Bait & Switch bei Zeitarbeit: Recruiter haben komplett gelogen, aber der Einsatzort ist eigentlich das was ich suche. Zusagen, pokern oder absagen?

Hallo Schwarmgemeinschaft,

ich stecke gerade in einer Zwickmühle und könnte mal einen etwas neutraleren Blick von außen gebrauchen. Es geht um eine Stelle über die Arbeitnehmerüberlassung, bei der das Vorstellungsgespräch und die Realität beim Einsatzbetrieb komplett auseinanderklaffen.

Kurz zu mir.

Ich bin aktuell auf Jobsuche (beziehe übergangsweise ALG 1 + Aufstockung seit dem 1.6) und wurde vor 5-6 Wochen das erstemal auf LinkedIn von einem Recruiter einer recht großen Vermittlungsagentur angeschrieben. Angeboten wurde mir eine Stelle als Verwieger/Mitarbeiter Waagehaus in meinem lokalen Kraftwerk.

Am Telefon und in den Nachrichten klang das Ganze nach einem absoluten Traum-Szenario:

-Maximal 3 Monate Zeitarbeit, danach eine fest garantierte Übernahme durch das Kraftwerk.

-Sehr atraktives Gehalt mit entsprechenden Zulagen.

-Neben der Büroarbeit am Waagesystem sollte ich auch schwere Maschinen bedienen und aktiv draußen Arbeiten.

Das ganze kam jetzt Ende Mai kurz bevor ich Betriebsbedingt meinen alten Job verloren hatte. Im ersten Gespräch der eigentlich am Freitag den 22.5 sein sollte wurde ich geghosted, eine Woche später am Donnerstag wurde ich dann von jemand neuen auf LinkedIn von der Firma angeschrieben der meinte das er mich übernommen hatte, am Freitag (7 Tage nach dem eigentlichen Termin) habe ich dann mit Recruiter Nummer 2 Gesprochen. Dieser hatte mir die Stelle dann auch wie oben beschrieber Verkauft, wollte mir spätestens am Montag/Dienstag (25/26.5) nochmal die ganzen Daten über eMail senden, aber es kam nie etwas und ich hatte die Stelle mental schon abgeschrieben.

Gestern wurde ich dann von einem anderen Mitarbeiter (Nummer 3) der Zeitarbeitsfirma spontan Angerufen, dieser meinte zu mir das der Kunde Interesse an mir hat und mich gerne heute um 11Uhr kennenlernen wollte. Da ich zZt. kein Auto mehr habe kam der Recruiter 3 1/2h aus Köln hier her, hat mich abgeholt und wir sind gemeinsam direkt zum Kraftwerk gefahren. Dort durfte ich mir den Trubel knapp 40 Minuten ansehen und habe anschließend mit dem zuständigen Abteilungsleiter gesprochen, und dabei ist die Blase dann komplett geplatzt. Das Kraftwerk wusste von den ganzen Versprechungen der Recruiting Agentur absolut gar nichts. Die Realität sieht so aus:

-Anstelle von 3 Monaten Probearbeit mit Garantierter übernahme sind es 6 Monate ohne sichere übernahme, und wenn mich das Kraftwerk dann am ende nicht will oder braucht "gucken die nach etwas neuen für mich".

-Mir wurden jetzt 16,70 € brutto pro Stunde angeboten was deutlich weniger ist als mir erst gesagt wurde.

-Ich soll als Lückenbüßer ab Mitte Juli (13.7) rein und für die Spätschichten eingesetzt werden, weil das dem Kraftwerk gerade am besten in den Plan passt (Okay, das würde für mich auch passen. Ich mag Spätschichten).

-Maschienen bedienen/fahren ist ebenfalls komplett vom Tisch.

Ich muss zum Kraftwerk pendeln und brauche dafür ein Deutschlandticket plus zusätzliche Fahrradtickets für den Bus (kosten mich rund 150 € im Monat). Unterm Strich bleibt mir bei diesem Gehalt und diesen Fahrtkosten kaum mehr Geld übrig, als ich jetzt mit dem ALG 1 und der Aufstockung habe.

Das finanzielle Angebot durch die hohen Pendelkosten eigentlich nur ein Witz.

