r/Schreibkunst

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Vorstellung vs. Realität

Kennst du das?

Du siehst den Text schon vor dir: Klar. Präzise. Fließend. Fast poetisch.

Die Gedanken sind da. Du weißt genau, was du sagen willst. Du setzt du dich hin, öffnest das Dokument, fängst an zu tippen und plötzlich passiert etwas Seltsames.

Der erste Satz klingt hölzern. Der zweite zu lang. Der dritte macht das wieder kaputt, was du im zweiten versucht hast zu sagen. Du liest nochmal, streichst, schreibst neu, streichst wieder und so geht das immer und immer weiter.

Was in deinem Kopf ein Kunstwerk war, sieht auf dem Bildschirm aus wie eine Notizzettel-Sammlung nach einer langen Nacht.

Warum?

Weil Gedanken im Kopf keine Form haben. Sie fühlen sich vollständig an, weil wir sie nicht genau betrachten müssen. Erst wenn wir sie in Worte, Absätze und Strukturen fassen, müssen wir ehrlich sein. Und Ehrlichkeit tut manchmal weh.

Der Abstand zwischen Vorstellung und Realität ist kein Fehler. Er ist der Raum, in dem Schreiben wirklich passiert.

Die erste Version ist nicht schlecht. Sie ist notwendig.

Sie ist der Rohdiamant, der poliert werden will. Der Entwurf, der zeigt, wo du eigentlich hinwillst. Der Beweis, dass du angefangen hast und das ist mehr wert, als der perfekte Text, der für immer in deinem Kopf bleibt.

Also fang an zu Schreiben, auch wenn es sich falsch anfühlt. Auch wenn es holprig wirkt oder nicht im Entferntesten dem ähnelt, was du dir vorgestellt hast.

Denn der einzige Text, der niemanden berührt, ist der, der nie geschrieben wurde.

Wie viele Texte schlummern noch in deinem Kopf und warten darauf, endlich auf Papier zu landen?

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u/FlorianPfaender — 3 days ago
▲ 103 r/Schreibkunst+2 crossposts

Auszüge aus meinem Romandebut "Möwen ohne Pommes"

Im Wohnwageninneren riecht es nach vertrockneten Birkenpollen, die sich in kleinen Spinnenweben verfangen haben. Alles muffig von Schweiß, den man nie wieder rausgelüftet bekommt. Säuerlich nach Kellerasseln an Stellen, an denen man nie nachsieht oder auch nur nachsehen könnte und bitterklamm wie feuchtdunkle Orte, die nie richtig trocknen, egal, wie heiß es ist oder wie lange der letzte Regen schon her ist. 

Für viele sind diese Gerüche unverzichtbare Grundnahrungsmittel und ich kann das nachvollziehen. Sie erinnern daran, dass man aus Erde gemacht ist und die Kraft der eigenen Seele kommt und geht wie Salzwasser am Strand. 

Wenn man voll mit Seeluft ist, sind die Dinge auf eine Art okay, wie sie es in der Stadt nie sein könnten. Vor jedem Überdruss, noch vor dem unweigerlichen Schrumpfen der Welt ist das ein waschechtes Paradies. Für eine angenehme Weile erlöst sich die Welt durch die Abwesenheit ihrer Perfektion. Das Blickfeld weitet sich. Eine Amsel singt.

Durchschnittlichkeit ist für eine unbestimmbare Zeit lang kein Makel, sondern eine sonnige Facette der unvergleichbaren Leichtigkeit eines Sommers am Meer.

~

Die Currywurst schmeckt wie Mittagspause in der Ausbildung mit 20 Jahren, also auf eine gute Art. Ich musste wirklich was Richtiges essen. Jeder Bissen nährt die Zuversicht, stillt die Verunsicherung. Eine Weisheit, verloren seit Äonen, dringt zurück vom Ursprung des Universums durchs Echsenhirn in mein Bewusstsein: Es wird schon.

~

Wie am Tag zuvor startete er seine Runde in die Dämmerung des Campingplatzes. Auf den abgelegenen, unbeleuchteten Wegen hinter den Dünen Richtung Seebrücke, wo es nach schwarzglänzenden Käfern und staubtrockenen Kiefern roch, löste sich seine Stimmung mehr und mehr. Was sein Körper längst wusste, erreichte nun auch den Strom seiner Gedanken: Sofern er es nicht selbst zuließ, hatte ihn nichts bis hier ans Meer verfolgt. Er kam langsam an. Er hatte Zeit.

~

Auf einer kleinen Lichtung hatte der riesige Hund seine Zähne in ein Rehkitz versenkt. Sein sonst schneeweißes Gesicht war vom Blut dämonisch rot gefärbt, die Augen weit aufgerissen, er knurrte. Zunächst strampelte das Tierjunge, danach zitterte es nur noch. Es schnappte ein letztes Mal nach Luft und keuchte – fast wie ein Menschenkind, dann wurde sein Körper schlaff und es lag reglos im hohen Gras. Als Romeo uns bemerkte, ließ er sofort von dem Kadaver ab, hechelte und zog, Fred zugewandt, die Mundwinkel hoch. Fred stürzte zu ihm und schloss ihn in seine Arme. Der Geruch von Eisen legte sich auf Davids Zunge. Die freigelegten Eingeweide des Tieres dampften trotz der drückenden Hitze.

~

Ein eigenes Ökosystem, ein Biotop inmitten geschützter Natur, völlig menschengemacht. Welch hybrider Horror treibt hier sein Unwesen? Es ist blanker, unbekannter Terror. In den Ecken an den Fenstern sammeln sich die größten je beobachteten Schnaken, schmieden sechsbeinig-fein-gliedrig ihre Ränke. Tausendfüßer, deren Raubzangen wiederum in Zangen und diese wieder in wild schwingenden, haarigen Fühlern enden, sind blind für das blanke Entsetzen, das ihre Erscheinung ihren Betrachtern einflößt. Unbeschreiblich segmentierte Lurchwesen, die ihre Sekrete grundlos überall ver-sprühen, verschmieren und verschlabbern, suhlen sich in der Abscheu derer, die sie in verschwitzten Albträumen heimsuchen. Der Körperbau dieser vielbeinigen Tiere folgt schon lange keinen nachvollziehbaren Mustern mehr. Sie haben sich zu weit von einer Evolution entfernt, die wundersam oder faszinierend sein könnte. Für sie gibt es kein zurück. Ein mitfühlender Gott kann diese Wesen nicht erschaffen haben. Alles schleimt und kriecht und das schauerliche Gekriechschleime entzieht sich jeder menschlichen Vernunft.

~

Davids Augen traten hervor. Eine kastaniengroße Kugel aus kaum zerkautem Käsekuchen landete aus seinem Mund wieder auf dem Teller. Seine Nase begann zu bluten. Ein Elsternschrei zerschnitt die Stille. Zwei Fliegen landeten auf Davids Auswurf, labten sich daran. Es war geradezu biblisch, ein Omen.

u/SlowmoSapiens — 4 days ago

Action Geschichte mit Tempel/ Wüsten Setting

Bevor ich (13) anfange, möchte ich sagen, dass ich die Geschichte eigentlich eher als eine Art Leitfaden für einen möglichen Comic oder etwas in der Art erstellt habe. Das ist dann aber ein bisschen ausgeartet, weshalb ich jetzt so ein Mittelding zwischen einem groben Leitfaden und einer detaillierten Geschichte habe. Trotzdem hat es mir beim Schreiben Spaß gemacht und ich finde eigentlich, dass es ein cooles Konzept ist. Sagt bitte, was ich beim Schreiben so einer Geschichte verbessern könnte, weil es lowkey Spaß macht, sowas zu schreiben.

