Hospitieren in der Kita - Worauf achten und welche Fragen stellen?

Huhu,

mit meiner letzten Stelle in der Kita habe ich ziemlich daneben gegriffen, obwohl ich einen guten Eindruck beim Hospitieren hatte. Ich war vorher allerdings ein paar Jahre aus dem Beruf raus und hatte deshalb wenig aktuelle Erfahrungen.

Bald geht eine neue Bewerbungsrunde los und es warten Gespräche und Hospitationstermine auf mich. Manchmal lasse ich mich vielleicht zu sehr von einer Wunschvorstellung oder Erwartungshaltung leiten und tendiere dazu, mir Eindrücke schön zu reden. 😁

Deshalb brauche ich eure Erfahrungen:
- Welche (kritischen) Fragen kann ich beim Hospitieren stellen?
- Worauf sollte ich besonders achten? (Verhalten, Aussagen, Räume, Kinder,…) Was sollte ich genauer hinterfragen?

Alle Tipps sind willkommen!

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u/Tiny_Recognition8956 — 3 days ago

Ist das ein Shutdown? Was hilft euch?

Hi ihr, bin mir nicht ganz sicher, ob das eher zu Ratschlag oder zu Strategien passt. Vielleicht trifft auch beides zu.

Zu mir: Weiblich, Anfang 30, seit einem Jahr mit ADHS diagnostiziert plus Verdachtsdiagnose ASS.

Ich kenne Meltdowns seit ich ein Kind bin, damals dachte man noch es seien Wutanfälle. Durch die genauere Auseinandersetzung mit der Autismus-Thematik bin ich mir mittlerweile recht sicher, dass es sich um Meltdowns handelt. Irgendetwas wird zu viel (Streit, lautes Geräusch, zu viele Anforderungen, zu viele Menschen) und je nach Auslöser muss ich alles von mir reißen, schreie, weine, falle zusammen, schlage mich zeitweise und bin zutiefst verzweifelt (größte Erkenntnis: Ich bin nicht wütend dabei).

Nun weiß ich auch schon, dass auf einen Meltdown ein Shutdown folgen kann. Das kenne ich ungefähr so: Ich kann nicht reden oder mich bewegen, alles in mir fühlt sich leer an, möglicherweise fange ich dann an zu stimmen. Bisher dachte ich, dass ich nur in solchen Situationen direkt nach einem Meltdown eine Art Shutdown erlebe.

Aktuell ist meine Situation aber so: Ich habe Anfang August in einem neuen Job angefangen und war dort in extremen Stresssituationen. Teilweise waren es 7 Stunden Daueralarm, der sich auch entsprechend in meinem Körper bemerkbar machte. Ich hatte innerhalb der ersten Woche drei Meltdowns nach der Arbeit, die schon auf dem Nachhauseweg angefangen haben. Das empfand ich auch deshalb so schlimm, weil es beruflich für mich in diesem Jahr bisher sehr hart war und ich oft die falschen Entscheidungen getroffen habe. Jetzt dachte ich, ich könne endlich ankommen und es wird wieder ruhiger und Routinen kommen zurück. Ich habe mich wohl komplett getäuscht und verstehe nicht, wie das passieren konnte.

Jetzt bin ich schon die zweite Woche im Krankenstand und immer noch extrem erschöpft, müde, fühle mich irgendwie erkältet, obwohl ich es nicht bin. Außerdem sehr antriebslos. Meine ADHS-Medis wirken gefühlt viel schwächer, obwohl sie mir eigentlich gut helfen. Ich kenne auch depressive Phasen, das könnte es natürlich auch sein. Aber das war irgendwie anders. Ich kann mich nämlich schon um mich selbst kümmern momentan. Körperpflege, Nahrungsaufnahme, lachen funktioniert noch und sogar ein kleiner Ausflug in die Natur war am Wochenende möglich und dabei empfinde ich auch Freude.

Doch ich bin extrem reizoffen momentan. Vorhin musste ich in ein Einkaufszentrum und mit den Öffis dorthin fahren. Ich reagiere sensibel auf Gerüche und Menschen, die mir näher als zwei Meter kommen. Aber statt wie sonst gestresst und vielleicht sauer zu sein („Wie kann man sich so viel Parfüm aufsprühen?“, „Warum checken die nicht, dass sie so nahe an mir kleben?“ 😅), werde ich plötzlich müde. Vorhin im Laden hätte ich mich im Kassenbereich am liebsten auf den Boden gelegt und geschlafen. Ich habe ALLE Gerüche gleichzeitig gerochen und das Noise Cancelling meiner Kopfhörer hat irgendwie weniger geholfen als sonst.

