I, a victim of enshittification, would like to do something about it.

I sell stuff online, from Germany.
Small scale, on the side, more a passion project than a full on business. I’ve been doing this for 6 years.

First eBay screwed me and plenty small businesses to force us get a subscription plan: from plenty of articles without monthly fees, to paying for each one. From 11% on the sale price, to now even paying fees on the shipping costs, since they took over the payment system - by now I pay 15% or more on fees. They started with 5%, many moons ago.

I said: f that s. - I’m going to a different platform (I stayed with very few articles in eBay). Kleinanzeigen.de, which was pretty neat.

Couple of years down the road and a sell to venture capital later, that crap is unusable and expensive af.

From unlimited ads for business users, to 100 a month, then 50, then paid renewals every two months, then 10 and now 2 ads a month. They have the German market cornered and they know it: their fees are so grotesque that they would keep over 10% of my sales and it’s overflown with ads of the most annoying and intrusive kind. And they don’t even offer payment management. So many sellers just left completely, they only kept the large players and those selling expensive crap. Everything is pay to win by now.

So more than a competing platform I spent a lot of time developing a concept of a sort of private nonprofit alternative, as an antidote to Enshittification and a fat middle finger to corporations destroying the internet and beyond. I want to get it going in Germany and then expand across Europe.

Now I need to kick start this project (literally using a German Kickstarter of sorts) and I think I don’t really know how to reach my potential users.

It would be so neat if there was a platform to support exactly this deenshittification initiatives. I’d be all over that.

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u/abi4EU — 10 hours ago

Ein besserer Marktplatz

Hallo zusammen,

Eigentlich habe ich ein kleines Geschäft - ich entwickle und vertreibe ein paar duzen Teile für Oldtimer. Ich bin gut bekannt in der Gemeinde, der Laden ist inzwischen ein Selbstläufer, es macht mir Spaß und ich bin echt voll glücklich damit.

Was mich bisher am meisten genervt hat ist, wie die Onlinemarktplätze, von denen ich abhängig bin, immer wieder ihre Geschäftsbedingungen zum Nachteil der Händler geändert haben - Plattformverfall nennt man das, auch Enshittification.

So haben sich, für meine Bedürfnisse, vor Jahren schon die Bedingungen auf Ebay so verschlechtert, dass ich auf Kleinanzeigen ausgewandert bin. Nach ein paar Jahren dort wurde der Laden an eine dieser „private equity“ Firmen verkauft und jetzt ist es auch dort völlig abartig. Ich war so genervt, dass ich mir eine Webseite plus Shop mit Woocommerce kurzerhand gebastelt habe - obwohl ich das gar nicht wollte und eigentlich gar nicht wusste wie.

Ich habe seitdem sehr über Plattformverfall nachgedacht und diskutiert, und ich denke, es muss eine bessere Lösung geben können. Die gibt es wahrscheinlich nur deswegen nicht, weil jeder, der es will, entweder es nicht kann, oder mit anderen Dingen beschäftigt ist. Und jeder, der es doch angeht, es mit dem einen Ziel macht: möglichst viel daraus zu verdienen.

Durch mein Geschäft kenne ich einige Händler und Dienstleister, die genauso genervt von der Situation sind, und wir haben uns zusammengetan um einen besseren Onlinemarktplatz aufzubauen.

Die Idee ist einfach: nicht noch ein Marktplatz, sondern ein Grundversorger, gemeinnützig geführt und ohne Bereicherungsabsicht.

Kostendeckend geführt, allmählich und ohne Druck wachsend, frei von Investoren, Dividenden und Aktionären, da anfangs völlig schwarmfinanziert (demnächst auf Startnext). Von der Philosophie her näher an einer Genossenschaft als an einem Startup: darin soll mit der Zeit alles erhalten sein, was jemand braucht, um sein Geschäft online zu führen.

