Was, wenn eine jahrelange Suche, bzw. Ahnenforschung, plötzlich ein Ende findet …?

Was, wenn eine jahrelange Suche, bzw. Ahnenforschung, plötzlich ein Ende findet …?

Ihr Lieben,

vor einigen Jahren habe ich hier ein Foto meines Großonkels mit seiner damaligen Verlobten veröffentlicht. Ihr Name war Lotte.

Ich war lange verzweifelt auf der Suche nach ihrem Schicksal.

Mein Großonkel Dolf fiel bereits 1941, mit nur 21 Jahren, im Zweiten Weltkrieg. Erst durch seine Feldpostbriefe erfuhr ich überhaupt von der Existenz dieser bis dahin völlig unbekannten Verlobten.

Aus seinen Briefen konnte ich schließlich den Nachnamen Göpfer entziffern. Ich verfolgte die Geschichte dieser Familie über Generationen zurück, doch die personenbezogenen Daten der in den 1920er-Jahren Geborenen waren nicht zugänglich. Wieder einmal endete alles in einer Sackgasse.

Also begann ich, meine Recherche, Dolfs Briefe und die Suche nach Lotte in einem Blog zu veröffentlichen. Ich hoffte, dadurch Menschen zu erreichen, denen ihr Name vielleicht etwas sagte.

Ich wollte einfach wissen, was aus der Frau geworden war, die mein Großonkel so sehr geliebt hatte.

Lange tat sich nichts.

Dann wurden die NSDAP-Karteien digital veröffentlicht. Und tatsächlich fand ich sie dort – mit vollständigem Namen und Geburtsdatum.

Lieselotte Göpfer, geboren am 4. Mai 1921 in Elberfeld.

Bingo.

Doch weiter kam ich zunächst trotzdem nicht. Damals nahmen Frauen nach der Hochzeit den Nachnamen ihres Mannes an – und genau das führte mich erneut in eine Sackgasse.

Schließlich schrieb ich verschiedene Lokalzeitungen an und fragte, ob Interesse an dieser Geschichte bestünde. Nach vielen Absagen meldete sich schließlich doch eine Redaktion. Eine Journalistin wollte darüber berichten.

Also traf ich mich mit ihr in Wülfrath und wartete gespannt auf den Artikel, der irgendwann in den Sommerferien erscheinen sollte.

Und dann kam plötzlich alles ganz anders.

Ich erhielt einen Hinweis: Man könne sich noch gut an diese Familie erinnern. An eine hübsche junge Frau, die viel zu früh gestorben sei. Das Ehepaar habe einen kleinen Sohn gehabt – Klaus.

Natürlich suchte ich sofort nach ihm. Den Nachnamen möchte ich vorerst noch nicht nennen.

Ich nahm Kontakt auf.

Kurze Zeit später rief er mich zurück.

Er freute sich riesig.

Von der Verlobung seiner Mutter mit meinem Großonkel wusste er überhaupt nichts. Niemand in der Familie hatte je davon erzählt. Eigene Erinnerungen an seine Mutter hatte er ohnehin nur wenige, denn sie starb bereits mit 36 Jahren an Leukämie. Klaus war damals gerade sieben Jahre alt.

Natürlich fragte ich ihn auch nach seinem Vater. Ich wollte wissen, wann und wie Lotte nach dem Krieg wieder ihr Glück gefunden hatte.

Sein Vater war ebenfalls Soldat, bzw. Bordfunker bei der Luftwaffe und gebürtiger Sachse. Im August 1944 stürzte er über Frankreich mit seinem Flugzeug ab und überlebte schwer verletzt mit zahlreichen Knochenbrüchen.

Er verbrachte fast ein halbes Jahr im Lazarett und geriet anschließend in britische Kriegsgefangenschaft nach Nordrhein-Westfalen.

Dort, in Wuppertal, spielte er später Handball.

Und genau dort lernte er Lotte kennen.

Die beiden heirateten und bekamen ihren Sohn Klaus.

Heute ist Klaus Mitte 70 und lebt mit seiner Frau in der Nähe von Berlin.

Wir schreiben uns regelmäßig. Vielleicht werde ich die beiden schon bald besuchen.

