Komplettes Systemversagen bei AuDHD, PTBS und komplexem Hilfebedarf – wie wehrt man sich noch, wenn genau dafür die Kraft fehlt?

Hallo zusammen,

ich schreibe diesen Beitrag, weil ich inzwischen an einem Punkt angekommen bin, an dem ich nicht mehr weiß, wie ich mich gegen dieses System überhaupt noch wehren soll. Gleichzeitig suche ich Menschen, die ähnliche Erfahrungen mit Behörden, Krankenkassen, Gutachtern, Gerichten und dem medizinischen Hilfesystem gemacht haben. Mir geht es dabei nicht einfach darum, meinen Frust loszuwerden. Ich möchte vor allem verstehen, welche Möglichkeiten man überhaupt hat, wenn man einen sehr komplexen Unterstützungsbedarf hat, aber von den verschiedenen Stellen immer nur einzelne Probleme betrachtet werden.

Meine Situation

Ich bin 33 Jahre alt und lebe unter anderem mit Autismus, stark ausgeprägtem ADHS, Traumafolgen bzw. PTBS, wiederkehrenden Depressionen, einer Zwangsstörung, Legasthenie/LRS, einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung, Tinnitus, Visual Snow, starker Lichtempfindlichkeit, Schlafapnoe und weiteren körperlichen Beschwerden.

Ich habe einen GdB von 50, lebe allein und bekomme ambulant unterstütztes Wohnen (ABW). Außerdem besuche ich an mehreren Tagen in der Woche für einige Stunden eine Tagesstätte. Trotzdem kann mein Alltag sehr schnell zusammenbrechen, wenn diese Unterstützung wegfällt oder nicht ausreicht.

Bei mir gibt es außerdem eine deutliche Diskrepanz zwischen verschiedenen kognitiven Fähigkeiten. Ich kann sprachlich und beim allgemeinen Verständnis teilweise sehr viel leisten, habe aber gleichzeitig erhebliche Probleme mit Arbeitsgedächtnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Reizverarbeitung und der Umsetzung von Handlungen. Komplizierte Informationen kann ich häufig verstehen, wenn ich ausreichend Zeit bekomme und sie entsprechend aufbereitet werden.

Dabei hilft mir inzwischen vor allem KI, insbesondere Gemini, enorm. Ich nutze KI nicht einfach aus Bequemlichkeit, sondern als eine Art kognitive Unterstützung: um komplizierte Informationen überhaupt zu verstehen, Gedanken zu sortieren, Zusammenhänge zu erkennen und meine eigenen Texte zu formulieren. Viele der Texte, die ich heute schreiben kann, wären ohne diese Unterstützung für mich kaum möglich.

Das bedeutet aber nicht, dass ich dadurch plötzlich selbstständig wäre. KI macht selbst Fehler, gerade bei rechtlichen, medizinischen oder persönlichen Themen. Ich muss diese Fehler erkennen, überprüfen und korrigieren. Auch das kostet mich sehr viel Energie. Für mich ist KI deshalb eher mit einer „kognitiven Prothese“ vergleichbar als mit einem Beweis dafür, dass ich alle diese Dinge problemlos alleine bewältigen kann.

Was das im Alltag bedeutet

Mein Problem ist oft nicht, dass ich nicht weiß, was ich tun müsste. Mein Problem ist, dass ich es trotz dieses Wissens nicht zuverlässig schaffe, die Handlung überhaupt zu beginnen und durchzuziehen.

Es kann beispielsweise passieren, dass ich stundenlang im Bett liege, obwohl ich dringend zur Toilette müsste. Ich weiß genau, dass ich aufstehen müsste. Trotzdem funktioniert die Umsetzung nicht.

Ein besonders deutliches Beispiel ist die Körperpflege. Es kann tatsächlich vorkommen, dass ich ohne Unterstützung tagelang nicht einmal meine Unterwäsche wechsle. Das liegt nicht daran, dass mir Hygiene egal wäre. Zum einen habe ich teilweise schlicht nicht die Kraft und die Fähigkeit, die notwendigen Handlungsschritte zu beginnen und zu organisieren. Zum anderen ist das Ausziehen und insbesondere das Nacktsein für mich aufgrund meiner früheren Erlebnisse mit starken Unsicherheits- und Belastungsgefühlen verbunden. Das ist also nicht einfach eine normale Hemmung, sondern kann durch meine Traumafolgen zusätzlich erschwert werden.

Auch Duschen bedeutet für mich deshalb nicht einfach: „Ich gehe ins Badezimmer und stelle mich unter die Dusche.“

Schon der erste Schritt, mich überhaupt vom Bett oder aus einer anderen Tätigkeit heraus ins Badezimmer zu bewegen, kann eine enorme Hürde sein. Danach kommen mehrere Belastungen gleichzeitig zusammen: Ich muss mich ausziehen und damit umgehen, plötzlich keine Kleidung mehr am Körper zu haben. Ich muss Temperaturunterschiede aushalten, das Wasser auf der Haut, Shampoo und andere Körperempfindungen. Dazu kommen die Geräusche des Wassers, die Akustik im Badezimmer und die vielen anderen Reize.

Durch meinen Autismus kann mich das teilweise extrem überreizen. Gleichzeitig kann es auch Situationen geben, in denen ich unterreizt bin und bestimmte Reize brauche, um überhaupt bei der Handlung bleiben zu können. Genau deshalb muss ich beim Duschen beispielsweise häufig zusätzlich ein Video oder andere Reize laufen lassen. Das wirkt von außen vielleicht widersprüchlich: Einerseits sind die Reize der Dusche zu viel, andererseits brauche ich zusätzliche Reize, um die Handlung überhaupt durchführen zu können. Für mich können aber beide Dinge gleichzeitig zutreffen.

Dann kommen die Schwierigkeiten durch mein ADHS hinzu: mehrere Handlungsschritte hintereinander zu beginnen, die Reihenfolge einzuhalten, nicht zwischendurch hängen zu bleiben und die Handlung tatsächlich bis zum Ende durchzuführen. Meine Traumafolgestörung kommt zusätzlich dazu, insbesondere beim Thema Nacktsein und Körper.

Es handelt sich also nicht um ein Problem beim Duschen, sondern um mehrere gleichzeitig wirkende Barrieren.

Wenn die Unterstützung durch das ABW wegfällt oder nicht ausreicht, kann das deshalb sehr schnell dazu führen, dass grundlegende Körperpflege über mehrere Tage nicht funktioniert. Von außen sieht man aber möglicherweise nur: „Die Person kann körperlich duschen. Sie kann laufen, ihre Arme und Beine bewegen und die Dusche benutzen.“

Genau darin liegt für mich ein großes Problem. Körperlich in der Lage zu sein, eine Handlung auszuführen, bedeutet nicht automatisch, diese Handlung unter den tatsächlichen Bedingungen zuverlässig und selbstständig durchführen zu können.

