u/Just-Truth3667

Eigentlich wollte ich nur einen Post darüber machen, der Nina Warkens angebliche Arbeitsanreize widerlegt. Ich habe mich durch den Beschluss gelesen und bin auf etwas gestoßen, was ich selbst nicht glauben kann...

Ihr denkt, ein Midijob schützt euch vor der neuen Zusatzabgabe? Der Kabinettsbeschluss vom 29. April 2026 (GKV-BStabG) entlarvt den Arbeitsanreiz als reine Einnahmen-Maximierung. 

Viele wissen noch nichts von ihrem Glück!

​1. Die Quelle

​Referentenentwurf GKV-BStabG

Einführung des § 242b SGB V (GKV) und § 55 SGB XI (Pflege).

​2. Der Wortlaut (§ 242b Abs. 2 SGB V-E)

​Hier steht schwarz auf weiß, dass Arbeit nicht automatisch befreit:

​„Der Beitragszuschlag nach Absatz 1 verringert sich um den Betrag der vom mitversicherten Ehegatten oder Lebenspartner aus eigener Erwerbstätigkeit [...] tatsächlich geleisteten Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung, soweit diese Beiträge auf das Einkommen entfallen, das die Grenze für die beitragsfreie Mitversicherung nach § 10 überschreitet (2026: 603 €).“

​3. Die „Null-Basis“-Falle

​Das Gesetz nutzt den Minijob (bis 603 €) als Null-Basis. Da du dort keine eigenen Beiträge zahlst, ist die Anrechnung für den Partner gleich NULL.

Der Wahnsinn ist Im Midijob bist du nur der Beitrags-Auffüller. Alles, was du einzahlst, zieht die Kasse von der Strafe deines Partners ab. Er zahlt immer den REST, bis die 3,0 % (2,5 % GKV + 0,5 % Pflege) voll sind. Ihr seid gekoppelt!

​4. Beispiele 

​Die meisten dieser Jobs bewegen sich zwangsläufig im Mindestlohn-Bereich (14,15 €), da es klassische Zuverdiener-Stellen im Service oder Verkauf sind. 

Normalverdiener (3.000 € Brutto): Strafe 90 €. 

Du zahlst im Midijob 42 € Beitrag? Partner zahlt weiterhin 48 € Rest-Zuschlag.

Gutverdiener (BBG 5.812 € Brutto): Strafe 174 €. 

Du zahlst im Midijob 42 € Beitrag? Partner zahlt weiterhin 132 € Rest-Zuschlag!

Um die 174 € auf Null zu drücken, müsstest du bei Mindestlohn fast 35 Stunden pro Woche arbeiten! 

Um so mehr der Partner verdient, um so mehr muss der andere Partner dazuverdienen, um die Strafe auf 0 zu senken.

Die Beitragsbemessungsgrenze liegt bei 5.812,50 €. Die Politik hat bereits beschlossen, diese Grenze 2027 noch weiter nach oben zu schrauben. 

Jede Gehaltserhöhung des Hauptverdieners (bis zur BBG) erhöht auch eure Abgaben an die GKV.

​5. Die „Job-Lüge“ in Zahlen

​Ministerin Warken spricht von Arbeitsanreizen, als lägen die Jobs auf der Straße. Schaut euch die Realität an:

Auf 720.000 offene Stellen kommen über 5,5 Millionen Menschen (Arbeitslose + betroffene Ehepartner).

​Selbst wenn wir alle sofort loslaufen: Über 80 % von uns HABEN GAR KEINEN JOB, in den wir flüchten könnten! Der Staat bestraft uns also für einen Mangel an Arbeitsplätzen, den er selbst zu verantworten hat. Es ist keine Arbeitsförderung, es ist eine Strafgebühr auf die Existenz als Ehepaar.

Selbst die 720.000 Stellen sind oft nicht das, was sie scheinen. Viele Stellen suchen hochspezialisierte Fachkräfte. Die meisten Betroffenen brauchen familienfreundliche Jobs. Doch der Großteil der offenen Stellen ist für Vollzeit oder unflexible Schichtarbeit ausgeschrieben. Ein Job in München hilft einer Familie in Vorpommern nicht weiter. In strukturschwachen Regionen ist das Verhältnis oft noch viel schlimmer.

​6. Die Erpressung zur Doppel-Vollzeit

​Was, wenn beide gleich viel verdienen? Sobald einer kürzertreten will oder muss,  schnappt die 3,0 %-Falle beim anderen sofort zu.

Bei Paaren ohne Trauschein passiert das NIEMALS. Nur Ehepaare werden als "Zahlungseinheit" zwangsverpflichtet. Ein verheirateter Midijobber wird somit schlechter gestellt als ein Midijobber ohne Trauschein.

Fazit

Es ist keine Arbeitsförderung, sondern eine Bestrafung der Ehe. Wer heiratet, verliert die Freiheit, Arbeitszeit flexibel zu gestalten, ohne dass der Partner finanziell dafür büßt.

Als wäre der Verstoß gegen das Niehaus-Urteil nicht schon schlimm genug. Eigentlich hätten alle Eltern (auch ohne Trauschein) längst Anspruch auf niedrigere Krankenkassenbeiträge. Das wird ihnen bisher mit dem fadenscheinigen Argument der „beitragsfreien Mitversicherung“ verweigert. Fällt diese, bricht das gesamte Kartenhaus zusammen. 

Beamten-Partner können bis zu 22.000 € jährlich verdienen und erhalten weiterhin staatliche Beihilfe zur PKV. Eine Beamtenfamilie zahlt durch diese Subvention oft viel weniger für eine "Luxus-Versicherung" als eine durchschnittliche Alleinverdiener-Familie für die GKV-Grundversorgung.

​Das Gesetz unterscheidet nicht, ob ein kinderloses Ehepaar zur Kasse gebeten wird oder eine Familie mit mehreren Kindern. Die tatsächliche Leistungsfähigkeit (Unterhalt für Kinder!) wird komplett ignoriert.

