Ehemann vs Hund
Hallo ihr, das geht vor allem an die Hunde Experten hier.
Mein Mann und ich haben uns vor 5 Jahren einen Hund aus dem Tierschutz geholt, der damals 4 Jahre alt war. Er ist ein Mischling, so Richtung Terrier/jack Russel/ Dackel, also ohne hin Kategorie „Wachhund“. Wir hatten beide auch vorher schon Hunde und wussten, dass ein Tierschutz Hund ggf. mehr „Arbeit“ bedeutet.
Es war auch eher meine Idee bzw. Mein Wunsch, aber mein Mann war von Anfang an mit dabei und hat immer zugestimmt. Es war von Anfang an auch klar, dass ich den Hauptteil übernehmen werde, weil ich viel Homeoffice machen konnte, bzw den Hund mit ins Büro nehmen konnte und auch viel lieber spazieren geh als mein Mann. Mein Mann kann ihn theoretisch auch mit auf Arbeit nehmen, ist aber bisher nie vorgekommen, weil sein Job auch einfach nicht so geeignet ist wie meiner.
Der Hund ist eine wirklich super liebe Seele. Nicht reaktiv, aggressiv oder sonst was. Und wenn ihm etwas zu viel wird, dann zieht er sich einfach zurück. Er hatte am Anfang so seine Schwierigkeiten mit Männern, ist zusammengezuckt wenn jemand schnell die Hand gehoben hat, aber mittlerweile kaum noch. Und er hat Probleme mit lauten Geräuschen, extreme Angst vor Gewitter, kinder mit Bällen und solche Art Geräusche. Das hat sich gelegt, aber ist nicht weg.
Kommen wir zum „Problem“. Er ist auf jeden Fall ein Wachhund der bellt sobald er was hört. Das find ich auch erstmal nicht so schlimm. Also bellen, wenn es klingelt oder so. Mittlerweile geht er auch nicht mehr zur Tür sondern bellt einfach von seinem Platz aus. Wir wohnen in einem Alten Bauernhaus und alles ist sehr hellhörig. Es ist glücklicherweise ein Einfamilienhaus, aber man hört sehr gut wenn die Nachbarn nachhause kommen, die auto Türen zuschlagen unsw. Und auch da bellt er immer los. Es fängt an mit so ein paar „Wuffs“ und dann legt er los. Und er ist echt ziemlich laut. Das alles ist schon etwas nervig, aber total ok, weil ist ja ein Hund. Wenn wir Besuch bekommen, dann bellt er bis er Checkt wer kommt und freut sich dann leise weiter :D
Es liegt auch auf jeden Fall an mir, weil wenn ich nicht da bin ist seine bellleistung um 80% vermindert. Ich weiß nicht was ich noch machen soll, um ihm das ein bisschen abzugewöhnen. Hab Ablenkung, ruhiges Nachsehen, wegschicken, Belohnung wenn er ruhig ist und alles mögliche versucht. Aber erfolglos.
Seit dem wir ein Baby haben ist das auch nochmal schlimmer geworden und er ist noch aufmerksamer, was Geräusche betrifft :D das ist natürlich schon kacke, Weil das Baby oft aus dem Schlaf gerissen wird.
Das eigentliche Problem ist aber mein Mann. Denn der Hund bellt und knurrt ihn wirklich brutal an. Auch wenn er ihn längst erkannt hat, wenn er schon an ihm geschnüffelt hat. Mittlerweile ist mein Mann einfach übel genervt und schreit einfach nur. Ich glaub die 2 hassen sich mittlerweile ein bisschen. Wenn er also abends von der Arbeit kommt, fängt der Hund an zu bellen sobald er die Garage hört, und eskaliert komplett beim Schlüssel in der Tür. Ich kann dann auch nicht mehr reagieren, weil ich ein schlafendes Baby auf dem Arm hab. Mein Mann kommt rein, brüllt den Hund an, der Hund sucht Schutz bei mir, Baby wacht auf und Zack, alle haben schlechte Laune.
Ich versteh meinen Mann, mich würd das auch Ultra nerven. Aber gleichzeitig bin ich sauer, weil ich find der versucht es gar nicht und hat einfach keine Bindung zum Hund und beschäftigt sich halt gar nicht mit ihm
Hat jemand einen Tipp? Wie kann ich mich anders verhalten oder was sollte mein Mann tun?
Wir sind Dankbar für jede Hilfe
EDIT: wir waren schon beim Trainer, seine Tipps haben wir umgestellt, aber jetzt bellt der Hund einfach von seinem Platz aus