Rechtschreibfehler hab ich mit AI korrigieren lassen.

## Comic

### Geschichte:

#### Hintergrundgeschichte der Söldner:

Mane Security ist der Antagonist und möchte den Schatz der ehemaligen Kultisten des Tempels stehlen – zumindest ist es das, was die Söldner denken sollen. Daniel Mane, der Leiter der Söldner, ist dabei wirklich auf der Suche nach dem verlängerten und stärkeren Leben dank des Monsterblutes und nutzt sie nur aus, um sie am Ende mit seiner Macht zu hintergehen.

#### Für die Kultanhänger:

Der Tempel wurde vor langer Zeit gebaut, um einem alten ägyptischen Kult von vor hunderten von Jahren zu dienen. Der Tempel wurde von den Kultisten genutzt, um die Reichtümer des Kultes zu lagern und um Menschen, die in der Wüste herumirrten, zu opfern – für ein Monster, dessen Stärke unbekannt, aber stärker als jeder Mensch ist und dessen Verwundbarkeit unverwundbar zu sein scheinen mag. Die Kultisten glaubten, dass das Monster eine Art von Geschenk ihres Gottes sei, was man nur mit Menschenfleisch befriedigen könnte.

Das Monster wurde mit dem vergoldeten Schwert angeschnitten und dieses Blut ermöglicht demjenigen, der es trinkt, mehr Kraft und Macht, umso mehr er davon trinkt. Allerdings haben alle, die das Blut getrunken haben, den Verstand verloren, sodass alle Kultisten erbarmungslos erschlagen wurden.

Doch je länger das Monster das Loch, in dem sein Blut ist, verlässt, desto schwächer wird es. So hat der letzte Kultist mit Verstand es geschafft, das Monster mit dem vergoldeten Schwert wegzusperren – zum Schutz der Menschheit.

#### Hintergrundgeschichte für die Soldaten:

Es sind die 1970er und es spielt sich in Ägypten ab. Ein Trupp von Soldaten wurde beauftragt, ammunition vom Suezkanal an Soldaten inmitten des Westsahara-Konfliktes zu liefern. Auf dem Weg dorthin brach jedoch ein starker Sandsturm auf und sie mussten einen Unterschlupf erbauen. Sie errichteten also ein Lager. Bei der Errichtung des Lagers erkundeten ein paar Soldaten die Umgebung und fanden einen mit Sand verschütteten Eingang einer Höhle nahe bei einer Oase. Die Höhle führte in einen großen, verlassenen Eingang eines Untergrund-Tempels innerhalb des Wüstenbodens. Die Soldaten informierten den Rest und nutzten die Höhle als Unterkunft vor der freien, leicht sichtbaren Fläche draußen. Als der Großteil der Gruppe in dem größten Raum des Tempels ihr Lager aufgeschlagen und alles eingelagert hatte, beschloss der Gruppenführer, dass ein Teil seiner Soldaten den Tempel räumen und alles Wertvolle mitnehmen soll. Der Teil der Gruppe hat dies getan und schließlich war nur noch ein Raum übrig.

Der Raum ist beschmiert mit altem Blut von vor über hunderten von Jahren und in der Mitte ist ein Loch, was eine Präsenz in sich hat. Das Loch ist aber bedeckt von einem Gitter, sodass das Monster obendrin, was sich noch nicht bekannt macht, drinnen bleibt. Das Schloss zum Gitter ist verschlossen mit einem goldverzierten Schwert als Schlüssel in einem Bedienpult, sowie Excalibur. Einer der Soldaten, treu zu seinem Befehl, zieht das wertvolle goldverzierte Schwert aus dem Pult und öffnet somit unbewusst das Gitter zu dem Loch und gibt dem Monster die Möglichkeit, das Loch zu verlassen.

Als die Soldaten den Raum mit dem Schwert verlassen, werden sie von dem Monster unbemerkt verfolgt. Die Soldaten betreten den großen Tempelraum mit dem Rest der Soldaten. Plötzlich wird der Soldat mit dem Schwert von dem Monster angegriffen. Die Soldaten greifen das Monster an, merken aber, dass es so gut wie nutzlos ist. In all dem Chaos flieht der feige Gruppenführer und ein paar andere Soldaten um ihr Leben und versperren den Eingang zur Höhle komplett, während seine Soldaten eingesperrt mit dem Monster sind.

### Hauptgeschichte:

#### (Akt 1)

*(Kontext: Joel ist in der Vergangenheit Schätzen und Mythen hinterhergejagt)*

Joel ist mittlerweile ein normaler Kerl und arbeitet zusammen mit seinem Bruder Samuel an den Docks von Italien, da Lara sein altes Leben in den Staaten zurücklassen wollte, um ein entspanntes Leben zu leben. Dieses Leben gefällt ihm aber nicht, er tut es aber immerhin zuliebe seines Sohnes James und seiner Frau. Doch eines Abends kurz vor seinem Feierabend bemerkt er allein in einem eher abgelegenen Teil des Hafen eine Menge Lärm. Er untersucht ihn und sieht, wie eine Gruppe an suspekt aussehenden maskierten Söldnern einen Container voller alter militärischer Artefakte ausraubt. Beim Lauschen des Gespräches der Söldner hört er den Namen Daniel Mane heraus, der anscheinend ein wichtiger Mann sein soll. Joel stößt beim Verstecken allerdings etwas um und wird konfrontiert.

Auf ihn wird eine Waffe gerichtet und er wird gefesselt. Er schafft es, die Fesseln mit seinem Taschenmesser zu durchschneiden und wartet auf eine Möglichkeit zu fliehen. Er sieht eine. Er schlägt einen Söldner mit ein paar Schlägen bewusstlos und rennt. Joel läuft zwischen den Containern, während er versucht, nicht gefangen zu werden. Bis er sich schließlich gezwungen sieht zu kämpfen. Er schlägt sich gut, bis er auf den Boden gedrückt wird und von seinem Bruder Samuel, der die Situation durch Zufall beim Rauchen mitbekam, gerettet wird.

Sie drohen und befragen den übrigen Söldner mit einer „Mane Security“-Armbinde, was seine Leute vorhaben, und er kooperiert. Er sagt, dass die Söldnergruppe sich einen Tempel mit vermutlichem Reichtum obendrin in der Wüste in der Nähe des Suezkanals ansieht. „Du weißt nicht, was du tust, du legst dich mit den falschen Leuten an! Unser Kunde ist ein sehr außergewöhnlicher Kerl mit mehr als genug Mitteln, um sie komplett verschwinden zu lassen!“

Schließlich entscheidet sich Joel, den Söldner zu fesseln und alleine nach Hause zu gehen. Daraufhin merkt man, dass Joel nur noch an die Söldnertruppe denkt und den Vorfall seiner Frau nicht erwähnt. Tage danach ruft ihn Samuel an und fragt ihn, ob er sich treffen möchte.

Sie treffen sich in einer Bar und Samuel erzählt Joel von seinem Verlangen, wieder etwas zu erleben.

Joel sagt, dass sie beide für solche Abenteuer zu alt sind und es sich nicht mehr lohnt. Doch dann erzählt Samuel von seinem Plan, alleine oder nicht, den Tempel mithilfe einer von ihm gestohlenen Karte des militärischen Containers zu finden und zu räumen, da er hohe Spielschulden bei ungemütlichen Leuten hat. Joel versucht sein Bestes, Samuel davon runterzureden, aber scheitert.

Zwei Tage vergehen und Samuel meldet sich auf einmal nicht mehr bei Joel.

