Produktive KI, die Geld einbringt?

Einige von uns sollten ja in Unternehmen beschäftigt sein. Daher würde es mich interessieren, ob und mit welchem KI-Angebot eure Firme Geld verdient.

Bei uns wird viel ausprobieren, es gibt viele Proof-of-Concepts, die laufen auch schon seit 1-2 Jahren, nichts von dem hats aber in die Pilotphase geschafft. Die dümpeln eher vor sich her, damit der Vorstand sagen kann, das wir auch "KI machen".

Das einzige, dass am nächsten an "Umsatz erzeugen" kommt, ist ein Chatbot, der intern im Konzern abgerechnet wird und firmeninterne Daten verarbeitet. Sonst gibts noch bisschen Copilot-Nutzung bei den Entwicklern.

Wie siehts bei euch aus?

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u/befuddledrabbit — 12 days ago

Regierung fördert Leiharbeit

Immer derselbe Schmarrn. Da wird irgendein Beispiel aus den Ärmel gezaubert, damit die Reform schick wirkt. Am Ende hilft es aber immer am meisten denen, über die nicht gesprochen wird.

War bei der Umsatzsteuerreform dasselbe, da wurde ich die kleine Backstube von nebenan als Beispiel genommen, während große US-Fastfood-Kette Millionen an Steuern dadurch einsparen.

Jetzt sind es angeblich die Startups, die von der Befristung profitieren. Realistisch wirds wohl vorallem Leiharbeiter im Niedriglohnsektor treffen. Die können jetzt doppelt so lange ausgebeutet werden, bis man sie eigentlich festanstellen muss.

Unglaublich, wie man uns für dumm verkaufen möchte. Den Schmarrn von High-Tech Startups die auf Leiharbeiter setzen sollen glaubt doch niemand.

u/befuddledrabbit — 4 months ago

Reservestärkungsgesetz und Wehrpflicht

Lange wurde die Reserve aus dem öffentlichen Diskurs rausgehalten, mutmaßlich um die Bevölkerung über das tatsächliche Ausmaß des benötigen Personals zu täuschen.

Ich habe dazu vor 3 Monaten schonmal was verfasst, wo ich den fehlenden Diskurs darüber bemägel: https://www.reddit.com/r/politik/s/WJRwuj5bai

Seitdem wurde das Thema ja öfters mal thematisiert und Ziele verschoben.

Mit dem neuen Reservestärkungsgesetz scheint sich das Thema "Freiwilligkeit" mehr und mehr in Luft aufzulösen.

Hier tagesaktuell zum Thema: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/bundeswehr-reservisten-104.html

Wie lange kann noch eine Bundeswehr auf Basis von Freiwilligkeit bestehen, wenn der Reservistenverband den Bedarf auf gut 1 Million Reservisten schätzt? Oder wird hier nur gewartet, bis genügen Ausbildungsstätten geschaffen sind, um den Wehrdienst verpflichtend zu gestalten?

u/befuddledrabbit — 4 months ago
▲ 124 r/Finanzen

Rentenreform: Nachhaltigkeitsfaktor

Die Renten reform umfasst insgesamt ja 33 Punkte, die ich stückchenweise duecharbeiten möchte. Wer weiß, was sich da noch alles findet.

Bei der Recherche bin ich über den Nachhaltigkeitsfaktor gestolpert, der wieder aktiviert werden soll und der abhängig vom Verhältnis zwischen Retner und Beschäftigten die Rente erhöht oder senkt. Unter Berücksichtigung des demograhischen Wandels sollte ja klar sein, wie sich dieser Faktor auswirkt. Die Prognose oben verdeutlicht das nochmal. Hier die Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeitsfaktor

Entsprechend gibts in dem "aufeinander abgestimmten Maßnahmenpaket" für die Junge Generation also den Deal, für weniger Rente länger zu arbeiten, verstehe ich das richtig?

Bin gespannt, was sich noch alles in dem Paket findet.

u/befuddledrabbit — 4 months ago

Makler-Anfragen

Erlebt ihr die Tage auch, dass Makler euch vermehrt kontaktieren und auf einer ganz anderen Qualität?

Die sind zeitlich absolut flexible, weißen daraufhin, dass der Preis verhandelbar ist oder kommen gleich mit einem Preis der 20% unter dem Angebotspreis liegt, direkt im ersten Kontakt.

Zugegebenermaßen, der Angebotspreis ist auch überhöht, aber sich gleich mal 20% runterhandeln?

