 — 3 days ago

Ich hasse das Prinzip der abhängigen Beschäftigung!

Man macht eine Ausbildung oder studiert, hat vielleicht einen guten Abschluss in einem Bereich, der einem gefällt und dann geht es los:

Man muss sich bewerben, wie der letzte Trottel auf Knien die HR Maus anbetteln, dass man doch dort bitte bitte arbeiten darf, um nicht zu verhungern.

Die Firma sagt aber so "Hmm, wir haben noch 20 andere Kandidaten, von denen sieht einer viel besser aus und der andere will noch weniger verdienen. Nehmen wir doch den. Die anderen kriegen alle eine Absage, oder werden geghostet."

Also so oft wiederholen, bis man angenommen wurde, ggfs. zu scheiß Konditionen, ewig weit fahren, aber hey, man hat erstmal was.

Im Job muss man sich den Buckel krumm ackern, 40 Stunden pro Woche, ggfs. noch jeden Tag 1-2 Stunden Fahrt, entweder mit dem teuren Auto, oder mit der unzuverlässigen Bahn einen Teil seines hart erarbeiten Lohns direkt wieder ausgeben.

Freizeit? Fehlanzeige. Nach der Arbeit ist man komplett im Eimer, findet kaum noch Motivation für die nötigsten Tätigkeiten im Haushalt. Wenn es gut läuft, kann man am Wochenende Mal abschalten, oder man denkt da auch noch über den scheiß nach. Man arbeitet sich nur noch von Wochenende zu Wochenende, und von Urlaub zu Urlaub, alles nur um überleben zu können.

Ich will mich aktuell weg bewerben, weil mich in der Firma alles nur noch ankotzt und jetzt geht wieder diese Zukunftsangst los: Bewerben, Absagen erhalten, erneut bewerben.

Alle geeigneten Stellen in der Umgebung habe ich schon abgeklappert.

Alles was ich nun tun kann ist, auf neue warten. Wo dann wieder die eierlegende Wollmilchsau mit Berufserfahrung in genau dieser Branche und eventuell noch Führungskräfte gesucht werden. Mal ehrlich, besteht die Wirtschaft nur noch aus Leitern?

Ich hasse es, dass ich jetzt noch länger in dieser Bude bleiben muss, die mich psychisch kaputt macht, nur um nicht arbeitslos zu sein, weil wenn das im Lebenslauf steht, dann bin ich ja nicht nur 10. Platz von den Bewerbern, sondern gleich letzter.

Man verkauft seine Gesundheit für dieses Drecks-System und es gibt quasi keinen Ausweg.

reddit.com
u/Dull_Kaleidoscope_16 — 5 days ago

Alternativen zum Bewerben

Ich habe einen Bachelor in Verfahrenstechnik und Master in Energietechnik, sowie 2 Jahre Berufserfahrung in der Energiebranche und versuche mich aktuell zu bewerben, weil mich meine Firma jeden Tag nur noch ankotzt (psychische Belastungen).

Leider ist die Joblage hier (Sachsen-Anhalt) schlecht, war sie auch vor 2 Jahren schon, aber damals hatte ich Glück. Es gibt eine Hand voll Stellen in der Umgebung, die habe ich mittlerweile aber fast schon alle abgeklappert. Quasi alle wollen Berufserfahrung in ihrer Branche, oder suchen leitende Angestellte.

Ich bewerbe mich weiterhin, aber will schon Mal auf Suche nach Alternativen gehen, falls das nicht klappt. Kündigen und ALG1 nehmen erhöht die Zeit, in der ich was finden kann, aber was kann man noch machen?

100% Home-Office, wo ich mich dann bundesweit bewerben kann. Wo gibt es denn solche Stellen?

Selbstständigkeit? - Wüsste nicht womit, außerdem fehlen mir da die Skills für das drum und dran (Marketing, Vertrieb, Steuern etc).

Weiterbildungen, idealerweise vom Amt finanziert?

Noch Mal studieren? Wie finanziert sich das, wenn man schon Bafög bekommen hat?

Alternative Stellen als Quereinsteiger, wo ich aber mit meiner Qualifikation punkten kann?

Sonstiges?

Hat jemand Ideen, damit man nicht in einem unqualifizierten Mindestlohnjob landet? (Langsam macht sich die Panik breit)

reddit.com
u/Dull_Kaleidoscope_16 — 7 days ago

Krankschreibung wegen Mobbing/Bossing

Es ist so weit, ich brauche morgen zum ersten Mal eine Krankschreibung wegen einer psychischen Belastung, weil der Umgang meiner Vorgesetzten mit mir einfach nicht mehr geht.