Ich hätte mir für diese Geschichte kein schöneres Ende wünschen können.

Auch wenn Lotte selbst kein langes Leben vergönnt war – sie hat inzwischen einen festen Platz in meinem Herzen. 

Edit: auf diesem Bild sind Dolf & Lotte zu sehen.

https://preview.redd.it/ca5ergb491fh1.png?width=1170&format=png&auto=webp&s=9300e8cbcb07bdc7ac410d82cce54b6b37ed5e92

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u/Embarrassed_Set_4906 — 2 days ago

Vom Blog zum Buch?

Guten Abend, liebe Community,

vor einigen Monaten habe ich einen Blog gestartet. Das Thema ist allerdings sehr nischig, deshalb frage ich mich, ob es überhaupt Interesse wecken könnte.

Kurz zusammengefasst: Meine Oma hat mir nach ihrem Tod die Feldpostbriefe ihres im Zweiten Weltkrieg gefallenen Bruders hinterlassen. Ich ließ die Briefe transkribieren und stieß dabei auf den Namen seiner Verlobten, Lotte. Seitdem habe ich intensiv zu ihrem Schicksal recherchiert – und schließlich sogar ihren Sohn gefunden.

Das Besondere an den Briefen ist, dass sie sich kaum mit dem militärischen Alltag beschäftigen. Stattdessen sind sie sehr persönlich und geben einen bewegenden Einblick in die Gedanken, Hoffnungen und Gefühle eines jungen Mannes im Krieg.

Schon länger spiele ich mit dem Gedanken, daraus ein Buch zu machen. Allerdings bin ich unsicher, ob ein solch spezielles Thema heute überhaupt Leserinnen und Leser finden würde.

Wie seht ihr das? Würde euch so eine Geschichte interessieren?

Viele Grüße

reddit.com
u/Embarrassed_Set_4906 — 4 days ago

Vom Blog zum Buch?

Guten Abend, liebe Community,

vor einigen Monaten habe ich einen Blog gestartet. Das Thema ist allerdings sehr nischig, deshalb frage ich mich, ob es überhaupt Interesse wecken könnte.

Kurz zusammengefasst: Meine Oma hat mir nach ihrem Tod die Feldpostbriefe ihres im Zweiten Weltkrieg gefallenen Bruders hinterlassen. Ich ließ die Briefe transkribieren und stieß dabei auf den Namen seiner Verlobten, Lotte. Seitdem habe ich intensiv zu ihrem Schicksal recherchiert – und schließlich sogar ihren Sohn gefunden.

Das Besondere an den Briefen ist, dass sie sich kaum mit dem militärischen Alltag beschäftigen. Stattdessen sind sie sehr persönlich und geben einen bewegenden Einblick in die Gedanken, Hoffnungen und Gefühle eines jungen Mannes im Krieg.

Schon länger spiele ich mit dem Gedanken, daraus ein Buch zu machen. Allerdings bin ich unsicher, ob ein solch spezielles Thema heute überhaupt Leserinnen und Leser finden würde.

Wie seht ihr das? Würde euch so eine Geschichte interessieren?

Viele Grüße

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u/Embarrassed_Set_4906 — 4 days ago
▲ 18 r/buecher

Vom Blog zum Buch?

Guten Abend, liebe Community,

vor einigen Monaten habe ich einen Blog gestartet. Das Thema ist allerdings sehr nischig, deshalb frage ich mich, ob es überhaupt Interesse wecken könnte.

Kurz zusammengefasst: Meine Oma hat mir nach ihrem Tod die Feldpostbriefe ihres im Zweiten Weltkrieg gefallenen Bruders hinterlassen. Ich ließ die Briefe transkribieren und stieß dabei auf den Namen seiner Verlobten, Lotte. Seitdem habe ich intensiv zu ihrem Schicksal recherchiert – und schließlich sogar ihren Sohn gefunden.

Das Besondere an den Briefen ist, dass sie sich kaum mit dem militärischen Alltag beschäftigen. Stattdessen sind sie sehr persönlich und geben einen bewegenden Einblick in die Gedanken, Hoffnungen und Gefühle eines jungen Mannes im Krieg.