Die Liquidität scheint vollkommen raus zu sein und alles, was jetzt noch verkauft wird, da ist Druck dahinter: Probleme bei der Anschlussfinanzierung, grad bei neuen Bauten die knapp auf Kante genäht wurden, oder Probleme bei den Sanierungskosten.

Das ist zumindest der häufigste Grund, der mir begegnet (natürlich nicht offen kommuniziert, aber man ist ja nicht auf den Kopf gefallen)

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u/befuddledrabbit — 4 months ago

Firmenwagen hinterhergeworfen

Ein Firmenwagen mit privater Nutzung scheint mir unglaublich viel günstiger zu sein, als mir ein privates Fahrzeug zuzulegen und das für Geschäftsreisen zu nutzen. Kommt die Rechnung so einigermaßen hin?

Angenommen, das Auto kostet 100k. Davon gehen erstmal 19% Umst ab, sind wir schon bei 81k. Davon dann knapp 36% Sozialabgaben und sagen wir mal 30% steuern, also 66%. Von den 81k bleiben noch knapp 35k übrig, die ich anderweitig zur Verfügung hätte, wenn ich mir das Auto nicht kaufen würde. Den Rest müsste ich ja sowieso abdrücken, entweder ans Sozialsystem oder das Finanzamt.

Gut, da kommt noch die Versteuerung der privaten Nutzung obendrauf, was bei einem Elektro 0,25% wären. Dafür gibts aber auch 75% Turbo-Abschreibung und Ausgaben wie Versicherungen etc kann ich auch absetzen.

So ganz würde es vermutlich nicht aufgehen, weil die Sozialversicherungsabgaben gedeckelt sind und man sich ja kein 100k€ Auto bei 100k€ Gewinn zulegt. Mit 100k rechnet es sich aber einfacher.

Der Preisvorteil scheint mir trotzt aller Einschränkungen massiv zu sein.

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u/befuddledrabbit — 4 months ago

Strukki 2.0 verteibt SpaceX IPO

"Im Median machen IPO-Aktien an ihrem erstem Handelstag 7% Plus"

"70% der IPOs haben ihren ersten Handelstag mit einem positiven Vorzeichen abgeschlossen"

"Kann alles passieren, darum solltet ihr nur mit einem kleinen Teil eures Vermögens den SpaceX IPO kaufen. Wenn sich die Aktie sich verzehnfacht, ist der Rat natürlich schlecht gealtert"

Alles dabei. Irgendeine wilde Datenbank wo random irgendwelche Werte rausgezogen wurden. Narrativ ist nicht ob man kaufen soll, sondern wieviel und natürlich nochmal richtig die FOMO anheizen mit absurden 10-bagger-Gedankenspielen.

Lasst euch nicht Lumpen. Strukki 2.0 verdient gut mit an der Dauerwerbesendung.

u/befuddledrabbit — 4 months ago

Mythos Wohnungsmangel

Immer wieder hört man von einem Wohnungsmangel, der vorallem Großstädte heimsucht. Paradoxerweise finden sich keine Arbitrageure in der freien Marktwirtschaft, die diesen kollosalen Nachfrageüberschuss nutzen möchten, um Kasse zu machen. Es ist noch obskurer: Zu jeden Zeitpunkt findet man auf Immoscout mindestens eine freie Wohnung!

Am Ende besteht genauso wenig ein Mangel an Wohnungen wie an Fachkräften. Die ganze Wohnsituation als Mangel darzustellen ist absurd, ganz egal ob man nun einen Mangel an Wohnungen oder bezahlbaren Wohnungen meint.

Wenn mir niemand sein Neubau-ETH für 200k€ in Berlin-Mitte verkaufen will, besteht dann auch ein Mangel an bezahlbaren Neubau-ETHs in Berlin-Mitte?

Das Wording ist kommt ja nicht von irgendwo her. Man möchte halt mehr bauen, wenn man die Wohnsituation dann als Mangel bezeichnet, scheint es ja logisch einen Mangel mit mehr Produktion begegnen zu wollen.

So lenkt man eigtl nur von Maßnahmen ab, die wirklich etwas an der Wohnsituation in den Städten ändern.

