Ich halte diese Scheiße nicht mehr aus (soziale Isolation)
Ich habe aktuell kaum noch kontakt zu irgendjemandem und komme damit überhaupt nicht mehr klar. Kurz zu meiner Geschichte:
Ich habe es nie wirklich geschafft sozial integriert zu sein, hatte jedoch für ein paar wenige jahre meines Lebens regelmäßigeren Kontakt zu freunden. Dann kamen zwei jahre depression, in denen ich oftmals, auch spontan, Verabredungen abgesagt habe und nun, da ich seit mindestens einem jahr mehr oder minder „geheilt“ bin (dazu gleich mehr), scheinen besagte freunde mehr oder minder mit mir abgeschlossen zu haben. Ich hab mich seit meiner „heilung“ durchaus ab und an mit ihnen getroffen, auch auf meine initiative hin, aber es ist nicht mehr so wie es mal war. Ich habe auch das Gefühl, zu stören wenn ich mich mal regelmäßiger (auf WhatsApp) melde. Denn schreibe ich mal 2-3 tage am stück ein paar (!) Nachrichten, werde ich spätestens am dritten tag mehr oder minder mit schweigen gestraft. Würde ich mich aber wiederum gar nicht mehr melden, würden manche von denen wahrscheinlich nicht mal mehr an mich denken. Dann hat noch eine Freundin den Kontakt völlig aus dem nichts komplett abgebrochen, ohne dazu in der lage zu sein mir zu sagen, warum. „Es passe einfach nicht mehr so“. Danke für gar nichts.
Irgendwas scheine ich im sozialen Umgang immer falsch zu machen, Freundschaften zerbrechen bei mir idR immer nach 2-3 jahren. Nicht wegen irgendeines streitthemas, sondern weil die Leute einfach keine lust mehr auf mich zu haben scheinen. Und ich verstehe es nicht. Kein schwein sagt mir was das Problem mit mir ist! Ich kann das nicht mehr. Aktuell ist es besonders schlimm, weil ich das Gefühl habe dass einer meiner langjährigen freunde sich nun ebenfalls distanziert. Wenn ich in den letzten wochen mal was mit ihm machen wollte hieß es immer nur, er habe keine zeit, er müsse lernen. Und was bekomme ich im selben Zeitraum mit? Hier war er auf ner party, da auch,… . Ich bin das fünfte rad am wagen, ein irrelevanter side character. Mittlerweile würde es denen nicht mal mehr auffallen wenn ich (längerfristig) weg wäre.
Zur „Heilung“: ich dachte, alles wäre allmählich wieder im lot, aber die Isolation bekommt mir überhaupt nicht mehr. Ich war wie gesagt immer alleine. So alleine, dass covid damals keinen einfluss auf mein Privatleben hatte. Das, worüber alle sich beklagten war seit ich denken kann mein leben. Aber jetzt, mit 30, wird es wirklich zu viel. Ich komme überhaupt nicht mehr mit mir und meinen Gefühlen klar, was in permanenter Betäubung mit Gras resultiert. Ich will diese Gefühle nicht mehr fühlen. Konsumieren will ich aber eigentlich auch nicht mehr. Meinen alltag bekomme ich auch nur noch rudimentär erledigt. Abwasch, wäsche machen, einkaufen, kochen, lesen. Mehr packe ich nicht mehr wirklich. Und mir fällt es wahnsinnig schwer irgendwas für mich selbst zu tun (egal ob hautpflege, kreatives, irgendwas abseits der routinen). Seit etlichen Monaten drücke ich mich auch weitestgehend vor dem bewerbungen schreiben, weil irgendwas in mir komplett blockiert ist. Das Problem hatte ich auch bei meiner Abschlussarbeit. Mittlerweile traue ich mir fachlich überhaupt nichts mehr zu und ich habe auch keine energie mehr das wissen wieder aufzufrischen um wieder selbstsicherer zu werden.
Therapie kann ich irgendwie auch knicken. Hatte ich mal und wurde nicht ernst genommen. Hätte ich mich nicht selbst mit meinen Themen beschäftigt bzw diese erst entdeckt, wäre ich wahrscheinlich immer noch in der richtig schlimmen phase von vor zwei jahren. Und wie die wartelisten aussehen brauche ich euch ja nicht zu sagen. Und eigentlich weiß ich ja weitestgehend was ich tun müsste: neue soziale Kontakte an sozialen orten knüpfen (gut, dank meiner scheinbaren sozialen Inkompetenz schwierig) und Aufgaben durchziehen auch wenn ich sie liegenlassen will. Aber ich kann einfach nicht mehr
Thats it. Keine Ahnung was dieser text mir bringen soll, aber ich wollte es irgendwem sagen. Es hat ja sonst keiner Lust sich mit mir tiefergehend zu befassen
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TLDR: Freunde verlassen mich zunehmend, ich weiß nicht warum, komme mit sozialer Isolation nicht mehr klar, stürze mich in den Rausch weil ich gefühle nicht mehr fühlen will, will aber gar nicht mehr kiffen, bekomme meine alltagsaufgaben kaum noch hin, schaffe es nicht mehr mich da selbst rauszuholen, hab aber auch keinen der mir mit Verständnis begegnet und der sich die Zeit nimmt mir zu helfen (weder therapeut noch ausreichend engagierte/an mir interessierte freunde vorhanden)