u/Typical-Frosting-319

▲ 0 r/bremen

Was ist die Ursache (root cause) an Bremens Problemen?

Bremen ist gleichzeitig:
- ärmstes, kriminellstes und bildungsschwächstes Bundesland. Von 16 Bundesländer das Schlusslicht. Wenn jemand in anderen Teilen Deutschlands einen dummen Kommentar abgibt, wird manchmal gesagt "Hast du dein Abi in Bremen gemacht?"

Selbst wenn man berücksichtigt, dass ein Stadtstaat Länderaufgaben übernimmt und dadurch viel mehr Schulden hat, ist Bremen hinter Berlin und Hamburg. Und auch wenn man Bremen aufteilt und nur die Hansestadt beachtet, ist es die kriminellste Stadt pro Kopf.

- Schaut man nach den Ursachen wird der Rückgang des Hafens und der Schwerindustrie als Grund genannt. Aber einen industriellen Rückgang hatte Deutschland überall erlebt und trotzdem gibt es reiche Städte, die das erlebt hatten wie Düsseldorf zum Beispiel. Auch der Hafen kann nicht Hauptursache sein. In Belgien und den Niederlanden gibt es so viele inländische Häfen die extrem gut laufen, schließlich ist der Welthandel explodiert. Und Bremen hat sogar ein niedrigeres Lohnniveau als Belgien/NL und Deutschland das Zielland der China Exporte. D.h. es wäre einfach nur sinnvoll Bremen als Hafen anzusteuern. Bremen müsste in Geld schwimmen. Es sei denn die größen Pötte passen hier nicht rein, aber da könnte man den Hafen erweitern, so wie es unsere Nachbarn gemacht haben.

- Als Staatstaat hat Bremen die Möglichkeit schnell Entscheidungen zu treffen und umzusetzen. Ein kleiner Stadtrat, Ministerien, die nicht über hunderte Kilometer verteilt sind. Es ist wie bei Unternehmen, je kleiner, desto schneller Entscheidungen.

- Und Bremen kriegt von Finanzausgleich über 1100€ pro Einwohner. Das ist knapp doppelt so hoch wie für Berlin. Über 700 mio. € verballert Bremen, dass in anderen Bundesländern erwirtschaftet wird. Eine dreiviertel mrd jedes Jahr und trotzdem Armut in wesentlichen Stadtteilen wie in den 4 Bremen Stadteilen in Bremen Nord, aber auch in Bremen Ost, Bremen Ostertor

- Bremen war nicht mal Teil der DDR. Berlin wird bist heute von Ostberlin belastet. Das ist aber nicht der Fall.

- Dann sehe ich überall viel mehr Engagement für arme Menschen in Bremen. Aber statt dass es den Menschen gut geht, ist die Armut hier am größten. Wenn man in der Staat ist, alle 10 Meter ein Bettler. So viele Bettler habe ich nirgends in Deutschland gesehen. Irgendwas stimmt hier nicht. Es gibt einfach Security an Discountern.

Also ganz ehrlich, ich weiß nicht, woran das liegt. Bremen hat sogar Unternehmen die Weltmarktführer sind Airbus, Rheinmetall, ArcelorMittal, TKMS usw. -
Also daran liegt es nicht.

Bremen hat eine sehr nette, offene Menschen. Aber wenn wir das auskapseln, dann ist es crazy wie schlecht Bremen ist. Und Drogen und Müll habe ich gar nicht erwähnt. Das Drogenproblem ist ja durch Crack das vor wenigen Jahren nach Bremen kam viel schlimmer geworden. Die Probleme Bremens liegen aber Jahrzehnte zurück.

Wer kennt sich wirklich aus? Am Hafen und Industrie kann es nicht liegen. Kennt jemanden, der sich wirklich auskennt? Einen Heimathistoriker zum Beispiel?

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u/Typical-Frosting-319 — 3 days ago

Das Altersvorsorgedepot soll erstmal ein paar Jahre laufen

as Altersvorsorgedepot hört sich super an.
Aber schaut mal welche Förderungen es in der Vergangenheit gab und was aus ihnen wurde:

- Baukindergeld. Familien sollten sich eine Immobilien leichter leisten können. 1200€ pro Kind und Jahr. Nach nicht mal 4 Jahren eingestampft. Gab keinen Aufschrei.

- Kfw Wohnförderungen. Übernacht wurde das EH55-Stopp in 2022 gestoppt, weil ein grüner Minister entschied, dass EH55 nicht ausreicht. Zehntausende Menschen konnten ihren Traum nicht realisieren, weil die Anforderungen realitätsfremd wurden. KfW-40-QNG-Standard bei gleichzeitig maximal durchschnittlichem Gehalt. Und dann große Augen, dass nicht mal 100 Familien das nutzen konnte, weil der Standard so hoch war, dass es keine Immobilien gab, die das erfüllten, und wenn, dann kosteten die direkt eine halbe Mio.

- Einspeisevergütung Solarenergie: Wird abgeschafft

Es ist immer das gleiche:

Fördermittel werden gefeiert, gute Konditionen werden versprochen -> Nachfrage steigt und damit die Kosten für den Staat teurer als gedacht -> Regeln werden verschärft, Berechtigungskreis gekürzt oder ganz abgeschafft.

Und gerade weil das ALV in seiner Ausgestaltung einmalig ist, ist es komplex, zusammen mit dem deutschen Regulierungswahn entsteht eine Komplexität, die zu hohen Kosten und rechtlichen Fragen führt.

