Endgame für Leugner: Neuer Allzeit-Temperaturrekord für Deutschland mit 41,7 °C in Coschen - diesmal Wald- & Wiesenstation
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Endgame für Leugner: Neuer Allzeit-Temperaturrekord für Deutschland mit 41,7 °C in Coschen - diesmal Wald- & Wiesenstation

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Ein vorläufig neuer Allzeit-Temperaturrekord für ganz Deutschland wurde heute in Coschen, nahe an der polnischen Grenze, gemessen. 41,7 °C stellten die Sensoren fest und pulverisierten damit den 3. Tag in Folge den Deutschlandrekord und alte Rekorde aus 2019. Falls die Daten bestätigt werden (Deutscher Wetterdienst), heißt das übersetzt: So warm war es in Deutschland noch nie. Alle Aussagen, dass jemand so etwas schon einmal erlebt hätte oder es solche Sommer früher ständig gegeben hätte, sind schlichtweg gelogen!

Besonders bemerkenswert: Der vorherige Temperaturrekord von Saarbrücken-Burbach (26.6.2026) wird zurecht kritisiert. Der Aufstellort ist nicht ideal, man muss sich die Argumente anhören, es darf diskutiert werden.

Doch die Station in Coschen ist quasi perfekt aufgestellt, hier gibt es schlichtweg keine Faktoren, die die Temperatur ungewollt in die Höhe treiben könnten. Ich gehe deshalb davon aus, dass der Rekord auch offiziell bestätigt wird.

Wie genau es da aussieht, kann man hier sehen: https://www.meteopool.org/de/wetterstation-coschen-neissemuende-deutscher-wetterdienst-dwd-6170-id341

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u/Tintenkobold — 8 days ago
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Das ZDF will an eure Teppiche!

Das ist kein Witz. Ohne Scheiß. Bin ja sonst kein ÖRR-Basher, schon gar nicht aus Prinzip, aber das ZDF hat das offiziell so gepostet! Die staatlichen Quellenangaben ganz unten machen es nicht besser. In Deutschland fürchtet wirklich niemand Tod oder Teufel, wenn es um Wetterschwurbel geht.

Meine ergänzende Empfehlung für die kommenden Hitzetage: Den Teppich vor dem Einrollen mit etwas "aktiviertem Wasser" benetzen, als wenn man ihn heilig weihen würde. Dann kräftig schütteln, um ihn energetisch zu aktivieren. Im letzten Schritt noch ein paar Globuli auf den Teppich streuen, dann den Teppich zusammenrollen. So staatlich geprüft aktiviert wird aus einem Teppich eine Heizung, ein Wärmespeicher oder eine Batterie. Hurra, ein Wunder!

/s

u/Chemical_Table1497 — 13 days ago
▲ 42 r/wetter

Blitzeinschlag Zeltplatz bei Rastatt: 9 Verletzte. Medien: "Gewitter hat überrascht"

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9 Verletzte nach Blitzeinschlag auf Zeltplatz beim Handballfest Rastatt-Niederbühl (Baden-Württemberg). Die Medien schreiben bereits: "Vom Gewitter überrascht".

Die einzige Überraschung ist, dass Erwachsene jedes Jahr wieder gemeinsam daran scheitern, Wetterberichte zu lesen & ein Radar zu nutzen. Man könnte argumentieren, dass es fahrlässige Tötung ist, wenn an so einem Tag mit vorhergesagten Unwettern im Freien gezeltet wird, 21:30 niemand auf das Wetterradar schaut (ich bin sicher, da war noch jemand wach und die Unwetter aus Süden schon bedrohlich nah) und auch vor dem Einschlag niemandem auffällt, dass es schon in der Nähe gefährlich blitzt und man noch schnell in ein Gebäude evakuieren könnte. Ja, das Gewitter entstand spontan neu. Aber die gesamte Region war betroffen, man hat es mit Sicherheit schon im Süden blitzen sehen und das neue Gewitter war auch nicht sofort da, es blitzte erst noch nordwestlich von Rastatt, bevor der Zeltplatz erreicht wurde.

Ich wünsche den Betroffenen gute Besserung. Es tut wirklich nicht weh, vor solchen Events einfach nett bei einem Wetterfrosch nachzufragen oder zumindest live Radar & Blitze zu verfolgen. Man hat im Normalfall immer 5-10 Minuten Zeit, um noch schnell Schutz zu suchen. Dass hier nicht noch zusätzlich ein Baum umgefallen ist und Kinder im Zelt zerquetscht hat, ist reiner Zufall.