Andererseits habe Ich mich mit dem Vorgesetzten beim Kraftwerk im Gespräch extrem gut verstanden. Er war ehrlich zu mir, aber hat von den ganzen Behauptungen der Recruting Agentur nichts gewusst.

Ich habe eigentlich Lust auf diesen Mix aus Büroarbeit im Waagehaus und der Option, mich draußen auch mal dreckig zu machen, anstatt nur im Büro zu versauern. Die Industrie und das Kraftwerk an sich reizen mich total, und ein großer teil meiner Familie hatte dort bis Anfang der 2000er gearbeitet und ich wuchs damit auf.

Aber ich weiß jetzt nicht wie ich hier reagieren soll. Ich habe noch nichts unterschrieben. Ich wurde von den Recruitern komplett angelogen, aber das Personal im Kraftwerk, die Vorgesetzten usw. scheinen keine falschen Leute zu sein. Ich habe mich sofort gut verstanden.

Auf der einen Seite will ich Arbeiten, aber auf der anderen fühle ich mich komplett verarscht und betrogen.

Meine Fragen an die Schwarmintelligenz:

-Hattet ihr schon mal so eine krasse Diskrepanz zwischen den Versprechen der Vermittler und der ungeschönten Realität beim Kundenunternehmen? Wie seid ihr in der Situation damit umgegangen?

-Würdet ihr den Job für 6 Monate einfach als Erfahrung und Überbrückung mitnehmen, weil das Arbeitsumfeld an sich Spaß machen könnte, auch wenn finanziell kaum ein Plus am Ende des Monats auf dem Konto steht?

-Hat man als eingekaufte "Urlaubsvertretung" über ANÜ in der Industrie überhaupt jemals eine realistische Chance, am Ende doch im Betrieb zu bleiben, wenn man sich gut anstellt?

-Sollte ich versuchen noch irgendwie zu verhandeln da den allen anscheinend der A***h auf Grundeis läuft, die Agentur ihre Provision will, und das Kraftwerk dringend jemanden braucht und
ich der einzige bin der irgendwie in frage kommt?

Und ganz wichtig:

Was würdet ihr an meiner Stelle in dieser Situation tun?

Danke schon mal für euren Input!

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u/LordLightsaber621 — 3 days ago
▲ 2.5k r/predprey+1 crossposts

Don't worry. She thinks you're cute too ...Probably. (by me)

Y'all seemed to love the doodle I did of her. And to be fair. I love her too and decided to flash her out a bit.

A lot of you asked for my socials the last time. They are linked down in the comments <3

u/LordLightsaber621 — 7 days ago

Can the SolarSaga 200 stay plugged in while charging in the rain?

Hi all,

I’m brand new to Jackery products and solar in general, so sorry if this is a basic question.

I recently got a SolarSaga 200. It’s rated IP68, but I couldn’t find a clear answer on whether it’s safe to leave the panel connected while it’s raining.

If the male connector is already plugged into the female port on the panel and I’m actively charging, is it okay to leave it connected during rain? Or should I unplug it and put the protective cover back over the port?

Thanks in advance.

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u/LordLightsaber621 — 20 days ago
▲ 1.3k r/casualtiesunknown+1 crossposts

He's already dead. He just doesn't knot it yet. (art by myself!)

Not me deciding to create my own Expie <-<

Edit: oh god. I did (k)not notice the typo. It was supposed to mean KNOW not knoT. I go bury myself now.

Edit 2: …Guess I accidentally turned my boy into Markiplier. Oop.

u/LordLightsaber621 — 1 month ago
▲ 555 r/protogen

He ain't perfect, he ain't finished, but he's mine. Poured my soul into him and I'm honestly so happy right now. Took me like a year to get him up and running... But here we go.

Got any advice on making the side screens/emblems look their best? They scare me ;w;

u/LordLightsaber621 — 1 month ago
▲ 20 r/furry

“Jet’s good” (art by myself)

-moments before she alpha’d herself on the transient line at Offutt and declared Nebraska her new home.

90 minute doodle let's gooo

u/LordLightsaber621 — 1 month ago

So... a friend told me to go in completely blind and just download this game. I only have one thing to say:

What the actual fuck.