Allein wegen der Zulagen könnten dem Staat Kosten von bis zu 15 Mrd jährlich entstehen. Nochmal: Es ist kein 401k, was super simpel ist. Bei der aktuellen Haushaltslage ist das richtig schwierig zu finanzieren..

Daher bin ich erstmal vorsichtig optimistisch. Der Staat muss erstmal liefern. Und wir müssen weiter daran denken, dass es Gegner gibt: Zum einen die Versicherungsbranche. Zum anderen Linke, die meinen aufgrund der fehlenden Garantie wird mit der Rente gezockt.

Aktuell scheitert die Regierung an einfachsten Förderungen. Schaut euch an die 1000€ steuerfreie Prämie vom letzten Monat: Bundestag stimmt dafür, Bundesrat dagegen. Es kam also nicht mal durch, beworben und gefeiert wurde es trotzdem. Die einzige Entlastung durch die Energiekrise sind 17 Cent weniger Energiesteuer auf Sprit. Dabei wurde wochenlang getagt.

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u/Typical-Frosting-319 — 3 days ago

Wenn ihr euch auf reddit mit jemanden über etwas argumentativ streitet, gebt ihr dann zu, dass die Person euch überzeugt hat? Ich sehe nämlich nie, dass jemand schreibt "stimmt, hast mich überzeugt"

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u/Typical-Frosting-319 — 4 days ago
▲ 0 r/bremen

Warum sind Cafes in Bremen so teuer?

Mir ist in Bremen aufgefallen, dass es zwar wirklich viele Cafés gibt, diese aber preislich überraschend hoch liegen.

Mit „teuer“ meine ich hier: teurer als in vergleichbaren Städten. Ein kleiner Cappuccino kostet oft schon 3,90 € oder mehr und am Freitag habe ich sogar 4,70 € bezahlt, was dann wohl eher die Ausnahme nach oben ist, weil es es gegenüber vom Hbf war und so eine Art. Dann rundet man ja oft auch noch auf und dann zahlt man 4 bis 5€ für einen Kaffee. Das macht einen nicht direkt pleite, aber läppert sich im Jahr. Ich habe auch keine Stempelkarten gesehen, wo man als Stammkunde nochmal spart.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass Bremen preislich eher auf dem Niveau von Städten wie Berlin oder Köln liegt. Dort zahlt man für einen Cappuccino meist etwa 2,80 bis 3,50 €, mit gelegentlichen Ausreißern nach oben.

Um ehrlich zu sein, hätte ich sogar erwartet, dass Cafes noch günstiger sind, schließlich sind die Mieten in Bremen sehr viel niedriger als in Berlin oder Köln, die Kaufkraft ist im Schnitt deutlich niedriger (Bremen ist eines der ärmsten Großstädte), und historisch ist die Stadt ja auch stark vom Handel geprägt. Dazu kommt noch, dass mit Jacobs sogar ein bekanntes Kaffeeunternehmen aus Bremen stammt. In den Niederlanden, die ein höheres Preisniveau haben, ist Kaffee und damit auch Cafes super günstig, weil sie diese alten Handeslrouten haben und Kaffee schon früher direkt importierten und nicht von Zwischenhändlern bezogen. Dann ist mir auch noch aufgefallen, dass einige Cafes das Geld direkt in die Kasse tun ohne etwas einzutippen.

Ist das eine Marktlücke? Loht es sich ein günstiges und gutes Cafe im Viertel aufzumachen?

Edit: Weil viele ja meinen, Kaffee ist in Bremen nicht teurer. Hier eine Statistik: Der Kaffee-Index: In diesen deutschen Städten sind beliebte Kaffeespezialitäten am teuersten | Coffee Friend

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u/Typical-Frosting-319 — 5 days ago

Perspektivwechsel: Was sind das für Frauen, die auf Dating Apps keinen Erfolg haben?

Ich lese immer nur auf reddit, dass man als Normalo keine Chance auf Dating Apps hat. Das kenne ich aus aus dem Studium: Durchschnittlich gutaussehende Frauen haben hunderte bis tausende Likes aus ganz Deutschland.

Und ich kenne auch wie notgeil einige Männer sind. Zwar nur aus der Disco, aber wenn die horny waren haben sie Frauen abgeschleppt, die sie nicht hübsch fanden. Sprüche wie "von hinten sehen die eh alle gleich aus" habe ich gehört.

Gleichzeitig treffe ich manchmal Frauen, die erzählen, dass sie Tinder und Co. ausprobiert haben und es aber nicht gut finden und aufgehört haben.

Kann mal jemand das für mich übersetzen? Heißt das, sie hatten keine Matches oder, dass sie keinen für sich attraktiven Mann fanden, oder dass sie ziemlich viel Sex hatten, aber keiner der Männer wollte sich binden?

Mich würden wirklich die Antworten interessieren, die solche Frauen kennen. Theorien warum es so ist, habe ich ja selbst.

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u/Typical-Frosting-319 — 6 days ago

Wo sind die ganzen Menschen mit dem Vornamen Kevin hin?

Kevin ist einer beliebter Vorname für Menschen, die zwischen 1985-1995 geboren wurden.

Dann wurde der Name Kevin sehr unbeliebt und cliquebehaftet. Das ist aber schon einige Jahre her.

Aber ich habe seit Jahren keinen Kevin getroffen.

