Und auf welche Veröffentlichungen wartet ihr so?

Und auf welche Veröffentlichungen wartet ihr so?

Da ich während eines Blogeintrags gerade noch mit der Locarno-Konferenz abschließe (innerlich wie im Text), musste ich wohl oder übel auf den deutschösterreichischen Künstler aus Braunau am Inn zu sprechen kommen. Mir liegen auch alle Bänder seiner Reden von anno dazumal bis 1932 vor, leider sind die für 1933 bis '45 noch nicht veröffentlicht. Die sollen wohl in ein paar Jahren herauskommen, dafür aber sogar kostenfrei online als PDFs abrufbar, damit sie in der Forschung ungehindert eingesetzt werden kommen.

Immerhin bin ich mir sicher, dass sich mein Tempo nicht maßgeblich beschleunigen wird, sodass ich sie später noch nachtragen kann. Gibt halt ansonsten nur eine sehr bizarre Sammlung von Max Domarius (?), bei der ich aber nicht weiß, ob da eigentlich zwei Menschen gegeneinander angearbeitet haben, die Sammlung ist noch inkohärenter als mein Geschreibsel.

Sorry, wollte nur einmal meine Frustration darüber teilen, dass ich zu früh dran bin mit dem Thema. Ist nur blöd, wenn die einzige Quelle für den Volltext seiner Regierungserklärung am 17. Mai 1933 ein PDF auf einer HTTP-Webseite ist, weil sie wohl nie bei 1000Dokumente nie hochgeladen wurde. Ich schaue mal weiter.

Link für den Bildschirmabgriff, auch für diejenigen, die sich das ebenfalls vormerken wollen: https://www.ifz-muenchen.de/forschung/ea/forschung/edition-der-reden-adolf-hitlers-von-1933-bis-1945
Das IfZ verfügt auch über einen Newsletter, über den sie wahrscheinlich informieren werden, wenn dieses Mammutprojekt draußen ist.

u/Ollyfer — 14 hours ago
▲ 108 r/buecher

Jagd auf alte Bücher - KI-Firmen kaufen Antiquariate leer – und vernichten die Bücher

srf.ch
u/Ollyfer — 6 days ago

Fliegenkopf, der

(Gerade auch gesehen, dass der sogar im Panorama dieses Subs steht)

Unter einem Fliegenkopf versteht man einen Buchstaben, der absichtlich verkehrt gedruckt wurde, um vor dem Druck aufmerksam auf die Stelle zu machen, da dort noch etwas zu verändern sei. In der Fachsprache spricht man dabei vom „Blockieren”¹.
Nicht ganz passend, aber dafür auffällig, ist das Beispiel im Bilde: Es stammte aus James Joyces Buch “Finnegans Wake”². Fragt mich aber bitte nicht, welche Bedeutung diese Schreibweise hat—ich habe versucht, das Buch zu lesen, und bin kläglich gescheitert.

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Index:

  1. Hüller, Stephan; .Hiller, Helmut (Hrsg.) (2006). Wörterbuch des Buches, 7. Auflage. Frankfurt/Main: Vittorio Klostermann. Seite 55.

  2. Joyce, James (2000). Finnegans Wake. New York City, London: Penguin Books. Page 36.

  3. Wer sich darin einlesen möchte, findet hierunter Rat: McHugh, Roland (1976). The Sigla of Finnegans Wake. London: Edward Arnold.

u/Ollyfer — 7 days ago
▲ 344 r/de

Desinformation im Internet: Russisch gesteuerte Einflusskampagne zielt auf anstehende Landtagswahlen

spiegel.de
u/Ollyfer — 7 days ago
▲ 86 r/buecher

Das erste Mal seit Monaten, wenn nicht sogar Jahren, etwas Belletristik

Aufgrund meiner Recherche (privat) lese ich sehr viel Sach- und Fachbücher (daher auch mein Fler). Beim Spazieren lese ich häufig digitale Bücher, da man einen Ereader sehr gut mit einer Hand halten kann, oder besser gesagt: Sie sind leicht zu handhaben und man hat nicht nach ein paar Minuten Schmerzen im Arm, wie es bei gebundenen Büchern der Fall wäre.