Das beunruhigt Joel und er möchte sich mit Vincent (einem langjährigen Freund Joels) auf den Weg machen, um Samuel zu helfen. Doch zuerst erzählt er dies seiner Frau, die angst um sein Leben hat; sie lässt ihn allerdings besorgt gehen, da Samuel für sie wie ein Bruder ist.

Joel verabschiedet sich von seiner Familie. Da Samuel die zwei Tage davor seine Reise über ein Satellitentelefon mit Joel geteilt hat, kann Joel die Schritte seines Bruders nachverfolgen.

#### (Akt 2)

Sie verfolgen seine Schritte und landen in einem rostigen Flugzeug auf einem kleinen Fluglandeplatz in einer kleinen Stadt, die an der Wüste liegt. Sie laufen durch die engen Straßen der Stadt auf der Suche nach einem Mietwagen und Hotelzimmer, als ihre Aufmerksamkeit auf einen alten Obdachlosen fällt. Er erkennt, dass Vincent und Joel Amerikaner sind, und lenkt ihre Aufmerksamkeit auf sich. Er warnt sie, den Söldnern bitte nicht zu folgen, da sie in ihren sicheren Tod hineinfahren. Sie halten den Mann für verrückt und fragen ihn, wovon er spricht und wohin die Söldner gehen. „Der verfluchte Tempel bei den hohen Sanddünen! Ein Dämon wütet in diesem Tempel! Egal, für was ihr hier seid, dreht um. Diese Schätze sind es nicht wert.“ Sie beschwichtigen ihn und geben ihm etwas Kleingeld, damit er sie in Ruhe lässt. Etwas weiter der Straße entlang finden sie ein heruntergekommenes Hotel mit einem nebenan gelegenen Mietwagenverkäufer. *(Uhrzeit: 18:45 Uhr)* Letztendlich steigen die beiden mit einer Pistole und einem Revolver in den Wagen und folgen dem leichten Staubschleier des Konvois der Söldner, die vor Kurzem erst losgefahren sind. Sie fahren durch die Wüste und gelangen schließlich am Ziel in der Sahara an. Dort sehen sie auch die besonders großen Dünen. Sie fahren auf die Dünen hoch und sehen eine Oase.

Allerdings ist die ganze Oase mittlerweile aufgrund der Söldner gut bewacht und schwer hereinzugehen. Sie nähern sich der Oase trotzdem und finden auf dem Weg Samuels Feuerzeug. Doch als Joel und Vincent zwischen den Zelten schleichen, werden sie von einem Söldner entdeckt. Mit der Kanone auf Vincent gerichtet, hört man eine große Explosion. Der Leser denkt, Vincent wäre tot, doch allerdings haben die Söldner den Eingang zum Tempel, welcher neben der Oase von Trümmern und Weiterem verbarrikadiert war, nur aufgesprengt.

Vincent nutzt den Moment der Lautstärke und schlägt ihn mit ein paar gut gesetzten Schlägen k.o. Sie durchsuchen den Söldner und finden ein Walkie-Talkie, über das sie berichten, dass Samuel weiterhin befragt werden muss. Sie schleichen weiter auf der Suche nach einem Weg, unbemerkt das Lager zu betreten und Samuel zu retten. Sie gelangen zu dem Zelt und locken die Wachen mit einem falschen Befehl über das Walkie-Talkie weg. Sie befreien ihn und versuchen, den gefolterten, schwachen Samuel aus dem Lager zu tragen. Doch sie werden entdeckt und flüchten in die Höhle in den Tempel hinein. Sie betreten einen großen Tempelraum mit einer hohen Decke und mehreren Säulen an den Seiten mit einer großen Treppe am Ende des Raumes, welche zu einem weiteren Raum anschließt, und sehen zehn Leichen mit vielen abgefeuerten Hülsen auf dem Boden. Doch sie haben keine Zeit, Fragen zu stellen, und flüchten tiefer in den Tempel hinein, während sie verfolgt werden.

#### (Akt 3)

Sie rennen durch einen engen Säulenraum und laufen durch einen langen Gang zu einem leicht beleuchteten Raum voller Zellen und Wänden mit Wandmalereien, die zeigten, wie eine schwache Person Blut eines inhumanen Wesens trinkt und dadurch an Stärke gewinnt. Joel beunruhigt diese Zeichnung und die Bedeutung dahinter. Samuel sieht für einen kurzen Moment etwas am Raum vorbeisprinten, aber Joel und Vincent glauben ihm nicht, da er in ziemlich schlechter Form ist. Sie finden ein weiteres Skelett eines Soldaten mit zertrümmertem Schädel am Ausgang des Raumes auf den Treppen. Plötzlich laufen ihnen weitere Söldner über den Weg, die sie erschießen. Sie fühlen sich unwohl. Auf einmal hören sie inhumane Schreie aus den labyrinthartigen Gängen.

Vincent hebt das Gewehr von einem der toten Soldaten auf. Sie beeilen sich. Rennen immer tiefer in den Tempel. Die schrecklichen Schreie kommen immer näher. Dann hören sie Schüsse und das Geschrei hört auf. Der Gang, in dem sie waren, hatte nur zwei Richtungen: zurück oder links. In beiden Richtungen sind die Söldner. Sie werden gefangen genommen. Etwas folgt ihnen. Sie werden in einem alten Lager der früheren Soldaten im großen Tempelraum gefesselt und gefoltert. Joel wird von dem Kommandanten der Söldner (Daniel Mane) in den Bauch geprügelt und verhört, was sie hier suchen und wer sie geschickt hat. Joel erzählt davon, dass sie nur seinen Bruder holen und dann verschwinden wollten. Mane glaubt ihnen skeptisch. Joel fragt, wofür er all das macht. Mane fängt an darüber zu sprechen, wie er die Zeichnungen für mehr als nur Wahnsinnsmalereien hält und er daran glaubt. Ihm ist die Bedeutung hinter den Malereien am wichtigsten. Er verlässt das alte Zelt, in dem er sie gefesselt hat, und spricht mit einem Söldner.

Währenddessen greift eine Gestalt einige Soldaten aus den Schatten schnell an. Doch nun greift sie offensiv an. Es ist schnell. Das Wesen sprintet in Richtung Mane, doch er stößt den Söldner, mit dem er sich unterhielt, in die Klauen des Monsters und verlässt mit dem Großteil der Söldner den großen Tempelraum. Die restlichen Söldner kämpfen weiter. In dem Chaos stößt einer der Söldner aus Versehen eine Öllampe um und es fängt ein Feuer an. Ein Funken des Feuers berührt Vincents Fesseln und sein Seil verbrennt. Vincent befreit die anderen. Chaos breitet sich aus. Söldner versuchen das Monster zu töten, scheitern aber. Manche werden gebissen und flüchten daraufhin in den Tempel hinein, manche kämpfen bis zum Tod gegen das Monster. In all dem Chaos aber nehmen sich die drei jede Waffe, die sie finden können (Joel: Revolver, Samuel: Pistole, Vincent: AK-47).

Sie sprinten aus der Höhle, während das Monster abgelenkt ist. Außerhalb der Höhle erwarten die übrig gebliebenen Söldner und ihr Anführer die drei und eröffnen das Feuer. Sie schnappen sich ein Auto der Söldner und fahren schnell aus der Oase und über die Sanddünen aus der Wüste zur nahe gelegenen Stadt.