​Dieses Vorhaben verstößt gegen so viele Grundsätze und Gesetze (Art. 3 & Art. 6 GG), dass man darüber ein ganzes Buch schreiben könnte. Es ist eine gezielte Umverteilung von der arbeitenden GKV-Mitte hin zu einem System, das die Leistungsfähigkeit der Familien vollkommen aus dem Blick verloren hat.

​Teilt diesen Text! Die Menschen müssen wissen, dass ihr Midijob 2026 zur bloßen "Anzahlung" auf eine Ehe-Steuer wird.

TL;DR

Ab 2026 wird für Ehepaare eine Zusatzabgabe von 3,0 % (GKV + Pflege) auf das Haupteinkommen fällig (§ 242b SGB V-E). Ein Midijob befreit den Partner nicht von der Zahlung. Die eigenen Beiträge werden lediglich mit der „Strafe“ verrechnet. Die Familie verliert am Ende immer die volle Summe (90 € bei Normalverdienern, bis zu 174 € bei Gutverdienern). Das Ganze wird als Arbeitsanreiz verkauft, obwohl auf 720.000 Jobs über 5,5 Mio. Suchende kommen.

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u/Just-Truth3667 — 22 days ago
▲ 576 r/Finanzen

​Hallo Zusammen,

​während das Kabinett heute die GKV-Reform als „Rettungspaket“ feiert, lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte der Finanzierung. Besonders für uns als Beitragszahler ist das, was da gerade passiert, ein  Geniestreich des Finanzministers  auf unsere Kosten.

​Der Plot: Links rein, rechts raus

​Die Reform wird damit begründet, dass die GKV ein massives Defizit hat. Um das zu decken, werden zwei große Hebel bei den Beitragszahlern angesetzt:

Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) auf ca. 5.812 € (Zusatzbelastung für Fachkräfte).

​Einführung des Partner-Zuschlags (3,5 % GKV + 0,7 % PV für Mitversicherte).

​Man sollte meinen, dieses Geld fließt in die Verbesserung der Versorgung. Falsch gedacht.

​Parallel zu diesen „Beitragsspritzen“ sieht der Kabinettsentwurf vor, den steuerfinanzierten Bundeszuschuss zur GKV um 2 Milliarden Euro pro Jahr zu kürzen (geplant für 2027–2030).

In Artikel 1 (Änderung des Fünften Buches Sozialgesetzbuch) des Entwurfs heißt es:

​„§ 221 Absatz 1 wird wie folgt gefasst:

​(1) Der Bund leistet zur pauschalen Abgeltung der Aufwendungen der Krankenkassen für versicherungsfremde Leistungen jährlich 12,5 Milliarden Euro in monatlich zum ersten Bankarbeitstag zu überweisenden Teilbeträgen an den Gesundheitsfonds.‘“

Zum Vergleich: Die bisherige Fassung

​Zuvor (und aktuell noch gültig bis zum Inkrafttreten der Reform) lautete der Satz:

​„(1) Der Bund leistet zur pauschalen Abgeltung der Aufwendungen der Krankenkassen für versicherungsfremde Leistungen jährlich 14,5 Milliarden Euro [...]“

Anstatt dass der Bund endlich die Milliarden-Lücke bei den Gesundheitskosten für Bürgergeld-Empfänger aus Steuern deckt, kürzt er den Zuschuss um weitere 2 Milliarden.

​Der Staat zieht 2 Mrd. € an Steuergeldern aus dem System ab, um den Bundeshaushalt zu entlasten.

​Effektiv findet hier kein Ausbau der Gesundheitsleistungen statt. Es findet eine Umschichtung der Finanzierungslast statt.

​Weg von der Allgemeinheit (Steuerzahler), die den Bundeszuschuss finanziert. Hin zur beitragspflichtigen Mitte, die überproportional von der BBG-Erhöhung und dem Wegfall der kostenfreien Mitversicherung getroffen wird.

​Fazit: 

Eine versteckte Steuererhöhung.

​Da Sozialversicherungsbeiträge im Gegensatz zu Steuern nicht progressiv wirken (sondern an der BBG gedeckelt sind), trifft dieser 2-Milliarden-Verschiebebahnhof gezielt die qualifizierten Fachkräfte und Familien. Man saniert den Haushalt, indem man die Sozialabgaben hochtreibt und gleichzeitig die staatliche Mitverantwortung zurückfährt.

Update: Der Bund entzieht der GKV klammheimlich 2 Milliarden Euro an Zuschüssen und gibt sich nun großzügig, indem er uns 250 Millionen zurückgibt. Was ein Kindertheater.

Quellen 

Pressemitteilung des vdek (Verband der Ersatzkassen) vom 29.04.2026. Titel: „Schlag ins Gesicht für GKV-Beitragszahlende“.

​Gesetzentwurf: Kabinettsentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG), Abschnitt zur Änderung des § 221 SGB V (Absenkung des Bundeszuschusses von 14,5 auf 12,5 Mrd. €).

​Aktuelle Berichterstattung in G+G (AOK-Magazin) und Ärzte Zeitung (Stand 28./29.04.2026) zur finalen Kabinettsfassung.

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u/Just-Truth3667 — 24 days ago

​Hallo Zusammen,

​heute Morgen entscheidet das Kabinett über die GKV-Reform. Während Nina Warken von „Gerechtigkeit“ spricht, entlarven die Zahlen ein unsoziales Desaster. Besonders für die arbeitende Mitte wird das Gesetz zur Existenzbedrohung, während es ökonomisch völlig absurd ist.

​Hier ist das Rechenbeispiel für eine Durchschnittsfamilie an der Beitragsbemessungsgrenze (BBG):

​BBG vs. Mitversicherung: Wer trägt hier die Last?

