Arbeitskollege ist „verloren“ im Leben. Wie würdet ihr helfen?
Hey,
ich arbeite neben meinem Studium in einem Lebensmittelmarkt, um mir hier und da mal ein paar Freiheiten gönnen zu können.
Während meiner Zeit in dem Geschäft habe ich einen Kollegen in meinem
Alter (23) kennengelernt, der keinen richtigen Schulabschluss hat (auch keinen Hauptschulabschluss) und seit seinem Schulabgang nur Mini-Jobs angenommen hat.
Nächsten Monat verlasse ich das Unternehmen, um meine BA. + Laborphase anzugehen und habe dies als Anlass genommen, mich mal intensiver mit dem Kollegen zu unterhalten, damit wir vielleicht auch nach meinem Ausscheiden in Kontakt bleiben können.
In dem Gespräch hat er mir erzählt, dass er viele finanzielle Probleme hat und sein Traum ein Medizin-Studium wäre, welches er durch das Nachholen von Abschlüssen erreichen wollen würde.
Ich habe nicht das Recht über das Leben anderer zu urteilen, daher habe ich im Titel das „Verloren“ auch in die Anführungszeichen gepackt, aber er macht mir seit dem sehr den Eindruck, dass er völlig an der Realität vorbei lebt und sich seine ganze Zukunft durch seine Träumerein verbaut.
Ich will damit nicht sagen, dass ein solcher Werdegang unmöglich wäre, aber er besucht weder eine Abendschule, noch kümmert er sich sonst wie um einen Ausstieg aus dem ständigen Mini-Jobben, oder um das Nachholen von Abschlüssen.
Habt ihr einen Tipp, ob und wie man ihm vielleicht helfen könnte?
Er tut mir wirklich Leid, weil der Wunsch nach dem Studium ja irgendwie schon zeigt, dass er unzufrieden ist und er eigentlich mehr aus sich machen will…Es muss letztendlich vielleicht ja nicht mal das Studium sein,aber ich habe die Befürchtung, dass er sich im Leben einiges verbaut, wenn er nicht bald handelt.
Vielleicht mach ich mir aber auch einfsch zu viel Gedanken um Dinge, die mich nichts angehen. Deswegen wollte ich hier aber die Frage stellen, um mal eure Meinung zu hören.