Verhütung wird als Freiheit verkauft, fühlt sich aber oft wie Druck an

Ich finde, bei Verhütung wird Frauen oft eingeredet, sie hätten heute ja so viele Möglichkeiten und müssten sich nur „gut informieren“. Aber ganz ehrlich: Für viele fühlt sich das nicht nach Freiheit an, sondern nach Überforderung.

Man bekommt irgendwann gesagt, die Pille sei unkompliziert. Oder dass eine Spirale ja auch eine Option wäre. Oder dass Kondome in einer festen Beziehung irgendwann „nervig“ sind. Und dann soll man bitte selbst entscheiden, was am besten zum eigenen Körper passt, obwohl einem oft niemand wirklich erklärt, was das alles im Alltag bedeuten kann.

Ich finde das einfach frustrierend. Es geht ja nicht um irgendeine Kleinigkeit, sondern um den eigenen Körper. Um Hormone, Nebenwirkungen, Lust, Schmerzen, Ängste, Schwangerschaftspanik, Beziehungen und manchmal auch um Druck von außen. Und trotzdem wird das Thema oft so behandelt, als müsste man das halt irgendwie alleine geregelt bekommen.

Was mich daran am meisten stört: Wenn man unsicher ist, fühlt man sich schnell schwierig. Wenn man keine Hormone nehmen will, wirkt es plötzlich so, als müsse man sich rechtfertigen. Wenn man Nebenwirkungen anspricht, wird es manchmal abgetan oder relativiert. Und wenn man selbst recherchiert, landet man in einem kompletten Chaos aus TikToks, Foren, Horrorgeschichten, Halbwissen und völlig widersprüchlichen Meinungen.

Ich bin dazu vorhin über einen Artikel gestolpert, der genau dieses Gefühl ziemlich gut beschrieben hat. Da ging es darum, dass junge Frauen beim Thema Verhütung nicht unbedingt zu wenig Informationen haben, sondern zu wenig echte Orientierung. Und das hat bei mir hängen geblieben, weil ich mich da total wiedererkenne.

Für mich ist das keine echte Selbstbestimmung. Selbstbestimmung heißt nicht nur, dass man theoretisch mehrere Optionen hat. Es heißt auch, dass man wirklich verstanden wird, ernst genommen wird und nicht das Gefühl hat, mit allem alleine dazustehen.

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u/The-Fabulous-Destiny — 20 hours ago
▲ 187 r/Ratschlag

Ich glaube, mir wurde etwas in den Drink gemischt. Was mache ich jetzt?

Ich (w, 26) arbeite in einem Restaurant. Die Chefs haben einen guten Freund, der oft dort ist. Mit ihm habe ich mich bisher immer ganz normal verstanden.

Vor kurzem saßen wir nach Feierabend alle zusammen und haben über Restaurants und Party-Locations geredet. Er meinte, wir sollten mal alle zusammen in ein bestimmtes Party-Restaurant gehen. Ich sagte nur sowas wie „klar, warum nicht“.

Letztes Wochenende schrieb er mir dann, wie es aussieht. Zufällig war ich genau an dem Abend in diesem Restaurant auf einem Geburtstag eingeladen. Ich schrieb ihm, dass ich dort auf einem Geburtstag bin, er aber mit seinen Freunden ja vorbeikommen kann.

Er kam dann alleine. Das hat mich schon irritiert. Als ich fragte, wo seine Freunde sind, meinte er, er dachte, wir beide wären zusammen dort. Ich sagte ihm, dass ich auf einem Geburtstag bin und nicht die ganze Zeit mit ihm rumhängen kann.

Er fragte dann, ob wir wenigstens kurz zusammen einen Drink an der Bar holen. Ich hatte bis dahin nur einen kleinen Drink zum Anstoßen getrunken. Wir bestellten, ich ging kurz auf die Toilette und als ich zurückkam, wartete er mit beiden Drinks. Wir stießen an und ich ging zurück zu meinem Tisch.

Etwa 30 Minuten später ging es mir plötzlich extrem schlecht. Mir war übel, mir wurde schwarz vor Augen und ich war wie komplett betrunken. Meine Freundin wollte mich nach Hause fahren. Dabei stellte er sich wohl in den Weg und sagte, ich könne bei ihm bleiben und er würde mich später fahren. Sie hat zum Glück nein gesagt.

Als ich schon im Auto saß, schrieb er mir noch, ob wir zu zweit woanders hingehen wollen. Danach hat er nie gefragt, ob es mir gut geht.

Am nächsten Tag konnte ich mich an vieles nicht erinnern, was meine Freundin mir erzählt hat. Ich habe keine Beweise und es wäre vermutlich auch nichts mehr nachweisbar, aber ich kann mir nicht erklären, wie ich nach so wenig Alkohol so weggetreten sein konnte.