I've played a lot of deeply morbid, messed-up games over the years, but absolutely nothing has crawled under my skin quite like this. I've just been sitting here in the dark for the past few hours, staring at my screen, trying to stomach the sheer volume of agonizing, gruesome deaths I've accidentally inflicted on my Expies. Listening to their pathetic, desperate whines as they slowly die because of my mistakes... it makes me feel genuinely hollow, intensely anxious, and physically sick to my stomach. The guilt is almost suffocating.

And honestly? I mean that in the absolute best, most positive way possible.

It takes a truly phenomenal game to invoke this kind of raw, visceral dread and emotional weight. This is a total masterpiece of misery, and I am entirely hooked.

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u/LordLightsaber621 — 1 month ago

Stromsperre am 10.06. durch Gerichtsvollzieher, absurd hoher Verbrauch und ignorierte Befundprüfung

Hallo zusammen,

Mir wird am 10.06. der Strom abgestellt. Ich soll in meiner 1 Zimmerwohnung ca. 9.000 kWh pro Jahr verbrauchen. Die Zählerprüfung wurde jahrelang vom Netzbetreiber blockiert, jetzt gibt es ein rechtskräftiges Urteil gegen mich und ich rutsche gerade ins ALG 1 das ab nächsten Monat greift.

Ich bin mitte 2019 in meine jetzige Wohnung gezogen. Wegen eines damaligen, kleinen Schufa-Eintrags war ich gezwungen bei meinem Grundversorger zu bleiben, da ich die Bonitätsprüfung bei anderen Anbietern nicht bestand.

Zwischen mitte 2019 und mitte 2020 war mein Verbrauch völlig normal mit etwas über 2000 kWh. Seit Mitte 2020 verbrauche ich laut Zähler plötzlich bis zu 9.000 kWh im Jahr was für eine Person in einer 1 Zimmerwohnung (23qm) absurd ist. Ich zahle monatlich 108€ Strom (das deckt ca. 3.500 kWh ab). Die Differenz führt jedes Jahr zu Nachzahlungen von mehreren tausend Euro und diese Schulden haben sich massiv angehäuft.

Ich habe über die Jahre immer wieder versucht eine offizielle Befundprüfung von meinem Netzbetreiber zu fordern. Ich wurde am Telefon abgewimmelt, mir wurde gesagt das diese alten Zähler nicht kaputt gehen, man hat aufgelegt und auf meine Briefe habe ich nie eine Antwort erhalten. Von der Schuldnerberatung, Caritas oder der AWO bekam ich auch keine nutzbare Hilfe. Jeder sagt mir nur: "Oh, das ist aber viel, das kann ja physikalisch gar nicht gehen." Das Jobcenter sowie das Sozialamt verweigern mir zudem ein Darlehen, solange diese Befundprüfung nicht passiert ist und selbst dann ist es ehr fragwürdig mit den 11.000€

Das einzige was die Schuldnerberatung schafft war das ich zwischen 2023 und 2024 einen Ballonratenplan hatte um die damaligen 7500€ zu begleichen, dieser ist aber durch ein Systemfehler von meinem Grundversorger ohne meiner kenntniss geplatzt, ich Zahlte fast 1 Jahr einfach nur 100€ auf meinen normalen abschlag als extra, und als meinem GV aufgefallen ist, und man sich bei mir entschuldigte hieß es nur, "Wir werden den Vertrag wieder aktivieren. Wenn sich bis ende Oktober keiner meldet rufen Sie uns nochmal an." Und natürlich hat sich keiner gemeldet. Als ich anrief wusste man von nichts und es ging normal weiter.

Mein Grundversorger bot mir dann an die Schulden in maximal 24 Monaten zu tilgen. Das bedeutet: über 500 € pro Monat für die Schulden plus 228€ als neuer Abschlag. Ich soll also 728€ im Monat alleine für Strom zahlen. Das konnte ich schon im Mindestlohnsektor nicht stemmen, und jetzt, wo ich ins ALG 1 gerutscht bin, erst recht nicht.

Weil ich nicht zahlen konnte und ein Wechsel unmöglich war, ging die Sache vor Gericht. Im Dezember letzten Jahres kam das Gerichtsurteil, dass man mir den Strom abklemmen darf. Letzten Mittwoch habe ich nun "endlich" die Sperrankündigung zum 10.06. erhalten.

