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Inhaltlicher Fehler in C. Grataloups "Die Geschichte der Welt. Ein Atlas"

Inhaltlicher Fehler in C. Grataloups "Die Geschichte der Welt. Ein Atlas"

Moin zusammen,

mir ist vorhin ein, wie ich finde, schwerwiegender inhaltlicher Fehler bzw. falsche Darstellung im benannten Buch aufgefallen.

Und zwar schreibt Grataloup bezüglich des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71: Bismarck wolle die nationale Einheit Deutschlands vollenden, "indem er am 19. Juli 1870 Frankreich angreift." (S. 418)

Bekanntermaßen ging die Kriegserklärung jedoch von Frankreich aus.

Seht ihr diesen Fehler als Versehen oder ist hier beabsichtigter französischer Einfluss der Geschichtsdarstellung zu sehen?

Der veröffentlichende Verlag C.H. Beck ist ja zudem nicht unbedeutend. Ich bin mir jedoch unsicher, wie Verlage inhaltliche Fehler handhaben.

u/AugustusWamper — 13 hours ago

Kurt Dalueges Gleichschaltung der Polizei im NS-Staat: "Erschreckend, wie schnell sich der Umbau vollzog" (Interview mit dem Historiker Sascha Steger)

t-online.de
u/GirasoleDE — 1 day ago
▲ 796 r/Geschichte+6 crossposts

2004 warnte der Historiker Wladimir Ryschkow in einer TV-Debatte vor Putins autoritärer Politik: mehr Machtkonzentration und Überwachung, weniger Freiheit und Rechte.

Das führe nicht zu mehr, sondern zu weniger Sicherheit und Stabilität.

Heute wissen wir, dass seine Warnungen zutrafen.

Freiheit und Sicherheit sind keine Gegensätze – sie bedingen einander.

Dabei geht es nicht nur um Überwachung oder mehr Befugnisse für Behörden, sondern auch um politische Macht, die zunehmend an Parlament, Rat und Wählern vorbei in einem Zentrum gebündelt wird.

Quellen:

Ganze Debatte: К барьеру! (30.09.2004) Владимир Жириновский - Владимир Рыжков

Musik: Infected Cites von Peter Jeremias

u/Der-InfoKanal — 2 days ago

Unternehmen Barbarossa: von Anfang an zum Scheitern verurteilt?

Mich würde mal die Meinung der Community zu Unternehmen Barbarossa und den tatsächlichen deutschen Erfolgsaussichten an der Ostfront interessieren.

Glaubt ihr, dass es überhaupt jemals eine realistische Chance gab, die Sowjetunion militärisch so weit zu schlagen, dass sie den Krieg nicht mehr hätte fortsetzen können? Oder war das Unternehmen aufgrund der Größe und Ressourcen der Sowjetunion und der deutschen Logistik von Anfang an zum Scheitern verurteilt?

Mich interessieren dabei besonders ein paar bekannte „Was wäre wenn?“ Szenarien:

1941 – Moskau:
Hätte sich der Kriegsverlauf entscheidend verändert, wenn die Wehrmacht im August 1941 ihre Kräfte stärker auf Moskau konzentriert und es beispielsweise geschafft hätte, die Stadt noch im September/Oktober zumindest einzukreisen?

1942 – Stalingrad:
Was wäre passiert, wenn die 6. Armee Stalingrad vollständig erobert und gehalten hätte? Hätte das die strategische Lage tatsächlich entscheidend verändert, oder wären die grundlegenden Probleme der deutschen Offensive im Süden trotzdem bestehen geblieben?

1943 – Kursk:
Angenommen, die Wehrmacht hätte die Schlacht um Kursk entgegen dem tatsächlichen Verlauf deutlich gewonnen. Hätte Deutschland zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch eine realistische Möglichkeit gehabt, die strategische Initiative dauerhaft zurückzugewinnen, oder war der Krieg im Osten 1943 im Grunde bereits entschieden?

