Die Initiative Taktisch Wählen verfolgt ehrenwerte Ziele, macht sich aber über die Konsequenzen danach keine Gedanken.
Ihr habt sicher mitbekommen von der Initiative Taktisch wählen. Die Idee ist, dass mit Leihstimmen dafür gesorgt werden soll, dass in jedem Fall SPD und Grüne ins Parlament kommen, damit die AfD keine absolute Mehrheit bekommt.
Aus meiner Sicht prinzipiell verständlich. Dennoch scheint sich niemand Gedanken drüber zu machen, was dann eigentlich nach der Wahl passiert. Was wäre denn das Ergebnis? Eine von den Linken tolerierte Kenia-Minderheitsregierung?
Da ist doch absehbar was passiert: Man murkst ein halbes Jahr rum, bekommt nichts auf die Kette und hat am Ende die Situation, dass die AfD anbietet, mit der CDU eine Koalition einzugehen, bei der der CDU MP Schulze im Amt bleibt. Zack, haben wir die erste schwarz-blaue (oder eher blau-schwarze) Regierung, die Brandmauer ist passé und weitere Länder werden folgen. Wenn wir Pech haben 2029 der Bund.
Wollen wir das wirklich?!
P.S.: Durchaus denkbar, dass bereits bei der Wahl zum Ministerpräsidenten noch größeres Chaos ausbricht. Ich halte es für nicht unwahrscheinlich, dass es in der CDU Abweichler geben wird, die nicht zusammen mit den Linken stimmen möchten. Da reichen bereits 2 Leute, die stattdessen Ulrich Siegmund wählen und das Chaos ist perfekt.