Die Rente ist vorrangig ein Verteilungsproblem und nicht nur Demographie
Ausschnitt aus einem kürzlichen Presseclub zum Thema Rente (https://www1.wdr.de/daserste/presseclub/sendungen/rentenreform-106.html). Stefan Schulz war der einzige, dem man zuhören könnte, alle anderen haben neoliberalen Quatsch erzählt und alles auf die Demographie geschoben.
Die Produktivität und damit die Gewinne der Unternehmen sind spätestens seit den 70ern von der Lohnentwicklung entkoppelt. Analog zu einem Bauern, der früher 10 und heute 100 Menschen ernähren kann, könnte auch ein Arbeiter mehr Rentner finanzieren als früher...wenn die Löhne im gleichen Maß gestiegen wäre. Seit den 80ern hat sich das volkswirtschaftliche Vermögen verdoppelt bei gleich bleibender Bevölkerung, aber der Wohlstand kommt vor allem bei den oberen 0.1% an. Der Wohlstand fließt ab statt in die Sozialsysteme, u.a. die Rente zu fließen. Es ist kein Demographieproblem. Es ist ein Verteilungsproblem. Wie immer.