Was lehrt uns die Erfahrung der DDR?
Das soll jetzt keine Grundsatzdebatte darüber werden, ob die DDR links bzw. sozialistisch war oder nicht.
Dass der Sozialismus in all seinen Formen nicht funktioniere, ist keine solche Lehre, da schon Marx und Engels warnten, dass eine Revolution in mehreren der wirtschaftlich fortgeschrittensten Länder parallel passieren muss. Es waren aber immer sehr arme bzw. rückständige Länder wie das Russland der Zarenzeit (zudem direkt nach dem 1. Weltkrieg) oder eben Ostdeutschland direkt nach dem 2. Weltkrieg. Das führte, wie die beiden schon richtig erkannten, zu Problemen mit dem kapitalistischen Ausland, daher Repression, teilweise auch militärische Angriffe und dadurch Armut und Autoritarismus. Ähnliches beobachten wir heute in Rojava, abgesehen vom Autoritarismus.
Welche Lehren müssen wir für postkapitalistische Ambitionen dennoch aus der Geschichte der DDR ziehen?