Unser Fokus liegt auf Fairness, Sicherheit, Transparenz und Zweckmäßigkeit. Klare Regeln für alle, Schutz für Klienten und Anbieter, Planbarkeit dank stabiler Bedingungen, keine Fallen (nach dem Motto: heute gratis, ab morgen immer teurer, weil du dich schon von uns abhängig gemacht hast). Nur europäische Anbieter, kein Dropshipping, keine Abos oder Pakete mit unfairen Vorteilen, keine Sichtbarkeit gegen Bezahlung.

Uns ist klar, dass es sehr große Anbieter in dem Bereich gibt. Daher wollen wir es jedem möglichst unkompliziert und günstig machen, einfach auch bei uns zu sein. Angebote aus anderen Marktplätzen können mit wenigen Klicks importiert, teilweise in Echtzeit synchronisiert werden. Gebühren gibt es in aller Regel erst bei erfolgten Transaktionen.

Die Funktionalität, die wir von Anfang an dabei haben wollen, ist ziemlich umfangreich. Aber vor allem wollen wir diese nach Bedarf und Rückmeldung der Nutzer erweitern.

Da das Ganze ohne Klienten nichts wird, haben wir extra viel Energie in Funktionalität investiert, die für sie den Marktplatz attraktiv macht - vermutlich werden aber die günstigere Preise, die unsere minimalen Gebühren ermöglichen, schon eine große Motivation sein, bei uns hineinzuschauen.

Mich würde aber interessieren, was Händlern und Dienstleistern hier wichtig wäre, um auch bei uns eure Angebote zu schalten. Was stört euch am meisten, welche Funktionalität vermisst ihr, was ist für euch besonders wichtig?

Für jede Rückmeldung bin ich dankbar!

*Ganz ohne ki ist erstellt.

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u/abi4EU — 4 days ago
▲ 371 r/CollapseOfRussia+2 crossposts

Actual recruitment ad found on vkontakt. I wonder how many actually collect these bonuses? 🤔

u/abi4EU — 1 month ago

Ende der Geschichte zu: Kündigung nach 10 Jahren, Firma schreibt rote Zahlen, 30% Belegschaft geht

Frühere Beiträge:

Original: https://www.reddit.com/r/LegaladviceGerman/comments/1s34tw4/k%C3%BCndigung_nach_10_jahren_firma_schreibt_rote/

Zwischenstand: https://www.reddit.com/r/LegaladviceGerman/comments/1s56rrl/update_zu_k%C3%BCndigung_nach_10_jahren_firma_schreibt/

Hallo zusammen!

ich wollte die Geschichte nicht ohne Ende so stehen lassen.

Zusammenfassung: Firma wollte mich nach 10 Jahren loswerden. Abfindung angeboten, Faktor 0,4. Hier im sub wurde mir erklärt, dass das leider Teil eines dummen Tanzes ist, wodurch man muss. Dass dieses Erstangebot absichtlich so absurd niedrig ist.

Ich habe eine Rechtsanwältin beauftragt, die vom DGB empfohlen kam. Sie hat so unglaublich krasse Forderungen gestellt, dass es mir peinlich war. Ich habe ihr dann aber grünes Licht gegeben, um für mich zu verhandeln.

Am Ende bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis: Abfindung Faktor 1,0 + 4 Monate bezahlte Freistellung, die auch anteilig ausgezahlt wird, wenn ich schnell was finde. Das ist das VIERFACHE vom Erstangebot, unterm Strich.

Krass ist, dass ich mich mit viel weniger zufrieden gegeben hätte, wenn sie mir nicht ein beleidigendes unterirdisches Angebot gemacht hätten.

Und traurig ist: viele meiner Kollegen haben das Erstangebot offensichtlich angenommen! ich bin der letzte der 'Gegangenen', der noch da ist. Das heißt: diese dreiste Erstangebote rentieren sich für die Firmen offensichtlich durchaus, auch wenn zwischendurch jemand mit der vierfachen Abfindung geht.

Jedenfalls euch besten Dank für eure Hinweise, die haben mir enorm geholfen <3

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u/abi4EU — 1 month ago