Jetzt meine Fragen
- Kennt ihr solche Situationen aus Shutdowns bzw. denkt ihr, es könnte ein Shutdown sein?
- Dauern Shutdowns bei euch mitunter auch so lange an?
- Was hilft euch in solchen Phasen?

Ich habe diese Woche mehrere Vorstellungsgespräche, weil ich relativ schnell etwas Neues finden möchte. Leider stresst mich die Unsicherheit über die aktuelle Jobsituation so sehr, dass ich so bald wie möglich kündigen möchte. Das steht für mich fest.

Danke euch schon einmal fürs Lesen und ich freue mich auf den Austausch.

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u/Tiny_Recognition8956 — 3 days ago

Diagnostik in Hamburg (keine Selbstzahlerleistung)

Gibt es irgendeine Möglichkeit für einen Wartelistenplatz in Hamburg, die ich übersehen habe? Asklepios und UKE habe ich bereits angefragt, aber keine Antwort erhalten.

Ich habe bereits eine gesicherte ADHS-Diagnose und im Rahmen dieser auch eine Verdachtsdiagnose auf Autismus erhalten. Mein Psychiater ist auch bereit dazu, mir eine Überweisung zur Diagnostik auszustellen. Seine Meinung ist, dass man sich auf keine Selbstzahlerleistung einlassen soll, weil „das nur das nächste Goldgräbergeschäft“ sei. Und ich bin auch nicht bereit dazu, nochmal so viel Geld dafür auszugeben.

Eine lange Wartezeit nehme ich in Kauf. Bitte gebt mir keine Tipps zu Stellen für Selbstzahler, die helfen mir leider nicht.

Danke schon einmal!

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u/Tiny_Recognition8956 — 7 days ago

Kündigen nach einer Woche?

Hallo zusammen,

ich suche einen Rat, werde aber versuchen alles so allgemein wie möglich zu halten.

Anfang August und nach einem jobmäßig sehr turbulenten Jahr habe ich als Erzieherin in einer Kita angefangen und mich sehr darauf gefreut. Größerer Träger, Tarifvertrag, wertschätzendes Miteinander, you name it.

Der Schlüssel beim Hospitieren war super, es waren nicht so viele Kinder da und die Kolleginnen sehr nett. Trotz anfänglichem Zweifel, ob ich mit dem offenen Konzept klarkomme, haben die Vorteile für mich überwogen.

Dann erster Arbeitstag: Krasser Personalmangel, ich war schon mit teilweise 10 Krippenkindern (die ich nicht kannte) alleine, weil nicht anders möglich. Natürlich habe ich das Gespräch gesucht, aber es sei wohl momentan die Ausnahme und man hoffe auf Besserung. Manche Kolleginnen sagen, dass es der Normalzustand ist und in letzter Zeit viele aus Überlastung kündigten. Fast jeder Tag war ähnlich extrem. Ich konnte weder mit den Kolleginnen sprechen, mir die Räume in Ruhe anschauen, bewusst Kontakt zu den Kindern aufbauen oder irgendwie ankommen. Nach einer Stunde war ich bereits komplett durchgeschwitzt.

Die Kolleginnen sind wirklich nett, aber die Stimmung nehme ich angespannt, frustriert und hektisch wahr. Kein Wunder. Mit den Kindern wird trotz allem top umgegangen. Wenigstens da hat mich mein Eindruck also nicht getäuscht.

Aber: Ich hatte innerhalb der ersten Woche insgesamt drei Zusammenbrüche nach der Arbeit. Ich habe auch mit einer Erkrankung zu tun, die dazu beiträgt, allerdings kenne ich das auch ganz anders und viel seltener aus anderen Stellen. Mir ist durchaus bewusst, dass ich einen anstrengenden und ZEITWEISE stressigen Beruf gelernt habe, aber nicht in diesem Ausmaß. Nun bin ich krankgeschrieben und eine Mischung aus geschockt, verärgert, enttäuscht und ratlos.

