Zone 2 ist für die meisten Freizeitsportler ineffektiv
Mal ein etwas nischigeres Thema.
Zone 2 Training wird ja zumeist als das Nonplusultra für den Aufbau von Fitness empfohlen. Sogar diverse Fitnessapps basieren darauf, dass der Algorithmus diejenigen belohnt, die möglichst viel Zone 2 Training in der Woche absolvieren.
Ich sehe bei dieser Empfehlung jedoch 2 maßgebliche Probleme:
Die meisten Freizeitläufer (und ich rede hier nicht von den ambitionierten Läufern, die 30-50km die Woche abreißen) laufen gar nicht genug, um den maximalen Profit aus Zone 2 Training zu ziehen.
Die wenigsten wissen wirklich, wo ihre Zone 2 ist. Die meisten Fitnessuhren schätzen die Zonen anhand eines bestimmten Systems, das mitunter sehr ungenau sein kann. Hier gibt es nämlich unterschiedliche Berechnungsmethoden, die mitunter stark unterschiedliche Zonenbereiche errechnen.
Wenn du als Freizeitläufer 15-25km die Woche läufst und fitter werden und deine Läufe progressieren willst, würde ich mich nicht dogmatisch an Zone 2 halten. Meiner persönlichen Erfahrung nach habe ich die besten Fortschritte mit einem volumen von 15-25km die Woche gemacht, indem ich größtenteils Tempoläufe in Zone 3-4 gemacht habe und Zone 2 stark reduziert habe. Damit konnte ich meine aerobe Leistung in den letzten Wochen massiv verbessern, wo ich mit striktem Zone 2 Training seit Monaten stagniert habe.