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u/Typical-Frosting-319 — 6 days ago
▲ 141 r/Finanzen

Hat Gerd Kommer komplett seine Meinung geändert?

Wer länger als 10 Jahren in ETFs investiert, kennt sehr wahrscheinlich Gerd Kommer. Ein absoluter Wegbereiter für ETFs in Deutschland. Er gilt zu Recht als Top Experte für ETFs. Und ich habe ihn eine lange Zeit verfolgt, dann aber aus den Augen verloren.

Letztens habe ich einen Podcast gehört, wo er Positionen vertrat, denen er früher vehement entgegenstand.

Zum einen: Gold. Jetzt investiert oder empfiehlt er Gold. Früher war seine Haltung, dass Gold keinen inneren Wert hat und daher nicht bewertet werden kann. Und dass Gold daher wie eine Spektulation ist.

Weiter: Unternehmensanleihen. Jetzt findet er sie gut. Früher hieß es, dass man ein großes Risiko hat (Totalverlust) bei einer begrenzten Upside (Zinscoupon). Bei Aktien hingegen ist die potenzielle Rendite ungedecket.

Dann: MSCI World nach BIP gewichten. Er hatte immer wieder gesagt, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Aktienkursen einer Volkswirtschaft und ihrer Wirtschaftskraft gäbe. Dabei verglich er immer China, Deutschland und USA. Die alles starke Volkswirtschaften sind, aber die Aktienrenditen komplett unterschiedlich.

Im Podcast hat er seinen Meinungswechsel so begründet, dass er dazugelernt hat und das ein gutes Zeichen ist. Er verglich es mit der Medizin, wo man nicht auf dem Stand von 1990 hängen bleibt, sondern sie immer weiter voranschreitet.

Ich finde es gut, dass er seine Meinung ändert, dennoch fühlt es sich bisschen komisch an, weil ich seine Begründungen von heute nicht teilen kann; und seine alten Begründungen und Strategien von mir übernommen wurden.

Vorab der Hinweis: Ich weiß, dass er ein eigenes Weltporfolio vermarket

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u/Typical-Frosting-319 — 8 days ago
▲ 0 r/bremen

Wie problemlos an Sex rankommen

Hi,

ich bin w und nicht mehr jüngste (35). Bin wegen einem Job nach Bremen gezogen und an sich sind die Leute hier ziemlich offen und nett.

Ich habe durch eine Trennung erstmal keinen Bock auf eine Beziehung, aber trotzdem das Bedürfnis nach körperlicher Nähe, sofern die Sympathie passt.

Mit Apps habe ich schlechte Erfahrungen gemacht.

Was sind die Orte in Bremen um Leute für einen ONS etc. kennenzulernen? Am besten, wenn Sex nicht im Vordergrund steht, aber dennoch implizit mitschwingt, sodass es auch schnell geht. Daher sind Swingerclubs etc. raus.

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u/Typical-Frosting-319 — 8 days ago

In Deutschen Großkonzernen arbeitet niemand

Ich bin jetzt nach 15 Jahren Berufserfahrungen und vielen beruflichen Stationen in verschiedenen Branchen immer für verschiedenste Unternehmen tätig gewesen.

Was fällt auf? In Deutschland, in den Zentralen verwalten sich die Mitarbeiter alle selbst. Es wurden extrem lange Prozesse geschaffen mit Blick auf maximale Sicherheit und Harmonie. Keiner entscheidet da etwas. Die Mitarbeiter stimmen sich nur ab. Und die Prozesse werden nie schlanker gemacht. Dann die Führungskräfte: Die Führungskraft der 1. Ebene berichtet nur an ihren eigenen Chef. Dann hat die Person auch noch einen wöchentliche Führungskräfterunde und natürlich einen Termin mit jedem einzelnen Mitarbeiter. Und dann sind schon 20 Stunden in der Woche mit Abstimmungen geblockt, die ohne Agenda einfach als Standardtermin drin sind. Außerdem gibt es viele Abteilungen, die nur Zahlen erheben, planen und berichten.

Die Folge: Die Produktivität ist sehr niedrig. Weil niemand den Kunden, das Produkt oder Ergebnis, sondern nur den Prozess im Blick hat. Das ist auch ein deutsches Ding. Ein etablierter Prozess wird nicht hinterfragt, es wird gemacht. Wenn jemand eine neue Idee hat, wird er nicht gelobt, sondern der, der sagt, die Idee könnte gegen die unternehmenseigene Regeln 2049 verstoßen, wird gelobt. Die Unternehmen stellen Menschen von der Uni ein, die 5 Jahre sich auf ein Thema spezialisiert haben und dann lassen sie die Mitarbeiter nicht entscheiden, sondern es wird vom Management entschieden, die gar nicht den Einblick haben. Die FK sagen dann auch, stimm dich mit der Abteilung XY ab. Dann wird ein Termin von mindestens 30 Minuten eingestellt, ist aber nach 15 Minuten alles gesagt, werden die letzten 15 Minuten in die Länge gezogen. Menschen, die das Meeting dann mittendrin abbrechen, werden wie Rebellen angeschaut.

Dann werden überall Zahlen einfach aus Prinzip erhoben und geplant. Ohne Mehrwert. Es gibt 1000 verschiedene Berichte, die alle ans Management gehen. Aber die meisten werden vermutlich gar nicht gelesen oder vorgestellt.