Was muss ich dafür dem Arzt sagen? Ich habe Angst, dass er es als "nicht so schlimm" abstempelt und mich unverrichteter Dinge raus schickt.

Ich bin jetzt seit 2 Jahren in meiner Firma, war immer extrem motiviert, wollte bei allem mitmachen, alles kennenlernen, so viel leisten wie möglich, so viele Angebote wie möglich abgeben und gewinnen (Vertrieb).

Doch seit dem Herbst letzten Jahres wurde es einfach zu viel und ich habe Symptome von Burnout entwickelt. Ich habe mir den Stress, um ehrlich zu sein, selbst gemacht. Niemand hat so viele Angebote von mir erwartet, das war mein eigener Ehrgeiz - ich habe daraus gelernt.

Im Frühjahr habe ich dann die Reißleine gezogen und meiner Chefin gesagt, dass ich mich überlastet fühle und Aufgaben abgeben möchte (das hat sie parallel selbst bemerkt, sie ist extrem intelligent).

Seitdem ist aber nichts mehr, wie es Mal war. Sie ist immer nur genervt, sobald ich da bin oder etwas sage. Auf Fragen kommen immer nur schnippische Antworten, die sinngemäß beinhalten, wie ich denn so doof sein kann. Sie weist mich sehr deutlich auf kleine Fehler hin, die ich gemacht habe und fragt mich andauernd suggestive Fragen wie "Was ist denn deine Motivation für die Arbeit?" oder "Siehst du dich eigentlich zukünftig noch bei uns in der Firma?".

Ich habe in dieser Firma alles gegeben, war in der Arbeitszeit keine Minute am Handy oder auf privaten Webseiten.

Ich hab selbst in kurzen Ladezeiten von Software irgendwas produktives auf dem anderen Bildschirm gemacht.

Wenn ich erkältet war, bin ich ins Home-Office, statt zum Arzt gegangen.

Und wofür das alles? Innerhalb von einem halben Jahr wird man von "einem meiner besten Mitarbeiter" zu dem Deppen, der nichts kann und nur Fehler macht und Geld kostet.

Bewerbungen sind raus, aber leider habe ich noch nichts positives erhalten. Ich brauche jetzt aber erstmal eine Pause von diesem ständigen Runterputzen und schlecht machen. Wenn eine Lücke im Lebenslauf meine Lage nicht weiter verschlechtern würde, würde ich auch einfach die Kündigung einreichen. Ich weiß echt nicht mehr weiter.

reddit.com
u/Dull_Kaleidoscope_16 — 15 days ago

Krankschreibung wegen Mobbing/Bossing

Es ist so weit, ich brauche morgen zum ersten Mal eine Krankschreibung wegen einer psychischen Belastung, weil der Umgang meiner Vorgesetzten mit mir einfach nicht mehr geht.

Was muss ich dafür dem Arzt sagen? Ich habe Angst, dass er es als "nicht so schlimm" abstempelt und mich unverrichteter Dinge raus schickt.

Ich bin jetzt seit 2 Jahren in meiner Firma, war immer extrem motiviert, wollte bei allem mitmachen, alles kennenlernen, so viel leisten wie möglich, so viele Angebote wie möglich abgeben und gewinnen (Vertrieb).

Doch seit dem Herbst letzten Jahres wurde es einfach zu viel und ich habe Symptome von Burnout entwickelt. Ich habe mir den Stress, um ehrlich zu sein, selbst gemacht. Niemand hat so viele Angebote von mir erwartet, das war mein eigener Ehrgeiz - ich habe daraus gelernt.

Im Frühjahr habe ich dann die Reißleine gezogen und meiner Chefin gesagt, dass ich mich überlastet fühle und Aufgaben abgeben möchte (das hat sie parallel selbst bemerkt, sie ist extrem intelligent).

Seitdem ist aber nichts mehr, wie es Mal war. Sie ist immer nur genervt, sobald ich da bin oder etwas sage. Auf Fragen kommen immer nur schnippische Antworten, die sinngemäß beinhalten, wie ich denn so doof sein kann. Sie weist mich sehr deutlich auf kleine Fehler hin, die ich gemacht habe und fragt mich andauernd suggestive Fragen wie "Was ist denn deine Motivation für die Arbeit?" oder "Siehst du dich eigentlich zukünftig noch bei uns in der Firma?".

Ich habe in dieser Firma alles gegeben, war in der Arbeitszeit keine Minute am Handy oder auf privaten Webseiten.

Ich hab selbst in kurzen Ladezeiten von Software irgendwas produktives auf dem anderen Bildschirm gemacht.

Wenn ich erkältet war, bin ich ins Home-Office, statt zum Arzt gegangen.