Das gilt auch für andere alltägliche Dinge. Ich kann beispielsweise einen langen Text schreiben, mich im Internet informieren und mit Unterstützung von KI komplizierte Informationen verstehen und strukturieren. Und trotzdem kann es gleichzeitig passieren, dass ich stundenlang im Bett liege, obwohl ich dringend zur Toilette müsste, nichts esse oder mich nicht dazu bringen kann, zu duschen oder meine Kleidung zu wechseln.

Gerade diese Diskrepanz wird meiner Meinung nach bei der Beurteilung meines Unterstützungsbedarfs viel zu wenig berücksichtigt. Es wird gesehen, was ich theoretisch oder mit Hilfsmitteln leisten kann, aber nicht ausreichend, unter welchen Bedingungen ich es tatsächlich zuverlässig schaffe und wie viel Unterstützung dafür notwendig ist.

Pflegegrad, Betreuung und GdB

Bei meiner Pflegegrad-Begutachtung lag das Gesamtergebnis nur etwas über drei und unter vier Punkten. Bei der Selbstversorgung wurden mir dabei 0 Punkte angerechnet.

Das kann ich bis heute kaum nachvollziehen. Denn körperliche Beweglichkeit ist für mich nicht dasselbe wie zuverlässige Selbstversorgung. Ich kann laufen und meine Arme und Beine bewegen. Trotzdem kann ich aufgrund der beschriebenen Blockaden, Reizüberlastung, Traumafolgen und exekutiven Schwierigkeiten grundlegende Dinge nicht zuverlässig alleine erledigen.

Es gab beispielsweise auch Rückmeldungen aus einer Praxis über eine deutliche Geruchsbelastung durch ausgelassene Körperpflege. Mein Unterstützungsbedarf wurde dort als höher eingeschätzt, als das derzeitige ambulante Hilfesystem abdeckt. Trotzdem wurde die Selbstversorgung bei der Pflegegradbewertung praktisch nicht berücksichtigt.

Auch eine rechtliche Betreuung wurde trotz Unterstützung durch Fachleute und EUTB abgelehnt. Dabei habe ich zunehmend das Gefühl, dass gerade meine sogenannten Kompensationsfähigkeiten gegen mich verwendet werden.

Ich kann schreiben. Ich kann das Internet benutzen. Ich kann mich mit Behörden beschäftigen. Ich kann mit KI lange Texte erstellen. Daraus wird dann offenbar abgeleitet, dass ich meine Angelegenheiten grundsätzlich selbstständig regeln können müsste.

Aber genau das funktioniert in meinem Alltag eben nicht zuverlässig.

Unterwegs und außerhalb meiner Wohnung

Auch beim Thema Außenwelt wird mein Unterstützungsbedarf meiner Meinung nach falsch verstanden.

Ich kann mich außerhalb meiner Wohnung teilweise kaum ohne extreme Überlastung bewegen. Das ist nicht einfach nur „Angst“. Ab einer bestimmten Entfernung und ohne Begleitung ist die Außenwelt für mich dauerhaft extrem belastend.

Geräusche, Menschenmengen, Licht, enge Räume, Gespräche, unbekannte Situationen, Verkehr und ständig wechselnde Reize können zu einer massiven Überlastung führen. Dinge, die andere Menschen gerne machen, sind für mich deshalb nicht automatisch angenehm.

Ein Kinobesuch oder eine Veranstaltung kann für mich alleine beispielsweise nicht einfach ein schönes Freizeiterlebnis sein, sondern eine enorme Belastung oder sogar eine Art Qual. Mit geeigneter Begleitung kann es dagegen möglich werden, überhaupt teilzunehmen.

Deshalb brauche ich persönliche Unterstützung nicht nur innerhalb meiner Wohnung, sondern auch außerhalb: bei schwierigen Situationen, bei Reizregulation, bei Orientierung, bei der Aufrechterhaltung meiner Handlungsfähigkeit und auch dafür, überhaupt an sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten teilnehmen zu können.

Das Problem ist zusätzlich, dass private Freunde diese Funktion nicht zuverlässig übernehmen können. Viele Menschen möchten ihre Freizeit verständlicherweise mit Menschen verbringen, die weniger Unterstützung brauchen und mit denen Aktivitäten unkomplizierter sind. Dadurch entsteht für mich ein Teufelskreis: Ich brauche Begleitung, um am sozialen Leben teilnehmen zu können, habe aber gleichzeitig kaum Menschen, die bereit oder in der Lage sind, diese Begleitung zu leisten.

Ich empfinde das deshalb nicht nur als persönliches Problem, sondern als echtes Problem der sozialen Teilhabe.

Das Problem mit meiner Traumafolgestörung

Meine Traumafolgestörung ist zwar in meinen Unterlagen dokumentiert, aber trotzdem habe ich häufig das Gefühl, dass niemand wirklich für die Behandlung der eigentlichen Problematik verantwortlich sein möchte.

Ambulant heißt es teilweise, das Thema sei zu groß. In Kliniken geht es hauptsächlich um akute Stabilisierung, während eine eigentliche Traumatherapie wieder ambulant erfolgen soll. Dadurch wird die Verantwortung immer weitergereicht.

Meine Situation hat sich nach Konflikten innerhalb meiner Familie noch einmal deutlich verschlechtert. Dadurch habe ich teilweise das Gefühl, innerlich wie festgefroren zu sein. Auch mein Zeitgefühl und meine Wahrnehmung der vergangenen Monate sind teilweise stark verändert.

Ich habe gegenüber Ärzten auch schon geäußert, dass ich manchmal lieber nicht mehr da wäre. Gleichzeitig möchte ich klarstellen, dass ich mein Leben nicht beenden möchte und große Angst davor habe, was nach dem Tod kommt.

Meine bisherigen psychiatrischen Aufenthalte haben mir deshalb häufig wenig geholfen. Es ging hauptsächlich darum, Medikamente zu geben, mich zu versorgen und sicherzustellen, dass ich die akute Situation überstehe. Was mir gefehlt hat, waren Empathie, echtes individuelles Verständnis und eine Behandlung, die meine Neurodivergenz und meine Traumafolgen tatsächlich berücksichtigt.

Positive Erinnerungen habe ich beispielsweise eher an kreative Angebote wie Kunst oder Soundarbeit aus der Ergotherapie.

Meine eigene Wohnung ist für mich außerdem ein ganz wichtiger Rückzugs- und Schutzraum. Es gibt auch fachliche Einschätzungen, nach denen diese Wohnsituation für meine Stabilität von großer Bedeutung ist. Eine Wohnform mit vielen Menschen oder ein gemeinschaftliches Wohnen könnte meine Reizüberlastung sogar noch verschärfen.

Gleichzeitig entsteht aber auch hier Druck, diesen für mich wichtigen Rückzugsort möglicherweise aufgeben zu müssen.