Naja, das alles ging lange gut. Aber das Ausland hat massiv aufgeholt und produziert teilweise auf dem gleichen Niveau wie Deutschland. So werden die anspruchsvollsten und teuersten Autos aus dem VW Konzern in Osteuropa gebaut, selbst die, die für den deutschen Markt bestimmt sind.

Wenn die Autos aber hier gebaut werden, dann beschweren sich die Menschen, dass VW so teuer ist und Hyundai oder direkt BYD so viel günstiger ist. Gleichzeitig wollen sie aber selbst hohe Löhne und keine südkoreanischen und erst recht keine chinesischen Löhne verdienen.

Um dann wettbewerbsfähig zu sein, wandert die Industrie ins Ausland und andere Unternehmen machen komplett zu.

Gute Gehälter kann man zahlen, dann muss aber die Produktivität passen. Das tun die US Tech Unternehmen. Die zahlen die höchsten Gehälter in der Republik, erwarten aber auch Performance und trimmen alles auf Ergebnisse.

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u/Typical-Frosting-319 — 8 days ago
▲ 166 r/Finanzen

Reddit Psychose

Hallo,

ich will hier auf etwas aufmerksam machen, was mir auf reddit aufgefallen ist.

Einerseits wird hier immer wieder von "den Boomern" gesprochen, die so reich seien und ihre Immobilien so extrem hochbewertet sind, und sie diese früher für den Preis eines Apfels gekauft hätten.

Andererseits wird hier über das Erben abgelästert. Selbst absolute Top Verdiener mit 150.000€ Gehalt sagen, dass sie nie so reich werden wie ihr Mindestlohn Kollege, der was geerbt hat. Das jammern ist unerträglich. Leute mit Netto > 5.000€ heulen hier rum, weil Spargel wieder teurer geworden ist.

Beides stimmt für sich betrachtet. Ersteres ist kann statistisch eingesehen werden. Die Boomer haben sehr viel Vermögen als jüngere Generationen. Und natürlich ist ein hohes Erbe für den Vermögensaufbau ausschlaggebender als hohes Gehalt ohne Erbe.

Aber, wenn man beides zusammenführt, entsteht ein Widerspruch.
Wie kann es sein, dass die Boomer so reich sind (nicht einzelne Boomer, sondern es wird immer von den Boomern als Generation geschrieben), andererseits erbt hier niemand was. Das geht nicht auf. Die Boomer sind schließlich keine fremde Spezies, sondern sind die Eltern unsere Eltern.

Und natürlich zeigt die Statistik auch, wie die Wahrheit aussieht. Reich sind die Boomer nur durch ihr Eigenheim, nicht durch Aktieninvest geworden. Und nur ca. 50% haben überhaupt Wohneigentum. Dann gilt natürlich, dass die Immobilie in einer teuren Gegend sein muss und nicht in der Pampa.

Und so ist erkennbar, dass es sich bei dem Thema um die typische Kreiswichs reddit Psychose handelt, wo gegen einen Strohmann gekämpft wird. Das ist umso mehr erkennbar, dass niemand seine Eltern kritisiert, dass sie damals bei 8% Zinsen kein EFH gekauft haben. Nein. Man kritisiert auf reddit immer nur die Boomer, die in ihrem viel zu großen EFH in München wohnen, ohne zu wissen, dass diese dafür hohe Risiken eingegangen sind und 30 Jahre nur Urlaub in Deutschland gemacht haben.

Für mich viel relevanter ist dann auch noch, dass bei der Betrachtung der Lebenserwartung erst was erbt, wenn man selbst 60 Jahre alt ist. Das ist viel zu spät.

Und so sind es wieder anekdotische Einzelfälle wo Menschen mit 20 Jahren ein EFH/MFH in einer A+ Stadt geerbt haben. Immer ein Freund, eines Freundes, der jemanden kennt. Die Statistik zeigt, dass es aber Ausnahmen sind.

Vielleicht werden wir selbst mal reich, weil wir mit 20 in ETFs investieren. Was dann aber niemand sieht, sind die Risiken/die Anti-Haltung anderer Menschen. Die Rendite bei uns, ist die Ernte für unseren Mut, genauso wie es bei den Boomern der Kauf einer Immobilie war, als es keiner wollte.

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u/Typical-Frosting-319 — 9 days ago
▲ 0 r/recht

KI übernimmt den Job als Anwalt

Hallo,

ich habe mich mit einem Studienfreund getroffen bzw. mit der Clique aus dem Studium, mit der ich gewohnt habe. Einer arbeitet bei der Krankenkasse, ein anderer im Einzelhandelsunternehmen und einer ist RA bei einer internationalen Wirtschaftskanzlei arbeitet und er hat gesagt, dass sie seit Neustem mit Claude Legal arbeiten bzw. getestet haben, was jetzt ausgerollt wird.

Einige kennen wahrscheinlich Claude, das aktuell als das beste LLM gilt und sich auf Businesskunden fokussiert. Er erzählte, dass sie zwar offiziell Claude zur Recherche nutzen, da es auch an den klassischen Datenbanken angeknüpft sind usw. Aber er sagt, dass immer mehr Kollegen ganze Texte von Claude verfassen lassen und nur noch drüber lesen und stellenweise anpassen. Es aber verheimlichen, weil offiziell ist es nur eines von vielen Recherchetools und man verdient ja keine 100.000+ , wenn die Arbeit die Software macht.