Ich könnte am Montag kündigen, um Ende des Monats raus zu sein, aber ich habe noch nichts Fixes in Aussicht. Momentan schreibe ich wieder Bewerbungen. Wenn ich am Montag nicht kündige, bin ich dort mindestens bis Ende September gefangen und das macht mir Angst. Was würdet ihr machen? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gesammelt?

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u/Tiny_Recognition8956 — 8 days ago

Freizeitauto für Paar

Hallo zusammen,

wir leben in der Großstadt und sind im Alltag nicht unbedingt auf ein Auto angewiesen. In letzter Zeit wächst allerdings der Wunsch, sich ein E-Auto zuzulegen, weil wir gerne verreisen, am Wochenende oft unterwegs sind oder die Familie besuchen und das Thema Einkaufen zu Fuß und mit dem Rad immer nerviger wird. Außerdem würde ich gerne einmal pro Woche zum Frühdienst mit dem Auto fahren.

Daraus ergab sich folgende Überschlagsrechnung pro Jahr:
Einkaufen Lebensmittel - 350 km
Einkaufen Baumarkt, Ikea, usw. - 240 km
Arbeit - 2400 km
Urlaub - 2400 km
Familienbesuche - 480 km
Wochenendausflüge - 3600 km
Gesamt: 9470 km

Wir würden vermutlich leasen und rechnen lieber mit einem Puffer, also 15000 km/Jahr sollten es sein. Vertragsdauer 36 Monate, um die Prämie zu bekommen. Ein Neuwagen ist also auch wichtig wegen der Prämie.

Unser Budget ist so lala. Wir sparen gerade auf eine Weltreise und deshalb gilt: Je günstiger, desto besser. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, ein gutes Angebot für 300-400 Euro inklusive Versicherung zu ergattern.

Uns ist wichtig, dass das Auto eine gute Basicausstattung hat, halbwegs PS, sodass man vom Fleck kommt und einen vernünftigen Kofferraum für 2 Personen.

Vielen Dank schon einmal für eure Tipps! 🚘

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u/Tiny_Recognition8956 — 17 days ago
▲ 6 r/ADHS

Lisdexamfetamin / Elvanse Probleme mit der Dosis

Hallo zusammen,

es gibt schon viele Fragen hierzu, aber nicht exakt das, was ich wissen möchte. Letztes Jahr habe ich meine Diagnose ADHS und die Verdachtsdiagnose Autismus erhalten (steht noch als Asperger-Syndrom auf dem Befund).

Ich habe anfangs nach meiner Diagnose zwei Monate Medikinet probiert und danach etwa zwei Wochen Kinecteen. Beides war unpassend für mich.

Nun also Lisdexamfetamin. Ich sollte mit 20 mg anfangen und nach eigenem Ermessen nach 5-7 Tagen um je 10 mg steigern bis die gewünschte Wirkung da ist. Angefangen habe ich also mit 20 mg, aber davon habe ich nicht viel gemerkt. Deshalb habe ich nach 5 Tagen auf 30 mg erhöht. Ich bemerkte einen besseren Antrieb und etwas mehr Klarheit, aber auch immer noch Zerstreutheit und nach etwa 5-6 Stunden schon den ersten Crash.

Deshalb habe ich nach einer Woche wiederum auf 40 mg gesteigert. Anfangs fühlt ich mich gut fokussiert, aber auch etwas fahrig und bereits am ersten Tag bemerkte ich meinen starken Herzschlag. Das änderte sich auch nicht wirklich, ich hatte jeden Tag Episoden von Palpitationen und nach knapp einer Woche hatte ich einen Tag lang ordentliche Panikattacken und Angstzustände, die sich um mein Herz drehten. Man muss auch sagen, dass ich gesundheitsbezogene Ängste habe und mich stark darauf fokussiert habe. Aber der starke Herzschlag war da und es war sehr unangenehm. Ich hatte auch ein Gefühl der Fremde im eigenen Körper.

Deswegen bin ich seit gestern wieder auf 30 mg zurück. Meine Ängste sind wie ausradiert und ich fühle mich wieder in meinem Körper zu Hause. Zum Glück! Allerdings habe ich jetzt wieder das Problem, dass die Wirkung gegen Mittag so sehr abnimmt, dass ich seeehr müde werde.