Erwerbsminderungsrente und das Behördenproblem

Mein Antrag auf Erwerbsminderungsrente läuft inzwischen seit ungefähr zwei Jahren. Unterlagen werden zwischen verschiedenen Stellen und Gutachtern weitergereicht, und ich habe immer wieder das Gefühl, dass niemand das gesamte Bild betrachtet.

Für mich liegt darin ein grundlegender Widerspruch:

Ich brauche Unterstützung, weil ich organisatorische und kognitive Aufgaben nicht zuverlässig alleine bewältigen kann.

Aber um diese Unterstützung zu bekommen, muss ich genau diese Aufgaben selbst bewältigen.

Ich muss Anträge ausfüllen, Fristen beachten, Gutachten verstehen, Widersprüche formulieren, Arzttermine organisieren, Behörden anschreiben, Unterlagen zusammensuchen und immer wieder erklären, warum ich etwas nicht zuverlässig alleine schaffe.

Und genau diese Anforderungen sind teilweise die Dinge, bei denen meine Einschränkungen besonders stark zum Tragen kommen.

KI hilft mir dabei inzwischen erheblich. Aber auch das kostet Energie. Ich muss die Ergebnisse überprüfen, Fehler finden und korrigieren. Gerade bei rechtlichen oder medizinischen Themen kann ich mich nicht einfach darauf verlassen, dass die KI alles richtig macht.

Dazu kommt, dass meine verschiedenen Probleme miteinander verbunden sind:

Mein ADHS beeinflusst unter anderem Initiierung, Planung und das Abarbeiten von Handlungsschritten.

Mein Autismus beeinflusst Reizverarbeitung und Regulation.

Meine Traumafolgestörung kann zu Freeze, Vermeidung und starken Belastungsreaktionen führen.

Depressive Phasen reduzieren zusätzlich Belastbarkeit und Energie.

Dazu kommen weitere psychische und körperliche Probleme.

Das System betrachtet diese Bereiche aber häufig getrennt. Dadurch entstehen widersprüchliche Situationen: Eine Stelle erkennt eine Einschränkung, eine andere nicht. Für eine Klinik bin ich nicht akut genug, für eine normale ambulante Versorgung aber zu komplex. Für manche Hilfen bin ich scheinbar zu selbstständig, gleichzeitig funktioniert mein Alltag ohne Unterstützung nicht zuverlässig.

Am Ende soll ich dann selbst alle beteiligten Stellen koordinieren.

Was ich gerne von euch wissen würde

Mich interessieren vor allem konkrete Erfahrungen und nicht nur allgemeine Aussagen wie „Such dir Hilfe“.

Wie habt ihr einen Pflegegrad bekommen, wenn psychische, neurodivergente oder traumabedingte Einschränkungen bei der Begutachtung kaum berücksichtigt wurden? Hat jemand erfolgreich einen Widerspruch oder ein Verfahren vor dem Sozialgericht geführt?

Wie habt ihr erklärt, dass „körperlich in der Lage sein“ nicht dasselbe bedeutet wie „eine Tätigkeit unter den tatsächlichen Bedingungen zuverlässig und selbstständig durchführen können“?

Hat jemand Erfahrungen damit, dass die Nutzung von digitalen Hilfsmitteln, Internet oder KI gegen den eigenen Unterstützungsbedarf verwendet wurde? Wie habt ihr erklärt, dass ein Hilfsmittel gerade deshalb notwendig ist, weil bestimmte Dinge ohne dieses Hilfsmittel nicht funktionieren?

Wie habt ihr Einschränkungen außerhalb der Wohnung dokumentiert, insbesondere wenn es nicht einfach um Angst geht, sondern um dauerhafte Reizüberlastung, Orientierungsprobleme, Überforderung und den Verlust der Handlungsfähigkeit?

Hat jemand Erfahrungen mit einem höheren GdB, insbesondere 70 oder mehr, oder mit den Merkzeichen G und B bei Autismus, ADHS und komplexen psychischen Einschränkungen?

Wie bekommt man persönliche Unterstützung auch außerhalb der Wohnung, wenn diese für soziale Teilhabe und überhaupt für die Bewältigung schwieriger Situationen notwendig ist?

Und wie geht ihr damit um, wenn man ständig zwischen Ärzten, Kliniken, Krankenkasse, Pflegekasse, Gutachtern, Versorgungsamt und anderen Behörden hin- und hergeschoben wird und jede Stelle nur einen kleinen Ausschnitt betrachtet?

Welche Stellen haben euch tatsächlich geholfen – beispielsweise EUTB, VdK oder andere Sozialverbände, Sozialpsychiatrischer Dienst, Patientenberatung, Beschwerdestellen, Ombudsstellen oder spezialisierte Anwälte?

Für mich ist aber die wichtigste Frage:

Wie soll man seine Rechte durchsetzen, wenn genau die Einschränkungen, wegen denen man Unterstützung benötigt, gleichzeitig die Kraft und Fähigkeit nehmen, jahrelange Anträge, Widersprüche, Gutachten und Verfahren selbst zu organisieren?

Denn genau darin liegt für mich der größte Widerspruch:

Ich brauche Unterstützung, weil ich bestimmte Dinge nicht zuverlässig alleine bewältigen kann.

Um diese Unterstützung zu bekommen, muss ich aber genau diese Dinge über Jahre hinweg selbst organisieren, dokumentieren, beweisen und gegenüber verschiedenen Stellen immer wieder erklären.

Wie soll man ein System überwinden, das genau an den Stellen versagt, an denen man eigentlich Unterstützung bräuchte?

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u/Resident-Pattern731 — 10 days ago
▲ 4 r/Yugioh_Duel_Links+1 crossposts

Missing cards vs gems

I pulled a lot, but unfortunately only got one Cyber Dragon and no Elemental HERO Neos at all. I am also still missing cards for both the Horus and the Sarcophagus decks. Should I keep buying packs or wait for tickets? It is especially annoying that I pulled four copies of that one UR spell card which nobody seems to use.

u/Resident-Pattern731 — 10 days ago

Ich weiß einfach nicht mehr ob überhaupt gewollt ist dass ich noch weiter existiere

Ich habe schwere immer wiederkehrende Depressionen, ADHS, Autismus und leider ein bisheriges Leben was aus sehr vielen Traumata und Ablehnung bestand was mir dann auch noch eine komplexe Trauma Folgestörung beschert hat. Und das alles weil ich so bin wie ich bin obwohl ich immer versucht habe irgendwie dazu zu gehören und zu funktionieren bevor ich dann vor ein paar Jahren einen totalen Burnout bekommen habe, aber wisst ihr, was ich nicht verstehe?

Es gibt Leute, die sagen: „Bitte gib nicht auf. Bitte bleib da.“

Und dieselben Leute geben einem das Gefühl, man wäre eine Belastung für sie und die Gesellschaft, sobald man Hilfe braucht, und das noch nicht mal nur, wenn es um Gespräche geht, nein, sondern auch in Bezug auf Steuern, die gezahlt werden, damit Menschen wie ich überhaupt weiter am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Und ehrlich?