​Die BBG-Erhöhung (ca. 45 € mehr im Monat) verteilt Lasten wenigstens noch nach dem Einkommen. Das ist ein Instrument, das wir kennen.

​ABER: Die Abschaffung der Mitversicherung ist de facto eine „Strafsteuer“ auf das Lebensmodell Familie, die die reale Leistungsfähigkeit komplett ignoriert. Ob eine Familie mit drei Kindern knapp an der BBG kratzt oder ein kinderloses Paar ist ein Unterschied. DIe Reform bestraft gezielt diejenigen, die zu Hause Care-Arbeit leisten.

​Die Brutto-Rechnung: Wenn 5.812 € zum Problem werden.

​Nehmen wir eine Familie, in der ein Elternteil ca. 5.812 € brutto verdient (die voraussichtliche BBG für 2026) und der andere Partner die Care-Arbeit übernimmt:

​BBG-Erhöhung: ca. 45 € mehr pro Monat.

​Der 4,2 % Partner-Zuschlag: Hier greift die neue Abgabe für den Partner (3,5 % GKV + 0,7 % Pflegeversicherung). Das sind ca. 244 € mehr pro Monat. 

​Gesamtverlust: Rund 289 € im Monat.

​Auf das Jahr gerechnet sind das 3.468 €. Es wird fast ein komplettes Monats-Netto-Gehalt einfach wegrasiert. Ein ganzer Monat Arbeit ,nur um Warkens GKV-Loch zu stopfen?

Das Eigentor: Über 1 Milliarde € Steuerverlust (§ 10 EStG)

​Mathematisch ist das Ganze ein Irrsinn. Da diese Beiträge steuerlich voll absetzbar sind, holt sich die Familie über die Steuererklärung bei einem Grenzsteuersatz von ca. 38 % rund 1.320 € vom Finanzamt zurück.

Am Ende gibt es zwar eine Teil-Erstattung über die Steuererklärung, aber bis dahin fungiert die Familie als unfreiwillige, zinslose Hausbank für den Staat, der die Liquidität monatlich abgreift und die Bürger erst über ein Jahr später entschädigt.

​Allein durch die BBG-Anhebung verliert der Staat laut IW Köln 850 Mio. € an Steuern. Rechnet man die Mitversicherung dazu, verbrennt der Fiskus weit über eine Milliarde Euro, die am Ende für Schulen und Kitas fehlen. Es ist ein reiner Verschiebebahnhof von der rechten in die linke Tasche!

​Anstatt endlich eine solidarische Bürgerversicherung einzuführen, die auch Millionen-Dividenden und Mieten einbezieht, schafft Warken ein Kontrollsystem:

Ab 2028 müssen die Kassen jährlich den Status von 3,6 Millionen Menschen prüfen (Einkommen, Pflegegrad, Alter der Kinder). Wir finanzieren hier kein Gesundheitssystem, sondern ein Heer von Prüf-Bürokraten, während die Netto-Einnahmen durch Steuerlöcher und Verwaltungskosten aufgefressen werden.

​Weil die Regierung genau weiß, wie unpopulär dieser Raubzug bei Familien ist, wurde der Start auf den 1. Januar 2028 geschoben. Man will das Gesetz heute im Kabinett durchpeitschen, aber die Quittung erst nach der nächsten Bundestagswahl präsentieren.

​Diese Reform ist handwerklich mies, sozial ungerecht und ökonomischer Wahnsinn. Wer Care-Arbeit bestraft und gleichzeitig Milliarden-Steuerlöcher für Besserverdiener reißt, hat den Kompass verloren. Wir brauchen die Bürgerversicherung , jetzt erst recht!!!

UPDATE: 

​Das GKV-Gesetz wurde gerade durchgewunken. Das „gerettete Krankengeld“ ist nur die Beruhigungspille für den eigentlichen Skandal: ​Der Bund streicht klammheimlich 2 Mrd. € Zuschuss, um die Schuldenbremse zu halten. Wir Beitragszahler füllen das Loch über den Partner-Zuschlag und die BBG-Erhöhung. Das ist Haushaltssanierung auf dem Rücken der Arbeitnehmer.

​Der Partner-Zuschlag (2,5 %) trifft Eltern mit voller Härte, sobald das Kind 7 Jahre alt wird. Pünktlich zur Einschulung wertet der Staat Erziehungsarbeit als Privatvergnügen ab. Dass man die 0,7 % Pflege-Abgabe für Eltern heute gestrichen hat, war kein soziales Gewissen, sondern reine Angst vor dem Verfassungsgericht.

Quellen

​850 Mio. € Steuerausfall: IW Köln & PKV-Verband (Stellungnahme zum GKV-BStabG, April 2026).

​3,6 Mio. Prüffälle (Partner): BMG-Versichertenstatistik (KM1) & vdek-Positionspapiere.

​Steuerliche Absetzbarkeit: § 10 EStG (Sonderausgabenabzug für Vorsorgeaufwendungen). ​Werte 2026 (BBG ~5.812 €)

Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2026 (Entwurf). ​Partner-Beiträge (3,2 % – 4,2 %): Referentenentwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (GKV-BStabG).

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u/Just-Truth3667 — 24 days ago

Frau Warken, Sie sagen, „jeder müsse seinen Beitrag leisten“ und „wir dürften nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen“. Schauen wir uns mal die Realität derer an, die diesen Staat wirklich tragen: die Familien.

Jeder muss seinen Beitrag leisten!

​Wir leisten ihn 24/7! Sie sprechen von Beiträgen? Familien in Deutschland leisten Care-Arbeit im Wert von 1,2 Billionen Euro pro Jahr. Wir stehen füreinander ein und ersparen dem Staat damit Milliarden an Sozialleistungen.

