
Wo war ich letztes Wochenende?
Wo sieht man solch schöne Sonnenuntergänge?

Wo sieht man solch schöne Sonnenuntergänge?
Wien Döbling, 19.
Jeder kann es schaffen, aber die erste Million ist die schwierigste.
Man muss halt erstmal den Weg zum Notar auf sich nehmen (Sprit, Zeit), dann sich irgendwas erklären lassen, unterschreiben, der Familie vorspielen, dass man sie gerne hat, usw.
Aber mit dem, was man sich dadurch erarbeitet hat, kann man schon bisschen was machen.
Hab zwar noch was arbeiten müssen, aber mit ein wenig Vorsprung am Konto geht sich die 100m2 Wohnung im 19. schon aus.
Wie macht ihr das, wenn ihr große Prüfungen habt; zB 3 Vorlesungen, die alle 3 in einer Prüfung abgefragt werden?
Was sind eure Strategien, euch den Stoff zu merken, wenn ihr nicht wisst, was kommt und ihr keine Altklausuren habt?
Wie lernt ihr Dinge auswendig?
Ich hab echt Schwierigkeiten, mir so viel Stoff zu merken.
Danke euch!
In Österreich gibt es bekanntlich keine Erbschaftsteuern. Doch wie kommt man zu Vermögen? Ist es möglich, sich das zu erarbeiten?
Wahrscheinlich schon, jedoch ist es fast Voraussetzung, finanzielle Hilfe von der Familie zu bekommen.^(1) Das bedeutet, Menschen, die diese Unterstützung nicht haben, können sich den Traum des Eigenheims nicht so leicht erfüllen, wie die, die Vermögen erben.
Warum sind dann trotzdem so viele gegen Vermögens- bzw. Erbschaftsteuern, obwohl die bestehende Ungleichheit mehrfach belegt ist?
Menschen schätzen ihre Vermögenssituatoin falsch ein - es gibt eine Tendenz der Einschätzung hin zur Mittelschicht. Kaum jemand der wohlhabenden Befragten würde sich zum reichen Anteil der Bevölkerung rechnen, während der ärmere Anteil der Befragten sich zu reich einschätzt.^(2)
"Ich möchte aber nicht, dass mein Erbe besteuert wird, wenn ich mal eine Million gemacht haben." bzw. "Es ist nicht so schwer, su einer Million zu kommen."
Nur 5% der Haushalte können ein Nettovermögen von über 1 Million vorweisen.^(3) Die reichsten 10% haben zu mehr als 50% ihren Reichtum geerbt.^(4)
Also die Chance, dass du zu den wenigen gehörst, die sich die Millionen erarbeiten, ist relativ gering. Wenn du unter "Arbeiten" verstehst, dass du Glück mit deiner Unternehmensidee gehabt hast: wäre dann ein Lottogewinn auch Arbeit?
"Du bist einfach denen gegenüber, die sich ihren Reichtum erarbeitet haben, neidig."
3. Die Vermögensverteilung in Österreich ist ungleicher als in anderen Ländern, auch wenn wir nicht das Gefühl haben, dass das so ist. ^(5)
Doch was passiert, wenn die Menschen sich ihrer finanziellen Situation bewusst sind und sich richtig einschätzen?
66% stimmen der Aussage zu, dass der Unterschied zwischen arm und reich in Österreich zu groß ist und eine Vermögenssteuer diesen Gap reduzieren würde. Je reicher der Befragte, desto weniger Zustimmung zu dieser Aussagen - eh klar.^(6)
Was denkt ihr darüber? Woher kommt die Ablehnung einer Erbschaftsteuer gegenüber, wenn Ungleichheit derart belegt ist? Sind hier auf Reddit alle Vermögensteuer-Gegner reich oder haben reiche Eltern?
Auch, wenn man Leistung und Arbeit als Tugend ansieht und den Reichen den Reichtum gönnt; ihr seht doch, dass der große Teil des Reichtums geerbt wurde?
Freue mich schon auf die Diskussion.