Auf der Arbeit ist er seitdem auch komisch und ich meide ihn. Mir ist das alles unangenehm und ich weiß nicht, was ich tun soll.

Sollte ich trotzdem zur Polizei gehen oder hat das ohne Beweise keinen Sinn? Und wie würdet ihr damit umgehen, wenn die Person weiterhin im Arbeitsumfeld auftaucht?

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u/The-Fabulous-Destiny — 13 days ago
▲ 4 r/Pflege

Merkt ihr in der Pflege den Ärztemangel auf dem Land inzwischen deutlich?

Ich habe heute etwas über die Probleme mit der medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen gelesen und musste direkt an Pflegekräfte denken.

Wenn Hausarztpraxen schließen oder Fachärzte kaum erreichbar sind, landet doch wahrscheinlich vieles später und schlimmer in der Pflege oder im Krankenhaus. Gerade ältere Menschen warten dann oft zu lange, bis überhaupt jemand draufschaut.

So typische Telemedizin-Anbieter wie DoktorABC oder TeleClinic werden ja oft als Lösung genannt, aber ich bin mir unsicher, wie weit das wirklich tragen kann. Für eine erste Einschätzung oder einfache Anliegen klingt das sinnvoll, aber bei vielen Beschwerden muss doch trotzdem jemand vor Ort untersuchen können.

Mich würde interessieren, ob ihr das im Pflegealltag inzwischen deutlich merkt oder ob das Thema in den Medien schlimmer dargestellt wird, als es tatsächlich ist.

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u/The-Fabulous-Destiny — 15 days ago

Wie bekomme ich meine Oma dazu, endlich zum Arzt zu gehen?

Hi zusammen,

Ich brauche mal wirklich euren Rat, weil ich langsam nicht mehr weiß, was ich noch machen soll.

Meine Oma ist 75 und hat schon seit Jahren mit starkem Übergewicht, Atemproblemen und hohem Blutdruck zu kämpfen. Sie hatte auch schon mal etwas am Herzen, deswegen mache ich mir sowieso schon die ganze Zeit Sorgen um sie.

Das Problem ist: Sie will einfach nicht zum Arzt. Sobald ich das Thema anspreche, blockt sie komplett ab und sagt sowas wie, dass Ärzte eh keine Ahnung haben und sie selbst am besten weiß, was ihr Körper braucht. Ihre Atemnot schiebt sie auf Corona-Langzeitfolgen. Kann ja auch sein, ich bin kein Arzt, aber ich habe einfach das Gefühl, dass da mehr dahintersteckt.

Gestern habe ich sie immerhin dazu bekommen, wenigstens ein Videogespräch mit einem Arzt bei Doktorabc zu machen. Der meinte dann, dass es eventuell eine Herzrhythmusstörung sein könnte und dass wir ihre Werte auf jeden Fall so schnell wie möglich im Krankenhaus abchecken lassen sollen.

Und selbst danach sagt sie nur, dass sie Krankenhäuser schrecklich findet und man dort erst recht krank wird. Ich hatte ihr auch schon mal einen Termin gemacht, aber den hat sie dann angeblich „vergessen“.

Ich bin einfach nur noch hilflos. Auf der einen Seite weiß ich, dass sie erwachsen ist und selbst entscheiden kann. Auf der anderen Seite verhält sie sich bei dem Thema wirklich wie ein kleines Kind, das die Augen zumacht und hofft, dass alles von alleine weggeht.

Ich will sie auch nicht bevormunden oder unter Druck setzen, aber ich habe Angst, dass irgendwann etwas passiert und ich mir dann Vorwürfe mache, weil ich nicht genug getan habe.

Hattet ihr sowas schon mal in der Familie? Wie geht man mit jemandem um, der offensichtlich Hilfe braucht, aber sich komplett dagegen wehrt?

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u/The-Fabulous-Destiny — 21 days ago
▲ 282 r/Ratschlag

Ich (w,26) mache aktuell ein Praktikum in einem Sales Start up, an das ich über die Personalleiterin gekommen bin. Sie ist eine enge Freundin meiner Eltern. Mir wurde die Stelle als Eventmanagerin für interne Veranstaltungen verkauft, weshalb ich extra in eine andere Stadt gezogen bin und meine Wohnkosten komplett selbst zahle.

Jetzt bin ich seit etwa 5 Wochen dort und fühle mich ehrlich gesagt komplett ausgenutzt. Schon in meiner ersten Woche musste ich alleine ein komplettes Wochenendevent für ca. 250 Mitarbeitende organisieren. Kurz nach meinem Start wurde mir zusätzlich gesagt, dass ich auch das Office Management übernehmen und im HR aushelfen soll. Anfangs dachte ich noch, das ist eine Chance, viel zu lernen, aber inzwischen fühlt es sich einfach nur falsch an.