#### (Akt 4)

Dort angekommen treffen sich die drei in ihrem Hotelzimmer und beschließen, dass Joel und Samuel sich zum Arzt begeben sollen, während Vincent ihre Taschen packt, um zu gehen, wenn sie zurückkehren. Sie laufen durch die Straßen der Altstadt zum Arzt, um dort behandelt zu werden. Als sie zurück zum Hotelzimmer wollen, laufen sie dem Obdachlosen ein weiteres Mal über den Weg und der Obdachlose kann seinen Augen nicht glauben. Er bittet die beiden um ein paar Augenblicke ihrer Zeit. Er sah, wie Samuel humpelte, und vermutete, dass sie in dem Tempel waren. Er spricht davon, dass die Schicksale von allen Personen, die den Tempel betreten haben, besiegelt sind. „Der Dämon wird euch diese Nacht noch finden.“ Skeptisch fragt Joel ihn, warum er das weiß, und der Obdachlose sagte ihm, dass er und ein paar andere Teil eines Versorgungskonvois im Westsahara-Konflikt in den 70ern waren und wie sie den Tempel durch Zufall gefunden haben, als sie sich vor einem damaligen Sandsturm schützen wollten. Er sollte, gemeinsam mit ein paar anderen Soldaten, vor dem Tempel Wache stehen, während der Rest das Innere des Tempels plünderte. Doch plötzlich kamen nach einer Zeit lang schreckliche Schreie aus dem Inneren des Tempels. Danach sah er, wie der Anführer und eine Handvoll weitere Soldaten aus dem Tempel hinausgeflüchtet waren, als der Rest obendrin noch kämpfte. Er sah zu, wie der Anführer und die anderen den Eingang zur Höhle verblockten.

Verunsichert kam er mit den überlebenden Soldaten in die jetzige Stadt und war Zeuge davon, wie das Monster seine Gefährten, die den Tempel betreten hatten, einen nach dem anderen noch vor Sonnenaufgang tötete. Doch es gäbe noch eine Chance, das Ganze zu überleben. Durch einen Soldaten, mit dem er geflüchtet ist, wusste er, dass man dem Monster nur dauerhaften Schaden antun kann, wenn man es mit einem verzierten Schwert im Tempel besiegt. Doch der Soldat, der ihm das erzählte, kam aus dem Tempel nicht zurück.

#### (Akt 5)

Die beiden eilen zum Hotelzimmer zurück und sagen Vincent, dass sie zurückgehen müssen, um ihren Tod und den von mehreren anderen zu verhindern. Es ist mittlerweile schon 21 Uhr und sie haben nicht mehr lange Zeit, um ihrem Tod aus dem Weg zu gehen. Bewaffnet mit Schrotflinten, Pistolen und Granaten fahren sie mit dem Geländewagen von Mane Security zurück zum Tempel. Sie fahren über die große Sanddüne und parken nahe am Lager der Söldner. Ihnen ist klar, dass die Söldner direkt das Feuer eröffnen werden, falls sie sie sehen, deshalb schnappt sich Joel einen abgelenkten Söldner als Geisel, um den Söldnern zu schildern, dass jeder, der den Tempel auch nur für einen Augenblick betreten hat, sterben wird und dass man das Monster nur durch ein verziertes Schwert in diesem Tempel wirklich bedeutend verwunden kann. Die verstörten Söldner weigern sich, den Tempel nochmal zu betreten, doch der Kommandant Daniel Mane stellt sich bereit und versucht, ein paar mehr Söldner mitzuüberzeugen, um das Monster zu schlachten, bevor es sie schlachtet. Die Söldner warnen die drei vor verrückten Söldnern ihrerseits. Fast der Großteil der Söldner starb durch die Hände der Verrückten, die immer noch im Tempel lungerten nach dem ersten Angriff, als sie sich nochmal in den Tempel begaben, um das Monster mit Sprengstoff zu töten. Die Söldner sagen, sie haben die Reichtümer des Tempels schon geplündert und sehen keinen Grund, an diesen Unsinn zu glauben, wenn sie einfach den Höhleneingang blockieren könnten. Derjenige, der von dem Monster gebissen wird, wird verrückt.

Doch Mane (Kommandant) befiehlt es seinen Leuten, sie reinzulassen. Kurz bevor sie den Tempel betreten, sagt ein Söldner, er habe ein goldverziertes Schwert direkt die Riesentreppe hoch am Ende des großen Tempelraumes in einer runden Ritualkammer auf dem Boden gesehen. Die vier gehen in den Tempel hinein mit ein paar vereinzelten Söldnern an ihrer Seite.

#### (Akt 6) *(vorher Akt 7)*

Die Gruppe kämpft sich trotz der Mengen an verrückten Söldnern immer noch durch den Tempelraum die Treppen hoch. Der schreckliche und inhumane Schrei ist wieder hörbar in den Tiefen des Tempels. Ein Söldner wird von aggressiven verrückten Söldnern überrumpelt, doch Daniel lässt ihn, geblendet von seiner Besessenheit, sterben. Die Treppen oben angekommen, betreten sie den großen runden Ritualraum mit gealtertem Blut an den Wänden und einem großen Loch in der Mitte des Raumes mit einem geöffneten Tor für das Loch und dem Pult, verantwortlich für das Öffnen und Schließen des Tores. Und da ist es: Das vergoldete Schwert liegt neben dem Pult. Das Monster kommt immer näher zum Durchgang der Treppen. Die Gruppe zielt mit allem, was sie hat, auf den Durchgang. Schließlich kommt es die Treppen hoch und steht im Schatten des Torbogens. Man sieht eine dünne, große, dunkle Gestalt mit Klauen als Händen und Füßen und gefletschten Zähnen auf allen vieren stehen. Plötzlich schreit es und springt von Wand zu Wand, um der Gruppe näher zu kommen. Das Monster, welches von allen Seiten beschossen wird, springt auf einen Söldner, welcher brutal zertrümmert wird. Joel hebt das Schwert auf. Doch dann hört das Monster auf, die anderen Söldner zu attackieren, und sprintet direkt zu Joel. Er attackiert das Monster mit aller Kraft und trifft es ein paar Mal, doch es schmettert ihn durch den halben Raum. Joel knallt an die Wand und fällt zu Boden. Mane verlangt, dass einer der Söldner die Sprengladung zünden soll, wodurch Joel und das Monster durch den Boden in einen Raum mit hohen Säulen an den Seiten und mit einem großen Sinkloch in der Mitte fallen. Der Rest der Gruppe kann ihm leider nicht helfen, da noch mehr besessene Söldner kommen und sie um ihr Leben kämpfen müssen. Joel, umrundet von Trümmern, steht langsam auf mit dem Schwert an seiner Seite und sieht, dass das Monster direkt vor einer instabilen Säule sich wieder aufbaut. Er greift zu seiner Hüfte und wirft eine Handgranate an die Säule. Die Säule fällt nach vorne auf das Monster, was nun temporär gefangen unter der Säule und Trümmern liegt. Joel eilt zum Monster, da er weiß, dass das Monster stark genug ist, um die Säule und mehr wegzudrücken. Er ersticht das Monster mit dem vergoldeten Schwert. Ein furchtbarer Schrei erfüllt den ganzen Tempel.

