Wieso ist Ungleichheit okay wenn sie Männer trifft
Oftmals sagen Ministerinnen ( bsp. auf österreich aber auch Deutschland), dass eine Wehrpflicht für Frauen nicht infrage komme, solange Frauen in Bereichen wie Einkommen, Pensionen oder der Arbeitswelt noch benachteiligt seien.
Dann ziehe ich daraus eine konsequente Schlussfolgerung: Solange Männer als Einzige wehrpflichtig sind, finde ich es auch richtig, dass Frauen in anderen Bereichen benachteiligt werden bei Pensionen, bei Quoten, bei bestimmten Förderprogrammen oder überall dort, wo über Gleichstellung diskutiert wird.
Wenn es akzeptabel ist, eine Ungleichbehandlung mit einer anderen Ungleichbehandlung zu begründen, dann muss dieses Prinzip in beide Richtungen gelten.
Entweder Gleichberechtigung gilt immer mit gleichen Rechten und gleichen Pflichten oder sie gilt nur dann, wenn sie einer bestimmten Gruppe Vorteile bringt.
Wer argumentiert, dass Männer wegen bestehender Nachteile von Frauen weiterhin allein wehrpflichtig sein sollen, sollte sich nicht wundern, wenn andere dieselbe Logik auf andere Lebensbereiche anwenden.
Für mich zeigt genau das, wie widersprüchlich dieses Argument ist. Ungleichheit sollte nicht mit anderer Ungleichheit gerechtfertigt werden – unabhängig davon, wen sie trifft.