Jetzt sind mir aber die eBooks zur UN ausgegangen, weswegen ich Puffer habe. (Mit der EU warte ich noch ein wenig, sonst komme ich durcheinander) Darum gehe ich ein paar meiner Reclams ins sonstigen kleinformatigen Taschenbücher durch, angefangen bei einem Buch, das ich schon immer lesen wollte: Effi Briest.

Wenn ihr möchtet, könnt ihr gerne eure Meinung und eure Erfahrungen mit der Novelle teilen. Bitte aber KEINE SPOILER, da ich einerseits das Buch ganz blind erfahren möchte, andererseits aber auch die Kommentare, sofern es welche geben sollte, lesen möchte.

Falls jemand fragen sollte: Nein, ich habe das Buch nicht in der Schule gelesen. Ich habe die Realschule besucht, weil ich zu blöd fürs Gymnasium war, und bei uns stand Fontane gar nicht im Lehrplan. Deswegen wird Mein nächstes Buch Jenny Treibel sein. Danach... Mal schauen, vielleicht Pole Poppensäler. Hans und Heinz Kirch habe ich schon gelesen und hat mir sehr gefallen. Habe es dann noch einer Freundin empfohlen in den USA, ihr hat es auch sehr gefallen.

u/Ollyfer — 12 days ago

S. Fischer verlässt Frankfurt. Verlagsumzug im Sommer 2027: Die S. Fischer Verlage verlegen ihren Hauptsitz von Frankfurt am Main nach Berlin. Ziel ist die Stärkung der verlegerischen und wirtschaftlichen Zukunft.

boersenblatt.net
u/Ollyfer — 20 days ago
▲ 63 r/de

Kein pauschales Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche – Ethikrat empfiehlt risikobasiertes Schutzkonzept

ethikrat.org
u/Ollyfer — 25 days ago

Gefunden im sechsten Band der “Public Papers of the Secretaries General of the United Nations”

Bislang hatte ich zwei Bücher, in welchen die früheren Leserinnen und/oder Leser relevante Zeitungsausschnitte gesammelt haben, möglicherweise als Lesezeichen. Was ich noch nicht hatte dagegen war der Brief des Herausgebers an den Verlag, in welchem er ein Buch oder mehrere verlegen lassen wollte. Das fand ich schon überraschend.

In Band sieben und acht sind Kopien enthalten.

u/Ollyfer — 26 days ago
▲ 26 r/de

Milliarden-Pakt: Netzbetreiber und Staat wollen Glasfaserausbau beschleunigen

heise.de
u/Ollyfer — 26 days ago

Konstantin Richter erhält für „Dreihundert Männer“ den Deutschen Sachbuchpreis 2026

faz.net
u/Ollyfer — 27 days ago

How would they know it was Harry?

I am listening to the audiobooks at work, and I noticed that in two incidents, Harry received owl post from the Ministry of Magic for using charms outside of school. (J.K.R. (2004 [1998]), “Chamber of Secrets”, p. 21; ibid. (2003), “Order of the Phoenix”, pp. 26-27) But at least in the first case, it was not Harry who did it, it was Dobby the house elf. Couldn't the Ministry have known that? I mean, they send the post instantaneously after he did it, or at least shortly thereafter, as it was the case in the “Prisoner of Azkaban” where the post only arrived when Harry was at home. (Obviously for plot purposes; Vernon would possibly have torn the letter to shreds, had it arrived before Harry was at home), so why couldn't they also tell who did magic? They argued that it was at his place, so it had to be him. What if someone else underage had been there, for example Hermione, who also spent her time outside of school in a muggle environment, at her parents. Unless she had lived in continental Europe, she could have possibly travelled to visit Harry by train. (Also something that confuses me, come to think of it: Ron managed to rescue Harry by flying Ford Anglia, but Hermione had to rely on Royal Mail to keep in touch with Harry although she did not hadn't needed to “cross worlds” to check up on him when he never responded to her letters) For all the power the Ministry holds, this seems an avoidable judicial error, assuming that the Ministry under Cornelius Fudge wasn't under cahoots with the Malfoy family or someone else malevolent.