Natürlich bespreche ich das alles noch mit meinem Psychiater, aber er ist leider nicht so gut erreichbar und wünscht sich eher, dass ich ihm Vorschläge präsentiere. Daher wollte ich mal ein paar Erfahrungswerte sammeln.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit der Eindosierung von Lisdexamfetamin? Was hat euch geholfen?

Eine Bitte noch: Erzählt mir bitte keine Horrorgeschichten oder Sachen, die zu sehr mit dem Körperinneren zu tun haben. Vielen Dank. ☀️

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u/Tiny_Recognition8956 — 1 month ago
▲ 15 r/hamburg

Suche Gynäkologin für PMS oder PMDS

Hallo zusammen,

ich suche nach einer Gynäkologin in Hamburg, die mir mit meinem starken PMS helfen kann bzw. die auch schon einmal etwas von PMDS gehört hat und nicht nur pauschal die Pille verschreibt.

Es gibt hier ja schon ein paar Fragen nach Gynäkologinnen und ich habe auch schon bei Gynformation geguckt, aber es geht mir eben explizit um PMS/PMDS und dazu finde ich keine oder nur unzureichende Infos.

Wichtig: Bitte schreibt mir hier nur, wenn ihr mit Sicherheit wisst, dass die Ärztin auch PMS/PMDS behandelt. Alles andere ist sicher gut gemeint, hilft mir aber leider nicht.

Vielen Dank schon einmal! ☀️

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u/Tiny_Recognition8956 — 1 month ago

Chaos in der Zeitarbeit (Erzieher)

Hier folgt eine längere Schilderung meiner Situation in der Zeitarbeit. Es geht vor allem um die sehr kurzfristige Ankündigung von neuen Einsätzen und Fragen zur fachlichen Passung von Einsatzorten.

Heyhey,

seit Kurzem arbeite ich als Erzieherin bei einer Zeitarbeitsfirma, weil ich recht schnell eine Übergangslösung gesucht habe, nachdem ich betriebsbedingt gekündigt wurde. In der Zeitarbeit sollte ich in verschiedenen Einrichtungen eingesetzt werden, sowohl in Kitas, als auch in der Jugendhilfe oder auch mal in einer Nachmittagsbetreuung an Grundschulen. In den Gesprächen wurde mir gesagt, dass die Kundeneinsätze meistens mindestens einen Monat dauern, manchmal aber auch kürzer sind, wenn beispielsweise nur eine Urlaubsvertretung für eine Kita gesucht wird.

So weit so gut. Zuerst kam überhaupt keine Einsatzmeldung von der Firma und ich musste aktiv den Kontakt suchen und fragen, wo ich denn an meinem ersten Arbeitstag sein soll. Sie sagten mir, dass sie aktuell noch keinen Einsatz für mich haben, also wartete ich zu Hause auf eine Nachricht. Am dritten Tag meiner Anstellung bekam ich ein super Angebot für einen zweiwöchigen Einsatz in einer kleinen Kita, den ich dankend annahm. Der Einsatz sollte dann in der nächsten Woche losgehen. Eine Stunde später rief mich die Disponentin an und meinte, ich könne statt der Kita auch in eine Jugendhilfeeinrichtung zum Kennenlernen und dort könne ich auch sofort anfangen und wenn die Chemie stimmt, ab sofort einen längeren Einsatz antreten. Da ich noch nie in der Jugendhilfe gearbeitet habe und einige Jahre nicht mehr als Erzieherin tätig war, sagte ich, dass ich lieber erst diesen Kitaeinsatz machen wolle, statt sofort in die Jugendhilfe einzusteigen. Sie sagte, das sei meine Entscheidung und sie könne dann nicht garantieren, dass ich wieder so einen langen Einsatz bekomme. Okay.

In der ersten Woche (also der Wartewoche) sollte ich dann noch spontan auf einen halbtägigen Einsatz in der Ganztagsschule. Da wurde ich um 8 Uhr morgens gefragt, ob ich ab 12 Uhr arbeiten kann. Ich habe zugesagt und es als gute Übung gesehen.