Mich würde vor allem interessieren, wo ihr den eigentlichen Point of no Return seht. War Barbarossa schon aufgrund seiner ursprünglichen Planung unrealistisch? Lag die letzte wirkliche Chance vor Moskau 1941? War Stalingrad der entscheidende Punkt? Oder hätte selbst ein anderer Verlauf dieser großen Schlachten am langfristigen Ausgang kaum noch etwas geändert?

Bin gespannt auf eure Einschätzungen.

u/Fuzzy_Breadfruit59 — 2 days ago

Welche historische „Tatsache“ habt ihr jahrelang geglaubt, bis ihr erfahren habt, dass sie so gar nicht stimmt?

Ich meine nicht irgendeine falsche Jahreszahl, sondern Sachen, die einem in der Schule, in Dokus oder Büchern wirklich als Fakt vermittelt wurden und die historisch entweder falsch, stark überholt oder viel komplizierter sind.

Bei manchen dieser „Allgemeinwissen“-Fakten ist es ja erstaunlich, wie hartnäckig sie sich halten, selbst wenn die Forschung längst weiter ist.

Was war bei euch so ein Moment, bei dem ihr dachtet: Moment, das wurde mir komplett anders beigebracht?

reddit.com
u/Radiant-Judgment-664 — 3 days ago

Feldpost Juni 1942 - Bitte um Hilfe beim Lesen

Was ich lese:

Ich stehe auf Posten
der Schneewind pfeift her
durch russische Fluren
ich seh bald nichts mehr
Der Blick nach den ____
die Gedanken daheim
bei meinem lieben Frauchen
u. Kinderlein allein.
Ich stehe auf Posten
der ______
durch eiskalte Lüfte
ich seh kaum was mehr
______
so schützen ____
ich u. mein lieb Frauchen
ganz allein.
Und kehr ich zurück
dann ist die Freude groß
dann haben wir gezogen
das große Los.
Wir wollen nichts erleben
nur glücklich sein.

u/Ayanuel — 2 days ago
▲ 234 r/Geschichte+1 crossposts

Die Moschee, die ursprünglich gar keine Moschee war: Die Gartenmoschee von Schwetzingen