#### (Akt 7) *(vorher Akt 6)*

Schwarzes Blut bedeckt den ganzen Boden. Er sieht sich um und merkt, dass der einzige Weg aus dem Raum das Loch ist, wodurch er hineingefallen ist. Er klettert hoch und sieht, dass Daniel seine Waffe auf Vincent richtet, während alle den letzten Besessenen bekämpfen. „Ihr habt uns genug Ärger gebracht“, sagt Mane. Joel zieht seinen Revolver schnell aus dem Holster und trifft ihn in den Oberkörper. Mane fällt zu Boden. Er kriecht in den Tempel hinein, während seine Söldner den Befehl bekommen, die drei zu erschießen. Sie nehmen Deckung und es kommt zum Schusswechsel zwischen Vincent, Samuel und Joel, während die Besessenen weiterhin angreifen. Samuel schmeißt eine Granate zum Durchgang des Raumes, um die Besessenen vorerst zurückzuhalten. Mane kriecht verwundet während der Schießerei in Richtung des Loches, aus dem Joel rauskletterte. Sie feuern weiter und ein weiterer Söldner wird getroffen. Plötzlich zündet ein Söldner die restlichen Sprengladungen. Explosionen geschehen durch den ganzen Tempel. Ein Szenenwechsel führt zu Mane, indem man sieht, wie er zu dem Blut des Monsters kriecht und es trinkt. (Zurück zu den anderen). Teile der Decke, Säulen und Boden stürzen ein. Sie müssen den Tempel verlassen. Sie rennen um ihr Leben aus dem Tempel. Die Söldner erreichen das Ende der Treppen, als sie von einer fallenden Säule erschlagen werden. Sie springen über die Löcher des Tempelraums und erreichen haarscharf den Ausgang. Der Eingang stürzt ein.

Doch noch ist keine Pause, denn die Söldner, die vor dem Höhleneingang warteten, steigen beim Anblick der eingestürzten Höhle in ihre Wagen, von denen einer mit Gold beladen ist. Sie schießen auf die Wagen, wodurch die Söldner schließlich auch anhalten und aussteigen. Sie erschießen die Söldner, und als sie sich zu den Wagen hinbewegen, sehen sie, wie Daniel Mane aus den Lücken des eingestürzten Eingangs der Höhle kriecht. Doch seine vorherige Schusswunde ist weg und er hat einen blutverschmierten Mund. Er brüllt laut: „Kommt zurück!“, sie steigen jedoch in die Wagen ein und fahren los. Aber Daniel sprintet abnormal schnell und zieht Joel und Samuel aus einem der Wagen. Sie zücken ihre Waffen und schießen ihn ab. Doch keine Reaktion. Er schlägt auf sie nieder. Samuel wird geschmissen wie ein Spielzeug, Joel wird am Hals gepackt und gewürgt. Mane sagt Joel, dass er sich so stark wie noch nie zuvor fühlt. Es scheint hoffnungslos. Vincent sitzt jedoch am Steuer des goldbeladenen Wagens. Der Wagen trifft Mane frontal. Mit Mane an der Stoßstange eingeklemmt fährt der Wagen nun ins tiefe Wasser der Oase. Vincent springt im letzten Moment aus dem Wagen und lässt den Wagen ins Wasser rollen. Daniels Schreie versinken mit ihm im Wasser. Joel liegt erschöpft, nach Atem ringend, auf dem sandigen Boden. Sie haben überlebt, aber das Gold ist weg. Sie bedauern den Verlust des Goldes, doch sind schließlich froh, überlebt zu haben. Sie fahren mit einem der übrigen Wagen weg.

**Ende**

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u/CharacterOk5926 — 4 days ago

Überläufer

„Warum werden derartige Gespräche geführt? Es ist immer das Gleiche. Man könnte die Zeit sparen und sich direkt an die Arbeit machen.“

„Erklären Sie diese Lücke.“

„Arbeitssuchend. Steht doch da. Die meinten, arbeitssuchend klingt besser als arbeitslos.“

Kai beobachtete den blätternden Personalleiter.

„Sie zeigen ein Interesse für Kunst?“

„Damit habe ich die Lücke verbracht.“

„Drei Jahre?“

„Drei Jahre arbeitssuchend. Und ich habe mir eine Menge beigebracht.“

„Super Zeitvertreib. Als Pause?“

„Haben Sie meinen Lebenslauf gelesen?“

„Verstehe ich, verstehe ich. Jeder ist bei uns willkommen. Selbst Überläufer. Verstehen Sie?“

„Ich habe es mir nicht ausgesucht. Die Insolvenz zwingt mich dazu. Oder ich muss betteln gehen.“

„Ich verstehe, dass Sie angepisst sind. Die Pleite unseres Konkurrenten, Ihres ehemaligen Arbeitgebers, hatte für uns keine Bedeutung. Ich hoffe, da steht nichts zwischen uns.“

„Ich weiß da Sachen.“

„Und die sollten Sie uns unbedingt in der Einarbeitung erzählen. Wir können gleich heute loslegen.“

„Ich bin müde. Stellen Sie mich nun ein oder nicht?“

„So laufen solche Gespräche nicht.“

„Hören Sie. Die Pleite hat alles verändert. Ich war dabei.“

„Nicht mittendrin?“

„Kurz vor der Pleite gab es Treffen. Wo stehen Ihre Aktien?“

„Vorsicht.“

„Ich sage Ihnen gar nichts!“

Kai erhob sich und schlug auf den Tisch ein.

„Eingestellt.“

Kai schlug um sich. Bewegungsunfähig.

„Er ist eingestellt. Ich dachte, es hört nie auf.“

Die Unterschrift stand kurz bevor.

„Ich bin eingestellt?“

„Eingestellt. Es müsste jetzt funktionieren.“

„Hallo. Ich bin K.ai.“

„Was hat diese Lücke zu bedeuten?“

„Ich habe keine Lücken in meinem Speicherplatz.“

„Jackpot.“

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u/Character-Corgi-1202 — 6 days ago

Wie findet ihr mein Worldbuilding durch Dialog?

- Der Spiegel funktioniert mal wieder nicht. Super.

- Klar. Und das Licht ist auch tot.

- Wer hat das gesagt?

- Ich.

- Ja, sehr hilfreich. Und wer bitte ist ‘ich’? Siehst du nicht, dass wir hier nichts sehen?

- Moment. Wer bist du denn? Sind wir hier etwa zu dritt?

- Leute. Es ist scheißdunkel. Und ihr habt alle dieselbe Scheißstimme! Wie soll man hier scheiße nochmal durchblicken?

- Ach, entspann dich. Wir könnten auch hundert sein. Oder tausend. Macht kein Unterschied. Geil. Finde ich als Konzept einfach nur geil. Denkt ihr nicht?

- Ja nee, ist klar…

- Wer hat das gesagt?

- Deine Mudda. Ding Dong.

- War das eine Glocke?

- Nein, das war Eddy!

- Jetzt reicht’s. Kann bitte jemand das Licht anmachen?!

- Lass es. Das wäre ein Plot. So etwas tun wir hier nicht, vergessen?

- Ich bin wirklich im falschen Film gelandet. Bitte Licht. Licht. Licht. Jetzt.

- Ähm… Entschuldigung?

- Moment. Stopp. Leute. Das war ’ne neue Stimme.

- Entschuldigung, dass ich störe. Dürfte ich kurz aufs Klo?

- Die klingt wirklich anders. Wo kommst du denn her?

- Aus einer anderen Geschichte. Ich komm hier öfter vorbei um … zu pinkeln, héhé.

- Du bist das also, der mir hier immer wieder ans Bein … na warte!

- Mich rammt ein Einhorn. Ist hier jemand nah dran am Schalter?

- Geil. Wir sind wirklich hunderte. In einer riesigen, dunklen, geilen Toilette. Dunkelheit ist so ein geiles Konzept. Mich macht das so gaaaeil.

- Mann. Lass uns in Ruhe mit deinem Schwachsinn. Checkst du nicht, dass wir alle nichts checken?

- Also wer’s mag.

- Wer hat das gesagt?

- JETZT MACHT ENDLICH DAS LICHT AN, SCHEIßE VERDAMMT!