Er sagt, dass er erschreckt ist, wie gut die KI mittlerweile ist. Noch vor 1 Jahr haben die bereits KI getestet, das war aber sehr schlecht. Jetzt ist es aber anders. Er sagt, manchmal reicht es auch nur die Unterlagen hochzuladen und als Prompt Prüfung nach XYZ einzugeben und die KI übernimmt das. Also er weiß schon, welcher Paragraph in Frage kommt, die Prüfung und Argumentation kommt dann von der KI. Er hatte auch noch erzählt, dass am Anfang erkennbar war, dass der Autor KI war. Er hat dann aber seine selbst verfassten Texte hochgeladen und Claude geschrieben, seinen Textstil zu analysieren und als Default zu speichern.

Er sagte auch, dass es ab der 2. Jahreshälfte zum ersten Mal seit 2008 einen Einstellungsstopp geben wird, weil die Recherche und Analyse usw., die bisher Associates machen, jetzt Claude macht (für ca. 100 USD im Monat, wahrscheinlich günstiger). Extrem stark sei die KI beim Vergleich verschiedener Rechtsordnungen, etwas was nur die besten Juristen gemacht haben, also die mit Staatsexamen und LLM aus dem Ausland. Aber der Vogel wird bei Due Diligence abgeschossen. In kürzester Zeit können riesige Mengen von Dokumenten analysiert werden. Etwas was vorher ein Team eine Woche brauchte, kann jetzt mit der KI in unter 1 Stunde gemacht werden. Man muss nur aufpassen, dass die KI seine eigene Meinung nicht zu sehr bestätigt. Also die KI ist noch zu scheu offen zu widersprechen. Dafür muss man den in den Einstellung aber einen Prompt hinterlegen wie "sei kritisch".

Das was die KI aber nicht kann (komischerweise) ist die erstellten Unterlagen schön in eine Powerpoint Präsentation zu überführen. Da passieren viele Fehler. Irgendwie lustig, dass das einfachste nicht geht, das schwierigste aber ohne Probleme. Und er meinte, dass die Arbeit nervt, weil er den ganzen Tag mit kopieren und einfügen von Text beschäftigt ist. Er hat sich eine Gaming Maus mit Tasten geholt wo die Tasten mit STRG + C/V belegt sind.
Ich kann mich noch erinnern, wie er noch vor 3 Jahren davon sprach, wie gut der Jobmarkt ist und das sie mittlerweile auch einstellen, wenn kein Prädikatsexamen vorliegt. Und jetzt stellen die bis auf Führungskräfte aus der Konkurrenz niemanden ein.

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u/Typical-Frosting-319 — 10 days ago
▲ 119 r/medizin

Es braut sich was zusammen

Hallo,

ich habe mich mit einem Studienfreund getroffen, der Manager bei einer der gesetzlichen Krankenkasse ist. Er berichtete, dass aktuell die Zahl der Versichertenbeschwerden extrem zunimmt, die über ePA- oder App Diagnosen und Abrechnungsdaten einsehen und dabei auf angeblich nie kommunizierte Diagnosen vom niedergelassenen Hausarzt stoßen (vor allem werden chronische psychische Erkranken als angeblich unkommuniziert berichtet).

Auffällig ist dabei weniger der Einzelfall, sondern die Häufung solcher Rückfragen über verschiedene Praxen hinweg. Intern wird das offenbar zunehmend als Prüf- und Steuerungsthema behandelt und hat Top Management Attention, weil die bisherigen Dimensionen gesprengt werden.

Ich habe auch mal auf reddit von sowas gelesen, dachte aber bisher, dass das entweder Fehler oder Einzelfälle sind und nicht so extrem verbreitet ist.

Bei der Krankenkasse steht dabei die Frage, ob die erhöhte Transparenz durch ePA und Abrechnungsportale dazu führt, dass Abrechnungsbetrug bzw. vorsätzliche Falschkodierung in größerem Umfang auffällt als bislang in Prüfstatistiken abgebildet. Es wird auch diskutiert, wie die Konsequenzen sind. Von der Anzeige von besonders schwerem Betrug bis hin zur Platzierung der Auffälligkeiten beim GKV-Spitzenverband ist die Rede. Er meinte, dass einige Praxen so viel falsch codierten, dass sie dafür "locker paar Jahre Knast" bekommen würden. Natürlich nur, wenn schwerer Betrug nachgewiesen werden kann.

Ich könnte mir vorstellen, dass das Thema vor dem Hintergrund des Kostendrucks, den die Krankenkassen ausgesetzt sind, an Relevanz gewinnt.

Das Thema ist aber noch ergebnisoffen und gerade die Nachweisführung der Betrugsabsicht ist eine Herausforderung.

Was meint ihr, ist Abrechnungsbetrug so weit verbreitet in der hausärztlichen Betreuung oder ist das gerade nur der Eindruck durch ePA- und App-Einsicht?

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u/Typical-Frosting-319 — 10 days ago
▲ 15 r/bremen

Der Mietmarkt ist eine Katastrophe, aber auch teilweise wegen einigen Mietern

In Bremen (außerhalb von Bremen Nord) gibt es auf Immoscout ca. 300 Mietwohnen, die inseriert sind. Davon sind 80 also jede Vierte Wohnung eine Tauschwohnung.

Damit wollen sich Mieter einer günstigen Wohnung ein neue günstige Wohnung absichern.
Was grundsätzlich verständlich ist, führt zu vielen Problemen. Denn zum einen sind alle ohne Wohnung erstmal außen vor. Pech gehabt.

