Schlechtes Arbeitszeugnis nach Kündigung erhalten, was nun?
Hallo zusammen,
ich habe nach meinem Austritt nun endlich mein Arbeitszeugnis erhalten und war ehrlich gesagt erstmal ziemlich geschockt.
Vom Inhalt her sind die einzelnen Formulierungen eigentlich gar nicht sooo schlecht und würden für mich eher in Richtung Note 2 gehen. Allerdings wird bei der Leistungsbewertung nur „stets zu unserer Zufriedenheit“ bzw. sinngemäß eine 3 verwendet, was für mich irgendwie nicht ganz mit den übrigen Formulierungen zusammenpasst.
Was mich aber viel mehr beschäftigt: Der komplette Schlussteil fehlt. Es gibt keinerlei Bedauerns-, Dankes- oder Zukunftswünsche. Das Zeugnis endet im Grunde nur mit der Feststellung, dass das Arbeitsverhältnis zum XX. beendet wurde. Hintergrund ist, dass ich in den letzten Wochen meiner Beschäftigungszeit aufgrund gesundheitlicher Probleme krankgeschrieben war und mir anschließend krankheitsbedingt gekündigt wurde. Ich hatte ohnehin vor, selbst zu kündigen, weil ich dort überhaupt nicht mehr zufrieden war und unter anderem auch Mobbing erfahren habe. Letztendlich kam mir der Arbeitgeber mit der Kündigung zuvor.
Dass im Zeugnis entsprechend steht, dass das Arbeitsverhältnis „zum … endete“, kann ich grundsätzlich nachvollziehen. Allerdings wirkt das Zeugnis durch den fehlenden Schlussteil auf mich bei Bewerbungen ziemlich ungünstig, gerade weil ich gerne weiterhin im öD arbeiten möchte und mich nach einer neuen Stelle umschauen will. Wenn ein potentieller neuer Arbeitgeber ein Zeugnis bekommt, das einfach ohne irgendeine Schlussformel mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses aufhört, dürfte das vermutlich zumindest Fragen aufwerfen und ich wäre wahrscheinlich raus.
Sollte ich daher zunächst einfach die Personalabteilung kontaktieren und um eine Nachbesserung bzw. Ergänzung des Zeugnisses bitten? Oder wäre es in so einem Fall sinnvoll, direkt einen Fachanwalt für Arbeitsrecht einzuschalten?
Danke euch schon mal.