​Wir investieren jeden Monat hunderte Euro in unsere Kinder und bekommen Kindergeld, das nicht einmal 30 Prozent der Kosten deckt. Wir zahlen Kitakosten und Hortgebühren, um überhaupt arbeiten zu können. Wir gleichen ein marodes Schulsystem aus. Wir fangen Mobbing auf, therapieren psychische Belastungen durch altmodische Pädagogik und opfern unsere Freizeit als Hilfslehrer bei den Hausaufgaben. Wir füllen Betreuungslücken, stemmen explodierende Wohnkosten und teure Urlaube dank erhöhter Preise in den Schulferien.

​Wenn das Kind länger krank wird, bedeutet das für GKV-Zahler den finanziellen Genickbruch, weil nach wenigen Tagen beim Krankengeld Schluss ist. Zwischenfrage: Wer hat eigentlich entschieden, dass Kinder ab 12 keine Kinderkrankentage mehr benötigen? Lässt man das Kind dann mit Magen-Darm allein?

​Währenddessen haben Beamte damit kein Problem; sie bekommen oft Sonderurlaub bei vollen Bezügen. Wo ist hier die Gerechtigkeit? Ein Beamter erhält bei eigener Krankheit oder wenn das Kind krank ist (13 Kinderkrankentage in 2026), weiterhin 100 % seiner vollen Bezüge. Kein Cent Abzug, keine „Strafgebühr“ für Elternschaft. Bei eigener Krankheit bekommt er das Geld so lange, bis er gesund ist oder in den Ruhestand geht.

​Die Reform plant, das Krankengeld von 70 % auf 65 % des Bruttos (bzw. von 90 % auf 85 % des Nettos) zu senken. Das gilt auch für das Kinderkrankengeld! Jedes Mal, wenn du wegen eines kranken Kindes zu Hause bleibst, verlierst du in Zukunft noch mehr Geld als bisher.

​Sollte das Kind länger krank sein, wird es richtig böse: Man verliert unter Umständen den Job und darf sich dann noch selbst versichern, weil die beitragsfreie Mitversicherung wegfällt. Es gibt so viele Lebensrealitäten, die man in Ausnahmen packen müsste, sodass ein riesiges Bürokratiemonster entsteht, welches die Einnahmen direkt wieder frisst. Ein faires Gesetz braucht keine Ausnahmen!!! Es sollte von Grund auf gerecht sein.

Das ist gelebte Frauenpolitik!

​Sie nennen es Frauenpolitik, die Mitversicherung zu streichen? Familien Geld wegzunehmen, soll ein Arbeitsanreiz sein? Das ist eine Einstiegshürde, und es wird zuerst beim gesunden Essen gespart. Versuchen Sie mal, mit Kindern einen Job zu finden. Sobald man Kinder erwähnt, sinken die Chancen. Die Arbeitswelt steckt tief in den 50er-Jahren, vom Gender Pay Gap ganz zu schweigen.

​„Flexible Arbeitszeiten“? Ein Witz. Chefs fragen immer noch zuerst die Mutter, ob sie einspringt, wenn das Kind krank ist, nie den Vater. Wenn der Vater fragt, wird auf die Mutter verwiesen. Wo sollen die Millionen Jobs herkommen? Sollen Frauen im Mindestlohnsektor die Putzkräfte der Nation spielen? Ein Midijob rettet niemanden vor der Altersarmut.

​Sie behaupten, das Wegnehmen von Leistungen sei ein „Anreiz“. Warum dürfen Beamten-Ehepartner dann bis zu 22.000 € verdienen und behalten ihre staatliche Beihilfe? Wo sind da Ihre „Arbeitsanreize“? Warum soll ein Ehepartner ohne Job mehr Pflegezusatz zahlen als ein Single? Singles müssen für niemanden haften. Nicht einmal die Kinderanzahl wird beachtet.

​Warum gilt man ab dem 7. Geburtstag des Kindes plötzlich als kinderlos? Hört ein Kind mit 7 Jahren auf zu essen bzw. zu existieren? Hört es auf, Betreuung zu brauchen? Alle Eltern, auch ohne Trauschein, hätten Anspruch auf niedrige Beitragssätze in der Krankenkasse. Haben wir nur nicht, aufgrund der beitragsfreien Mitversicherung (Niehaus-Urteil).

​Wo sind die kostenlosen Kitas und Hortplätze? Wenn Familien nicht schon so ausgequetscht werden würden, könnte man vielleicht über einen kleinen Beitrag zur Krankenkasse reden. Aber nein: Zum 7. Geburtstag heißt es für uns „Tschüss Kitakosten“ und „Hallo Hortkosten“, plus obendrauf die neue Sonderabgabe von 3,5 % GKV-Zusatz und 0,7 % PV-Beitrag.

​Wo sind die Schulen mit Bildungsqualität, in denen Kinder wirklich für die Zukunft lernen und echte Empathie füreinander entwickeln? Wo ist die Entlastung für Familien? Wo betreibt diese Regierung noch Familienpolitik?

Wir dürfen nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen!

​Die Krankenkassen geben nicht zu viel aus. Der Bund klaut das Geld der Versicherten! Seit Jahren wird die GKV als Schattenhaushalt missbraucht, um zum Beispiel das 12-Milliarden-Loch beim Bürgergeld zu stopfen. Sie nehmen den Familien das Geld weg, weil Sie sich weigern, die Schulden des Staates bei der Krankenkasse aus Steuermitteln zu begleichen. Die Mitversicherung von Ehepartnern ist eine versicherungsfremde Leistung. Warum werden Kosten des Bundes auf den Partner abgewälzt?

Fazit:

​Die dunkelrote Linie ist überschritten. Diese Reform ist der endgültige Beweis: Kinder sind in diesem Land nichts mehr wert. Es wird bei der Jugendhilfe gespart, bei Schulbegleitern gekürzt, bei Unterhaltszahlungen für Alleinerziehende gekürzt und Familien werden als Zahler der Nation benutzt.