Das Licht ging an. Der Dialog brach abrupt ab.

In der vollständig gepolsterten Kammer saß eine einzelne Person. Ihre Zwangsjacke war übersät mit frischen Urinflecken. Ihr Blick war unstet. Die Lippen bewegten sich noch leicht, als würden Reste von Gesprächsfetzen nachhallen. Dann plötzlich richtete sich die Person direkt in die Kamera oben in der Ecke; sie zog das Gesicht zu einem breiten, unnatürlich wirkenden Grinsen.

Am Monitor im Labor standen zwei Männer in weißen Kitteln und verfolgten die Übertragung.

„Faszinierend“, sagte Dr. Regenstern. „Und du sagst, das passiert immer, wenn das Licht ausgeht?“

„Ja. Und er hört erst auf, wenn es wieder angeht“, antwortete Dr. Sylverblack. „Am Anfang hielt ich sein Gerede für random Quatsch. So wie bei Derrida oder Hegel. Aber wenn man genauer hinhört. Es entwickelt sich. Es hat Struktur und wiederkehrende Motive.“

„Motive?“

„Glocken. Ringe. Spiegel. Immer dieselben Fragmente. Es ist, als würde er versuchen, uns etwas mitzuteilen, bzw. sein noch Intaktes Bewusstsein. Ich werde es noch entschlüsseln.“

Dr. Regenstern presste die Lippen aufeinander. Er kannte diesen überoptimistischen von Hoffnung schimmernden Ausdruck in den Augen seines Kollegen. Es rief schmerzhafte Erinnerungen wach.

„Mein Guter, dir ist bewusst, womit wir es hier zu tun haben, oder? Du solltest es lieber sein lassen. Viele vor dir haben es versucht. Und du weißt, wo sie gelandet sind.“

Er zeigte mit dem Finger in Richtung der Gummizelle. Sylverblack reagierte nicht. Regenstern schaltete daraufhin den Bildschirm aus.

„Border-Story-Syndrom“, sagte Regenstern. „Chronische Andeutung ohne Auflösung. Simulation von Tiefe bei gleichzeitiger Verweigerung von Bedeutung. Quasi wie ein LLM-Centipede, der unverständliches Zeug ausspuckt. Wir haben das alles schon mehrfach gesehen.“

Dr. Sylverblack schaltete den Bildschirm wieder ein. „Erstens. Es ist kein Gedankenmatsch. Zweitens. Es ist nicht unheilbar. Und drittens. Ich werde es beweisen. Ich werde beides beweisen.“

„Hast du dir Dr. Schlickeysens Argumente dazu angehört?“, fragte Regenstern.

„Schlickeysen ist ein Penner.“

„Mein Guter.“ Regenstern schaltete den Bildschirm erneut aus. „Wie wäre es mit einem Bierchen? Es gibt diese neue Discord-Bar. Komm, lass uns über Patienten mit realistischen Heilungs-Chancen reden, wie Thomas Mann oder Kafka.“

„Weißt du was ich denke? Du bist einfach nur eifersüchtig. Ihr alle. Eifersüchtige kleine möchtegern-Paul-Watzlawicks seid ihr. Immer nur am Meckern. Ich sag dir was: Ich werde den Nobelpreis dafür kriegen, und ihr nicht. Akzeptiert es endlich. Jetzt geh und lass mich arbeiten.“

Er schaltete den Bildschirm wieder an und das Licht in der Zelle des Patienten aus. Sofort begann die furchterregende Stimme aus der Gummizelle zu sprechen.

- Ich bin da.

- LET THE GAMES BEGIN!!!!

- Noch einen bitte.

- Der hier geht’s aufs Haus.

- Bist du da?

- Ja ich bin da.

- Siehe und Staune.

- Bist du da dabadiba DING DONG!

Regenstern sah noch einen Augenblick in die Übertragung, wie sich der Patient hin und her rollte, dann wandte er sich wortlos ab. An der Tür blieb er kurz stehen, als wollte er noch etwas sagen, entschied sich jedoch dagegen und verließ den Raum.

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u/Regenstern — 9 days ago

Prolog verändern oder weglassen?

Hallo zusammen,

ich habe einen Roman fertig geschrieben und mache daran noch Verbesserungen... Es ist ein psychologischer Roman mit Mystery-Elementen. Es geht darum: Wegen eines düsteren Ereignisses ist Eva Bergmanns Welt plötzlich aus allen Fugen geraten. Eine merkwürdige Dunkelheit sucht sie heim. Daraufhin beschließt sie zu einer Psychologin zu gehen, um nachzuforschen, ob mit ihr alles in Ordnung ist. In Erzählungen über ihr früheres Leben packt sie eine Geschichte aus, die ihre vergangene Verrücktheit beschreibt. Dabei hängt alles irgendwie mit dem Namen Adam zusammen…

Jetzt meine Fragen:

Soll ich den Prolog kürzen und verdichten?

Soll ich vielleicht auch den Mord gleich zu Beginn benennen oder zumindest spätestens beim Ende des Prologs (siehe Text in rot)?

Oder soll ich den Prolog ganz weglassen? Habe mir aber vor allem ab Mitte/Ende des Prologs viel Mühe gegeben... Aber naja, wenn er weg soll, soll er weg 😃

Was haltet ihr von dem Text?

Vielen lieben Dank euch schonmal!!
Liebe Grüße, Anki

u/Ankana89 — 8 days ago

Prolog verändern oder weglassen?

Hallo zusammen,

ich habe einen Roman fertig geschrieben und mache daran noch Verbesserungen... Es ist ein psychologischer Roman mit Mystery-Elementen. Es geht darum: Wegen eines düsteren Ereignisses ist Eva Bergmanns Welt plötzlich aus allen Fugen geraten. Eine merkwürdige Dunkelheit sucht sie heim. Daraufhin beschließt sie zu einer Psychologin zu gehen, um nachzuforschen, ob mit ihr alles in Ordnung ist. In Erzählungen über ihr früheres Leben packt sie eine Geschichte aus, die ihre vergangene Verrücktheit beschreibt. Dabei hängt alles irgendwie mit dem Namen Adam zusammen…

Jetzt meine Fragen:

Soll ich den Prolog verändern? Und zwar so, dass Eva gleich beim Aufwachen weiß, dass sie den Mord begangen hat? Dann käme als neu auftauchendes Element nur die Dunkelheit ins Spiel, also es würde nicht alles so Schlag auf Schlag gehen...

Soll ich vielleicht auch den Mord gleich zu Beginn benennen oder zumindest spätestens beim Ende des Prologs (siehe Text in rot)?

Oder soll ich den Prolog ganz weglassen? Habe mir aber vor allem ab Mitte/Ende des Prologs viel Mühe gegeben... Aber naja, wenn er weg soll, soll er weg 😃

Was haltet ihr von dem Text?

Vielen lieben Dank euch schonmal!!
Liebe Grüße, Anki

u/Ankana89 — 8 days ago
▲ 7 r/Schreibkunst+1 crossposts

Testleser für Fantasy-/Mystery-Roman gesucht!

Hallo, liebe Leute, ich suche Testleser/Testleserinnen für meinen neuen Jugendroman und hoffe, dass ich hier fündig werde!

Das Genre ist Mystery/Fantasy.

Die Kurzfassung: Die sechzehnjährige Isabella wurde an ihrer alten Schule gemobbt. Auf dem abgeschiedenen Internat Waldbrunn soll für sie ein neues Leben beginnen. Schnell stellt sie aber fest, dass an der neuen Schule nichts ist, wie es scheint. Eine mysteriöse Parallelwelt, über die man Träume betreten kann, ein Schattenmonster, das Leute im Schlaf jagt, und ein unaufgeklärter Mord an einer Schülerin lassen sie nicht zur Ruhe kommen. Und die wichtigste Frage: kann sie ihren neuen Freundinnen überhaupt trauen?