Und wofür das alles? Innerhalb von einem halben Jahr wird man von "einem meiner besten Mitarbeiter" zu dem Deppen, der nichts kann und nur Fehler macht und Geld kostet.

Bewerbungen sind raus, aber leider habe ich noch nichts positives erhalten. Ich brauche jetzt aber erstmal eine Pause von diesem ständigen Runterputzen und schlecht machen. Wenn eine Lücke im Lebenslauf meine Lage nicht weiter verschlechtern würde, würde ich auch einfach die Kündigung einreichen. Ich weiß echt nicht mehr weiter.

reddit.com
u/Dull_Kaleidoscope_16 — 15 days ago

Was sind eure Geheim-Tricks zum sparen oder für einen kleinen Nebenverdienst?

Ich rede nicht von den Standard-Dingern wie Eigenmarken kaufen, Abos kündigen, Strom/Gas/DSL-Anbieter wechseln etc.

Was sind Hacks, mit denen man Geld sparen, Dinge gratis bekommen, oder sogar einen kleinen Nebenverdienst erzeugen kann?

Plasma spenden geht bei mir leider nicht, weil ich dafür zu weit fahren müsste.

reddit.com
u/Dull_Kaleidoscope_16 — 19 days ago

Ansparphase/Abhängigkeit von Arbeit aushalten

Vielleicht eher ein allgemeines Arbeitsthema:

Wie haltet ihr die Ansparphase aus?

Mein Problem ist nicht, dass ich das gesparte Geld gern konsumieren würde.

Mir geht es um diese ganze Arbeitswelt. Vollzeit arbeiten kotzt einfach an, man hat keine Motivation mehr für irgendwas nach der Arbeit. Man muss sich mit den ganzen Büroschwengeln rumschlagen, immer gute Laune haben und Motivation für die Themen und Probleme der anderen zeigen. Dann diese permanente Unsicherheit, seinen Job zu verlieren, eventuell nichts neues zu finden, an die Ersparnisse zu müssen, der FIRE-Plan steht auf dem Spiel.

Ich habe eine relativ hohe Sparrate, da ich keinen teuren Lebensstil habe. Nach meinen Berechnungen könnte ich in 5-10 Jahren Lean FI sein und würde dann gern in Teilzeit gehen, wenn mir quasi nichts mehr passieren kann.

Ich gehe nicht per se ungern arbeiten, ich hasse nur diese Abhängigkeit wie die Pest.

Also, was ist euer Tipp, um im Arbeitswahnsinn noch klar zu kommen? Ich bin erst 28. Wie schafft man das bitte jahrzehntelang?

reddit.com
u/Dull_Kaleidoscope_16 — 30 days ago

Chefin behandelt mich scheiße nachdem ich am Rande des Burnout war und von meinen Eltern kommt keine Unterstützung

Ich war am Rande des Burnouts und habe meine Vorgesetzte gebeten, Aufgaben abzugeben. Habe ich auch gemacht, aber seitdem ist die Stimmung in der Firma im Eimer.

Ich habe das meinen Eltern erzählt und meinte, dass ich mich deshalb woanders beworben habe.

Und was kommt zurück? "Ja, wieso hast du das auch gemacht? Sowas kann man doch nicht sagen. Du hast da doch eine super Stelle!"

O-Ton, ich sei einfach nur faul und woanders müsse ich noch mehr für mein Geld tun. Das ist natürlich genau was man hören will, und was das Selbstbewusstsein unglaublich stärkt.

Dann haben sie mir die ganzen Boomer-Weisheiten aus den 90ern erzählt, als man noch 24 Stunden am Tag gearbeitet hat und dankbar war für eine Mark pro Stunde.

Selbst haben sie seit über 20 Jahren nicht mehr Vollzeit gearbeitet, mein Vater ist sogar seit über 10 Jahren völlig raus aus der Arbeitswelt, hat aber dafür eine umso intensivere Meinung.

Mich kotzt das einfach so an. Nicht Mal die Einstellung an sich, die ist ja üblich bei Boomern.

Aber dass man von seinen Eltern, den beiden nahestehendsten Vertrauenspersonen, permanent, seit Kindestagen gesagt bekommt, man sei nicht gut genug und müsse sich einfach nur mehr anstrengen.

Das hat mich geprägt, aber mittlerweile habe ich realisiert, dass ich auf ihre Meinung nichts mehr geben sollte.

reddit.com
u/Dull_Kaleidoscope_16 — 1 month ago

Ich bin nicht introvertiert, sondern die ganze scheiße Leid.

Heute ein Gespräch mit der Chefin gehabt.

Kritikpunkt: Ich ziehe mich immer mehr zurück und verliere immer mehr die Motivation für die Arbeit.

Ja, was soll man darauf antworten?

