Log-Daten beim Datenschutzbeauftragten (großes Krankenhaus) angefordert – seit fast einem Monat keine Rückmeldung. Normal oder verdächtig?
Hi zusammen,
ich arbeite als Pflegefachkraft in einem großen Krankenhaus in Deutschland. Am 28. April habe ich beim behördlichen Datenschutzbeauftragten offiziell Einsicht in meine Log-Daten (gemäß Art. 9 DSGVO) beantragt.
Der Grund dafür ist, dass ich den begründeten Verdacht habe, dass jemand aus meinem Team unbefugt (ohne medizinischen/dienstlichen Grund) auf meine Patientenakte zugegriffen hat, als ich nicht da war.
Auf meine allererste E-Mail wurde damals super schnell geantwortet, aber seitdem herrscht absolute Funkstille. Es ist jetzt fast um ein Monat her. Auf meine Erinnerungs-Mails wird nicht reagiert und ans Telefon geht dort auch niemand.
Heute habe ich mit einem Vertreter vom Personalrat gesprochen. Er meinte, dass die Datenschutz-Dienststelle extrem unterbesetzt ist (anscheinend nur zwei Leute für den gesamten Klinikkomplex) und hat mir empfohlen, noch mal eine Erinnerung zu schreiben eihn in CC zu setzen. Das habe ich gerade erledigt.
Trotzdem macht mich das Warten und die Ungewissheit langsam verrückt. Wenn die Log-Daten komplett sauber wären, wäre das doch eigentlich eine Sache von zwei Klicks für die IT, oder? Sie könnten mir einfach eine Standard-Antwort schicken ("kein unbefugter Zugriff festgestellt") und das Ticket schließen.
Dauert das wegen der normalen deutschen Bürokratie einfach so lange oder ist es wahrscheinlicher, dass sie tatsächlich einen unbefugten Zugriff gefunden haben und die Sache jetzt intern in der Rechtsabteilung/Personalabteilung festsitzt, während sie das Ganze prüfen?
Hat jemand schon mal Erfahrungen mit sowas im öffentlichen Dienst oder im Krankenhausbereich gemacht? Danke für eure Einschätzungen!