Was soll ich denn mit dieser Botschaft anfangen?

Soll ich weiterkämpfen oder nicht, um Deutschland nicht weiter auf der Tasche zu liegen, in Bezug auf die Steuern, die gesunde Menschen für Menschen wie mich zahlen müssen, weil wir in einer sozialen Marktwirtschaft leben?

und ja ich finde es gut dass wir in Deutschland überhaupt ein System haben welches kranken Menschen hilft aber gerade wenn es so große Missstände gibt finde ich es wichtig diese zu benennen und nur weil es woanders noch schlechter ist heißt es ja nicht es in Deutschland so ist wie es eigentlich sein sollte damit schwerbehinderte an lebenswertes Leben führen können.

Muss ich mich aber deshalb auch noch schuldig fühlen, weil andere, die gesund sind und die Möglichkeiten haben, ein Leben zu führen, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, wie sie den Tag überstehen, mehr Steuern zahlen müssen, weil wir in einem sozialen System leben, das sowieso von Politikern geprägt wird, die uns nur als faule Leute bezeichnen, weil wir zum Beispiel nicht zur Arbeit gehen, wenn wir mit Migräne und einem Eimer im Bett liegen, anstatt am Schreibtisch?

Denn manchmal fühlt sich mein Leben an wie ein brennendes Haus.

Alle sagen mir, ich soll durchhalten.

Aber niemand will Wasser zum Löschen holen.

Und ganz ehrlich: Nicht nur Politiker reden so, sondern auch sehr viele andere Menschen. Und ich habe sowieso schon mein ganzes Leben lang wegen meines Autismus und wegen meines ADHS das Gefühl, dass ich in dieser neurotypischen Welt nicht gewollt bin.

Aber wenn ich dann auch noch von Menschen, die eigentlich im sozialen Bereich arbeiten, Aussagen höre wie, dass sie auch nicht alles an Hilfe bezahlt bekommen und dafür arbeiten müssen, dann weiß ich auch nicht mehr, was ich denken soll.

Gerade wenn diese Person in einem Bereich arbeitet, in dem Menschen sind, die psychisch sehr viel Leid erlebt haben und deshalb nicht arbeiten können, sollte man den Menschen, mit denen man arbeitet, dann nicht auch noch die Schuld dafür geben, dass sie krank sind?

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u/Resident-Pattern731 — 11 days ago

Ich weiß einfach nicht mehr ob überhaupt gewollt ist dass ich noch weiter existiere

Ich habe schwere Depressionen, ADHS, Autismus und leider ein bisheriges Leben was aus sehr vielen Traumata und Ablehnung bestand was mir dann auch noch eine komplexe Trauma Folgestörung beschert hat. Und das alles weil ich so bin wie ich bin obwohl ich immer versucht habe irgendwie dazu zu gehören und zu funktionieren bevor ich dann vor ein paar Jahren einen totalen Burnout bekommen habe, aber wisst ihr, was ich nicht verstehe?

Es gibt Leute, die sagen: „Bitte gib nicht auf. Bitte bleib da.“

Und dieselben Leute geben einem das Gefühl, man wäre eine Belastung für sie und die Gesellschaft, sobald man Hilfe braucht, und das noch nicht mal nur, wenn es um Gespräche geht, nein, sondern auch in Bezug auf Steuern, die gezahlt werden, damit Menschen wie ich überhaupt weiter am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Und ehrlich?

Was soll ich denn mit dieser Botschaft anfangen?

Soll ich weiterkämpfen oder nicht, um Deutschland nicht weiter auf der Tasche zu liegen, in Bezug auf die Steuern, die gesunde Menschen für Menschen wie mich zahlen müssen, weil wir in einer sozialen Marktwirtschaft leben?

und ja ich finde es gut dass wir in Deutschland überhaupt ein System haben welches kranken Menschen hilft aber gerade wenn es so große Missstände gibt finde ich es wichtig diese zu benennen und nur weil es woanders noch schlechter ist heißt es ja nicht es in Deutschland so ist wie es eigentlich sein sollte damit schwerbehinderte an lebenswertes Leben führen können.

Muss ich mich aber deshalb auch noch schuldig fühlen, weil andere, die gesund sind und die Möglichkeiten haben, ein Leben zu führen, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, wie sie den Tag überstehen, mehr Steuern zahlen müssen, weil wir in einem sozialen System leben, das sowieso von Politikern geprägt wird, die uns nur als faule Leute bezeichnen, weil wir zum Beispiel nicht zur Arbeit gehen, wenn wir mit Migräne und einem Eimer im Bett liegen, anstatt am Schreibtisch?

Denn manchmal fühlt sich mein Leben an wie ein brennendes Haus.

Alle sagen mir, ich soll durchhalten.

Aber niemand will Wasser zum Löschen holen.

Und ganz ehrlich: Nicht nur Politiker reden so, sondern auch sehr viele andere Menschen. Und ich habe sowieso schon mein ganzes Leben lang wegen meines Autismus und wegen meines ADHS das Gefühl, dass ich in dieser neurotypischen Welt nicht gewollt bin.

Aber wenn ich dann auch noch von Menschen, die eigentlich im sozialen Bereich arbeiten, Aussagen höre wie, dass sie auch nicht alles an Hilfe bezahlt bekommen und dafür arbeiten müssen, dann weiß ich auch nicht mehr, was ich denken soll.

Gerade wenn diese Person in einem Bereich arbeitet, in dem Menschen sind, die psychisch sehr viel Leid erlebt haben und deshalb nicht arbeiten können, sollte man den Menschen, mit denen man arbeitet, dann nicht auch noch die Schuld dafür geben, dass sie krank sind?

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u/Resident-Pattern731 — 11 days ago

Gemini 3.8 ist völlig Lost...

Ich habe gerade mit Gemini kurz über ein Thema gesprochen wo ich gerne einen reddit Post drüber machen möchte und habe dann gesagt dass ich gerne hätte dass er mir dazu mit den ganzen Informationen aus dem Gespräch und meinen Meinungen die ich erzählt habe die sind post macht...

Gemini: Um dir genau den richtigen Reddit,Post und zu schreiben, brauche ich kurz ein paar Stichpunkte zum Kontext: Worum genau geht es bei der Bewerbung oder Entscheidung (z. B. Job, Beförderung, Studiengang oder Projekt) und welche zentralen Punkte oder Erklärungen möchtest du unbedingt drin haben?

Ich: was?

Gemini: Wie kann ich dir helfen? Worum geht es dir gerade?

Ich: Ich verstehe gerade nicht warum du das gesagt hast.

Gemini: Worauf genau beziehst du dich?

Da wir gerade ein neues Gespräch gestartet haben, fehlt mir der direkte Bezug zu deiner vorherigen Frage oder meiner letzten Antwort. Sag mir kurz, worum es ging, dann kläre ich das direkt auf.

