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▲ 302 r/wandern

2,5 Wochen auf dem lykischen Weg in der Türkei

Hallo zusammen,

ich habe meinen letzten Urlaub genutzt, um das erste Mal in der Türkei Urlaub zu machen. Mit dem Flieger ging es von Hamburg nach Antalya und von dort aus mit dem Bus nach Fethiye. Die Flugpreise sind auch kurzfristig recht günstig und das Flugangebot umfangreich aufgrund der vielen Pauschalreisenden.

Der offizielle Weg geht Ovacık los, ich bin aber zu Fuß von Fethiye aus los gewandert. Von Fethiye aus schlängelt sich der Weg entlang der Küste über ~ 460 km und ~ 20 000 hm bis nach Geyikbayırı bzw. Antalya. Unterwegs kommt man durch viele kleine Bergdörfer, begegnet vielen Ziegen, Schildkröten, Bienen und auch Hunden und Katzen. Toll sind auch die vielen antiken Ruinen z.B. in Xanthos, Patara oder Olympus mit reicher Geschichte geprägt durch Lykier, Griechen, Römer, Byzantiner etc. (u.a. Hadrian war zu Besuch, Brutus führte Krieg, der heilige Nikolaus ist hier geboren und hatte hier seinen Bischofsitz).

Ich habe vor allem wild gecampt, was zwar nicht offiziell erlaubt ist, aber geduldet wird (kein offenes Feuer). Auf OpenStreetMap sind viele gute Plätze verzeichnet, wodurch man die tägliche Planung sehr flexibel gestalten kann. Dazu habe ich vor allem zur Erholung, für vernünftige Duschen und um meine Geräte wieder voll aufzuladen einige Male Stops in Pensionen eingelegt. Die haben mich in der Regel 30-35€ für ein einfaches Einzel bzw. Doppelzimmer gekostet.

Einkaufen kann man immer wieder entlang der Strecke. Größere gut ausgerüstete Supermärkte sind zwar seltener, aber es gibt immer wieder kleine Dorfläden, die das nötigste haben. Außerdem bieten viele in den Dörfern oder neben ihren Ziegenweiden einfache Mahlzeiten und Getränke zu günstigen Preisen an.

Die Menschen waren super gastfreundlich. Ein paar Mal wurde ich trotz Sprachbarrieren von der Straße gerufen und zum Essen eingeladen. In touristischeren Gebieten muss man aber natürlich mit den Preisen aufpassen und ggfs. im Vorhinein verhandeln, um keine unangemessenen Preise zu bezahlen.

Manche Abschnitte des Weges sind sehr trocken. Ich bin den Weg in der zweiten Septemberhälfte gelaufen. Vom Wetter her war das gut. Im Vergleich zu Juli und August ist es schon etwas abgekühlt, aber es reicht immer noch, dass man vor allem an den Küstenabschnitten viel schwitzt und dementsprechend viel trinken muss.

Der Weg ist an sich nicht technisch. Es gibt einige vereinzelte Stellen, an denen man auf jeden Fall die Hände braucht. Weite Teile führen aber über steinige und unebene Pfade, die eine gewisse Trittsicherheit und Aufmerksamkeit erfordern. Wenn man große Angst vor Hunden hat, sollte man den Weg ebenfalls meiden, da sie einem in jeden Dorf freilaufend begegnen.

Die Wegmarkierungen sind teilweise sehr gut und teilweise leider sehr schlecht bzw. nicht vorhanden. GPS ist aus meiner Sicht unerlässlich, wenn man längere Stücke des Weges laufen möchte, ohne verloren zu gehen.

Insgesamt war die Strecke ziemlich leer. Ich bin viele Stunden ohne jede Begegnung gewandert. In der Regel traf ich 5-10 andere Wanderer pro Tag.

u/ken_f — 5 days ago
▲ 750 r/de

Stagnant Germany Considers the Unthinkable: Sunday Shopping

wsj.com
u/ken_f — 3 months ago

HLI, dass die sprichwörtliche Verwendung von "Pampa" auf einer realen Region in Argentinien, Uruguay und Brasilien basiert

Ähnlich zur Walachei (eine Region in Rumänien), Buxtehude (Stadt in Niedersachsen), Timbuktu (Stadt in Mali) etc. als Synonym für abgelegene Regionen und Orte.

Nie darüber nachgedacht, nie mit den Provinzen Argentiniens beschäftigt, bis ich heute beim Geoguessr spielen darüber stieß.

reddit.com
u/ken_f — 3 months ago
▲ 94 r/hitchhiking+1 crossposts

annual truck traffic on European main roads, colored by route distance

While it is only trucks, i think it is still a good start to get an idea on which routes might be easier to use to traverse the continent.

u/ken_f — 4 months ago
▲ 536 r/wandern

Einmal um die Insel - Bornholm Rundt (~120km)

Ich bin letzte Woche recht spontan nach Bornholm gefahren, um einmal um die Insel zu wandern. Angereist bin ich mit dem Zug von Hamburg aus über Kopenhagen nach Køge. Von dort mit der Nachtfähre in 5,5h für 20€ nach Bornholm. Schönerweise gibt es auf der Fähre neben kostenpflichtigen Schlafkabinen auch einen Ruhebereich mit vielen Liegeplätzen.

Aufgrund der guten Wettervorhersage war ich nur mit Tarp bewaffnet und auch ansonsten eher leicht, aber nicht ultraleicht unterwegs. Durch die Shelter-Infrastruktur in Dänemark war die Unterkunftswahl sehr stressfrei und ich hatte sehr schöne und sehr ruhige Schlafplätze (unter der Woche und Ende Mai) direkt am Meer. Verloren gehen wird man auf Bornholm nicht, aber eine (digitale) Karte sollte man trotzdem dabei haben, da der Weg an vielen Stellen nicht allzu üppig ausgeschildert ist.

Das ist auf jeden Fall eine tolle Mehrtagestour, auch für Leute mit weniger Erfahrung: Es ist sehr sicher, die Verpflegung unterwegs ist gut planbar und man hat trotzdem, neben ein paar Straßenabschnitten, viele hübsche, wildere Pfade.

In der Hauptsaison und an den Wochenende wird es wahrscheinlich sehr voll sein, aber ich hatte z.B. auf der südlichen Strecke lange Phasen mit sehr wenigen Begegnungen, trotz des guten Wetters.

u/ken_f — 5 months ago