​Ich habe keine Glaskugel, aber eines ist sicher: Die Geburtenraten werden weiter sinken. Ich werde meinen eigenen Kindern raten, in diesem Land keine Kinder mehr zu bekommen. Wenn Deutschland wirklich vorankommen will, muss es in Familien investieren, statt sie als Sparschwein der Nation zu missbrauchen.

EDIT: DAS 850-MIO-EIGENTOR!

​Wir setzen die Beiträge zur Mitversicherung voll ab (§ 10 EStG). Der Bund verliert dadurch 850 Mio. € Steuern. Linke Tasche, rechte Tasche! Die Prüfung von 3,6 Mio. Partnern frisst den Rest durch Verwaltungskosten auf. ​Nur Schikane, kein Gewinn für den Staat.

Quellen:

  • Verfassungsrechtliche Grundlage (Das „Niehaus-Urteil“): Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 03. April 2001 – Az. 1 BvR 1629/94 (BVerfGE 103, 242). Kern: Anerkennung der „generativen Leistung“ von Eltern im Sozialversicherungsrecht.
  • Finanzierungslücke Bürgergeld: IGES-Institut, Gutachten zur Finanzierung der Gesundheitsversorgung von Bürgergeldbeziehern (Aktualisierung 2025/2026). Beleg für die Unterdeckung von ca. 10–12 Mrd. € jährlich.
  • Versicherungsfremde Leistungen: GKV-Spitzenverband, Pressemitteilung vom Februar 2026 zur Klage gegen den Bund bezüglich der unzureichenden Pauschalen für versicherungsfremde Leistungen.
  • Beihilfe-Regelungen für Beamte: Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) § 5 Abs. 1 – Einkommensgrenze für berücksichtigungsfähige Angehörige (22.000-€-Grenze) sowie § 46 zu den Bemessungssätzen (70 % Beihilfe für Ehepartner).
  • Besoldung und Sonderurlaub: Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) Anlage V (Familienzuschlag) und Sonderurlaubsverordnung (SUrlV) § 21 (Entgeltfortzahlung bei Kindkrank für Beamte).
  • Wert der Care-Arbeit: Statistisches Bundesamt (Destatis), Satellitensystem Haushaltsproduktion. Die unbezahlte Arbeit in Deutschland wurde zuletzt mit ca. 1,2 Billionen Euro bewertet.
  • Kita- und Hortplatzmangel: Bertelsmann Stiftung / IW Köln, Fachkräfteradar für Kita und Grundschule (2025/2026). Fehlbedarf von ca. 430.000 Kita-Plätzen und einer Versorgungslücke von über 300.000 Hort-Plätzen für Grundschulkinder im Zuge des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung.
  • Hortkosten und soziale Belastung: DJI (Deutsches Jugendinstitut), Erhebungen zu Elternbeiträgen in der Kindertagespflege und im Hort. Dokumentation der massiven regionalen Unterschiede (Kosten von bis zu 400 € monatlich je nach Bundesland/Einkommen).
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u/Just-Truth3667 — 25 days ago

​Frau Warken, Sie sagen, „jeder müsse seinen Beitrag leisten“ und „wir dürften nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen“. Schauen wir uns mal die Realität derer an, die diesen Staat wirklich tragen: die Familien.

​Jeder muss seinen Beitrag leisten!

​Wir leisten ihn 24/7! Sie sprechen von Beiträgen? Familien in Deutschland leisten Care-Arbeit im Wert von 1,2 Billionen Euro pro Jahr. Wir stehen füreinander ein und ersparen dem Staat damit Milliarden an Sozialleistungen.

​Wir investieren jeden Monat hunderte Euro in unsere Kinder und bekommen Kindergeld, das nicht einmal 30 Prozent der Kosten deckt. Wir zahlen Kitakosten und Hortgebühren, um überhaupt arbeiten zu können.

​Wir gleichen ein marodes Schulsystem aus. Wir fangen Mobbing auf, therapieren psychische Belastungen durch altmodische Pädagogik und opfern unsere Freizeit als Hilfslehrer bei den Hausaufgaben.

​Wir füllen Betreuungslücken, stemmen explodierende Wohnkosten und teure Urlaube dank erhöhter Preise in den Schulferien.

​Wenn das Kind länger krank wird, bedeutet das für GKV-Zahler den finanziellen Genickbruch, weil nach wenigen Tagen beim Krankengeld Schluss ist. Währenddessen haben Beamte damit kein Problem; sie bekommen oft Sonderurlaub bei vollen Bezügen. Wo ist hier die Gerechtigkeit?

​Das ist gelebte Frauenpolitik!

​Sie nennen es Frauenpolitik, die Mitversicherung zu streichen? Familien Geld wegzunehmen, soll ein Arbeitsanreiz sein? Das ist eine Einstiegshürde, und es wird zuerst beim gesunden Essen gespart.

​Versuchen Sie mal, mit Kindern einen Job zu finden. Sobald man Kinder erwähnt, sinken die Chancen. Die Arbeitswelt steckt tief in den 50er-Jahren, vom Gender Pay Gap ganz zu schweigen.

​„Flexible Arbeitszeiten“? Ein Witz. Chefs fragen immer noch zuerst die Mutter, ob sie einspringt, wenn das Kind krank ist, nie den Vater. Wenn der Vater fragt, wird auf die Mutter verwiesen.

​Wo sollen die Millionen Jobs herkommen? Sollen Frauen im Mindestlohnsektor die Putzkräfte der Nation spielen? Ein Midijob rettet niemanden vor der Altersarmut.

​Sie behaupten, das Wegnehmen von Leistungen sei ein „Anreiz“. Warum dürfen Beamten-Ehepartner dann bis zu 22.000 € verdienen und behalten ihre staatliche Beihilfe? Wo sind da Ihre „Arbeitsanreize“?

​Warum soll ein Ehepartner ohne Job mehr Pflegezusatz zahlen als ein Single? Singles müssen für niemanden haften. Nicht einmal die Kinderanzahl wird beachtet.