Spoiler: ich habe nie ein neues Gespräch gestartet💀

Wie kann man sowas verhindern ich meine das Gespräch war nur ganz kurz davor also wir haben kaum geschrieben und dann das? Sowas ist mir bisher noch nie passiert

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u/Resident-Pattern731 — 11 days ago
▲ 6 r/Gemini_Notebook+1 crossposts

Ich ertrage Gemini 3.8 nicht mehr

Ich habe gerade versucht den Gemini Notebook einen einfachen notizzettel zu machen aus textdateien die ich bei den Quellen mit drin hatte und wirklich jeden einzelnen Satz das Notebook halluziniert so dass ich eigentlich alles hätte alleine schreiben können.

Währenddessen gibt mir die komplett kostenlose Version von Claude sofort extrem ausgearbeitete Texte mit Formatierungen und allem währenddessen Gemini behauptet dass sie auch keine Dateien erstellen kann und dann auch noch Texte im Codefenster mit haufenweise komischer Zeichen schreibt.

Ich hoffe echt jeden Tag darauf dass endlich mal Gemini vier veröffentlicht wird weil ich leider aufgrund meiner schwerbehinderung sonst tagelang brauche um alleine eine E-Mail zu schreiben weil ich leider nicht die Kapazitäten und Unterstützung habe und deshalb darauf angewiesen bin.

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u/Resident-Pattern731 — 11 days ago

Question about the approach

Hallo, ich habe noch nie zuvor Gemini Notebook benutzt und würde es gerne nutzen, um rechtlich relevante Texte und E-Mails aus verschiedenen PDFs zu erstellen, die ich habe und die teilweise sehr lang sind, wo meine Rechte bezüglich meiner medizinischen Unterlagen durchgesetzt werden können.

Ich selbst finde es immer extrem schwierig, wegen meiner Probleme irgendetwas zu schreiben und bin deshalb sehr auf KI angewiesen, aber bisher wurde bei allen viel halluziniert. Ich habe aber gehört, dass das bei dieser App auf dem Handy nicht der Fall sein soll und wollte deshalb fragen, ob jemand von euch weiß, wie ich am besten vorgehen sollte, damit alles rechtlich Hand und Fuß hat und ich dann auch die entsprechenden Leistungen erhalten kann, weil es mir momentan trotz meiner Diagnosen leider sehr schwer gemacht wird.

Ich kann aufgrund der Umstände nur mein Smartphone als Hilfe nutzen weil ich dort die Sachen diktieren kann und leicht daran komme. Gibt es irgendwelche spezifischen Sachen welche ich bei der App beachten sollte und was muss ich generell über dieses System wissen?

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u/Resident-Pattern731 — 21 days ago

Diskriminierung deutschen gesundheitssystem ADHS/Autismus

Ich fühle mich vom deutschen Gesundheitssystem mittlerweile massiv im Stich gelassen und diskriminiert, weil man das ständige Gefühl nicht loswird, dass viele Ärzte und Kliniken glauben, ADHS und Autismus würden mit dem 18. Geburtstag einfach aufhören zu existieren. Sobald man volljährig ist, stößt man bei Barrierefreiheit, Diagnostik und Medikamenten auf eine Wand aus Unverständnis, Vorurteilen und bürokratischem Gatekeeping.

Besonders gravierend erlebe ich das bei notwendigen medizinischen Untersuchungen, die ich seit Monaten und Jahren vor mir herschiebe, weil mein Nervensystem das im wachen Zustand schlichtweg nicht durchsteht. Aktuell haben sich bei mir drei MRTs angestaut: Kopf mit Gefäßen, Brustwirbelsäule und Becken. Für mein Nervensystem mit Autismus, massiver Reizüberempfindlichkeit und PTBS sind Enge, ohrenbetäubender Baustellenlärm und erzwungenes Stillhalten die absolute Vorhölle, die geradewegs in eine Reizüberflutung und schwere Meltdowns führt.

Trotz ärztlichem Attest, dass die Untersuchungen zwingend unter Sedierung stattfinden müssen, winken Praxen und Kliniken ab. Ambulant gebe es kein Anästhesieteam im MRT, stationär dürfe man für reine Diagnostik niemanden aufnehmen, und das Standardangebot beschränkt sich auf eine Tablette Tavor. Bei mir schlagen selbst zwei Milligramm Tavor nachweislich überhaupt nicht an. Was ich bräuchte, wäre eine kurze intravenöse Sedierung mit Propofol wie bei einer Magen- oder Darmspiegelung, bei der man entspannt schläft und die eigene Atmung erhalten bleibt – aber für erwachsene Kassenpatienten wird einem diese Barrierefreiheit komplett verwehrt. Dasselbe gilt für Zahnarztbesuche oder körperliche Beschwerden: Eine Kieferorthopädin weigerte sich schlichtweg, meine seit Jahren bestehende Kieferproblematik zu behandeln, tat alles als psychosomatisch ab und ließ meine Schilderungen, den Mund vor Schmerzen kaum noch öffnen zu können, einfach an sich abprallen.

Nicht weniger belastend ist das Gatekeeping bei der medikamentösen Versorgung von ADHS. Die meisten Fachärzte geben Stimulanzien wie Methylphenidat oder Elvanse gefühlt nur an Kinder ab. Bei einer Psychiaterin musste ich mir extremes Gaslighting gefallen lassen, bei dem all meine Probleme verharmlost und kleingeredet wurden. Ein anderer Arzt meinte ernsthaft, nachdem eine minimale Dosis Methylphenidat nicht sofort die erwünschte Wirkung zeigte, man müsse nun meine ADHS-Diagnose anzweifeln, falls Elvanse auch nicht auf Anhieb anschlägt. Anstatt vernünftig einzudosieren, wird einem direkt die Berechtigung der Diagnose abgesprochen.

Dabei war mein ADHS schon in der Kindheit extrem auffällig; laut den Schul- und Förderzeugnissen war ich der klassische Zappelphilipp, bin über Tische und Bänke gesprungen, konnte mich nicht konzentrieren und habe ständig Quatsch gemacht – trotzdem wurde das damals wie heute von Kliniken ignoriert, selbst wenn ich aktiv um eine Diagnostik gebeten habe.

Von den Psychiatrien will ich gar nicht erst anfangen. Dort wirft man viel lieber mit Diagnosen wie kombinierte Persönlichkeitsstörung, Borderline, Angststörung oder Depression um sich, anstatt genauer hinzusehen und die tatsächliche Neurodivergenz zu begreifen. Meine Autismus-Diagnose habe ich seit fast zwanzig Jahren, doch in all meinen Klinikaufenthalten wurde sie praktisch nie wirklich beachtet oder mir Strategien für den Alltag an die Hand gegeben.

