▲ 111 r/Finanzen

Ab wann sollte man einfach mal das Leben genießen und der Vermögen hinten anstellen?

Moin zusammen,

ich stecke gerade in einer kleinen Zwickmühle, was meine Finanzen und meine Lebensplanung angeht, und wollte mal hören, wie ihr das seht.

Kurz zu mir. Ich bin M29, Single, Software-Entwickler, ca. 4.300 € Netto. Fixkosten halte ich bewusst niedrig wohne noch in einer relativ günstigen 2-Zimmer-Wohnung für 750 € warm und fahre kein Auto. Meine Sparquote liegt aktuell bei knapp 50 %, der Rest wandert stur in den Heiligen Gral und mein Depot steht kurz vor den sechs Stellen.

Eigentlich die perfekte r/Finanzen-Bilderbuchkarriere. Aber in letzter Zeit frage ich mich immer öfter, wofür mache ich das Ganze eigentlich?

Ich merke, wie ich in eine Art Geiz-Spirale abrutsche. Ich ertappe mich dabei, wie ich Verabredungen mit Freunden im Restaurant absage, weil mir 30 € für ein Essen zu viel vorkommen, obwohl auf meinem Girokonto jeden Monat ein riesiger Überschuss bleibt. Ich würde gerne mal eine größere Reise machen, aber der Gedanke, dafür 4.000 € aus dem Cashreserven zu nehmen, was zwei Monats-Sparraten killt, blockiert mich mental komplett.

Wenn ich das hochrechne, kann ich mit Mitte 40 oder 50 vielleicht in Teilzeit gehen oder Lean FIRE erreichen. Aber was bringt mir das, wenn ich meine besten Jahre damit verbringe, wie ein Student zu leben, während mein Umfeld das Leben genießt?

Auf der anderen Seite habe ich totale Angst vor der Lifestyle Inflation. Wenn ich jetzt anfange, mir ein schickeres Auto zu leasen oder in eine teurere Wohnung zu ziehen, kann ich warscheinlich nicht mit 40-50 einen Gang runter schlaten.

Habt ihr auch diesen Punkt erreicht, an dem das Sparen von einer rationalen Entscheidung zu einer mentalen Bremse geworden ist? Wie habt ihr den Switch geschafft, Geld wieder als Werkzeug für Lebensqualität zu sehen und nicht nur als Highscore in der Banking-App?

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u/Own-Being-10 — 3 months ago
▲ 281 r/Ratschlag

Krankmeldung, weil ich keine Kraft habe. Kollegin macht mir ein schlechtes Gewissen.

Moin zusammen,

ich stecke gerade in einer Zwickmühle. Ich arbeite seit einem Jahr in einem großen Büro. Eigentlich ist alles okay, aber diese Woche ist die Luft einfach komplett raus. Ich fühle mich mental absolut nicht in der Lage, mich 8 Stunden vor den Monitor zu setzen.

Ich habe mich deshalb für drei Tage krankgemeldet (geht bei uns ohne Attest). Ich bin nicht physisch krank, aber ich brauche die Zeit einfach für mich, um mal wieder klarzukommen und einfach mal den Kopf frei zu bekommen.

Jetzt habe ich das gestern im privaten meiner Lieblingskollegin erzählt, weil ich dachte, sie versteht das. Ihre Reaktion war aber total heftig. Sie meinte, das sei asozial dem Team gegenüber, weil sie meine Aufgaben jetzt mitmachen muss, während ich "Urlaub auf Nacken der Firma" mache. Sie findet, "keine Kraft" ist kein Grund für eine Krankmeldung und ich würde die Solidarität im Team zerstören.

Ich finde das meine Gesundheit (auch die mentale) vorgeht. Wenn ich ausgebrannt bin, bringe ich der Firma eh nichts. Dann sitze ich da eh nur meine Zeit ab und ob ich jetzt Schnupfen habe oder einfach nur einen mentalen Break brauche, ist doch egal, oder?

Übertreibt sie komplett oder habe ich hier einen moralischen Denkfehler?

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u/Own-Being-10 — 3 months ago
▲ 64 r/weedmob+2 crossposts

Das Landgericht Düsseldorf hat entschieden: Apotheken dürfen Cannabis-Rezepte von Plattformen wie DrAnsay nicht mehr einfach beliefern, wenn diese nur auf Fragebögen ohne echten Arztkontakt basieren.

Die wichtigsten Punkte:

  • Mitschuld: Apotheken machen sich durch die technische Verknüpfung mit solchen Plattformen mitschuldig an Rechtsverstößen.
  • Prüfpflicht: Wer erkennt, dass keine medizinische Indikation vorliegt, muss die Abgabe verweigern.
  • Risiko: Apothekern droht bei Missachtung der Verlust ihrer Zulassung.

Was denkt ihr? Ist das ein notwendiger Riegel gegen den „Rezept-Wildwuchs“ oder ein unnötiger Stein im Weg für Patienten, die auf einfache Telemedizin angewiesen sind?

Hier der Artikel zum Nachlesen: https://www.apotheke-adhoc.de/rubriken/detail/medizinisches-cannabis/aknr-apotheke-haftet-fuer-dransay/

u/Own-Being-10 — 4 months ago