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u/Tintenkobold — 16 days ago
▲ 338 r/fussball+1 crossposts

Was sind das für Farben?

Kann mir jemand erklären, was Giftgrün und Violett mit Bosnien-Herzegowina zu tun hat? Oder Lachsfarben/Hellrot mit Kanada? Kurzum: Was ist das da bei der WM?

u/Tintenkobold — 24 days ago

"Wird gepostet" hängt bei Unternehmens-Account ewig fest, lädt nicht

Ich benötige mal euer Schwarmwissen. Ich betreibe eine Seite, wo gern mal hunderte Kommentare in kurzer Zeit eintreffen. Versuche ich diese zu beantworten, gelingt das nur sehr langsam, oft auch gar nicht. Facebook ist insgesamt auch sehr langsam, aber nur bei diesem Account. Mein Privataccount wird gefühlt auch immer langsamer, aber da passiert es weitaus weniger stark und seltener.

Gibt es da irgendeinen Trick oder Fix oder wird Facebook einfach von Tag zu Tag beschissener?

u/Tintenkobold — 1 month ago
▲ 0 r/wetter

Achtung Lebensgefahr: Ungewöhnliche Tornado-Lage Do., 4.6.2026

Etwas ist im Busch und diese Unwetterlage heute hat es in sich - eine brisante Situation mit deutlich erhöhtem Tornado-Potential entfaltet sich auf einem schmalen, aber langgezogenen Streifen quer über Mittel- und Norddeutschland. Auch Windböen, also Flächenwinde innerhalb von Gewittern oder an Liniensegmenten, können lebensbedrohliche Ausmaße annehmen, wenn kräftige Höhenwinde heruntergemischt werden und Vegetation oder menschengemachte Objekt um- oder herabstürzen.

Ich kann weder hellsehen noch möchte ich mich zu weit aus dem Fenster lehnen, aber das Risiko ist so hoch wie schon länger nicht mehr und ich gehe davon aus, dass mind. 1 Tornado aus dieser Lage heraus zu verzeichnen sein wird. Keine klassische Sommer-Unwetterlage mit fetten, fotogenen Superzellen und Monsterhagel - stattdessen eine ziemlich geladene, optisch eher hässliche low-cape-high-shear-Lage mit wahnsinnig schnell ziehenden, zu Rotation neigenden Zellen. Aber wir wissen ja: hässliche Lagen in Deutschland sind meist die markanteren Tornadolagen.

Wie immer bei Gewitterlagen gilt: Manche trifft es, manche nicht. 5 km weiter kann es harmlos bleiben, während der eigene Ort verwüstet wird. Der beste Tipp ist: Live-Radar im Blick behalten und wenn was kommt, nicht draußen herumspringen wie ein lebensmüdes Huhn.

Grafik & Einschätzung stammt aus meiner Feder. Soll keine Werbung sein, ich verkaufe nichts, es ist eine ernstgemeinte Warnung mit 20 Jahren Berufserfahrung.

u/Tintenkobold — 1 month ago
▲ 29 r/wetter

Spekulation: Die ersten 2 Juniwochen

Die gewittrige Nordwestlage endet heute Nacht. Abgesehen von Schauern und evtl. 1, 2 Blitzen ist am Montag Pause. Ab Dienstag ist die Umstellung auf Südwest-Lage dann abgeschlossen und die Gewitteraktivität steigt wieder an. Wie es für Südwestlagen charakteristisch ist, werden sommerliche und energiereiche Luftmassen herangeführt.