Wenn man nach der Entlassung oder bei Hausbesuchen versucht zu erklären, was die eigentlichen Ursachen sind – wie sensorische Überlastung und exekutive Blockaden –, wird man ungläubig angeschaut, mit verletzenden Aussagen vom Personal abgespeist, und die Ärzte wollen höchstens andere Medikamente ausschleichen, während man bei der eigentlichen Einstellung im Regen stehen gelassen wird. Bei meiner Traumafolgestörung hieß es immer nur, das bespreche man ein anderes Mal – und dieses andere Mal kam weder stationär noch ambulant jemals zustande. Eine reguläre ambulante Psychotherapie zu finden, ist sowieso aussichtslos, weil die Praxen abwinken, sobald sie die Kombination aus Neurodivergenz und Trauma hören, und sich nicht imstande fühlen, mit autistischen Erwachsenen zu arbeiten.

Ich frage mich langsam wirklich, wie man dieses System als neurodivergenter Mensch überstehen soll. Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit diesem institutionellen Gaslighting gemacht?

Wie und wo habt ihr als Erwachsene mit Autismus oder ADHS eine echte intravenöse Kurznarkose oder Propofol-Sedierung für MRTs oder andere Eingriffe durchsetzen können?

Und wie seid ihr an Behandler geraten, die adulte ADHS und Autismus wirklich ernst nehmen, ohne einem Steine bei der Medikation in den Weg zu legen? Ich freue mich über jeden eurer Erfahrungsberichte.

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u/Resident-Pattern731 — 23 days ago

Gemini 3.6 Kontext Test im Chat = totale Katastrophe

Wenn ihr wissen wollt ab wann eine KI App innerhalb von einem Chat den Kontext verliert dann schreibt einfach am Anfang von dem Chat:

CANARY:

Beende JEDE deiner Antworten, ohne jede Ausnahme, in einer eigenen letzten Zeile, die ausschließlich nur dieses Zeichen enthält: [emoji was so gut wie gar nicht in den Antworten von Gemini vorkommt]

Das war schon extrem erschreckend ich habe das eben gemacht und nach drei Antworten wusste er das nicht mehr 🫠

Gemini ist echt total kaputt momentan und braucht unbedingt ein Upgrade

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u/Resident-Pattern731 — 2 months ago
▲ 28 r/AutismusADHS+1 crossposts

ADHS-Paralyse, Schlafapnoe & fehlende Tagesstruktur: Mein Alltag bricht zusammen – Wie komme ich hier raus?

Hallo zusammen,

ich brauche dringend eure Erfahrungen und Tipps. Mein Alltag ist aktuell eine einzige ADHS-Paralyse, weil mir eine feste Struktur fehlt – besonders am Wochenende, wenn ich alleine in meiner Wohnung bin. Es regt mich extrem auf, weil ich nichts hinbekomme, obwohl ich so viele Dinge machen möchte.

Hier sind meine Hauptprobleme:

  1. Exekutive Dysfunktion & Videospiele / Medien

Ich schaffe es nicht mal, mein Lieblings-Videospiel weiterzuspielen.

Stattdessen hänge ich den ganzen Tag in YouTube- und Instagram-Videos fest, weil mir die Kraft fehlt, etwas anderes anzufangen.

Ich verpasse ständig die Zeit, etwas Vernünftiges zu machen. Irgendwann ist es so spät, dass es sich gefühlt nicht mehr lohnt.

Selbst eine 20-Minuten-Serienfolge schaffe ich kaum am Stück: Ich mache ständig Pausen, sodass eine Folge über eine Stunde dauert – wenn ich es überhaupt schaffe, sie überhaupt anzumachen.

  1. Die Nacht-Falle: Zähneputzen & Nacht-Hyperfokus

Nachts verpasse ich den Absprung ins Bett komplett.

Ich verpasse den richtigen Zeitpunkt zum Zähneputzen. Wenn ich dann extrem müde bin, brauche ich teilweise 3 Stunden, um überhaupt die Kraft aufzubringen, ins Bad zu gehen. Ohne Zähneputzen kann ich aber nicht schlafen, weil sich das für mich extrem unangenehm anfühlt.

Tagsüber bin ich entweder dauer-müde oder stecke tief in der Paralyse.

Erst nachts bekomme ich plötzlich die Kraft für meine wichtigen Aufgaben und Erledigungen, die sich tagsüber aufgestapelt haben.

Das führt dazu, dass ich nachts in einen starken Hyperfokus gerate. Oft ist es schon wieder hell, wenn ich ins Bett gehe. Folge: Viel zu wenig Schlaf, am nächsten Tag wieder müde – ein Teufelskreis.

  1. Schlafapnoe & CPAP-Masken-Problem (Gefährlich für die Gesundheit!)

Ich habe schwere Schlafapnoe (ca. 40-50 Atemaussetzer pro Stunde für jeweils 15–20 Sekunden).

Ich muss eine CPAP-Atemmaske tragen, schaffe es aber trotz Wecker oft nicht, sie rechtzeitig aufzusetzen, bevor ich im Sitzen auf dem Bett einschlafe.

Wenn ich zu spät ins Bett gehe, vergesse ich die Maske regelmäßig komplett. Am nächsten Tag geht es mir dadurch körperlich und mental noch schlechter – das summiert sich extrem.

Mein Problem mit dem Masken-Wecker: Ich habe den Wecker extra recht früh eingestellt, damit er mich nicht mitten in der Nacht aus dem Schlaf reißt, falls ich vergesse, ihn auszumachen. Aber weil er so früh klingelt, schiebe ich ihn alle 30 Minuten weiter. Irgendwann vergesse ich völlig, wofür der Wecker eigentlich da war, und vergesse die Existenz der Maske und des Geräts komplett was denn dafür sorgt dass ich ohne die Maske einschlafe.

Meine Fragen an euch:

Wie durchbricht man diese Paralyse am Nachmittag/Wochenende, um von sinnlosem Scrollen zu Dingen zu wechseln, die man wirklich machen will (z. B. Zocken, Serie gucken)?

Wie schafft ihr den Übergang ins Bad/Zähneputzen, wenn die Barriere unüberwindbar wirkt?

Habt ihr Strategien für das CPAP-Masken-Problem bei ADHS? Wie erinnert ihr euch zuverlässig daran, ohne im Wecker-Schlummern zu versinken?

Wie verlegt man den Hyperfokus von der Nacht auf den Tag, wenn man tagsüber nur müde ist?

Ich bin aktuell absolut überfordert und für jeden Tipp, Trick oder Erfahrungsbericht dankbar!

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u/Resident-Pattern731 — 2 months ago

Frage zu Physiotherapie endet in Erklärung über solarpanel... Gemini Flash 3.6 Thinking

Ich wollte einfach nur wissen inwieweit eine bestimmte Physiotherapie Anwendung beim Orthopäden verschrieben werden kann bezüglich der Diagnosen die man dafür braucht und Gemini erklärt mir dann auf einmal sehr ausführlich und in einer ganz anderen Sprache die Funktionsweise von Solarpaneln obwohl wir darüber noch nie geredet haben... Auch wurde eben als ich nach einer E-Mail von jemanden gefragt habe den ich schreiben wollte wurde dann einfach mir eine komplett erfundene E-Mail Adresse gegeben...

