Will der deutsche Staat überhaupt noch Versorgerstaat sein? Machen wir es ihm zu leicht mit unserem Ruf nach Eigenverantwortung und Resilienz unserer Bürger, kein Versorgerstaat mehr sein zu wollen?
Natürlich verarscht uns hier der deutsche Staat. Er hat spielend leicht immer noch die Mittel, um Versorgerstaat bleiben zu können. Die obersten 5 Prozent hinterziehen beispielsweise jährlich über 100 Milliarden Euro und schreiben nochmal knapp 100 Milliarden Euro jährlich ab. Das sind 200 Milliarden Euro, die jährlich am Staat vorbei geschustert werden. Würde der Staat durch clevere Gesetze die obersten 5 Prozent dazu zwingen endlich anständig ihre Steuern zu zahlen, dann wäre die Versorgung mit Leichtigkeit gedeckt. Aber will das der Staat überhaupt? Will er nicht lieber die Schwachen hängen lassen, um zu sehen, wer von denen überhaupt noch eigenverantwortlich handelt und resilient ist? Wer's kann ist super und wer nicht, auf den kann man ohnehin verzichten. Wird der Staat von einem Versorgerstaat zu einem Aussiebungsstaat, der nur noch die Lebenstüchtigsten akzeptiert. Machen sich viele von uns zum Komplizen von sowas? Denn viele von uns sind ja eh der Ansicht, die ganzen Schwachen müssten an Billiglohnjobs geprügelt werden. Müssten ihre Eigenverantwortung, Lebenstüchtigkeit und Resilienz beweisen, um akzeptable Menschen zu sein.