Is it a plot hole, or am I stupid and missing something?

reddit.com
u/Ollyfer — 27 days ago

Vielleicht wurde er auch nie gewählt, weil man befürchtete, dass er noch mehr “Haus zweigeteilt”-Reden gäbe

Kontext, Schmontext:

„A House divided cannot stand” ist ein Ausspruch, den Lincoln in praktisch jeder Rede während seiner Wahlkampagne für den Senatssitz für Illinois gebraucht hat, welcher auf demokratischer Seite von Stephen Douglass umworben wurde. Er hat den Satz aller Wahrscheinlichkeit nach der Bibel entlehnt, wo man ihn unter Matthäus 12:25 findet. Dort lautet er wie folgt in ganzer Länge: „Jesus kannte aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jegliches Reich, so es mit sich selbst uneins wird, das wird wüst; und eine jegliche Stadt oder Haus, so es mit sich selbst uneins wird, kann's nicht bestehen”. Er bezog sich dabei auf verschiedene Themen, die sich aber alle auf das Thema Sklaverei zurückführen ließen, bspw. der Missouri Compromise oder der Kansas Nebraska Act; letzteren hat Douglass insbesondere ausgenutzt: Er rief de facto dazu auf, dass Menschen aus dem Süden nach Nebraska reisen sollten, um für einen Anschluss an den Süden zu stimmen, sich somit für die Sklaverei auszusprechen. Douglass war zu der Zeit noch nicht gänzlich für die Sklaverei, andererseits auch nicht so ausgesprochen wie die Abolitionisten. Beim Thema des „Act” war er vielmehr gegen die sogenannte “squatter sovereignty” aus, also ebenjenen Aufruf Douglass', das Referendum zu verfälschen durch einen Zustrom an Leuten von außerhalb, die für Sklaverei waren. Er hatte aber auch Sorge, dass das Land als solches am Thema zerbrechen könnte, da auch im Norden nicht nur die Meinung alles andere als einheitlich war und es auch im geographischen Norden Sklavenhalter gab. Einen bekannten Sklaven aus Rhode Island, später aus Maine (er wurde weiterverkauft), dürftet ihr namentlich kennen: Nein, nicht Stephen King, sondern Frederick Douglas. Er entkam der zweiten Familie im ersten Versuch in einem Kanu, wo er aber aufgegriffen und ins Gefängnis, später zu seiner Familie zurückgebracht wurde, nur, nur, um später durch gültige Papiere freizukommen[1]. Das Thema war also ebenso präsent wie später noch bis in die 1950er Jahre die Lynchmorde[2].
Nachdem er es später nicht in den Senat geschafft hat, wurde er dafür von seiner Partei unter zwölf Kandidaten (ca.) als Kompromisskandidat für die Präsidentschaftswahl 1860 nominiert. Auch dort sollte er sich für eine Abschaffung der Sklaverei einsetzen, was ihm als Old Whig schwerfiel. Übrigens war schon damals Douglas als Ehrengast auf die Versammlungen der republikanischen Partei eingeladen und hielt Reden, die von vielen Anwesenden als überaus eloquent wahrgenommen wurden, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund seines früheren Lebens als Sklave[3]. Mit der Zeit wandte er sich dem Abolitionismus aber zu[4]; als der Sezessionskrieg näherrückte, schrieb ihm Douglas einen Brief, worin er ihm die Unterstützung der befreiten schwarzen Bevölkerung zusprach, welchen er (Douglas) wiederum die Staatsbürgerschaft im Gegenzug zu ihrem Dienst zusicherte. Auf welcher Basis er das konnte, ist mir nicht bekannt, immerhin hat Lincoln, soweit ich weiß, ihm nie geantwortet. Was darauf folgte, ist Geschichte: Am ersten Januar 1863 verkündete er seine “Emancipation Proclamation”, worin er in gesamten Staaten das Ende der Sklaverei verkündete. In seiner letzten Rede, die er in seinem Leben geben sollte, da er drei Tage später im Theater hinterrücks vom nordkarolingischen antiabolitionistischen Milizionär John Wilkes Booth hinterrücks erschossen wurde[5]. Wenn man seine Vita also überblickt, kann man eine rege Entwicklung vom Pragmatiker hin zum Präsidenten erkennen, der das Ende der Sklaverei in den USA markierte, oder zumindest den Beginn dorthin. am Ende dauerte es theoretisch noch bis in die 1960er, bis nach der Sklaverei auch die Gleichstellung der beiden größten Rassen, kaukasisch und schwarz, festgeschrieben standen.

