Modehunde und Hollywood.
Habe mir heute „Heart of the Beast“ angeschaut. Toller Film, der definitiv zu empfehlen ist.
Die Hauptrolle hat Brad Pitt zusammen mit einem deutschen Schäferhundrüden der Arbeitslinie.
Mich als Halter und Züchter dieser Hunde begeistert das natürlich sehr, wenn ein Hund, der den meinen stark ähnelt, in heroischer Weise auf der Kinoleinwand präsentiert wird.
Auch wird das Rasseporträt m.M.n. gut wiedergegeben:
Ein deutscher Schäferhund ist unglaublich loyal zu seiner Lieblingsperson, extrem intelligent, sehr sportlich und ausdauernd und hat nur Angst vor Gott.
Zusätzliche Pluspunkte sind sein natürlicher Körperbau, also Stehohren, Stockhaar, normaler Fang, gerader Schwanz, wodurch er klar kommunizieren kann, so wie es die Natur vorgesehen hat. Also Ohrenhaltung, fletschen, Schwanzhaltung, Fellaufstellen.
Leider gibt es ein Phänomen: nach berühmten Hollywood Filmen mit Hunden kommt es danach oft zu einer starken Nachfrage nach dieser Rasse. So zB. bei Lassie oder Marley.
Nun ist ein deutscher Schäferhund aber kein Labrador Retriever und erst recht nicht die Arbeitslinie. Ein grauer oder schwarzer (umgangssprachlich im Gegensatz zum bunten, also der Hochzucht) ist ein perfekter Hund, wenn man auf ihn eingestellt ist. Das heißt, wenn man mit ihm arbeitet und ihn trieblich auslastet. Und wenn man weiß, dass er sich eine Person im Haushalt auswählt, die dann sein Leben ist. Womöglich nicht die Person, die den Hund am meisten haben wollte. Und wenn der Hund nicht richtig gehalten wird, dann geht das schief. Und in zwei Jahren sehen wir dann in den Tierheimen ganz viele gebrochene Schäferhunde.