Zoomt man etwas heraus zeigt sich, was schon länger zu vermuten war: Das Atlantik-Blocking bleibt größtenteils erhalten, was in Südeuropa zu Hitzewellen und sich verschärfender Dürre führt. Es besteht Einigkeit bei den Modellen, das großflächig 2 Wochen lang weiter kein Tropfen Regen fällt und es sehr heiß bleibt. Hier zeigt sich bis in die Langfrist zudem eine erstaunliche Erhaltungsneigung, die bei Fortsetzung noch zu großen Problemen führen kann. Zentraleuropa hingegen gerät quasi zwischen die Räder - der Einfluss von Höhenrücken (teilweise auch scharfen Ansätzen eines Höhenkeiles) und nordatlantischem Tiefdruck wechselt sich ab, nichts kann sich nachhaltig durchsetzen. Das sorgt für einen Wechsel von Hochdruckeinfluss und wetteraktiven Phasen auf einem sommerlichen Niveau bei uns, während es in Südeuropa zäh heiß & trocken ist und in Nordeuropa unbeständig bis stürmisch. Für die Stormchaser: Wahnsinnige Unwetter-Setups sehe ich aktuell nicht, aber eine zumindest ab und zu spürbare Trogvorderseite kann immer für eine Überraschung gut sein, je nach dem, wie die Parameter dann zueinander liegen. Zwischenzeitlich zeigen sich auch Ansätze für Kurzwellentröge, die sind auch immer gut, um die Dynamik etwas anzuheben, Gewitter sind damit quasi garantiert. Kurz gesagt, wer Gewitterfan ist: Könnte viel, viel schlechter sein, könnte aber auch besser sein. Kurzfristig kann immer mal eine Lage auftauchen, jetzt noch nicht absehbar, Modelle im Blick behalten.

Wenn ich ein Land nennen müsste, wo es bessere Lagen geben könnte, wäre es Frankreich.

Wenn ich ein Land nennen müsste, wo ich gar nicht sein will, wäre es Spanien.

Wenn ich einen Underdog nennen müsste, wäre es England (viele low cape high shear Situationen)

Wenn ich mir eine schöne Lage aussuchen könnte, die aber vermutlich eh nicht eintritt, dann das sich in 2 Wochen vom Trog ablösende Höhentief über dem Baltikum oder Osteuropa, was sowohl in ECMWF und GFS drin ist, allerdings an völlig unterschiedlichen Tagen.

Wenn ich eine Vermutung über die Langfrist abgeben müsste, dann entweder Fortsetzung (normaler, gewittrig durchsetzter Sommer, Probleme in Südeuropa) oder erneute Rückeroberung durch das Blocking, weil es doch sehr zäh und stark ist seit Wochen und kein Ende in Sicht. Das wäre dann ein heißer Dürresommer ohne Gewitterlagen und für alle Beteiligten außer Solaranlagenbesitzer und Hautkrebsfans eine Katastrophe.

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u/Tintenkobold — 1 month ago
▲ 34 r/wetter

Waldbrände: Lasst doch das arme Wetter in Ruhe! (Rant)

Eine Sache kann ich gut: Rants schreiben. Oder Kolumnen, die nettere Version von Rants. Und darüber nachdenken, ob ich Deutschland irgendwann verlasse, es aber nie tun. In einer Portugal-Gruppe fand ich nun ein Hinweisposting zu "trockenen Gewittern" und Brandgefahr. Ganz in deutscher Manier konnte ich es mir nicht nehmen lassen, Deutschen und Portugiesen zu erklären, wie das mit den Waldbränden wirklich ist. Sozusagen Feuer mit Feuer bekämpfen. Ich möchte das zum Anlass nehmen, den Großteil dazu auch hier einzustellen. Sei dies der letzte Beitrag über Waldbrände, den du in deinem Leben lesen musst.

Überall da, wo das Verständnis dafür fehlt, dass die meisten Brände absichtlich oder fahrlässig gelegt werden und nicht einfach ausbrechen oder magisch entstehen, braucht es einen Sündenbock. Ein sehr, sehr deutsches Phänomen.

Die aktuelle Hitzewelle in Teilen Europas ist außergewöhnlich, das wiederholte Blocking des Atlantik besorgniserregend und vermutlich ein direktes Zeichen veränderter Großwetterlagen und globaler Muster durch die Klimaerwärmung. Trockenheit ist immer ein Problem, wenn Menschen oder - in geringerem Maße Mutter Natur - mit Feuer herumfuchtelt.

Hinweise auf durch Unwetter ausgelöste Brände sind nicht grundsätzlich falsch. Solche Berichte verweisen auf ein aktuelles Problem und die Möglichkeit zusätzlicher Brände durch einen Blitz hier und da, daran ist nichts falsch. Aber es wird der Eindruck erweckt, als seien Gewitter jetzt eine besondere Gefahr ggü. der sonst viel größeren, permament bestehenden Gefahr durch Menschen. Er lenkt vom eigentlichen Problem ab, was verstanden werden muss.

