"Sweet Spot" an Informationen für das soziale Umfeld
Hallo zusammen,
Edit: schonmal vielen Dank für die kreativen Ideen. Ich merke, dass es gut tut, in diesem Sub Antworten zu erhalten, da man in anderen Subs alleine für die Tatsache, dass man Geld gespart hat, vernichtend angeschaut wird. Bereits jetzt schon vielen Dank für die hilfreichen Antworten!
Vorweg: Ich habe meine "Geschichte" via Voice-to-Text via Gemini strukturieren lassen und habe den Beitrag noch nachbearbeitet.
ich stehe vor einer Frage bezüglich Kommunikation und Umfeld, die wahrscheinlich einige hier im Subreddit kennen.
Kurz zu meinem Hintergrund:
Ich habe vor mehr als 20 Jahren, mit 16, mein Aktiendepot eröffnet. Schon als Schüler und im Studium habe ich viel gearbeitet und sehr sparsam gelebt. Aber nie aus großem Verzicht, sondern weil ich schlicht wenig brauchte: Ich bin gerne in der Natur, Berge sind kosteblos, Berghütten zur Übernachtung sehr günstig, treffe mich lieber zu Hause mit Freunden auf ein Bier, als viel Geld rauszuhauen.
Da ich schon immer ein kleiner Tech-Nerd war, habe ich mich auf US-IT-Einzelaktien spezialisiert. Durch sehr viel Glück bei der Aktienauswahl und eine Überperformance, die ich damals niemals so ausgerechnet hätte, habe ich heute mit Ende 30 finanziell ausgesorgt. Es ist kein klassisches 100%iges FIRE, da ich weiterhin ca. 15 Stunden pro Woche in Aktien, News-Recherche und Portfolio-Pflege investiere, da es mir einfach viel Spaß macht aber im eigentlichen Beruf pausiere ich seit ca. 2 Jahren und habe eigentlich nicht vor, in den Job zurückzukehren.
Das aktuelle Dilemma:
Vor zwei Jahren habe ich mir meinen Lebenstraum erfüllt: ein Grundstück mit neu gebautem Haus.
Jetzt stehe ich im Alltag ständig vor komischen Situationen mit Bekannten, Nachbarn oder flüchtigen Kontakten:
- Sag ich die Wahrheit („Börse/Aktien“)?
- Sobald fällt, dass man sein Geld an der Börse macht, gehen sofort die ermüdenden Stammtisch-Diskussionen los. Entweder wollen Leute den nächsten „1000%-Aktientipp“, oder es kommen völlig falsche Vorstellungen („Instagram-Trading, morgen die Million“). Wenn man erklärt, dass das das Ergebnis von 20+ Jahren Disziplin, Sparrate und täglicher Einarbeitung ist, verpufft das Interesse fast immer, weil die Leute darauf keine Lust haben und jch mir anhören muss, dass ich ja mein Leben nicht gelebt hätte. Ich habe schlicht keinen Nerv mehr auf diese Gespräche.
- Begründe ich es mit dem normalen Job?
- Das ist unglaubwürdig. Niemand versteht, wie man sich mit einem normalen Angestelltengehalt ein Haus und Grundstück in guter Lage leisten kann.
- Lügen und sagen, dass man geerbt hat?
- Habe ich tatsächlich schon überlegt, aber eigentlich keine Lust darauf. Das ruft nur wieder andere blöde Kommentare hervor („Der hatte es ja leicht / dem wurde alles geschenkt“) und entspricht schlicht nicht der Wahrheit.
- „Wenn man sich das leisten kann...“
- Diesen Spruch höre ich gefühlt ständig. Ja, ich kann es mir leisten – aber eben auch, weil ich 20 Jahre lang das Geld zusammengehalten habe, während andere ihr Geld verprasst haben.
Nur mein allerengster Freundeskreis kennt die echten Zahlen und Hintergründe. Bei allen anderen suche ich nach wie vor den perfekten „Sweet Spot“ an Informationen: Was sagt man flüchtigen Bekannten oder Nachbarn, aber auch ohne sich rechtfertigen oder ungebetene Finanztipps verteilen zu müssen?
Wie handhabt ihr das, wenn ihr in einem jungen Alter ausgestiegen seid oder ein größeres Vermögen sichtbar geworden ist (z. B. durch Immobilie/Auto)? Gibt es Floskeln oder Berufsbezeichnungen, die das Thema schnell und unspektakulär beenden?
Ich habe auch hierzu mal die KI befragt, da ich inzwischen auch die Depots meiner Familie manage, wurde der Begriff "Portfolio-Manager" ausgespuckt, aber wenn ich das sage, würde ich mir albern vorkommen. Ebenso hat der Begriff Privatier auch seinen negativen Touch à la "hat halt geerbt".
Danke euch für euren Input!