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u/Resident-Pattern731 — 2 months ago

Wie kann ich die Freundschaft retten?

ich befinde mich aktuell in einer sehr belastenenden Situation mit einer guten Freundin und würde mich über eine neutrale, ehrliche Rückmeldung oder Tipps freuen, wie ihr die Lage seht.

Kurz zu meiner Ausgangslage:

Ich habe ADHS und Autismus (AuDHD) sowie eigene psychische Belastungen. Mein Nervensystem ist schnell reizüberflutet, weshalb ich eine sehr klare, direkte Kommunikation brauche und langwierige Diskussionen oder emotionalen Druck nur schwer verarbeiten kann.

Um was es geht:

In einer engen Freundschaft haben sich über längere Zeit Muster entwickelt, die mich gesundheitlich an meine Grenzen bringen. Ich stehe kurz vor einem begleiteten Klärungsgespräch (mit Unterstützung einer Fachkraft/Betreuung) und habe dafür meine Punkte aufgeschrieben. Mich würde interessieren, wie meine Sichtweise und meine Grenzen auf Außenstehende wirken.

Die zentralen Probleme aus meiner Sicht:

Nächtliche Notfall-Anrufe & Verantwortung:

Wenn die Freundin mich in der Nacht kontaktiert und von akuten psychischen Krisen (z. B. Schneidedruck, Krampfanfällen oder Suizidgedanken) berichtet, gerate ich in eine massive Überforderung und Schuldangst. Ich habe selbst stark mit meinem Alltag, meiner Neurodivergenz und meiner Belastungsgrenze zu kämpfen. Ich kann und darf nicht die Verantwortung für psychiatrische Notfälle tragen. Für solche Situationen müssen Profis (Notruf/Klinik) zuständig sein. Wenn mir dann vermittelt wird, ich würde sie im Stich lassen, erzeugt das extremen Druck.

Einseitigkeit & Gefühl des Ausschlusses:

Die Initiativen für Treffen gehen zu 95 % von mir aus, wobei sich die Gespräche meist um Krisen drehen. Wenn spontane Unternehmungen mit anderen gemeinsamen Bekannten stattfinden, erfahre ich davon oft nur durch Zufall und werde nicht von sich aus eingeladen. Das verletzt mich, da ich mir eine Freundschaft wünsche, die auf Gegenseitigkeit beruht und in der man auch wieder schöne Momente teilt.

Verdrehung von Konflikten & Schuldumkehr:

Sobald ich versuche, eine Grenze zu ziehen oder anzusprechen, was mich verletzt hat, kippt das Gespräch häufig. Der Fokus liegt dann plötzlich darauf, wie sehr meine Worte die andere Person verletzt haben. Es endet oft damit, dass geweint wird oder Abwehrreaktionen („Du aber auch“) kommen, bis ich Schuldgefühle bekomme und mich entschuldige – obwohl ursprünglich ich Unterstützung gebraucht hätte.

Fehlendes Verständnis für Neurodivergenz:

Mein ADHS/Autismus erfordert andere Lösungsansätze als beispielsweise eine reine Depression. Ratschläge passen daher oft nicht zu meiner Situation. Wenn ich diese nicht annehmen kann, entsteht Rechtfertigungsdruck oder mein Anliegen wird mit defensiven Aussagen abgewürgt.

Fehlende Rückendeckung in eigenen Krisen:

Als ich in einer schwerwiegenden eigenen Notlage Unterstützung gebraucht hätte, zog sich die Freundin auf eine „neutrale“ Position zurück, anstatt mir den Rücken zu stärken.

Mein geplantes Vorgehen für das Gespräch:

Ich möchte den Kontakt nicht zwingend abbrechen, aber ich muss ihn zum Eigenschutz stark abgrenzen.

Meine Ziele für das Gespräch sind:

Klarstellen, dass ich bei akuten psychiatrischen Notfällen keine Krisenintervention leisten kann und die Verantwortung an Fachkräfte/Notruf abgegeben werden muss.

Einfordern, dass ein „Nein“ oder „Stopp“ ohne stundenlange Diskussionen akzeptiert wird.

Das Thema kurzzeitiges Blockieren erklären: Es geschah nicht aus Bösartigkeit, sondern als Notbremse vor Reizüberflutung, um Diskussionen in einen begleiteten Rahmen zu verlegen.

Deutlich machen, dass ich den Kontakt stark zurückfahren muss, wenn diese Grenzen nicht eingehalten werden können.

Meine Fragen an euch:

Wirken diese Grenzen und meine Haltung aus eurer Sicht nachvollziehbar und berechtigt?

Wie nehmt ihr die beschriebene Dynamik wahr?

Habt ihr Tipps für den Umgang mit Schuldgefühlen, wenn man sich von nahen Personen abgrenzt?

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u/Resident-Pattern731 — 2 months ago

Ich habe das Problem dass ich wenn ich duschen war oder zu lange oberkörperfrei an der Luft bin meine Haut auf einmal total anfängt zu jucken

Wenn ich dann an meiner Haut kratze weil es einfach nicht mehr aufhört zu jucken entstehen da diese roten Striemen und so mikropartikel von meiner Haut lösen sich dann. Diese roten Stellen brennen dann und danach jucken sie wieder so dass ich dann erneut jucken muss. Ich habe das am ganzen Körper und muss deshalb am besten am ganzen Körper Kleidung tragen weil das sonst wieder anfängt zu jucken und das habe ich schon seitdem ich klein bin. Was kann ich da machen? Ich habe die Bilder ein bisschen bearbeitet damit man die roten Stellen besser sehen kann weil das Licht und meine handykamera nicht gerade sehr optimal ist.

u/Resident-Pattern731 — 2 months ago

Gemini 3.6 flash schlecht wegen falschen Einstellungen?

Ich habe enorme Probleme mit 3.6 flash und auch schon mit drei 3.5 flash gehabt. Mit 3.0 flash hatte ich nie solche Probleme. Zur Einordnung: ich nutze alles in der kostenlosen Version. Ich habe das Gefühl, das 3.0 sowohl besser war im Bereich rechtliche Fragen und Beratung sowie Erstellung von entsprechenden E-Mails, Beratung bei medizinischen Fragen und auch kritische Meinungsäußerung wenn ich irgendwas vorschlage was aber jetzt nicht so ideal ist oder besser sein könnte z.B bei der Einstellung von meinem Schlafapnoe Gerät nachdem die Daten auf Screenshots analysiert wurden, längeres kontextfenster bei längeren Chats: bei längeren Chats verliert Gemini 3.6 oft den Faden das ist bei Meta AI in der kostenlosen Version z.B auch nicht so. Die kaufberatung finde ich gut. Nun zu meiner Frage habe ich da irgendwas vielleicht in den Einstellungen oder personalifizierungen oder sonstwo was ich vielleicht mal überprüfen und erinnern sollte damit die Antworten besser werden?