Ich war heute bei meinem Gerichtsvollzieher (der übrigens vollstes Verständnis hat und nur seinen Job macht). Er meinte: Selbst wenn ich jetzt auf eigene Faust noch eine Befundprüfung durchbekommen würde, würde das an der rechtskräftigen Abschaltung zum 10.06. durch ihn nichts mehr ändern.

Ich hatte schon Jahre davor versucht umzuziehen, trotz der Schufa einträge meinen Anbieter zu wechseln usw., aber dies wurde auch nie etwas.

Was kann ich jetzt noch machen, um mir irgendwie den Hintern zu retten und rechtliche Hilfe zu bekommen? Gibt es irgendeinen Weg, diese Vollstreckung noch zu stoppen?

Danke im Voraus für jede Einschätzung!

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u/LordLightsaber621 — 2 months ago

Hallo Hivemind,

Nachdem ich mich hier schonmal vor 2 Wochen mit meiner Horrorarbeit gemeldet hatte, wurde ich "heute" betriebsbedingt gekündigt. Wenn ich sage heute, dann meine ich eigentlich, dass ich am 27.4. zum 31.5. hin gekündigt wurde, aber da an dem Tag meine Großmutter verstorben war, wollte mir das keiner auf meiner Arbeit mitteilen, und mir wurde die betriebsbedingte Kündigung heute von meinem Chef in einem netten Gespräch in die Hand gedrückt, und ich wurde gebeten, mir für die nächsten 4 Wochen doch eine Krankmeldung zu holen.

Ich will jetzt auch nicht groß in das Thema gehen, wieso, weshalb, warum ich gekündigt wurde, aber das TL;DR wäre, dass meine Firma, die eh schon mit 2 Beinen im Grab steht dank dem Iran-Konflikt und Trumps Zöllen und all dem anderen Scheiß, der in der Automobilindustrie abgeht, meine Abteilung schließt.

Das große Problem ist jetzt aber, dass ich immer Mitte des Monats mein Gehalt für den nächsten Monat bekommen habe. Das heißt 15. Januar für Februar, 15. Februar für März, 15. März für April usw. Da ich im absoluten Mindestlohnsektor liege und ich sogar 1 Cent unter Mindestlohn seit Januar bekam, hatte ich nie die Mittel, irgendwas auf die hohe Kante zu legen.

Jetzt habe ich das Problem, dass ich mit dem Geld, was letzten Monat am 15. kam, meine Wohnung für den April gezahlt habe, und ich jetzt am 15. mit dem Geld für Juni meine Wohnung für Mai hätte bezahlen müssen. Ich bekomme zwar noch einmal ca. 170€ nachgezahlt vom letzten Monat (ich bekam 90% im Voraus, und 10% kamen in der ersten Woche des neuen Monats, wodrauf auch Überstunden verrechnet werden würden), aber von den 170€ kann ich meine Miete nicht zahlen, weder noch irgendwie leben.

Jetzt ist meine Frage an euch: Wie soll bzw. muss ich jetzt vorgehen? Ich stehe in einer Situation, in der ich noch nie stand. Ich wollte zwar demnächst kündigen, aber erst, wenn ich eine neue Stelle gehabt hätte. Ich weiß jetzt nicht, wie ich mein Alg. 1 beantrage, ich befürchte, dass es zu spät ist, da die Kündigung am 27.4., was vor über 3 Tagen ist, ausgestellt und unterzeichnet wurde, ich weiß nicht, wie ich meine Wohnung zahlen soll oder was ich tun kann, um diese nicht zu verlieren, und ich weiß nicht, wie ich diesen Monat überleben kaufen soll.

Ich hoffe, dass mir hier irgendwie einer einen Rat geben kann, bevor ich hier noch weiter zusammenbreche.

Edit: Was ich vielleicht noch erwähnen soll. Ich war in Festanstellung und unbefristet seit dem 1.8. letzten Jahres, die Schließung meiner Abteilung wurde mir nicht irgendwie mal mitgeteilt, mir wurde auch bis heute nie gesagt, dass ich gekündigt werde.

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u/LordLightsaber621 — 2 months ago