Mitten im Schlossgarten von Schwetzingen steht ein Gebäude, das auf den ersten Blick wie eine osmanische Moschee wirkt. Zwei Minarette, vergoldete Halbmonde, arabische Schriftzüge und eine große Kuppel. Tatsächlich war der Bau aber ursprünglich überhaupt nicht als islamisches Gotteshaus gedacht.
Errichtet wurde die Gartenmoschee zwischen 1779 und 1795 im Auftrag des pfälzisch-bayerischen Kurfürsten Carl Theodor. Verantwortlich war sein Hofarchitekt Nicolas de Pigage. Zu dieser Zeit herrschte an vielen europäischen Fürstenhöfen eine große Faszination für den „Orient“. Osmanische Kleidung, Musik, Literatur und Architektur waren regelrecht in Mode gekommen. Man denke nur an Mozarts „Entführung aus dem Serail“ oder den damals wachsenden Erfolg der Erzählungen aus „Tausendundeiner Nacht“.
Die Schwetzinger Moschee war allerdings mehr als eine exotische Kulisse. Sie gehörte zu einem Schlossgarten, in dem verschiedene Kulturen, Religionen und philosophische Vorstellungen dargestellt wurden. Carl Theodor wollte sich damit als aufgeklärter und weltoffener Herrscher präsentieren. Die Moschee sollte den Besucher zum Nachdenken über Weisheit, Vernunft und religiöse Toleranz anregen.
Architektonisch ist sie deshalb keine Nachbildung einer echten osmanischen Moschee. Pigage mischte bewusst unterschiedliche Stile: eine europäische Barockkuppel, klassische Säulen, gotisch wirkende Spitzbögen und einen Kreuzgang, der fast an ein christliches Kloster erinnert. Daneben stehen Minarette, orientalische Ornamente und Halbmonde. Als Vorbilder dienten unter anderem eine Gartenmoschee in den Londoner Kew Gardens sowie ältere europäische Zeichnungen islamischer Bauwerke.
Auch im Inneren zeigt sich, dass die Erbauer den Islam nur aus europäischen Büchern und Vorstellungen kannten. An den Wänden befinden sich deutsche und arabische Sinnsprüche über Weisheit, Fleiß, Verschwiegenheit und gutes Handeln. Viele arabische Texte enthalten jedoch Schreib- und Punktierungsfehler. Der deutsche Steinmetz, der sie 1794 übertrug, beherrschte die Sprache offenbar nicht. Außerdem fehlen wichtige Bestandteile einer richtigen Moschee, beispielsweise eine Gebetsnische, eine Kanzel und ein Brunnen für die rituelle Waschung.
Erst viel später wurde das Gebäude zeitweise tatsächlich für muslimische Gebete genutzt. Überliefert ist, dass dort nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 muslimische Kriegsgefangene aus Nordafrika gebetet haben sollen. Auch im 20. Jahrhundert fanden gelegentlich besondere Gebete statt. Für eine dauerhafte muslimische Gemeinde war die Anlage jedoch nie vorgesehen.
Heute gilt die Schwetzinger Gartenmoschee als die letzte erhaltene Gartenmoschee des 18. Jahrhunderts. Sie ist daher nicht einfach die „älteste Moschee Deutschlands“, wie manchmal behauptet wird, sondern vielmehr eines der ältesten erhaltenen moscheeartigen Bauwerke des Landes.
Ich finde gerade diesen Widerspruch interessant: Das Gebäude war Ausdruck ehrlicher Bewunderung und eines aufklärerischen Toleranzgedankens, zeigt aber gleichzeitig, wie ungenau und romantisiert sich das damalige Europa den Orient vorstellte. Es ist gewissermaßen ein europäischer Traum vom Orient, in Stein gebaut.

u/Albahith1 — 3 days ago

Kennt sich jemand mit Hufnägeln aus? Habe den an einer mittelalterlichen Handelsstraße gefunden (so ca. 5 bis 15 cm tief)…Frage mich jetzt nur wie alt der sein könnte. Der Weg hat wohl so ab dem 18. Jahrhundert seine Bedeutung endgültig verloren (kleiner Ort? Mitten in Feldern)

u/Same_Comparison_2344 — 3 days ago
▲ 254 r/Geschichte+1 crossposts

Das Mysterium um die Wendeltreppe der Loretto-Kapelle von Santa Fe. Der Legende nach erschien den ansässigen Nonnen nach einem neuntägigen Gebet ein unbekannter Zimmermann, um die meisterliche Treppe zu bauen. Eine Treppe ohne Nägel und ohne Mittelstütze.

u/-SWR- — 3 days ago

Kennt sich hier jemand mit alten Klingen aus?

Das Ding ist südlich von Nürnberg in einer Werkzeugkiste aufgetaucht. Der ehemalige Besitzer konnte dazu leider nicht mehr befragt werden.

Kann jemand ungefähr abschätzen wie alt das Teil ist?

Und ob es sich dabei um einen ehemaligen Bodenfund handelt?

Der ehemalige Besitzer hat kein Hobby in die Richtung gehabt, für ihn war das augenscheinlich wirklich einfach nur ein Werkzeug

u/WolligerWombat — 3 days ago
▲ 12 r/Geschichte+1 crossposts

Die Bibelfälscher | Um das Jahr 2010 sorgen außergewöhnliche Funde für Aufsehen: Archäologen stoßen auf bisher unbekannte Fragmente der Bibel. Sammler und Forscher reißen sich um die kostbaren Pergamente. Doch ein namhafter Epigraphiker erhebt Zweifel an ihrer Echtheit

arte.tv
u/Turtle456 — 2 days ago

Die Geschichte der Menschheit auf einen Blick - Mein Versuch, ein visuelles Archiv zu erschaffen

Hi,

Ich schaue leidenschaftlich gerne Geschichtsdokumentationen und habe vor Jahren damit angefangen einen (analogen) Zeitstrahl der Menschheitsgeschichte (500.000 v. Chr. bis heute) zu erstellen, um dem Geheimnis „was die Welt im Innersten zusammenhält“ ein bisschen näher zu kommen. Diesen möchte ich jetzt Schritt-für-Schritt digitalisieren und erweitern.