​Warum gilt man ab dem 7. Geburtstag des Kindes plötzlich als kinderlos? Hört ein Kind mit 7 Jahren auf zu essen bzw. zu existieren? Hört es auf, Betreuung zu brauchen? Alle Eltern, auch ohne Trauschein, hätten Anspruch auf niedrige Beitragssätze in der Krankenkasse. Haben wir nur nicht , aufgrund der beitragsfreien Mitversicherung. (Niehaus - Urteil)

​Wo sind die kostenlosen Kitas und Hortplätze? Wo sind die Schulen mit Bildungsqualität, in denen Kinder wirklich für die Zukunft lernen und echte Empathie füreinander entwickeln? Wo ist die Entlastung für Familien? Wo betreibt diese Regierung noch Familienpolitik?

​Wir dürfen nicht mehr ausgeben als wir einnehmen!

​Die Krankenkassen geben nicht zu viel aus. Der Bund klaut das Geld der Versicherten! Seit Jahren wird die GKV als Schattenhaushalt missbraucht, um zum Beispiel das 12-Milliarden-Loch beim Bürgergeld zu stopfen. Sie nehmen den Familien das Geld weg, weil Sie sich weigern, die Schulden des Staates bei der Krankenkasse aus Steuermitteln zu begleichen. Die Mitversicherung von Ehepartnern sind versicherungsfremde Leistungen. Warum werden Kosten des Bundes auf den Partner abgewälzt?

Fazit:

​Die dunkelrote Linie ist überschritten.

​Diese Reform ist der endgültige Beweis,Kinder sind in diesem Land nichts mehr wert. Es wird bei der Jugendhilfe gespart, bei Schulbegleitern gekürzt, bei Unterhaltszahlungen für Alleinerziehende gekürzt und Familien werden als Zahler der Nation benutzt.

​Ich habe keine Glaskugel, aber eines ist sicher: Die Geburtenraten werden weiter sinken. Ich werde meinen eigenen Kindern raten, in diesem Land keine Kinder mehr zu bekommen. Wenn Deutschland wirklich vorankommen will, muss es in Familien investieren, statt sie als Sparschwein der Nation zu missbrauchen.

Quellen: 

  • Verfassungsrechtliche Grundlage (Das „Niehaus-Urteil“): Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 03. April 2001 – Az. 1 BvR 1629/94 (BVerfGE 103, 242). Kern: Anerkennung der „generativen Leistung“ von Eltern im Sozialversicherungsrecht.
  • Finanzierungslücke Bürgergeld: IGES-Institut, Gutachten zur Finanzierung der Gesundheitsversorgung von Bürgergeldbeziehern (Aktualisierung 2025/2026). Beleg für die Unterdeckung von ca. 10–12 Mrd. € jährlich.
  • Versicherungsfremde Leistungen: GKV-Spitzenverband, Pressemitteilung vom Februar 2026 zur Klage gegen den Bund bezüglich der unzureichenden Pauschalen für versicherungsfremde Leistungen.
  • Beihilfe-Regelungen für Beamte: Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) § 5 Abs. 1 – Einkommensgrenze für berücksichtigungsfähige Angehörige (22.000 €-Grenze) sowie § 46 zu den Bemessungssätzen (70 % Beihilfe für Ehepartner).
  • Besoldung und Sonderurlaub: Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) Anlage V (Familienzuschlag) und Sonderurlaubsverordnung (SUrlV) § 21 (Entgeltfortzahlung bei Kindkrank für Beamte).
  • Wert der Care-Arbeit: Statistisches Bundesamt (Destatis), Satellitensystem Haushaltsproduktion. Die unbezahlte Arbeit in Deutschland wurde zuletzt mit ca. 1,2 Billionen Euro bewertet.
  • Kita- und Hort-Platz-Mangel: Bertelsmann Stiftung / IW Köln, Fachkräfteradar für Kita und Grundschule (2025/2026). Fehlbedarf von ca. 430.000 Kita-Plätzen und einer Versorgungslücke von über 300.000 Hort-Plätzen für Grundschulkinder im Zuge des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung.
  • Hortkosten und soziale Belastung: DJI (Deutsches Jugendinstitut), Erhebungen zu Elternbeiträgen in der Kindertagespflege und im Hort. Dokumentation der massiven regionalen Unterschiede (Kosten von bis zu 400 € monatlich je nach Bundesland/Einkommen).
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u/Just-Truth3667 — 25 days ago

Hallo Zusammen

​am kommenden Mittwoch (29.04.) wird im Bundeskabinett das neue GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen. Während die Presse über die „3,5% Ehe-Abgabe“ schreibt, versteckt sich im Entwurf eine Detail-Absurdität, die den Generationsvertrag faktisch kündigt.

​Ein kinderloser Single zahlt aktuell einen Zuschlag von 0,6 % (PV).

​Ein mitversicherter Partner soll künftig einen Zusatzbeitrag von 0,7 % zur Pflegeversicherung leisten, zusätzlich zu der 3,5 % GKV-Abgabe.

Der Staat stuft eine Mutter, die Kinder großgezogen hat, beim Pflege-Zuschlag schlechter ein als einen Kinderlosen, der nie für Nachwuchs gesorgt hat. Man zahlt als Mutter also 0,1 % mehr „Strafe“ als ein Single.

​Egal ob man 1, 2 oder 3 Kinder hat. Sobald die Altersgrenze des jüngsten Kindes erreicht ist (diskutiert werden 7 Jahre), zählt die Erziehungsleistung für das System Null. Man wird finanziell behandelt wie ein kinderloser Single oder durch die 0,7 % sogar noch schlechter.

​Anreiz zur Trennung?

Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann und keinen Anspruch auf EM- Rente hat, keinen Job findet oder sich bewusst für die Erziehung entscheidet, wird zur Kasse gebeten (bzw. der Partner).