Dann sind die Ansprüche auch sehr hoch. Nicht nur die neue Tauschwohnung muss unter dem Marktspiegel liegen. Nein, sie muss auch noch super ausgestattet sein. Balkon, Küche, ein guter Schnitt, hell sein. Dadurch fallen dann wieder viele raus.

Die Tauschmieter werden hier Stück weit hinsichtlich der Verhandlungsposition zum Vermieter und möchten, dass ihnen aus der Wahl alternativer Wohnungen das Beste proaktiv angeboten wird. Die allermeisten, die eine Wohnung haben fallen aber wegen des Preises raus. Die Miete muss natürlich super günstig sein. Eine Wohnung zum Marktpreis? Nein, danke. Die Wohnung muss in 2026 den Mietpreis von 2010 haben.

Wenn man dann weiter in die Inserate geht, sieht man folgendes:
- Die meisten Tauschwohnungen sind kleine Wohnungen und jemand zieht aus, der eine größere will
- oder jemand zieht in eine weitaus attraktivere Stadt wie Hamburg oder Berlin und will so eine Wohnung von jemanden, der aus dieser attraktiven Stadt in die Stadt Bremen zieht.

Warum ist das schwierig?
- Vergrößern wollen sich viele, verkleinern aber nur wenige
- Die Mieter, die nach Hamburg/Berlin etc. ziehen sind weit aus mehr als umgekehrt.

Und es mag zwar Fälle geben, wo Tauschwohnungen klappen. Aber es ist mehr eine Theorie, die der Praxis nicht standhält. Die wenigsten werden darüber eine neue Wohnung finden. Bei dem Ausmaß, dass es in Bremen jetzt annimmt, ist das völlig absurd. Und es bleibt natürlich auch ein Faktor, der in der Rechnung nicht drin ist: Der Vermieter. Du magst zwar günstig wohnen, und dein Vermieter ist mit der Nachmietersuche einverstanden. Aber das heißt nicht, dass der Vermieter nicht die Miete für den Nachmieter massiv erhöht (und sich nicht an die Mietpreisbremse hält).

Und so bleibt am Ende, die Gruppe unsolidarischer Mieter, die Tauschwohnungen anbieten und es damit anderen schwer machen. Aus einer Wohnung, die dem Markt zur Verfügung stehen sollte, machen sie eine Wohnung, die nur wenigen, die bereits günstig wohnen, verfügbar ist, Damit verschärfen wir das Problem des bezahlbaren Wohnraums. Die Wahrscheinlichkeit eine bezahlbare Wohnung zu bekommen, sinken massiv. Nicht durch gierige Vermieter, sondern Mietern, die das Recht auf günstigen Wohnraum für sich beanspruchen.

Ich finde so ein Verhalten sollte outgecallt werden.

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u/Typical-Frosting-319 — 10 days ago

Es wird in den nächsten 3 Jahren nicht besser

Hallo,

normalerweise hat die Opposition die Aufgabe die Regierung zu kontrollieren. Das kann sie, indem sie wichtige Vorhaben dadurch blockieren kann, indem sie dagegen stimmt. Das geht in der Regel aber nur, wenn für das Vorhaben / Gesetz eine Mehrheit notwendig ist, und die Regierungsparteien nicht genug Stimmen haben für die Mehrheit. Eigentlich ist sowas ziemlich selten und man nennt es Minderheitsregierung. Es ist auch gut so, denn die Regierung muss auch regieren können.

Was wir aber mit der aktuellen Regierung erleben, ist einfach nur verrückt. Die Regierung blockiert sich selbst.

Merz will Steuererleichterungen für alle.
Die SPD will Steuererleichterungen nur für Gering- und bis Normalverdiener. Gutverdiener oder Spitzenverdiener sollen dafür mehr zahlen.
Merz ist das nicht akzeptabel.
Was passiert: Gar nichts. Und damit auch keine Steuererleichterungen für Normalverdiener. Und falls doch, dann wird gleichzeitig der Beitragssatz für KK, RV, PV erhöht. Übrig bleibt dann wieder keine Entlastung.

Genau dieser Mechanismus wird uns noch weiter begleitet. Zusammen mit dem Problem der Finanzierbarkeit.

Gleichzeitig wird niemand Neuwahlen wollen, daher wird die Vertrauensfrage auch nicht gestellt. Die Regierung ist aber erst 1 Jahr im Amt, 3 weitere Folgen.

Jetzt stellt euch vor, die Weltwirtschaft geht es relativ gut (China schwächelt etwas, aber die EU-Länder bis auf Deutschland wachsen massiv und die USA durch KI-Invest auch noch). Aber sobald die Weltwirtschaft abkühlt, egal ob durch nachlassende KI-Infrastrukturinvestments oder durch zu hohe Rohölpreise) wird es in Deutschland erst recht schlecht aussehen, weil wir immer noch ein Exportland sind.

Und genau das alles zusammen ist ein Cocktail, den man nicht trinken kann, aber auch nicht stehen lassen kann. Wir sind einfach in einer Patt-Situation. Und Gehaltserhöhungen wird es in der Situation auch wenig geben.

Und dieses ganze "Ich wandere aus" sehe ich ehrlich gesagt nicht. Es ist nicht so, dass die Schweizer oder Norweger auf uns warten. Die Hürden sind hoch und da gibt es echt viele andere Nachteile.

