Hund nach Trennung plötzlich 6,5 Stunden alleine – wie würdet ihr damit umgehen?
Hallo zusammen, ich brauche mal eine ehrliche Einschätzung und vielleicht auch Erfahrungen von Leuten, die sich mit Hunden gut auskennen.
Mein Ex-Partner und ich haben vor ca. 2,5 Jahren einen Shih Tzu angeschafft. Sie kann grundsätzlich gut alleine bleiben und bisher war es meistens so, dass sie durch die Arbeitszeiten meines Ex-Partners nur ca. 4–5 Stunden alleine war.
Jetzt haben wir uns getrennt und ich werde in etwa zwei Wochen alleine mit ihr wohnen. Ich arbeite 6 Stunden am Tag, mit Fahrweg wäre sie also ungefähr 6,5 Stunden alleine.
Meine Mutter macht mir deswegen gerade enormen Druck und sagt sehr deutlich, dass das viel zu lange sei und ich mir überlegen müsse, was ich mit dem Hund mache. Sie ist der Meinung, dass ich ihn unter diesen Umständen nicht behalten kann.
Was mich daran gerade wirklich ärgert und auch belastet: Meine Eltern wohnen mit im Haus und sind beide in Rente. Ich erwarte nicht selbstverständlich, dass meine Mutter die Verantwortung für meinen Hund übernimmt. Aber ich hätte mir gewünscht, dass wir zumindest gemeinsam nach einer Übergangslösung suchen. Sie könnte beispielsweise einmal kurz mit ihr rausgehen, damit sie sich lösen kann. Stattdessen lehnt sie das komplett ab und macht mir gleichzeitig immer wieder deutlich, dass ich das Problem jetzt lösen müsse.
Ich stehe dadurch gerade ziemlich unter Druck. Für mich ist es keine Kleinigkeit, meinen Hund einfach abzugeben. Ich habe mich damals bewusst für sie entschieden und sie ist ein wichtiger Teil meines Lebens – gerade jetzt nach der Trennung. Gleichzeitig möchte ich natürlich unbedingt, dass es ihr gut geht und ich möchte nicht aus egoistischen Gründen an einer Haltung festhalten, die für sie schlecht wäre.
Ich könnte mir vorstellen, beispielsweise an 2–3 Tagen pro Woche jemanden zu bezahlen, der mittags mit ihr rausgeht. Jeden Tag wäre das für mich finanziell schwierig.
Deshalb würde ich gerne wirklich sachlich eure Einschätzung hören:
Sind 6–6,5 Stunden Alleinbleiben für einen kleinen Hund, der grundsätzlich gut alleine bleiben kann, tatsächlich zu viel? Oder wäre das mit einer zusätzlichen Betreuung an einigen Tagen eine vertretbare Lösung?
Und sollte die Frage kommen, was denn mit meinem Ex ist: der hat null Interesse an dem Hund und wäre fein damit, sollte ich mich dazu entscheiden, sie abzugeben. Verantwortung hat er für diesen Hund schon in der Beziehung nicht, was auch ein Grund für die Trennung war.