​Das Signal der Politik ist verheerend. Wer zusammenzieht und Kinder hat, wird finanziell bestraft. Auf dem Papier bleibt man in Deutschland bald besser Single, Alleinerziehend oder Bürgergeld-Empfänger. 

​Ist das noch das Solidarprinzip oder eine bewusste Entwertung von Familienarbeit?

Quelle : Offizieller Referentenentwurf (BMG), Referentenentwurf BStabG April 2026 

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u/Just-Truth3667 — 26 days ago

Stell dir vor, du gehst mit Freunden essen. Du bestellst ein Schnitzel für 15 €. Am Ende kommt der Kellner und sagt: „Macht 45 € bitte.“ Warum? Weil der Staat am Nebentisch eine Gruppe bekocht hat, aber die Rechnung nicht bezahlen will und sie einfach auf deinen Deckel schreibt.

Genau das passiert gerade mit deiner Gesetzlichen Krankenkasse. Und am Mittwoch (29.04.2026) will die Politik das Ganze auch noch zum Gesetz machen.

Eigentlich ist der Deal so: Die Krankenkasse ist für deine Gesundheit da. Wenn der Staat aber möchte, dass andere Leute (z. B. Bürgergeld-Empfänger oder Kinder) mitversichert werden, ohne dass sie Beiträge zahlen, müsste er die Kosten dafür aus Steuern bezahlen. Schließlich ist das eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft.

Die Realität: Der Staat drückt sich vor der Rechnung.

Bürgergeld-Lücke: Der Bund zahlt für einen Bürgergeld-Empfänger nur ca. 144 € im Monat. Die Behandlung kostet die Kasse aber 311 €.

(Quelle: IGES-Institut, Gutachten zur Finanzierung der Gesundheitsversorgung von Bürgergeldbeziehern, Stand 2025/2026)

Der Rest? Den zahlst DU mit deinen Beiträgen. Jedes Jahr fehlen so allein 12 Milliarden Euro.

Aktuelle Gutachten (wie die des IGES-Instituts für 2025/2026) schätzen das Gesamtvolumen der versicherungsfremden Leistungen in der GKV auf rund 58 bis 64 Milliarden Euro pro Jahr.

Das Problem: Davon zahlt der Bund aktuell nur pauschal 14,5 Milliarden Euro. ( In Corona Jahren war es etwas mehr) 

Die jährliche Lücke: 62 Mrd. € (Kosten) minus 14,5 Mrd. € (Zuschuss) = ca. 47,5 Milliarden Euro, die der Staat uns jedes Jahr schuldig bleibt seit 2005.

(Quelle: IGES-Studie: „Versicherungsfremde Leistungen in der GKV auf dem Prüfstand“ (Dezember 2025))

Warum sollen GKV-Zahler eine neue 4,2 % Sonderabgabe für ihre Partner zahlen, während der Staat bei seinen eigenen Leuten den Gönner spielt?

Viele denken, Beamte zahlen auch normale Beiträge. Falsch! „70 % Beihilfe“ bedeutet: Der Staat zahlt 70 % jeder einzelnen Arztrechnung des Ehepartners direkt aus dem Steuertopf. Der Beamte muss nur die winzigen restlichen 30 % privat versichern.

(Quelle: Bundesbeihilfeverordnung – BBhV § 46)

Der Vergleich (bei 6.000 € Brutto & 2 Kindern):

  1. Der Angestellte (GKV):

Hier fließen nicht nur deine Abzüge in das System, sondern auch der Arbeitgeberanteil. Das ist Geld, das du auch hart erarbeitet hast.

Dein eigener Anteil: ca. 607 € (KV + PV)

Der Arbeitgeber-Anteil: ca. 600 € (Dein „verstecktes“ Gehalt)

Die neue Abgabe (4,2 %): ca. 244 € (Strafgebühr für den Partner)

Gesamtkosten für GKV: ca. 1.451 € im Monat.

  1. Der Beamte:

Er zahlt monatlich nur die „Restkosten“ von seinem Netto. Hier die exakte Aufschlüsselung der PKV-Beiträge:

Für sich selbst (50 % Beihilfe): ca. 280 €

Für die Ehefrau (70 % Beihilfe): ca. 110 €

Für Kind 1 : ca. 70 €

Für Kind 2 : ca. 30 €

Zwischensumme: ca. 490 € im Monat.

Ein Beamter erhält einen Familienzuschlag (für Ehe und Kinder) von ca. 350 € bis 500 € Brutto EXTRA pro Monat einfach so. Der Staat schenkt ihm seine Versicherungskosten über diesen Bonus fast komplett wieder zurück. Der Angestellte kriegt 0 € Zuschlag, muss aber die 1.451 € allein stemmen.

(Quelle: Bundesbesoldungsgesetz – BBesG, Anlage V)

Der eigentliche Skandal:

Die Absicherung von Familien ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe (eine sogenannte versicherungsfremde Leistung). Beim Beamten erkennt der Staat das an und bezahlt die Ehefrau aus dem allgemeinen Steuertopf, zu dem wir alle (auch GKV-Zahler) beitragen.

Beim Angestellten weigert sich der Staat, denselben Steuertopf zu nutzen. Stattdessen zieht er dir eine zusätzliche private Strafgebühr ab.

Das Ergebnis:

Das System „GKV“ schluckt für eine Angestellten-Familie monatlich fast 1.000 € MEHR an Wert als das System für einen Beamten.

Während beim Beamten die Ehefrau eine „staatliche Fürsorgepflicht“ aus Steuermitteln ist, ist sie beim GKV-Zahler ein „Privatvergnügen“, das mit einer fetten Sonderabgabe bestraft wird. Derselbe Zweck, dieselbe Lebensleistung aber eine völlig andere Kasse.

Nina Warken behauptet, die GKV-Mitversicherung würde Frauen davon abhalten, mehr zu arbeiten. Aber bei Beamten-Ehefrauen scheint das Einkommen von bis zu 22.000 € (je nach Bundesland/Bund) für den Staat völlig okay zu sein, um trotzdem 70 % Beihilfe zu zahlen.