Ich hoffe die Regierung reißt sich zusammen. Denn es fehlt nur der politische Wille. Und die Alternative zur aktuellen Regierung will niemand. Daher hoffe ich, dass bei den Gesprächen von gestern, die Politiker jetzt mal mit einer Lösung rausrücken. Denn nicht alles ist schlecht. Das Altersvorsorgedepot, wenn es wirklich so kommt, ist eine große Verbesserung und eine Entlastung.

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u/Typical-Frosting-319 — 10 days ago
▲ 339 r/Finanzen

Warum das klassische Vollzeit-Angestelltenmodell für viele Gutverdiener zunehmend unattraktiv wird

Mir fällt immer stärker auf, dass sich das klassische Vollzeit-Angestelltenmodell für viele Gutverdiener bzw. die obere Mittelschicht in Deutschland zunehmend weniger attraktiv anfühlt.
Hinweis: obere Mittelschicht ist hier definiert als irgendwas zwischen 70-120.00€ Jahresbrutto. Also ein Bereich, wo man als Vollzeitmitarbeiter als ITler, Igenieur in einer Westdeutschen statt nach ein paar Jahren Berufserfahrung im Großunternehmen hinkommen kann.

Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung steigen seit Jahren deutlich, gleichzeitig werden die Eckwerte des Einkommensteuertarifs nicht im gleichen Maß angepasst. Dazu kommen steigende Beitragssätze in KV/PV. Besonders stark betrifft das Arbeitnehmer im Bereich zwischen KV- und RV-Beitragsbemessungsgrenze: Dort steigt die Belastung durch Sozialabgaben spürbar, obwohl die zusätzlichen Leistungsansprüche begrenzt sind.

Und genau hier sehe ich den Unterschied zwischen Steuern und Sozialabgaben:
Steuern lassen sich zumindest teilweise gestalten, Sozialabgaben als Arbeitnehmer dagegen kaum.

Dadurch entsteht für mich zunehmend ein fragwürdiger Grenznutzen zusätzlicher Arbeitszeit:
Mehr Brutto führt gerade ab mittelhohem Einkommensbereich oft zu vergleichsweise wenig zusätzlichem Netto.

Deshalb glaube ich inzwischen, dass für manche Hochqualifizierte ein hybrides Modell rational sein kann:

1. Teilzeit-Angestelltenverhältnis

  • qualifizierter Hauptjob mit hohem Stundenlohn
  • z. B. 20 bis 30 Stunden/Woche
  • weiterhin soziale Absicherung über das Angestelltenverhältnis
  • planbares Basiseinkommen

2. Nebentätigkeit als Freiberufler/Selbstständiger

  • projektbasierte Arbeit
  • flexible Zeiteinteilung
  • Möglichkeit, Betriebsausgaben steuerlich geltend zu machen
  • potenziell höhere Skalierung des Stunden- oder Projektlohns
  • vielleicht geht auch Gewerbe, aber da kenne ich mich noch nicht aus

Wichtig: Mir ist klar, dass auch Selbstständige natürlich Einkommensteuer zahlen und dass bestimmte Gruppen (z. B. einige Freiberufler) ebenfalls rentenversicherungspflichtig sein können. Mir geht es eher darum, dass zusätzliche Einkünfte außerhalb eines klassischen Angestelltenverhältnisses oft flexibler strukturiert werden können als reiner Arbeitslohn.

Ich kenne inzwischen mehrere Leute im IT-/Ingenieurbereich, die genau so arbeiten:
Reduzierte Stunden im Hauptjob kombiniert mit projektbezogener Nebentätigkeit. Nicht um „Steuern zu vermeiden“, sondern weil das Verhältnis aus zusätzlichem Aufwand, Flexibilität und Nettoertrag subjektiv attraktiver wirkt als klassische Vollzeit plus Überstunden/Karriereleiter.

Natürlich hat das Modell auch Nachteile:

  • weniger Arbeitnehmer-Sicherheit
  • Akquise-/Ausfallrisiko
  • organisatorischer Aufwand
  • potenziell geringere gesetzliche Rentenansprüche
  • nicht in jedem Beruf realistisch
  • Gefahr der Scheinselbstständigkeit, wenn die Nebentätigkeit faktisch nur ein verlängerter Arbeitgeberarm ist

Trotzdem frage ich mich inzwischen, ob Deutschland langfristig ein Anreizproblem bekommt:
Eigentlich bräuchte man mehr hochqualifizierte Vollzeitarbeit. Gleichzeitig steigt bei vielen Gutverdienern das Gefühl, dass zusätzliche Arbeitszeit finanziell immer weniger attraktiv wird.

Und genau das ist ja die Konsequenz der Politik: Es werden immer mehr Anreize geschaffen, die Vollzeittätigkeit zu verlassen.

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u/Typical-Frosting-319 — 11 days ago

Es wird nicht besser, weil kein Politiker mehr zurücktritt

Wisst ihr noch wie es früher üblich war für relativ kleine Verfehlungen als zurückzutreten? Selbst für Dinge, die nicht direkt mit der Politik zu tun haben?

Beispiel: Ex-Präsident Wulff ist zurückgetreten, weil es etwas bessere Kreditkonditionen bei der Hausbank bekommen hat. Guttenberg ist zurückgetreten, weil seine Doktorarbeit ein Plagiat war und er zudem lange eine Salamitaktik betrieben hat.