Die Gewitter in Portugal sind nicht mehr oder weniger trocken als andere Gewitter, so etwas gibt es quasi nicht. Irgendwo regnet es immer, mal mehr, mal weniger, so funktionieren Gewitter und nur weil Luft aufsteigt, die irgendwo abgekühlt in Tropfenform oder als Hagelkörner wieder runterkommt, gibt es überhaupt Blitze. Blitze lösen überall Brände aus, wo sie auf trockenes Material stoßen. Selbst in Gewittern mit massiven Überschwemmungen schlagen Blitze kilometerweit neben der Zelle ein, dort, wo noch kein Tropfen Regen gefallen ist. In Extremfällen kann die Entfernung zur Gewitterzelle dutzende Kilometer betragen, ein "strike out of the blue" findet statt.

Die eigentliche Gefahr sind aber bereits bestehende oder neu von Menschen entfachte Brände, die es zuvor schon gar nicht geben dürfte. In gewittriger Umgebung mit mehr Wind geraten diese schneller außer Kontrolle und können sich rasend schnell ausbreiten, aber man hat dann einen Schuldigen (das arme Wetter), auf das man es schieben kann.

Es sei auch erwähnt, dass die Größe "Temperatur" in einer Diskussion über Feuer / Vegetationsbrände generell nichts verloren hat. Auch ein sehr deutscher Irrtum, offenbar weltweit vorkommend. Der Temperaturunterschied zwischen einem kalten Sommertag und einem Hitzetag ist so gering im Vergleich zu dem, was ein Stück Holz an Entzündungstemperatur braucht, dass es gut wäre, wenn man die arme Temperatur ähnlich wie die armen Gewitter endlich herauslassen würde bei diesen Beschuldigungsposts.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Es gab schon verheerende Waldbrände ausgelöst durch Blitze. In Flächenländern mit viel trockenem Wald und einigen Gewittern wie Kanada sind Analysen bekannt, es brennt dort tatsächlich immer mal wieder nach Blitzen. Es bleibt aber dabei: Das lenkt vom eigentlich größten Problem ab. Es verleitet Menschen, Schwurbelgründe zu erfinden, um diese Wahrheit ignorieren zu können. Und Portugal ist nicht Kanada, die meiste Zeit ist es dort furztrocken ohne ständiges Geblitze.

Ein weiterer Mythos ist, dass Glas massenhaft Brände auslöst. Je nach Schwurbelniveau sind es mal Glasflaschen, mal Glasscherben und die ganz hartnäckigen finden Argumente für jährlich tausende Glasscherben, die zufällig eine perfekte Linse angeben und zufällig in der richtigen Höhe im Gras liegen und zur richtigen Zeit aus dem richtigen Winkel von der Sonne beschienen werden. Man sieht schon an meinem Sarkasmus: Das ist Blödsinn. Die Wissenschaft hat auch das untersucht. Und haltet euch fest: Sogar mit echten Glasscherben aus Deutschland. Es konnte kein Anhaltspunkt dafür gefunden werden, dass Glasscherben im Großversuch einen Brand auslösen können. Beim Glas ist es wie mit den Gewittern in Portugal: Es ist der Sündenbock für Idioten, die einen Zigarettenstummel wegwerfen oder einen heißen Einweggrill ins Gras stellen. Für die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo auf der Welt jemand Glasprodukte mit perfekter Linsenform herstellt oder irgendwo zufällig ein dickes Glasstück perfekt liegt oder ein Kind unvorsichtig mit einer Linse im Sonnenlicht spielt, kann ich mich damit anfreunden, dass Glas irgendwo eine paar Brände auslöst. In der Diskussion, was die meisten Brände auslöst, hat Glas nichts verloren. Das sollten alle Menschen so langsam kapieren, besonders die Deutschen, wo Aberglaube an Glas und anderen Irrsinn wie Eisheilige oder "ausweichende Gewitter" zum Volkssport geworden ist.

Nun eine kleine Liste mit Dingen, die Brände auslösen:

- Weggeworfene Zigarettenstummel
- Grills oder Reste von Grillkohle
- Überhitzte oder defekte Fahrzeugteile in hohem Gras (ein Auto ist auch nur ein fahrendes Feuer)
- Unkrautvernichtung mit Feuer
- Lagerfeuer & Funkenflug
- Handwerk, Industrie, Agrar (Trennschleifer, Schweißarbeiten, Züge, Landwirtschaft, Elektrik)

Wenn man die Natur beschuldigen will, dann:
- Blitze (häufiger, aber signifikant seltener als menschengemachte Ursachen)
- Vulkanausbrüche (extrem selten bzw. nur regional)
- Selbstentzündung durch chemische Prozesse (extrem selten)

Was vernachlässigt werden kann oder schlichtweg Schwachsinn ist:
- "Es ist heiß"
- Glasscherben

Meteorologische Grüße.