Ich arbeite jeden Tag ca. 10 Stunden, bekomme weder ein Hallo noch ein Tschüss, geschweige denn irgendeine Form von Anerkennung. Stattdessen wird mir ständig nur gesagt, was ich alles nicht gut genug mache oder was noch fehlt. Ich räume gefühlt allen hinterher, werde null gefördert und habe überhaupt keinen Handlungsspielraum. Ich darf nicht mal eigenständig Nachrichten an Kollegen schicken, ohne dass sie vorher abgesegnet werden.

Jetzt kam aber der Punkt, der mich komplett aus der Bahn geworfen hat. Eine Kollegin hat mir anvertraut, dass die Personalleiterin wohl von Anfang an geplant hatte, mich auszunutzen und kleinzuhalten und hat das auch so mit dem ganzen Team kommuniziert. Ich mache aktuell wohl die Arbeit, die vorher drei Vollzeitkräfte gemacht haben. Gleichzeitig hat sie wohl hinter meinem Rücken meine Eltern kontaktiert und ihnen erzählt, ich wäre unfähig und würde nichts hinbekommen, während ich von anderen im Team eigentlich gutes Feedback bekomme.

Ich fühle mich gerade einfach nur hintergangen, unwohl und ehrlich gesagt auch ziemlich dumm, dass ich mich darauf eingelassen habe. Am liebsten würde ich sofort kündigen und einfach nach Hause fahren. Problem ist nur, dass meine Chefin gerade im Urlaub ist.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Sofort gehen oder abwarten und das Gespräch suchen?

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u/The-Fabulous-Destiny — 1 month ago

Ich habe gerade einen Artikel gelesen („Beitragsschock droht: So könnte sich die Krankenversicherung künftig entwickeln“), in dem davor gewarnt wird, dass die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung in den nächsten Jahren deutlich steigen könnten und ehrlich gesagt macht mir das schon etwas Bauchschmerzen.

Am Ende läuft es doch wieder auf uns Arbeitnehmer hinaus. Wenn die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung steigen, heißt das für uns ganz simpel: weniger Netto vom Brutto, ohne dass man wirklich was dagegen tun kann.

Ich merke jetzt schon, wie viel jeden Monat einfach weggeht, und wenn das nochmal spürbar anzieht, fühlt sich das für mich ehrlich gesagt wie eine schleichende Gehaltskürzung an. Klar, Arbeitgeber zahlen die Hälfte, aber am Ende beeinflusst das ja trotzdem Spielraum für Gehaltserhöhungen usw.

Was mich interessieren würde:

- Rechnet ihr damit, dass das in den nächsten Jahren deutlich spürbar wird?

- Habt ihr Strategien, wie ihr damit umgeht (z. B. Rücklagen, Jobwechsel, mehr Gehalt fordern)?

- Oder sagt ihr: gehört halt dazu und man kann eh nichts machen?

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u/The-Fabulous-Destiny — 1 month ago
▲ 97 r/Eltern

Ich weiß echt nicht mehr, ob ich lachen oder einfach nur noch ausrasten soll.

Ich hab heute einen Artikel gelesen („Beitragsschock droht – so könnte sich die Krankenversicherung künftig entwickeln“) und seitdem geht mir das echt nicht mehr aus dem Kopf.

Man liest ja gerade überall, dass die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung in Zukunft wohl deutlich steigen könnten. Gleichzeitig wird alles teurer – Lebensmittel, Miete, Energie und jetzt soll auch noch die Krankenversicherung richtig reinhauen?

Wir sind eine ganz normale Familie, keine Luxus-Ausgaben, wir schauen schon jetzt auf jeden Euro. Aber wenn die Beiträge wirklich so anziehen, wie aktuell diskutiert wird, frage ich mich ernsthaft: Wo soll das Geld noch herkommen?

Vor allem mit Kindern hat man ja sowieso schon genug laufende Kosten. Und dann wird immer gesagt „ja, dafür habt ihr ja Sicherheit im Krankheitsfall“ – ja klar, aber die hatte man vorher auch schon, nur dass es jetzt immer teurer wird und gefühlt die Leistungen eher schlechter als besser.

Was mich am meisten nervt: Man hat das Gefühl, dass das einfach so hingenommen werden soll. Keine echten Lösungen, stattdessen einfach höhere Beiträge und fertig.

Wie seht ihr das?

Merkt ihr das jetzt schon oder macht ihr euch auch Sorgen, was da noch auf uns zukommt?

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u/The-Fabulous-Destiny — 1 month ago