Hier ein Ausschnitt vom aktuellen Stand meines kleinen Projektes. Neben übergreifenden Epochen, habe ich interessante Fakten zu Daten hinzugefügt, die gegebenenfalls Zusatzinformationen enthalten. Das ganze ist farblich in Themenbereiche gegliedert.

Ich arbeite kontinuierlich an dem Projekt und erweitere den Zeitstrahl monatlich um neue Epochen, Daten und Verknüpfungen.

Da das Ganze noch mitten im Aufbau steckt, freue ich mich riesig über dein Feedback, Korrekturen oder Wünsche für kommende Themen!

Den Link zur interaktiven Web-Version habe ich euch direkt unten in die Kommentare gepackt :)

u/PurpleWhaleHistory — 4 days ago

Der Suwa-Schrein in Nagasaki, Japan. Eine colorierte Aufnahme aus der Meiji-Ära.

Das Bild ist Teil eines alten Leporello-Albums aus der Meiji-Zeit, vmtl. um 1890. Der Suwa-Schrein überstand den Atombombenabwurf auf Nagasaki am 09.08.1945 komplett unbeschadet. Ein aktuelleres Foto bei Wiki zeigt den Schrein trotzdem stark verändert, er wurde in den 1980er Jahren umfassend modernisiert.

https://en.wikipedia.org/wiki/Suwa_Shrine_(Nagasaki) (Englisches Wiki, da das aktuelle Foto in der deutschen Variante nicht mit dabei ist)

u/atzenhofer — 5 days ago
▲ 1.6k r/Geschichte+1 crossposts

Hedy Lamarr - The inventor of Wifi who’s idea was stolen and discredited by men

Hedy Lamarr (1914-2000) is an actress who was once dubbed 'the most beautiful woman in the world.' She was also a mathematician and inventor of frequency hopping spread spectrum, a technology used for Bluetooth and Wifi. Her idea was brushed off, others took credit for it, and she spent her life wishing people would notice her brains instead of just her beauty. She’s the absolute definition of beauty and brains. So sad patriarchy dissolved her name. No one even mentions her. LETS GIVE HER THE CREDIT SHE DESERVES AS PROGRESSIVE 21ST CENTURY WOMEN!!

reddit.com
u/Fickle-Cook5821 — 7 days ago
▲ 18 r/Geschichte+3 crossposts

Noreia Fund Bedeutung

Was würde es bedeuten, wenn am Zollfeld tatsächlich die verschollene Stadt Noreia entdeckt werden würde? Welche Auswirkungen hätte ein solcher Fund auf das Zollfeld und auf Mittelkärnten? Wie groß wäre die historische, archäologische, touristische und wirtschaftliche Bedeutung einer solchen Entdeckung einzuschätzen? Kann das jemand einschätzen?

https://kaernten.orf.at/stories/3367030/

u/ExcellentSpace9790 — 4 days ago
▲ 5 r/Geschichte+1 crossposts

wer hat die gnosis erfahren hier?

einiges habe ich durch die gnosis erfahren. es deckt sich tatsächlich mit dem was gnostiker berichten. jeder macht ja so seine eigenen erfahrungen.
glaube und wissen sind keine gegensätze. sie sollten eins werden.

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u/Pale-Entertainer5753 — 4 days ago
🔥 Hot ▲ 43.9k r/Geschichte+9 crossposts

A retired construction worker in Flint, MI demonstrated how people in ancient times could’ve used simple machines to move blocks up to 20 tons, contrasting fringe theories that humans had otherworldly help constructing ancient monuments

u/Beiconqueso02 — 10 days ago