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u/Tintenkobold — 1 month ago

Kolumne zum Mai: Pfingsten war perfekt, dennoch alles furchtbar für die Deutschen

(Transparenzhinweis: Abgewandelte Version einer Antwort in einem Eisheiligen-Post, war zu schade um ihn da versumpfen zu lassen als Antwort auf einen Troll)

Hört hört: Neue Mai-Rekorde sind gefallen - und zwar zahlreiche Temperaturrekorde in Frankreich und Großbritannien und - das mag den ein oder anderen tatsächlich überraschen, da es keine typische "ich mess das mal zuhause am Balkon"-Messgröße ist - Rekorde beim Geopotential. Es ist also alles ganz normal im Irrenhaus. Und Kartoffelwalter bekommt wie angekündigt sein warmes, sonniges, furztrockenes Mai-Ende, damit er sich mit Steakfett seinen Hautkrebspanzer einreiben und über alte Zeiten schwadronieren kann.

Natürlich kommt so ein heftiges Blocking (Hochdruck Westeuropa -> vom Atlantik kommt nichts mehr durch) immer mal wieder vor. Ein Einzelereignis ist nie Klima, sondern immer Wetter. Die Summe aller Einzelereignisse hingegen ergeben Klima. Und hier spielen dann Dinge eine Rolle, wie: Häufen sich Rekorde in jüngeren Jahren ggü. früher, Schlagzahl neuer Rekorde für die gleiche Betrachtungsgröße, wie oft kommen bestimmte Wetterlagen vor und - ganz wichtig - wie zäh halten sie sich, Durchschnittswerte (Monate, Jahre), sich verändernde Grundniveaus und sich verändernde Wechselwirkung mit anderen Aspekten (siehe immer früherer Vegetationsbeginn VS Frostrückfallgefahr).

Es war ein großer Fehler den Deutschen zu erzählen, dass die Klimaerwärmung hier flächendeckend für die klassische Apokalypse mit Blitz, Donner und Tornados sorgen wird. Es ist eher eine Story von Wärme, Dürre, Vegetationsschäden, gelegentlichen Extremhochwassern und einem nahezu flächendeckend völlig verblödetem Volk, das sich an Aberglaube wie Eisheiligen, sich selbst entzündenden Waldbränden oder der Nützlichkeit vom Verbrennen ganzer Wälder mit Holzöfen festhält, während man sich über jedes einzelne Fundament von - ich zitiere AfDler - "Windmühlen", im Detail auslässt, weil es ja den armen Wald zerstört und die "Gefahr" besteht, dass die Energiepreise sinken, man also nichts mehr hat, worüber man sich aufregen könnte.

Der Mai schwenkt jetzt an immer mehr Orten auf zu warm um. Fairerweise muss ich zugeben, dass es vermutlich nicht alle Orte bis Monatsende schaffen werden, aber ein paar warme Tage bekommen wir noch. Und dann wird dieser Mai in die Geschichte eingehen als der "schrecklichste Mai aller Zeiten" (es ist normal, dass Anfang Mai noch kein Vollsommer ist) mit nahezu Perfektion in Sachen Pfingsten, fast schon Übererfüllung, was aber in der jüngeren Geschichte bei den Schwurblern wieder vergessen werden wird. Denn wir alle wissen: Früher war immer alles besser, vor allem das Wetter. Und heute ist alles ganz furchtbar kalt und wolkig (die Daten beweisen das Gegenteil beider Sichtweisen).

Das alles bezieht sich auf die jüngste Referenzperiode 1991-2020, wo Erwärmungen bereits eingepreist sind. In Bezug auf ältere Referenzperioden ist der Mai fast überall zu warm, auf großer Fläche +1 K, in einigen Gebieten auch großflächig +2 K. So eine Scheiße aber auch - da waren die nostalgisch verklärten "schönen Sommer früher in der Kindheit" offenbar doch nicht immer so toll, ne? ;)

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u/Tintenkobold — 1 month ago
▲ 7 r/wetter

Kolumne zum Mai: Pfingsten war perfekt, dennoch alles furchtbar für die Deutschen

(Transparenzhinweis: Abgewandelte Version einer Antwort im Eisheiligen-Post, war zu schade um ihn da versumpfen zu lassen als Antwort auf einen Troll)

Hört hört: Neue Mai-Rekorde sind gefallen - und zwar zahlreiche Temperaturrekorde in Frankreich und Großbritannien und - das mag den ein oder anderen tatsächlich überraschen, da es keine typische "ich mess das mal zuhause am Balkon"-Messgröße ist - Rekorde beim Geopotential. Es ist also alles ganz normal im Irrenhaus. Und Kartoffelwalter bekommt wie angekündigt sein warmes, sonniges, furztrockenes Mai-Ende, damit er sich mit Steakfett seinen Hautkrebspanzer einreiben und über alte Zeiten schwadronieren kann.