Ab der darauffolgenden Woche startete der Kitaeinsatz, welcher super lief. Während meiner zweiten Woche dort bekam ich jeweils eintägige Angebote für die wiederum folgende Woche. Darunter war auch eine Einrichtung für Erwachsene mit Behinderung, was ich nicht möchte und auch im Bewerbungsgespräch gesagt habe - ich hatte allerdings angegeben, dass ich mir eine Einrichtung mit Kindern oder jüngeren Jugendlichen mit Behinderung zumindest anschauen würde, es gehe mir um die pflegerischen Tätigkeiten mit Erwachsenen, die ich nicht durchführen möchte. Also habe ich einen Disponenten angerufen und ihm das gesagt. Er war verwundert, weil ich im Bewerbungsgespräch doch gesagt haben soll, dass ich mir das anschaue. Ich musste mit ihm diskutieren und mich erklären. Zuerst wollte er mich beschwichtigen und dann wirkte er etwas genervt. Verstehe ich sogar, er musste ja anschließend wieder umplanen.

In der Zwischenzeit wurden mir mehrere eintägige Einsätze (mit Vorlaufzeit) vorgeschlagen und kurze Zeit später seitens der Firma wieder storniert, weil wohl doch kein Bedarf mehr bestand.

Vorgestern wurde ich erneut um 8 Uhr morgens kontaktiert und gefragt, ob ich am selben Tag in einer Kita bis 13 Uhr aushelfen könne. Die Kita lag über eine Stunde Fahrtzeit entfernt und als ich fragte, wann ich denn da sein soll, kam die Gegenfrage: „Wann kannst du denn da sein?“
Ich verstehe wirklich, dass das alles manchmal kurzfristig geht, aber es hat mich so sehr gestresst. Ich habe Vorerkrankungen und ich hatte an diesem Tag ohnehin schon Kreislaufprobleme, sodass ich mich dann krank melden musste, weil ich es gesundheitlich und organisatorisch nicht so schnell schaffte.

Gestern kam dann noch die Krönung: Ich hatte ein Kennenlerntreffen in einer Jugendhilfeeinrichtung und wollte dem Ganzen eine Chance geben. Vorher bekam ich die Info, dass es sich um männliche Jugendliche handelt, die in Gefährdungssituationen sind oder selbst gefährdend handeln. Stellte sich raus, dass es sich um eine Clearingstelle für delinquente und kriminelle männliche Jugendliche handelt. Ich möchte nicht näher darauf eingehen, aber es sind vielleicht die intensivsten Aufgaben, die man sich in der Jugendhilfe überhaupt vorstellen kann. Das Gespräch dort war super interessant und angenehm, aber ich habe bisher nur in der Krippe und im Elementarbereich gearbeitet und zusätzlich sehe ich mich der Aufgabe überhaupt nicht gewachsen. Das habe ich dann auch so mitgeteilt.

Jetzt sitze ich wieder zu Hause und fühle mich gestresst, weil ich darauf warte, dass mein Telefon klingelt und ich wie die Feuerwehr irgendwohin fahren soll. Zudem frage ich mich, ob ich zu wählerisch bin oder zu Unrecht davon ausgegangen bin, dass sie passendere Einsätze für mich finden.

Außerdem ist es super schwierig für mich, mein Leben zu planen, weil ich ja nie weiß, wie meine Arbeitszeiten sind. Ich habe regelmäßige Arzttermine, die etwas Vorlauf benötigen und auch mein Sozialleben leidet unter dieser Unsicherheit.

Jetzt endlich zu meinen Fragen. :D Mich plagen vor allem zwei Dinge:

  1. Die Ankündigungsfrist: Ich finde weder in meinem Arbeitsvertrag, noch in den Tarifverträgen für die Zeitarbeit Angaben dazu, wie lange die Ankündigungsfrist eines neuen Einsatzes zu sein hat. In der Arbeit auf Abruf scheint es eine 4-Tages-Regel zu geben, aber die gilt wohl nicht automatisch für die Zeitarbeit. Meine Empfindung ist, dass ich einen Einsatz dann antreten könnte, wenn er mir zumindest am Vortag angekündigt wird. Hat jemand dazu eine passende Regelung in den gängigen Tarifverträgen oder eigene Erfahrungswerte?
  2. Die Art der Einsätze: Das ist jetzt natürlich mehr Spekulation, aber was ist denn da los? Haben die einfach keine passenden Einsätze für mich oder wollen sie mich möglicherweise etwas hinhalten oder sogar testen? Ich bin mittlerweile etwas verwirrt. :D

Ich danke euch schonmal fürs Lesen dieses Brockens und freue mich auf den Austausch. 🌻

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u/Tiny_Recognition8956 — 2 months ago