Genre / Zielgruppe: Fantasy / Mystery in zeitgenössischem Setting, 14+

Länge: 8.000 Wörter (Erste drei Kapitel.) Ich freue mich aber auch schon, wenn ihr nur das erste Kapitel lest. 😄 (Das ganze Buch ist übrigens 320 Seiten lang und fertig, aber ich dachte mal: klein anfangen.)

Zeithorizont: Ich habe Zeit. Wenn ihr es aber in zwei bis drei Wochen schafft, wäre es super.

Erwartungen an die Kritik: Ich will vor allem einfach wissen, was euch gefällt und was euch nicht gefällt. Und an welcher Stelle ihr gegebenenfalls keine Lust mehr hattet weiterzulesen. (Ruhig ehrlich sein, ich bin komplett unempfindlich und abgebrüht, was Kritik angeht).

Würde mich echt freuen, wenn jemand sich meldet! Bitte PN schicken oder hier antworten! Meine ewige Dankbarkeit ist euch sicher!

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u/sommer-regen-sommer — 9 days ago
▲ 10 r/Schreibkunst+1 crossposts

Eure Schreiborte/ -Rituale?

Hey Ihr,

(ich bin hier noch ultra neu, daher bitte nicht böse sein, sollte ich etwas falsch tippseln oder so....)

ich wohne leider in einer extrem kleinen und engen Bude und merke, dass ich hier daheim sehr schlecht meine zahlreichen Schreibprojekte gut voranbringen kann. Jede Ecke lenkt meine Gedanken zurück in die Realität, unterbricht den Flow....

Daher meine Fragen an Euch:

Habt Ihr Orte, an denen Ihr Euch Eurer Kunst gut und entspannt widmen könnt?

Oder gar Rituale, mit denen Ihr Euch vorbereitet?

In freudiger Erwartung auf Inspiration!

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u/wortsalatfinchen — 12 days ago
▲ 2 r/Schreibkunst+1 crossposts

Suche nach einem Partner in Crime für meine Fantasy/Science Fiction Geschichte

Hallo!
Ich bin aktuell dabei an meiner ersten Geschichte zu schreiben und liebe es, Kapitel für Kapitel zu verfassen. Es macht mir einfach unheimlich Spaß und ich weiß, Eigenlob stinkt, Aber ich glaube, die Storyline hat echt Potenzial! Ich freue mich, sie weiter zu verfeinern und mehr Details einzuarbeiten.

Nur ist es leider so, dass es nicht ganz einfach ist, meine Freunde dazu zu motivieren, meine Geschichte zu lesen und mir Feedback zu geben. Ich würde so gerne mal mit jemandem über meine Story mal so reden oder mich zu den Charakteren austauschen.
Ich möchte, dass meine Geschichte am Ende die Leser*innen berührt und Herzen erobert!

Ich dachte, vielleicht hat jemand Lust sich mit mir auszutauschen, meine Rohfassungen zu lesen und mir zu helfen, wo ich nachbessern muss.

Ich poste hier mal den Link, der zu meiner Wattpad Geschichte führt.
https://www.wattpad.com/story/410027132?utm_source=ios&utm_medium=link&utm_content=share_writing&wp_page=create&wp_uname=Eddegas

Zielgruppe: junge Erwachsene

Zur Geschichte:

Es geht um einen jungen Mann, der zu einer besonderen Art Mensch gehört. Man nennt sie Neo und ihre Fähigkeit besteht darin, Dinge zu materialisieren oder zu erschaffen, die der eigenen Fantasie entstammt.
Remo, der Protagonist, ist ein solcher Neo und Arbeit in einer Firma als Ingenieur, wo er Maschinen baut und diese mit seinen Kräften Intelligenz einhaucht.
Er baut am liebsten Tiere und erschafft somit lebendige Neo-Wesen, die sich wie Haustiere verhalten.
In jener Nacht, während seiner Schicht, wird seine Fabrik niedergebrannt und er verliert dabei seine liebste Katze Miu. Auf der Suche nach ihr merkt er, dass er in etwas größeres verwickelt wurde.
Zusammen mit seinen Freunden, macht er sich auf die Suche nach seiner Neo-Katze und muss sich seinem unverarbeiteten Trauma stellen, welches im immer wieder den Verstand raubt.

Triggerwarnungen: Gewalt , intime Szenen können vorkommen, Trauma, und Drogenkonsum

u/Edgar_Loren — 10 days ago

Wie kann ich diese Stelle weniger Stichpunkt artig schreiben?

Wie kann ich diese Stelle weniger Stichpunkt artig schreiben? Habt ihr Tipps?

Er trank aus und ging zur Treppe. Die unterschiedlichen Lichter der kleinen Scheinwefer hinterließen ihrer Farbe an der Wand

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u/PriceNecessary7251 — 14 days ago

Der Alleswisser

Orientierungslos scheiterte Fred an der Karte auf dem Handy. Obwohl er Informatiker war.

„Irgendwo hier muss es doch sein.“

Das Auf- und Abgehen wurde ihm peinlich.

„Ich komme nicht drumrum. Ich muss jemanden fragen.“

„Diese Gegend ist zum Kotzen leer. Alles zu. Ich probiere es dort.“

Die Karte führte ihn in eine Art antiken Flohmarkt.

Fred drückte sich durch die schwere Tür.

„Hallo, ist hier jemand?“

Er hörte es hinten rascheln.

„Hallo?“

Fred trat ein.

„Die Pforten schließen in Kürze. Welche letzte Anfrage darf ich entgegennehmen?“

Die Stimme kam aus einer offenen Kellertür im Boden.

„Ich suche einen Laden.“

Der Händler kam hervor. Aus der Zeit gefallene Kleidung haftete an ihm.

„Ich suche einen Buchladen. Mein Handy sagt, er ist hier.“

„Junger Freund. Der Laden, der diesen Bildschirm ziert, ist seit Wochen aus dem Geschäft raus.“

„Verdammt. Das Handy meinte dort gäbe es noch ein Exemplar. Ich bin beauftragt das große Problem zu lösen.“

„Sie nutzten nicht die Möglichkeit der Bestellung? Oder das Einkaufszentrum?“

„Ist nicht leicht zu kriegen"

„Mein Freund. Ich mag Sie. Sie sind im Besitz einer heutzutage seltenen Tugend. Mein Ehrgefühl verlangt, dass ich Ihnen helfe.“

„Ich versuche es weiter. Vielen Dank.“

„Haltet ein. Mein Laden wird Ihnen das Buch nicht zur Verfügung stellen können. Aber ein Antiquitätenladen hat manchmal andere Schätze. Folgen Sie mir unauffällig.“

Fred hatte ja gerade Zeit gewonnen. Der alte Mann schien vertrauenswürdig. Also folgte er ihm nach unten.

„Erblicken Sie den neuesten Schatz meines Sortiments.“

Der Händler zog ein dreckiges Tuch runter.

„Ich präsentiere.. den Alleswisser.“

„Das ist ein Spiegel.“

„Sie erhaschten noch gar nicht das Beste. Er spricht.“

„Wie mein Handy?“

„Wie ein Mensch! Stellen Sie ihm eine Frage.“

„Einfach so?“

„Sputen Sie sich. Wir machen bald zu.“

„Ok. Ok. Spiegel.“

Ihm fiel keine Frage ein. Aber er bemerkte einen Pickel auf seinem Gesicht.