Meine Arbeit (unsere ganze Abteilung) erfüllt keinen gesamtgesellschaftlichen Zweck.

Es ist buchstäblich Kategorie 2 aus dem Buch Bullshit-Jobs von David Graeber.

Am Anfang hab ich das noch nicht so krass realisiert, die Arbeit hat mir Spaß gemacht, war ja alles neu und es gab viel zu entdecken. Neue Kollegen kennenzulernen.

Aber nach und nach (fast 2 Jahre) realisiere ich, dass meine Arbeit einfach keinen Nutzen hat. Man ist 17 Uhr erschöpft und kann nichts anderes mehr machen, und wofür? Hat man jemandem das Leben verbessert? Nein, eigentlich hat man nur Geld gekostet.

Okay, scheiß drauf, gibt gutes Geld und wenigstens die Kollegen sind nett?

Denkste. Sie sind freundlich, so wie die Kassiererin beim Aldi zu dir freundlich sein muss. Denn man hat mit Kollegen keine freiwillige Begegnung. Privat wäre man nicht zusammen. Das versuchen sie zwar zu verstecken, aber manchmal sickert es doch durch.

Also was ist die Konsequenz?

Man geht jeden Tag ins Büro, macht 8 Stunden lang sinnlose Tätigkeiten und muss sich zwischendurch mit Leuten, die man eigentlich gar nicht sehen will, über belangloses Zeug unterhalten.

Dabei muss man diese Lüge aufrecht erhalten, dass man doch total die wichtigen Sachen macht und auch noch eine tolle Zeit mit "Freunden" hat.

Und dafür soll ich studiert haben? Ich hätte mir mehr Gehirnzellen wegsaufen sollen, um das alles nicht mehr zu hinterfragen.

Ist das depressiv? Vielleicht. Vielleicht können auch andere Leute einfach besser mit einer Lüge leben - und dieser Zustand gilt in der Gesellschaft als normal?

reddit.com
u/Dull_Kaleidoscope_16 — 1 month ago

Ja dann machen Sie doch weiter mit ihrer Sympathie-Strategie. Ich würde gern weiter meine intrigant ähh integrativen Aktivitäten fortsetzen!

Die Bowling-Episode ist einfach absolutes Gold!

Innerhalb von ein paar Sekunden vergleicht Stromberg erst den Becker mit Hitler und dann haut er noch diesen genialen freudschen Versprecher raus.

reddit.com
u/Dull_Kaleidoscope_16 — 1 month ago

Wie schafft man es, Aufgaben und den Sinn nicht zu hinterfragen?

"Büro ist wie Achterbahn fahren. Wenn du das 8 Stunden lang, jeden Tag, machen sollst, dann kotzt du irgendwann!"

Ich arbeite in einer Branche, die per se schon Mal nicht wirklich Mehrwert in der Gesellschaft schafft, aber halt durch die geistigen Ergüsse des Gesetzgebers/Politik so entstanden ist.

Dazu kommen diverse sinnlose Aufgaben vom Chef, die aus irgendeinem Grund manchmal extrem genau sein müssen (ich bin schon Erbsenzähler, aber man kann auch noch den Staub in der Tüte aufs Milligramm genau wiegen!) oder ohne erkennbaren Grund sehr schnell fertig sein müssen.

Es wird zB Mal wieder ein neues "Geschäftsmodell" gehyped, man muss so tun als wäre man auch Feuer und Flamme dafür, obwohl man weiß, dass es dem Kunden keinen Mehrwert bringt und dementsprechend nicht viele abschließen werden.

Wir müssen also unbedingt alles dafür tun, dass wir das so schnell wie möglich anbieten können.

Kaum ist alles fertig, stellt sich heraus, dass kein Kunde den Bums haben will, weil es sich eben nicht lohnt, oder sie zu den großen etablierten Marken gehen. Wer hätte das gedacht?

Währenddessen werden die offensichtlichen Wachstumsfelder ignoriert, weil der dafür zuständige eben keine Lust drauf hat.

Man schuftet sich den Arsch ab und wofür?

Im besten Fall erfüllt deine Arbeit sinnlose gesetzliche Vorgaben. Oder dein mühsam erarbeitetes Ergebnis findet nicht Mal Berücksichtigung in der Entscheidungsfindung des Chefs, weil doch raus kommt, dass die Genauigkeit bei der Größenordnung gar nicht relevant war (das hab ich von Anfang an gesagt!).

Wie lernt man, sich ein anderes "Mindset" (sorry für das Corporate-Geschwätz) anzueignen? Ich bin erst 28 und muss diesen sinnlosen Stress noch einige Jahre durchhalten...

reddit.com
u/Dull_Kaleidoscope_16 — 1 month ago