Berufliche Perspektiven bei der Polizei
Guten Abend, aktuell studiere ich Jura im LLB (Hons) und überlege, im Anschluss einen deutschen Master draufzulegen.
Derzeit beschäftige ich mich viel mit möglichen beruflichen Perspektiven und frage mich, ob es bei der Polizei etwas gibt, dass zu meinen gesundheitlichen Voraussetzungen und meinen Interessen passt.
Ich bin körperlich behindert, sitze jedoch nicht im Rollstuhl, da ich starke Rückenbeschwerden habe, würde ich einen Sporttest nicht absolvieren können.
In etwas mehr als einer Woche werde zudem bereits 31 Jahre alt, bei meinem Bachelorabschluss zwischen 33 und 35/36 sein.
Ich habe Interesse an kriminalistischer Arbeit, insbesondere an der Durchführung von Vernehmungen bzw. Vernehmungslehre allgemein.
Mir ist natürlich klar, dass man es bei der Polizei nicht nur mit (Opfer)zeugen sondern natürlich auch mit Beschuldigten und sonstigen Zeugentypen zu tun hat.
Wenn ich mich persönlich entscheiden müsste, habe ich ein großes Interesse an Opferschutz und trauma-awareness.
Dass da persönliche Motivation dahintersteckt, kann ich natürlich nicht ausschließen, aber das Interesse war schon lange vorher da.
Fernab davon:
Die Arbeit einer psychosozialen Prozessbegleitung finde ich jedoch uninteressant, weil ich einen Einblick in die Tätigkeit bekommen und festgestellt habe, dass das Konzept nicht ganz zu Ende gedacht ist. Wenn ich solch ein Konzept weiterentwickeln könnte, würde da noch mehr dazugehören. Dinge, die wirklich helfen.
Aussagepsychologie gibt es natürlich ebenfalls. Die Aussageentstehung zu analysieren ist zwar nicht ganz uninteressant, aber ich habe keinen medizinischen Fokus auf das Thema, sodass ich, selbst wenn ich die formalen Voraussetzungen erfüllen würde, dabei langfristig nicht glücklich werden würde. Mein Interesse ist wirklich mehr kriminalistisch.
Was meint ihr, gibt es Jobs bei der Polizei, die mir offenstünden und bei denen ich glücklich werden könnte?
Wenn nicht, wo würdet ihr euch an meiner Stelle umschauen?