„Dieser Pickel ist mir zuhause nicht aufgefallen. Muss das Licht sein.“

„Freund. Vor Ihnen ein neuartiges allwissendes Wesen und Sie machen sich irdische Gedanken um Hautunreinheiten?“

„Spiegel. Wie kriege ich diesen Pickel weg?“

Der Spiegel ratterte eine Liste von Lösungen und Behandlungsmethoden herunter, zugeschnitten auf diesen Pickel. Der Händler lächelte dabei.

„Das hätte mein Handy nicht besser sagen können.“

„Sie kommen auf den Geschmack. Fügen Sie eine Frage hinzu.“

Fred hatte einen Einfall.

„Spiegel. Hast du eine Lösung für die Speicherplatzfrage?“

„Verarbeitung.“

„Formidable Frage, mein Freund.“

„Verarbeitung.“

Minuten vergingen. Dann gaben sie es auf.

„Der Alleswisser befindet sich noch in der Testphase. Sie müssen verzeihen.“

„Ich versuch es weiter. Vielen Dank.“

Fred wollte gerade zur Treppe schreiten.

„Haltet ein. Ich will Ihnen noch etwas zeigen.“

„Verarbeitung.“

Der Händler führte Fred nun in ein weiteres Zimmer.

„Es werde Licht.“

Der Händler betätigte einen Schalter.

„Das ist zu hell!“

Fred hielt sich die Augen zu.

Er sah nun einen größeren Raum. Jede Ecke war mit Spiegeln versehen. Das Licht reflektierte sich im Raum bis ins Unendliche.

„Und jetzt stellen Sie Ihre Frage nochmal.“

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u/Character-Corgi-1202 — 13 days ago

Tiger im Glas - Ein Fragment über den modernen Intellektuellen (Kritik & Analyse erwünscht)

Manchmal frage ich mich, ob Menschen wirklich leben oder ihr Leben bloß verwalten. Und irgendwann sitzt man abends in der Küche und merkt, dass man sich selbst verloren hat. Man ist einfach langsam zwischen Terminen, Beziehungen auf Zeit und Medikamenten verschwunden. Ich schreibe über solche Figuren. Menschen, die längst aufgegeben haben und trotzdem weiter funktionieren. Vielleicht weil sie müssen. Mich interessiert diese Grenze zwischen Realität, Isolation und Wahn. Der Moment in dem man merkt, dass man im wahren Leben nur noch Zuschauer ist.

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Ein Tiger auf der Veranda. Er streifte durch den Vorgarten. Sprang auf den Sims. Durchs Fenster. Lief den Flur entlang. Affen hockten auf der Couch und schauten sich hirnrissige Gameshows an. Sie brüllten. Bemerkten den Tiger nicht, der hinter ihnen vorbei schlich. Er interessierte sich nicht für den TV. Er las Bücher. Bildete sich weiter. Studierte Germanistik. Heute hatte er frei. Deswegen spazierte er durch die Vorgärten. Auf seinem Weg begegnete er einer Amsel. Sie hatte ein wunderschönes Federkleid an. Ihr Blick verzauberte ihn. Er grüßte sie. Sie flog davon. Der Tiger schlich weiter. Über Gestein. Über Rasen. Über glatte Flächen. Die Affen hockten noch immer in ihren Häusern und schauten sich hirnrissige Telenovelas an. Er schlief draußen. Der Lärm von drinnen wurde lauter. Er hatte drei Jahre an der Universität verbracht. Las wie verrückt. Bis die Seiten leer wurden. Sie lachten über ihn. Er verschwand für einen Monat. Tauchte nicht mehr auf. Die Giraffe lächelte als er wiederkam. Sie legte den Arm um ihn. Grüßte. Er lächelte nicht. Schwieg. Die Giraffe senkte ihren Hals. Sie ertrug seine Stimmung nicht. Auf den Fluren Blicke von anderen. Sie näherte sich. Stupste ihn an. Ob er noch schreibe. Er schwieg. Tatsächlich schrieb er unbeirrt weiter. Sie hatte alles von ihm gelesen. Jeder Text glich dem anderen. Er zerriss, schrieb neu. Schmiss fort. Setzte neu, strich wieder. Jetzt schlich er durch die Vorgärten und beobachtete das Leben der Affen. Die keifend vor dem TV hockten und sich Chips reinstopften. Die Häuser polterten. Zuwider war ihm das Stechen in seiner Brust. Er schrieb über sie. Sie prusteten. Sie spuckten. Er ertrank im Alkohol. Das Glas sein letzter Freund. Als junger Tiger zogen ihn die Nächte an. Immer eine Braut an seiner Seite. Die Zeiten änderten sich. Jetzt schlief er auswärts. Drehte seine Runden. Schaute in die Häuser. Der Lärm kroch in ihn. Er schaute ins Glas und sprang hinein. Der Schmerz wanderte in seine Brust. Die Giraffe saß neben ihm. Das Glas spiegelte nur noch ihn wieder. Es richtete sich gegen ihn. Er trank es aus. Wieder ein Tag voller Trauer. Der Tiger rostete. Erinnerungen erwachten. Er träumte. Ihre Anerkennung blieb aus. Seine Worte beschränkt. Wie der Rand des Glases, in dem er sich spiegeln konnte. Manchmal schlief er in ihrem Vorgarten. Sie bewarfen ihn mit Tomaten. Er schrieb weiter. Das Glas zerschmetterte. Splitter. Der Tiger blieb auch im Wohnzimmer draußen. Die Affenköpfe starrten ihn neugierig an. Zappten weiter. Interessierten sich nicht für Tiger. Am Schluss hoffte er auf den Ruhm im Nachleben. Der blieb aus. Die Giraffe erinnerte sich nicht mehr. Die Bögen stapelten sich. Entzündeten sich. Er legte sich auf den Rasen. Schlief ein und wachte nicht mehr auf.

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Feedback ist gerne erwünscht. Auch tiefgründige Interpretationen sind gerne gesehen.

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u/jvdbeutelratte — 11 days ago

19m sucht nach Schreibpartner(n)! :)

Hallo,

ich bin 19m und schreibe gerade an meinem Debütroman, der leider noch keinen festen Titel hat. Es ist leicht an Urban Fantasy angelehnt und spielt in einer Parallelwelt, die gerade dem Untergang bevorsteht. Grund für den Weltuntergang? Unser Protagonist.

Ich bin depressiv und habe leider Probleme, Dinge regelmäßig zu tun, inklusive Schreiben. Deswegen suche ich eine Art Motivationsbuddy. Das Teilen von der Geschichte an sich ist für mich möglich, aber nicht notwendig.

Hauptsächlich brauche ich jemanden, mit dem ich regelmäßig Check-Ins machen kann, um auf dem richtigen Weg zu bleiben. Dabei hätte ich an zweimal die Woche bis jeden Tag gedacht. Ich spreche nicht gerne im VC oder zeige mein Gesicht, aber wir können trotzdem gerne gemutet im Sprachchat zusammen schreiben, wenn es sich ergibt.

Idealerweise solltet ihr zwischen 18-30 sein, sonst fühle ich mich nicht wohl, um ehrlich zu sein. Auch brauche ich niemanden, der nach drei Tagen wieder aufgibt. Ihr könnt gerne am Anfang eures ersten Romans sein wie ich, muss aber nicht sein.

Ich würde mich über eine DM oder einen Kommentar freuen!

Wenn ihr außerhalb der Age Range seid, lasst doch trotzdem unten einen Kommentar da, vielleicht findet ihr dort jemanden 😄

LG

Cursed

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u/Cursed_Pondskater — 13 days ago