Schon länger spiele ich mit dem Gedanken, daraus ein Buch zu machen. Allerdings bin ich unsicher, ob ein solch spezielles Thema heute überhaupt Leserinnen und Leser finden würde.

Wie seht ihr das? Würde euch so eine Geschichte interessieren?

Herzlichen Dank & viele Grüße

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u/Embarrassed_Set_4906 — 4 days ago

Briefe meines Großonkels und einer bislang unbekannten Verlobten

Hallo ihr Lieben,

einige von euch erinnern sich vielleicht: Vor einiger Zeit habe ich die ganzen Feldpostbriefe meines im Zweiten WK gefallenen Großonkels erhalten und über Jahre transkribieren lassen.

Klingt zunächst langweilig – schon klar! 🫠

Ich hätte nie gedacht, dass mich diese Briefe, bzw. deren Inhalte so fesseln würden – Ich hatte sehr staubigen und militärischen Inhalt erwartet – stattdessen schreibt da ein 21-jähriger junger Mann an seine Eltern über Heimweh, Geldsorgen, Unsicherheit und Liebeskummer. Das hatte stellenweise schon WhatsApp-Charakter.

Ich musste oft lachen.

Er war ganz sicher nicht aus Überzeugung im Krieg, sondern weil er musste.

Das hat mich besonders berührt…

Und dann tauchte plötzlich ein Name auf: Lotte.

Eine Verlobte, von der in unserer noch lebenden Familie niemand etwas wusste. 🥺

Seitdem frage ich mich: „Wer war Lotte? Was wurde aus ihr, nachdem Dolf starb? Hat sie geheiratet? Wenn ja, wen? Gibt es Kinder oder …

Irgendwann habe ich seine Briefe und die Suche nach Lotte in einem Blog zusammengefasst, weil ich mir nicht anders zu helfen wusste.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr diesen lesen und ggf. teilen könntet, denn vlt findet sich durch Zufall tatsächlich eine Person, die mir weiterhelfen kann 🥺❤️

Link zum Blog: https://feldpost-stimmen.blogspot.com/?m=1

u/Embarrassed_Set_4906 — 2 months ago

My great-uncle, his fiancée Lotte, and the field letters he left behind before being killed in WWII

Hello everyone,

after my grandmother passed away in 2018, I inherited a collection of field letters written by her younger brother during World War II. He was only 21 years old when he was drafted after serving in the Reich Labour Service (RAD).

What struck me most while reading the letters was how personal and human they feel. He writes openly about missing home, hoping for leave, his fears about the future, and his wish to simply return to a normal life again.

From everything he wrote, I personally never got the impression that he was in the war out of conviction or ideology. Instead, the letters read like those of a very young man who was there because he had no choice and desperately wanted to make it back home alive.

Through these letters, I also discovered the existence of a fiancée named “Lotte” — someone nobody in our family had ever heard about before. I even found a photograph of the two of them together.

Knowing how his story ends makes reading the letters incredibly emotional. He never received the home leave he hoped for and was eventually killed during the war.

Over the past few years, I’ve been trying to piece together more of his life and what may have happened to Lotte afterward. I’ve started preserving parts of the letters and the historical background because I felt these voices and personal stories should not disappear with time.

I wanted to share a few of the photos here because they offer such an intimate glimpse into the lives of two very young people whose future was interrupted by the war.

If anyone is interested in the letters themselves, I’d also be happy to share the link to the small blog archive I started for them.

Thank you! BR // Nicki

https://preview.redd.it/6858aglt5y3h1.jpg?width=370&format=pjpg&auto=webp&s=6d836e13185daf5f43d1d5c93e5c01a30bc0dac8

https://preview.redd.it/2xu4cglt5y3h1.jpg?width=707&format=pjpg&auto=webp&s=48a91b1634ec827fe964e7700391acb5b641fdd1

https://preview.redd.it/4iik5glt5y3h1.jpg?width=543&format=pjpg&auto=webp&s=d95720d89d63a975ac958fdee47488f9a15b53ba

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u/Embarrassed_Set_4906 — 2 months ago

The Fate of My Great-Uncle, Who Became a Victim of World War II

Dear community,

I carefully read through the group rules, but I’m still not entirely sure whether my post is appropriate here.