Natürlich kommt so ein heftiges Blocking (Hochdruck Westeuropa -> vom Atlantik kommt nichts mehr durch) immer mal wieder vor. Ein Einzelereignis ist nie Klima, sondern immer Wetter. Die Summe aller Einzelereignisse hingegen ergeben Klima. Und hier spielen dann Dinge eine Rolle, wie: Häufen sich Rekorde in jüngeren Jahren ggü. früher, Schlagzahl neuer Rekorde für die gleiche Betrachtungsgröße, wie oft kommen bestimmte Wetterlagen vor und - ganz wichtig - wie zäh halten sie sich, Durchschnittswerte (Monate, Jahre), sich verändernde Grundniveaus und sich verändernde Wechselwirkung mit anderen Aspekten (siehe immer früherer Vegetationsbeginn VS Frostrückfallgefahr).

Es war ein großer Fehler den Deutschen zu erzählen, dass die Klimaerwärmung hier flächendeckend für die klassische Apokalypse mit Blitz, Donner und Tornados sorgen wird. Es ist eher eine Story von Wärme, Dürre, Vegetationsschäden, gelegentlichen Extremhochwassern und einem nahezu flächendeckend völlig verblödetem Volk, das sich an Aberglaube wie Eisheiligen, sich selbst entzündenden Waldbränden oder der Nützlichkeit vom Verbrennen ganzer Wälder mit Holzöfen festhält, während man sich über jedes einzelne Fundament von - ich zitiere dumme AfDler - "Windmühlen", im Detail auslässt, weil es ja den armen Wald zerstört und die "Gefahr" besteht, dass die Energiepreise sinken, man also nichts mehr hat, worüber man sich aufregen könnte.

Der Mai schwenkt jetzt an immer mehr Orten auf zu warm um. Fairerweise muss ich zugeben, dass es vermutlich nicht alle Orte bis Monatsende schaffen werden, aber ein paar warme Tage bekommen wir noch. Und dann wird dieser Mai in die Geschichte eingehen als der "schrecklichste Mai aller Zeiten" (es ist normal, dass Anfang Mai noch kein Vollsommer ist) mit nahezu Perfektion in Sachen Pfingsten, fast schon Übererfüllung, was aber in der jüngeren Geschichte bei den Schwurblern wieder vergessen werden wird. Denn wir alle wissen: Früher war immer alles besser, vor allem das Wetter. Und heute ist alles ganz furchtbar kalt und wolkig (die Daten beweisen das Gegenteil beider Sichtweisen).

Das alles bezieht sich auf die jüngste Referenzperiode 1991-2020, wo Erwärmungen bereits eingepreist sind. In Bezug auf ältere Referenzperioden ist der Mai fast überall zu warm, auf großer Fläche +1 K, in einigen Gebieten auch großflächig +2 K. So eine Scheiße aber auch - da waren die nostalgisch verklärten "schönen Sommer früher in der Kindheit" offenbar doch nicht immer so toll, ne? ;)

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u/Tintenkobold — 1 month ago
▲ 67 r/Leipzig

Hagelunwetter 16.6.2006 - Fotos/Videos & Autos gesucht (Leipzig)

Hallo zusammen,

für einen Bericht auf meiner Wetterseite anlässlich des 20-jährigen "Jubiläums" des Leipziger Hagelunwetters vom 16.6.2006 suche ich Fotos oder Videos von damals, die ich entsprechend verwenden darf. Sowohl vom Gewitter/Himmel, als auch vom Hagel und den Auswirkungen. Auch persönliche Berichte für einen O-Ton wären interessant. Ein Highlight für die Berichterstattung wäre, wenn noch jemand ein verbeultes Auto von damals fährt, jemanden kennt oder weiß, wo eins geparkt ist. Ich selbst sehe alle paar Monate noch ein solches Auto im fließenden Verkehr, konnte aber noch keines für die Berichterstattung fotografieren. DMs sind offen.

LG

u/Tintenkobold — 1 month ago