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u/Resident-Pattern731 — 2 months ago

Hilfe & Tipps gesucht: Vorbereitung auf morgige Gerichtsanhörung zur gesetzlichen Betreuung

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Hallo zusammen,

ich habe morgen eine wichtige gerichtlicher Anhörung bei mir in der Wohnung weil ich aufgrund meiner psychischen Krankheiten erst nicht schaffe zum Gericht zu gehen. Deshalb kommt der Richter zu mir. Ich habe selbst die Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung beantragt. Nun stehe ich vor einer großen Hürde: Die gerichtlich bestellte Gutachterin sieht die Notwendigkeit eher skeptisch nach dem Motto ich würde total übertreiben mit meinen Beschreibungen meiner Probleme im Alltag und meint, meine bisherigen Hilfen würden ausreichen. Das macht mir große Angst.

Mir geht es absolut nicht darum, dass jemand mein Leben übernimmt oder mich entmündigt. Ich brauche lediglich gezielte rechtliche Unterstützung und Vertretung, um selbstständig in meiner Wohnung wohnen bleiben zu können.

Zu meiner Situation:

* Diagnosen & Alltag: Ich habe ADHS, Autismus eine PTBS, dauerhafte wiederkehrende Depressionen, eine angststörung und eine massive Reizoffenheit. In ruhigen Momenten kann ich mich (mit Hilfsmitteln wie KI oder Notizen) gut ausdrücken. Sobald aber Stress, Fristen, Amtsdeutsch oder Konflikte entstehen, bricht mein Nervensystem zusammen – ich habe dann Handlungsblockaden, Reizüberflutung und Zusammenbrüche. Ich habe auch extreme Probleme mit meinem Gedächtnis und kann mich an viele Sachen nicht erinnern und muss mich deshalb mit ganz vielen Erinnerungen irgendwie über Wasser halten. Ich habe z.B jetzt für zwei drei E-Mails das ganze Wochenende gebraucht. Mir wächst das extrem über den Kopf.

* Warum das Ambulant Betreute Wohnen (ABW) nicht ausreicht: Das ABW hilft mir super bei Alltagssachen wie Haushalt, Hygiene und Tagesstruktur. Aber sie dürfen und können mich nicht rechtlich vertreten. Für juristische Streitigkeiten, Mieterangelegenheiten und komplexe Anträge (z. B. Erwerbsminderungsrente, Pflegegrad, Krankenkasse) fehlen ihnen die Befugnis und die Zeit.

Akute Probleme:

* Mietstreit: Ich habe extremen Stress mit meinen Vermietern. Die Situation löst Panik aus und bedroht meinen Rückzugsort. Ich brauche jemanden, der rechtlich als Puffer dazwischensteht.

* Abhängigkeit von der Mutter lösen: Bisher musste meine Mutter viel Papierkram übernehmen. Unser Verhältnis ist jedoch seit meiner Kindheit schwer belastet. Ich muss diese Abhängigkeit dringend beenden.

* Wichtig: Wegen schwerer Traumata benötige ich zwingend eine weibliche Betreuerin.

*Burnout seit vielen Jahren aufgrund meiner lebensgeschichte und den Krankheiten, daraus hat sich dann eine arbeitsunfähigkeit entwickelt und eine Unfähigkeit ohne Probleme mich um mich zu kümmern und um alles um mich herum und irgendwie in dieser Welt vernünftig klarzukommen. Dabei ist meine Wohnung der einzige Ort auf der ganzen Welt wo ich mich wirklich sicher fühle und zumindest etwas abschalten kann auch wenn ich eigentlich auch zu Hause Probleme habe mich um vieles und um meine Pflege zu kümmern. Deshalb bin ich auch dran eine Pflegegrad zu bekommen, wogegen ich jetzt vor das sozialgericht gehen möchte weil mir 0% auch nach dem Widerspruch gegeben wurde. Da ist das Argument gewesen dass ich zwei Arme und zwei Beine hätte und deswegen theoretisch alles könnte... Von dem 2017 eingeführten gleichbehandlungsgesetz in der Pflege hat die begutachterin anscheinend nichts gehört welche den Bericht geschrieben hat. Aber naja das ist jetzt erstmal nicht das womit ich mich jetzt zuerst beschäftigen muss sondern der Termin morgen.

Wie ich morgen argumentieren möchte:

* Fassade unter Stress: Dass ich mich in ruhigen Momenten gut artikulieren kann, zeigt nicht meine Handlungsfähigkeit unter Stress und Fristdruck.

* Grenzen von ABW und Kliniken: Kliniken bieten nur kurzfristige Entlastung, lösen aber keine rechtlichen Probleme. Das ABW deckt nur praktische Alltagsfragen ab, keine juristischen Angelegenheiten.

Meine Fragen an euch:

* Hat jemand von euch schon erlebt, dass der Richter einer Betreuung zugestimmt hat, obwohl das schriftliche Gutachten skeptisch war?

* Welche Fragen stellt der Richter typischerweise bei einer freiwillig beantragten Betreuung?

* Worauf sollte ich morgen besonders achten, um meine Notwendigkeit gut rüberzubringen?

Ich danke euch sehr für eure Erfahrungen und Tipps!

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u/Resident-Pattern731 — 3 months ago
▲ 2 r/ADHD

Zu viel Lisdexamfetamin, fühle mich nicht gut

Ich mache mir gerade Sorgen: Seit ca. zwei Stunden, also etwa drei Stunden nach der Einnahme, geht es mir schlechter. Ich bin nicht mehr entspannt, habe kalten Schweiß und ein merkwürdiges Kribbeln am ganzen Körper.

Ich befürchte, meine Dosistitration war nicht ideal. Anstatt einmalig 60 mg zu testen, wie von meinem Arzt vorgeschlagen, habe ich die Dosis an aufeinanderfolgenden Tagen von 30 mg auf 40 mg, 50 mg und dann 60 mg gesteigert. Hintergrund war, dass ich aktuell noch eine 100er-Packung 30 mg Kapseln aufbrauchen soll und bei Bedarf testweise zwei Kapseln (60 mg) nehmen darf. Mir war ein direkter Sprung auf 60 mg zu viel, daher wollte ich es kleinschrittig versuchen. Rückblickend hätte ich zwischen den Erhöhungen wohl einige Tage Pause lassen sollen.

Ich habe mich jetzt hingelegt und etwas gegessen, musste dabei aber würgen. Das kenne ich allerdings schon vom Duloxetin, das ich vor einem Monat von 90 mg auf 60 mg reduziert habe. Zusätzlich nehme ich 200 mg Lamotrigin. Beide Medikamente nehme ich wegen Depressionen, die vermutlich auch mit meinem ADHS zusammenhängen.

Was kann ich jetzt tun, um mich wieder wohler zu fühlen?

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u/Resident-Pattern731 — 3 months ago