_____________________________________________
Quelle: https://www.hfcs.at/ergebnisse-tabellen/hfcs-2021.html
^(1) "Additional support in the form of gifts or inheritances is almost a prerequisite for being able to afford owner-occupied housing." Seite 15
^(2) "Chart 1 shows the answers to a question on households’ self-assessment regarding their own position in the wealth distribution in waves 3 and 4. Respondents misclassify their household with a strong bias toward the middle of the distribution. Hardly any wealthy respondents believe that their own households belong to the upper quintile of the wealth distribution." Seite 6
^(3) "Net wealth of over EUR 1 million is observed only in the top 5% of households. Compared to 2017, the distribution is compressed in the upper half as values increased by similar absolute amounts between P50 and P85 (by EUR 50,000 to EUR 100,000) and between P85 and P95 (by up to EUR 200,000)." Seite 8
^(4) "Also, the share of households who have already inherited is about 50% in the three groups with upper-middle wealth and between 67.7% and 83.2% in the top 10% wealth groups." Seite 13
^(5) "5. The net wealth distribution in Austria (and Germany) is very unequal in comparison to other countries. This is partly due to institutional differences compared to other euro area countries, related to e.g. the real estate market and the welfare state (see also box 1 on augmented wealth)." Seite 2
^(6)
Servus! Ich frage mich manchmal, ob das allgemein bekannt ist, wie die Einkommen- und Lohnsteuer in Ö berechnet wird?
Das zu versteuernde Einkommen wird gem. § 33 EStG stufenweise mit dem jeweiligen Steuersatz der Tarifstufe besteuert. Dazu wird das zu versteuernde Einkommen in die Teile, die in § 33 EStG angeführt sind, aufgeteilt:
§ 33 EStG - tagesaktuelle Fassung
Beispiel:
Das zu versteuernde Einkommen beträgt 37.493 EUR jährlich (nach Abzug der Sozialversicherung und allen anderen Ausgaben)
13.539 EUR davon werden mit 0% besteuert = 0 EUR
8. 453 EUR davon (21.992 - 13.539) werden mit 20% besteuert = 1.690,60 EUR
14.466 EUR davon (36.458 - 21.992) werden mit 30% besteuert = 4.339,80 EUR
der letzte Teil des Einkommens, also 37.493 - 36.458 = 1.035 EUR werden mit 40% besteuert = 414,00 EUR
Zählt man nun alle Steuerbeträge zusammen, kommt man insgesamt auf eine Steuerlast von 6.444,40 EUR.
Dazu stimmen folgende Aussagen:
"Jeder zusätzliche Euro, den ich verdiene, wird mit 40% besteuert." -> verdienst du 1 EUR mehr, zahlst du davon 40 Cent an Steuern -> das sit der Grenzsteuersatz
"Mein Einkommen wird durchschnittlich mit ca 17,19% besteuert." -> das ist der Durchschnittssteuersatz
Was nicht stimmt: "Ich zahle 40% Steuern."
Glaubt ihr, wäre ein Podcast mit solchen Themen sinnvoll?
„Milliardär:innen in Österreich: Vermögen vorrangig durch Erbschaft“
Das ist der Grund dafür, warum es eine Erbschaftsteuer braucht.
>Die OECD rät Österreich schon seit Jahren zu einer Einführung einer Erbschafts- und Schenkungsteuer. Denn Österreich hat nicht nur eine hohe Vermögensungleichheit, sondern auch besonders niedrige Steuern auf Vermögen. Auch die Europäische Kommission hat im Jahr 2020 die Einführung von Erbschaftssteuern empfohlen.<
>Erbschaften sind ein Treiber von Ungleichheit Die Bedeutung von Erbschaften hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Sowohl ihr Anteil am privaten Vermögen als auch am Nationaleinkommen ist gestiegen.<
Quelle: https://www.awblog.at/Wirtschaft/Erbschaftssteuer-Oesterreichs-Sonderweg
PS: Beitrag vom 3.6.2026
Wo in den Außenbezirken bzw. in der nahen (öffentlich) erreichbaren Umgebung (Mödling, St. Pölten Land etc.) würdet ihr wohnen wollen, wenn ihr nicht in Wien bleiben wollen würdet?
Wunsch wäre mit Kindern und kleinem Garten. Wohnung oder Haus.
Edit Zusatzinfo: wir sind grade nicht auf der Suche und haben im Moment noch keine Kinder. Gemeinsames Einkommen wird ca 8.000 EUR netto sein. Kinderbetreuung wird uns sehr wichtig sein.
Edit 2: Bitte nicht Strasshof an der Nordbahn hahaha