Und die Moral von der Geschicht': Amerika, grrr!

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Index:

  1. Die gesamte Debatte könnt ihr hierunter nachlesen: Sparks, Edwin Erle (1908). The Lincoln-Douglas Debates of 1858. Lincoln Series, vol. I. In: Collections of the Illinois State Historical Library. Springfield (IL): Illinois State Historical Library. Ich habe jetzt nicht nachgeschaut, wie oft er den Satz gesagt hat, aber es gibt ein Digitalisat der Debatten im Web-Archiv. Wer Lust hat, kann es nachschauen, wobei man die Erwähnungen substrahieren muss, die in den angefügten Presseberichten auftauchten. Er hat es so oft gebraucht, dass es auch den Journalisten auffiel, den wohlwollenden wie auch den demokratischen. Damals waren die Zeitungen noch so parteiisch wie es vielen heutzutage vorgeworfen wird. Deswegen gibt es auch viel Kritik an Lincolns Rhetorik: Viele fanden sie zu bürgernahe, zu flapsig, populistisch. Gerade die Begriffe „folksy” und „homey” fand ich interessant, da ich die eher von Inspektor Columbo kenne. Jetzt stelle man sich so vor, dass Lincoln wie Columbo spräche...

  2. Douglass, Frederick (1845). Narrative of the Life of Frederick Douglass. Boston: Anti-Slavery Office. Ich bin gerade zu faul, meinen Text zu öffnen, weswegen ich keine Seitenzahlen nennen kann. Ihr findet aber eine annotierte Fassung des gesamten Textes unter dem Link: https://frederickdouglasspapersproject.com/s/digitaledition/item-set/1

  3. Lynchings in the North: https://lynchingsinthenorth.org/

  4. Es war dennoch nicht allzu ungewöhnlich, dass Sklaven sich gewählt auf Englisch ausdrücken konnten. Bspw. hat die Sklavin und Poetin Phillis Wheatley diverse Gedichte geschrieben, darunter eines an „Seine Exzellenz, den General George Washington” geschrieben, welches sie ihm zuschickte und welches er jedoch nur verspätet erhielt. Er antwortete ihr wohlwollend und betonte, wie gut sie dichten konnte. (Cyclopaedia of American Literature, vol. 1, p. 318)

  5. The definitive version was published as Guelzo, Allen C. “Lincoln and the Abolitionists,” The Wilson Quarterly, 8(2000), 58-70. https://cupola.gettysburg.edu/histfac/1/ . Im Anschluss könnt ihr hierunter auch noch die Emancipation Proclamation lesen: https://www.archives.gov/exhibits/featured-documents/emancipation-proclamation/transcript.html

  6. Was viele nicht wissen, ist, dass Booth in Lincoln einen größeren Tyrannen sah als er ihn jemals erleben musste in seinem Leben, was nicht ungewöhnlich ist für jemanden, der gerade einmal 26 Jahre alt ist. Bevor er Lincoln erschoss, schrieb er, schrie er „Sic semper”, eine Anspielung an den Ausruf „Sic semper tyrannis”, meines Wissens der Ausruf, den die Mörder Gaius Iulius Caesars gerufen haben sollen, bevor sie den Diktator Roms wie eine Piñata behandelten. (Quelle: https://lincolnconspirators.com/picture-galleries/found-on-booth/booth-diary-pages-1/ ; https://lincolnconspirators.com/picture-galleries/found-on-booth/booth-diary-pages-3/ ). Seine letzte Rede kann man übrigens hierunter nachlesen: https://www.abrahamlincolnonline.org/lincoln/speeches/last.htm

u/Ollyfer — 27 days ago