After my grandmother passed away in 2018, I inherited the field post letters of her brother, who was killed during World War II. I later had the letters professionally transcribed.

Reading them deeply moved me, and I first needed time to process everything. What struck me most was how personal and approachable his writing felt — almost like casual conversations with his parents. At times, it felt more like modern-day WhatsApp messages than the formal style one would usually expect from wartime correspondence. He wrote openly and honestly about his dreams, hopes, and fears.

He was only 21 years old when he was eventually drafted after previously serving in the Reich Labour Service (RAD). I suspect he may have been involved in the construction of the Westwall near Aachen, although that remains only a theory so far.

His letters are incredibly emotional and touching. You can clearly feel that he was not fighting out of conviction, but because he had no choice. He desperately wanted to leave the front and hoped for home leave — which he never received.

At some point, through his letters, I also discovered the existence of a previously unknown fiancée named Lotte, whose fate I have been researching ever since.

And then I found myself sitting at home with all these letters, thinking: “You have to do something with this. This story must not remain untold.” That was how the idea for a small blog was born.

I would love to share his story with others. Perhaps, with a bit of luck, someone may one day read it who knew Lotte or knows something about what happened to her.

I would therefore be happy to share the link to my blog as what I believe is an important piece of contemporary witness documentation.

Would anyone here be interested?

I would truly appreciate any exchange or discussion.

Kind regards

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u/Embarrassed_Set_4906 — 2 months ago
▲ 45 r/ww2

I’m reconstructing the life of my 21-year-old great-uncle through the letters he sent home before his death in July 1941.

Dear Community,

in July 1941, my 21-year-old great-uncle was killed during World War II.

More than 80 years later, I inherited a collection of his field letters, postcards, photographs, and personal documents. Since then, I’ve been trying to piece together his story from the surviving correspondence.

What fascinates me most is that the letters are rarely about military operations. Instead, they reveal the everyday thoughts of a young man writing to his family and friends during a time of war.

Many of the letters are written in old German handwriting, so part of the project has involved transcribing them and identifying the people and places mentioned.

Reading them has made the war feel much more personal than any history book ever could.

Has anyone else here researched a relative’s wartime letters or documents? I’d be interested to hear what you discovered.

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u/Embarrassed_Set_4906 — 2 months ago

Das Schicksal meines Großonkels, der dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer fiel

Liebe Community,

ich habe mir die Gruppenregeln sehr aufmerksam durchgelesen, bin mir aber dennoch nicht ganz sicher, ob mein Beitrag hier Anklang finden könnte.

Nach dem Tod meiner Großmutter im Jahr 2018 erbte ich die Feldpostbriefe ihres im Zweiten Weltkrieg gefallenen Bruders. Ich ließ diese anschließend transkribieren.

Der Inhalt hat mich zutiefst bewegt und ich musste das alles erst einmal verarbeiten. Zum einen schreibt er in einer erstaunlich persönlichen und nahbaren Weise – fast so, als würde er mit seinen Eltern plaudern. Das hatte stellenweise eher „WhatsApp-Charakter“ als den Stil, den man sonst von Feldpostbriefen kennt. Er schreibt sehr ausführlich sowie offen und ehrlich über seine Träume, Hoffnungen und Ängste.

Er war gerade einmal 21 Jahre alt, als er schließlich eingezogen wurde, nachdem er zuvor Teil des R.A.D., des Reichsarbeitsdienstes, gewesen war. Vermutlich war er dort am Bau des Westwalls in Aachen beteiligt – bislang ist das jedoch nur eine Vermutung.

Seine Briefe sind unglaublich bewegend und emotional. Man spürt deutlich, dass er nicht aus Überzeugung an der Front war, sondern weil er musste. Er wollte weg von dort und sehnte sich nach Heimaturlaub – den er jedoch nie erhielt.

Irgendwann erfahre ich durch seine Briefe außerdem von der Existenz einer bislang unbekannten Verlobten namens Lotte, zu deren Schicksal ich seither forsche.

Und dann saß ich mit all diesen Briefen zu Hause und dachte mir: „Damit musst du etwas machen. Das darf nicht unerzählt bleiben.“ So entstand die Idee, einen kleinen Blog darüber zu verfassen.