Heute passieren viel viel schlimmere Dinge und niemand tritt zurück.
Warum ist das schlecht? Die Politiker wissen, dass sie mit (fast) allem durchkommen. Es macht das Vertrauen in die Politik kaputt und wir werden immer mehr eine Republik, wo jeder nur an sich selbst denkt und nicht mehr an die Gesellschaft als ganzes. Und das wiederum wird sich zeigen im Gehaltsgefüge.

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u/Typical-Frosting-319 — 11 days ago
▲ 67 r/bremen

Und es wird doch kontrolliert

Vor einigen Wochen gab es einen Beitrag, ob Tickets in Bus und Bahn in Bremen kontrolliert werden, weil jemand so lange fährt und nie kontrolliert wurde.

Dann gab es super schlaue, die meinen, dass nie kontrolliert würde und das wegen der steigenden Gewalt auch niemand mehr macht oder die BSAG das auch nicht mehr so verfolgt. Und sowieso würde ja nie vor 8 und am Nachmittag kontrolliert unter der Woche. Ich war fast schon soweit mein Deutschlandticket zu kündigen. Der Tenor war in dem Beitrag auch so, dass man für Bremen eigentlich gar kein Ticket braucht, weil nie kontrolliert wird.

Tja, und wer wurde gestern in der Straßenbahn kontrolliert? Ich.
Ich hatte natürlich ein Ticket. Aber ich war erschreckt zu sehen, wie viele kein Ticket hatten.

Und natürlich hat da nicht ein Jürgen kontrolliert, sondern 5 muskelbepackte Männer im besten Alter sind reingegangen. Das waren mehr Bodybuilder als Mitarbeiter der BSAG.

Das Argument mit der Gewalt und dass sich niemand traut zu kontrollieren ist sowieso unwahr. In Köln zum Beispiel wird die U-Bahn von 20 Männern gleichzeitig kontrolliert. Die Verkehrsbetriebe finden schon einen sicheren Weg.

Also PSA: Holt euch lieber doch ein Ticket.

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u/Typical-Frosting-319 — 12 days ago

Was genau bringen die Anti Afd Post?

Es gibt viele Subs wie r/ichichs in denen die AFD zu Recht durch den Kakao gezogen wird.

Aber die allermeisten die auf reddit sind sind zum einen gegen die Afd und die die dafür sind, lassen sich dadurch ja nicht beeinflussen.

Was genau bringt denn das?

Ich frage weil ich gelesen habe, dass die Afd bei der Sonntagsfrage jetzt die stärkste Kraft ist. Also die beliebteste Partei aktuell. Sonntagsfrage zur Bundestagswahl: AfD liegt bei Sonntagstrend erstmals fünf Prozentpunkte vor der Union | DIE ZEIT

Auch auf der Demo in Hamburg wo gesungen wurde "ganz Hamburg hasst die Afd" dachte ich mir, dass das doch faktisch falsch. Die Afd ist im Stadtrat. Dieses Generalisieren "alle hassen XYZ" ist eine ziemlich leicht durchschaubare Mobbing-Taktik aus der Schulzeit.

Wäre es nicht sinnvoller die Regierungsparteien zu kritisieren, die die Leute zu Afd Wählern macht?

Versteht mich nicht falsch, aber ich kann mich noch vor 10 Jahren erinnern. Da hatte man schon die Afd Wähler beschimpft oder sich über die lustig gemacht, obwohl sie weder im Bundestag noch in den meisten Landtagen drin war. Was hat es gebracht? Die haben bei jeder !!! Wahl mehr Stimmen bekommen und jetzt bin ich geschockt, wenn diese Partei bei der Wahlumfrage mehr Stimmen bekommen als jede andere Partei. Da muss doch mal auffallen, dass der bisherige Weg der Falsch ist. Gegen die Afd und dessen Wähler wurde schon früh gehetzt. Mal seien sie dumm, mal Nazis, mal betrifft sie die Wahlergebnisse gar nicht (weil nur Rentner sie wählen). Und jetzt wählen sogar die ganz Jungen die Afd.

u/Typical-Frosting-319 — 12 days ago

Die Darstellung auf SC ist nicht missverständlich, sondern falsch.

Hallo,

nochmal zum Thema Zinsgutschrift auf dem Tagesgeldkonto:
Es wurde hier gesagt, dass sie missverständlich ist, da der Eindruck einer Doppelbesteuerung entsteht. Dabei ist die Darstellung einfach nur falsch von SC.

Warum?

Also, im Tagesgeldkonto seht ihr eine Zu- und Abflussrechnung. Jeder Beitrag, der auf oder vom TG kommt/geht, wird mit + bzw. - notiert.

Bei der letzten Zinsgutschrift wird, aber der Nettozins gutgeschrieben. Darunter dann der Steuerabzug, obwohl die Zinsgutschrift schon den Steuerabzug enthält.

Also:
Zins: +100€
Steuer: -26€
Klingt man auf die +100 € steht dann (128€ und nochmal Steuern von 28€). Die Differenz bei beiden Steuern ist genau der Soli.

Ist das bei euch auch so?
Kennt jemand seinen TG-Stand vor der Zinsgutschrift und kann bestätigen, dass SC keinen Fehler hat und wirklich nur 1 Mal die Steuern abgezogen hat?

reddit.com
u/Typical-Frosting-319 — 13 days ago