(Quelle: § 5 Bundesbeihilfeverordnung – Einkommensgrenze für berücksichtigungsfähige Angehörige)

Seit 2005 hat der Staat der Krankenkasse insgesamt ca. 500 Milliarden Euro an Steuermitteln vorenthalten. Man hat die GKV als „Schatten-Haushalt“ benutzt, um die Schuldenbremse einzuhalten.

Durch die neue Reform verliert die Familie (durch höhere Grenzen und die Ehe-Abgabe) pro Jahr rund 3.000 € bis 3.500 € netto.( Bei 6000 € brutto ) Das ist für viele Fachkräfte fast ein komplettes Nettomonatsgehalt, das einfach weg ist.

Die Kassen haben nun die Schnauze voll. 79 Kassen klagen aktuell gegen den Bund. Ihr Argument: „Wir sind eine Versicherung, kein verlängertes Sozialamt!“

(Quelle: GKV-Spitzenverband, Pressemitteilung zu den Klagen gegen die Beitragspauschale für Bürgergeldbezieher, Februar 2026)

Sie fordern, dass der Staat seine Schulden bezahlt. Würde der Bund die versicherungsfremden Leistungen (Kinder, Ehepartner, Bürgergeld) ehrlich aus Steuern zahlen (wie er es bei Beamten ja auch tut), hättest du:

-Niedrigere Beiträge.

-Keine Ehe-Abgabe.

-Keine Wartezeiten beim Arzt usw.

Die Kasse ist leer, weil der Staat seit 20 Jahren die Zeche nicht zahlt.

Mir geht es hier nicht darum, jemanden aufzuhetzen oder Neid zu schüren. Mir geht es als Mutter um den Systemfehler. Ich möchte meinen Kindern eine Zukunft in einem fairen System hinterlassen, das Familien nicht einseitig belastet. Familien tragen heute schon eine enorme Last. Wir brauchen ein System, das für alle Kinder und Eltern gleichermaßen funktioniert.

EDIT (127k Aufrufe & 88% Upvotes – DANKE für den Support!):

​Der Systemfehler geht noch viel tiefer, wenn wir über Krankheit sprechen besonders wenn es unsere Kinder trifft.

​Die Krankengeld-Schere ​Angestellte (GKV): Die Reform 2026 plant, das Krankengeld von 70 % auf 65 % des Bruttos (bzw. von 90 % auf 85 % des Nettos) zu senken. Das Bittere: Das gilt auch für das Kinderkrankengeld! Jedes Mal, wenn du wegen deines kranken Kindes zu Hause bleibst, verlierst du also noch mehr Geld als bisher. Wenn du selbst länger als 6 Wochen krank bist, stürzt du finanziell ab: Wer 4.000 € Netto verdient, verliert im Krankheitsfall plötzlich über 1.200 € jeden Monat im Vergleich zum normalen Gehalt.

​Beamte: Der Staat kennt hier keine Kürzungen. Ein Beamter erhält bei eigener Krankheit oder wenn das Kind krank ist (13 Kindkranktage in 2026) weiterhin 100 % seiner vollen Bezüge. Kein Cent Abzug, keine „Strafgebühr“ für Elternschaft. Ein Beamter erhält bei eigener Krankheit weiterhin 100 % seiner Bezüge, und zwar so lange, bis er gesund ist oder in den Ruhestand geht. (Quelle: § 45 SGB V vs. Sonderurlaubsverordnung – SUrlV § 21)

​Wenn das Kind lange krank wird: ​In der GKV: Nach 15 Tagen (pro Kind/Jahr) ist beim Kinderkrankengeld komplett Schluss. Danach gibt es 0 Euro. Der Staat zwingt dich in den unbezahlten Urlaub, zum Überstundenabbau oder im schlimmsten Fall zur Kündigung, um dein Kind zu pflegen. Nur während eines Klinikaufenthalts wird länger gezahlt, aber eben auch nur mit dem reduzierten 85 %-Satz.

​Im Beamten-System: Hier greift die „Fürsorgepflicht“. Wenn die 13 Tage nicht reichen, wird Beamten bei schweren Erkrankungen des Kindes oft unbürokratisch Sonderurlaub bei vollen Bezügen (100 %) gewährt. In § 21a SUrlV steht schwarz auf weiß: Bei stationärer Mitaufnahme des Kindes gibt es Sonderurlaub unter 100 % Fortzahlung der Besoldung, und zwar für die gesamte Dauer. Und wenn die Tage zu Hause nicht reichen? Dann kommt § 22 SUrlV ins Spiel. Dort stehen „Kinder“ zwar nicht namentlich drin, aber sie fallen unter „wichtige persönliche Gründe“.

​Während du als GKV-Mutter am Krankenbett ausrechnen musst, ob ihr nächsten Monat die Miete noch zahlen könnt, hält der Staat seinen Beamten den Rücken finanziell komplett frei.

Der Staat nutzt unsere Krankenkassenbeiträge, um seine eigenen Haushaltslöcher (wie die 12-Milliarden-Lücke beim Bürgergeld) zu stopfen, und kürzt uns im Gegenzug die Leistungen für uns selbst und für unsere Kinder. Er zieht eine harte 15-Tage-Grenze für die arbeitende Mitte, während er für seine eigene Verwaltung ein Luxus-System aufrechterhält, das gegen jedes finanzielle Risiko immun ist.

​Es geht mir nicht um Neid auf Beamte. Es geht darum, dass wir eine faire Absicherung für ALLE Kinder und Eltern brauchen und keine „Schatten-Bank“, die uns als Ausfallbürgen benutzt und im Ernstfall, wenn das Kind uns braucht, finanziell im Regen stehen lässt.

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u/Just-Truth3667 — 26 days ago