Ich möchte seine Geschichte gerne mit anderen teilen. Vielleicht liest sie – mit etwas Glück – irgendwann jemand, der Lotte kannte oder etwas über ihr Schicksal weiß.

Den Link zu meinem Blog stelle ich daher gerne als, wie ich finde, wichtige Zeitzeugendokumentation zur Verfügung.

Gibt es Interessierte?

Ich würde mich sehr über einen Austausch freuen.

Herzliche Grüße

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u/Embarrassed_Set_4906 — 2 months ago

Feldpostbriefe meines im Zweiten Weltkrieg gefallenen Großonkels

Liebe Community,

ich habe mir die Gruppenregeln sehr aufmerksam durchgelesen, bin mir aber dennoch nicht ganz sicher, ob mein Beitrag hier Anklang finden könnte.

Nach dem Tod meiner Großmutter im Jahr 2018 erbte ich die Feldpostbriefe ihres im Zweiten Weltkrieg gefallenen Bruders. Ich ließ diese anschließend transkribieren.

Der Inhalt hat mich zutiefst bewegt und ich musste das alles erst einmal verarbeiten. Zum einen schreibt er in einer erstaunlich persönlichen und nahbaren Weise – fast so, als würde er mit seinen Eltern plaudern. Das hatte stellenweise eher „WhatsApp-Charakter“ als den Stil, den man sonst von Feldpostbriefen kennt. Er schreibt sehr ausführlich sowie offen und ehrlich über seine Träume, Hoffnungen und Ängste.

Er war gerade einmal 21 Jahre alt, als er schließlich eingezogen wurde, nachdem er zuvor Teil des R.A.D., des Reichsarbeitsdienstes, gewesen war. Vermutlich war er dort am Bau des Westwalls in Aachen beteiligt – bislang ist das jedoch nur eine Vermutung.

Seine Briefe sind unglaublich bewegend und emotional. Man spürt deutlich, dass er nicht aus Überzeugung an der Front war, sondern weil er musste. Er wollte weg von dort und sehnte sich nach Heimaturlaub – den er jedoch nie erhielt.

Irgendwann erfahre ich durch seine Briefe außerdem von der Existenz einer bislang unbekannten Verlobten namens Lotte, zu deren Schicksal ich seither forsche.

Und dann saß ich mit all diesen Briefen zu Hause und dachte mir: „Damit musst du etwas machen. Das darf nicht unerzählt bleiben.“ So entstand die Idee, einen kleinen Blog darüber zu verfassen.

Ich möchte seine Geschichte gerne mit anderen teilen. Vielleicht liest sie – mit etwas Glück – irgendwann jemand, der Lotte kannte oder etwas über ihr Schicksal weiß.

Den Link zu meinem Blog stelle ich daher gerne als, wie ich finde, wichtige Zeitzeugendokumentation zur Verfügung.

Gibt es Interessierte?

Ich würde mich sehr über einen Austausch freuen.

Herzliche Grüße

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u/Embarrassed_Set_4906 — 2 months ago

Das Schicksal meines Großonkels, der dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer fiel

Liebe Community,

ich habe mir die Gruppenregeln sehr aufmerksam durchgelesen, bin mir aber dennoch nicht ganz sicher, ob mein Beitrag hier Anklang finden könnte.

Nach dem Tod meiner Großmutter im Jahr 2018 erbte ich die Feldpostbriefe ihres im Zweiten Weltkrieg gefallenen Bruders. Ich ließ diese anschließend transkribieren.

Der Inhalt hat mich zutiefst bewegt und ich musste das alles erst einmal verarbeiten. Zum einen schreibt er in einer erstaunlich persönlichen und nahbaren Weise – fast so, als würde er mit seinen Eltern plaudern. Das hatte stellenweise eher „WhatsApp-Charakter“ als den Stil, den man sonst von Feldpostbriefen kennt. Er schreibt sehr ausführlich sowie offen und ehrlich über seine Träume, Hoffnungen und Ängste.

Er war gerade einmal 21 Jahre alt, als er schließlich eingezogen wurde, nachdem er zuvor Teil des R.A.D., des Reichsarbeitsdienstes, gewesen war. Vermutlich war er dort am Bau des Westwalls in Aachen beteiligt – bislang ist das jedoch nur eine Vermutung.

Seine Briefe sind unglaublich bewegend und emotional. Man spürt deutlich, dass er nicht aus Überzeugung an der Front war, sondern weil er musste. Er wollte weg von dort und sehnte sich nach Heimaturlaub – den er jedoch nie erhielt.

Irgendwann erfahre ich durch seine Briefe außerdem von der Existenz einer bislang unbekannten Verlobten namens Lotte, zu deren Schicksal ich seither forsche.

Und dann saß ich mit all diesen Briefen zu Hause und dachte mir: „Damit musst du etwas machen. Das darf nicht unerzählt bleiben.“ So entstand die Idee, einen kleinen Blog darüber zu verfassen.

Ich möchte seine Geschichte gerne mit anderen teilen. Vielleicht liest sie – mit etwas Glück – irgendwann jemand, der Lotte kannte oder etwas über ihr Schicksal weiß.

Den Link zu meinem Blog stelle ich daher gerne als, wie ich finde, wichtige Zeitzeugendokumentation zur Verfügung.

Gibt es Interessierte?

Ich würde mich sehr über einen Austausch freuen.

Herzliche Grüße

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u/Embarrassed_Set_4906 — 2 months ago
▲ 13 r/Kurrent

Feldpost aus dem 2. Weltkrieg als Lernhilfe bereitgestellt

Liebe Community,

nach dem Tod meiner Großmutter im Jahre 2018, erbte ich die Feldpostbriefe ihres im 2. WK gefallenen Bruders.
Mit Unterstützung einer lieben Person, die in der Lage war, diese Briefe zu transkribieren, durfte ich Einblick in seine Gefühlswelt erlangen und das bewegt mich bis heute zutiefst.

Darüber habe ich einen kleinen Blog verfasst und die Briefe größtenteils als Scan bereitgestellt.

Wer interessiert daran ist und sich mit der Sütterlinschrift vertraut machen möchte, schaut gerne herein:

https://feldpost-stimmen.blogspot.com/?m=1

Über konstruktive Kritik freue ich mich 😊
Lg Nicki

u/Embarrassed_Set_4906 — 2 months ago

Guten Abend ihr Lieben,

nachdem meine liebe Omi 2018 im Alter von 96 Jahren starb, habe ich die Feldpostbriefe ihres im zweiten Weltkrieg gefallenen Bruders geerbt und transkribiert, bzw. transkribieren lassen.

Daraus ging die Existenz einer bislang unbekannten Verlobten hervor, zu deren Schicksal ich derzeit forsche.
Ich wusste irgendwann nicht mehr was ich mit dem Inhalt und diesen ganzen Informationen anfangen sollte und so verfasste ich einen kleinen Blog dazu.

Interessiert sich hier jemand dafür? Ich würde mich so gerne darüber austauschen 😊

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u/Embarrassed_Set_4906 — 3 months ago
▲ 30 r/Kurrent+1 crossposts

Liebe Gruppenmitglieder,

ich tauche derzeit tiefer in die Geschichte meines im Zweiten Weltkrieg gefallenen Großonkels ein. Seine Feldpostbriefe habe ich transkribieren lassen, was auch äußerst interessant war, nur ging ich bislang davon aus, er sei ein einfacher Soldat gewesen. Tatsächlich war er Mitglied beim Reichsarbeitsdienst und der Einheit 312/2, die maßgeblich am Bau des Westwalls in Aachen beteiligt war, zugewiesen.

Später musste er dann leider ebenfalls an die Front und fiel im Juli 1941 in Schepetowka (heutige Ukraine). Genauere Infos teile ich ebenso gerne, falls erwünscht, aber vorerst meine Frage:

Forscht jemand schon zu dieser Einheit oder sucht evtl. nach Mitgliedern die dort eingesetzt waren?

Hätte jemand sonst einen Tipp für mich, wo mein Beitrag besser platziert wäre? Ich bin noch recht neu hier und finde mich noch nicht so gut zurecht.

Herzlichen Dank.

Lg Annika

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u/Embarrassed_Set_4906 — 3 months ago