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u/befuddledrabbit — 4 months ago

Selbständig vs Angestellt - Gehaltsverhandlung und Bewerbungsgespräch

Jaja, selbstständige führen klassisch keine Gehaltsverhandlungen oder Bewerbungsgespräche. Im Grunde gehts mir aber darum, zu vergleichen, wie die Arbeitsbeschaffung abläuft und wie man sich auf die Kohle einigt.

Und ich muss sagen, beides läuft als Selbstständige viel logischer ab als bei Angestellten. Da fragt keiner, warum man für die Firma arbeiten möchte. Es gibt auch keinen bullshit a la "Gehaltserhöhung geht nicht, weil die finanzielle Lage schlecht ist" und parallel fährt man Rekordgewinne ein.

Als Selbstständiger läuft das viel simpler ab: Qualifikation nachweis, Preis verhandeln und wenn man Glück hat eine kurze Einführung in deren Prozesse. Kein HR-Geblubber. Kein "wir haben keine Kohle".

Ich mein, bei letztem Spruch ist man als externer auch ganz schnell weg. Allgemein ist man in einer viel besseren Verhandlungsposition, weil man einfach mit seiner Arbeitskraft schnell und unkompliziert woanders hin kann. Es gibt keinen Lock-in Effekt wie bei Angestellten.

Klar geht das auch nur, wenn das Geschäft läuft. Muss aber sagen, ich bin positiv überrascht. Vll bin ich ja auch die Ausnahme.

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u/befuddledrabbit — 4 months ago

Rentenversicherung Break Even

Wie alt müssen wir eigtl werden, damit wir break even mit unseren Einzahlungen in die Rentenversicherung werden?

Dank Mehrfachversicherungspflicht bei mehreren Beschäftigungen kommt da wirklich ein gutes Sümmchen zustanden und die Notbremse wird auch erst bei 100k€ Brutto p.a. gezogen.

Ich kenne so Kalkulationen aus der bAV. Da hat man sich bei den Boomer grob verschätzt und alle Bommer Ü80 machen mit einer lebenslangen Rente jetzt plus. Das hat man für GenZ und Millenials natürlich unverzüglich korrigiert und wir werden wohl erst so mit 100-110 Jahren break even bei der bAV, wenn wir uns für eine lebenslange Rente entscheiden.

Klar, die gesetzliche Rente ist komplizierter zu berechnen, weil es ja an die Lohnentwicklung gekoppelt ist und niemand weiß, wie lange und im welchen Verhältnis das noch weitergeführt werden kann. Gibt es dennoch Schätzungen?

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u/befuddledrabbit — 4 months ago

Portfolio 2x

Dank gehen raus an Ceres, IONQ und RGTI, sowie alle anderen Raketen, die die letzten 1 1/2 Jahre mein Portfolio getrieben haben.

Wieviele Jahre World-ETF bespaßen hätte es dafür gebraucht?

u/befuddledrabbit — 5 months ago

Demographischer Wandel und die Zukunft DEs

Ja, es geht um das Schreckgespenst "demographischer Wandel". Schon oft gehört, vorallem von irgendwelchen Finfluencer die Finanzprodukte ihrer Werbepartner vertreiben. Stichwort: "Die Renten sind nicht mehr sicher". Leider könnten die damit Recht haben.

Erschreckenderweise refinanzieren heute schon die Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung nicht die Ausgaben und müssen aus Steuereinnahmen querfinanziert werden. Dabei hat uns die Welle aus den Jahren 1965 - 1975, als die Geburten das erste mal stärker eingebrochen sind, noch garnicht getroffen. Ja, demographischer Wandel kündigt sich gut 60 Jahre im voraus an, was ihn gut vorhersagbar macht. Leider bedeutet das nicht automatisch, dass er auch leicht einzudämmen ist.

Man kann den wechselnden Bundesregierungen nicht vorwerfen, einfach untätig dazusitzen. Die Merkelsche Antwort auf die komplexe Frage, wie mit der schrumpfenden Bevölkerung zugehen ist, war einfach: Wenn die generativen Prozesse in Deutschland an Dynamik verlieren, wie es so schön im Akademiker-Deutsch heißt, holen wir uns halt die Leute aus dem Ausland, die wir nicht selber produzieren können. Ein Ansatz, der heute leider nicht mehr funktioniert: Auf immer mehr Ausländer haben die Deutschen keine Lust mehr. Auch wollen die Ausländer überhaupt nicht in den Scharen mehr an Deutschland, wie es nötig wäre. Da gibt es währendessen bessere Alternativen.

Wenns also die Ausländer nicht richten können, dann kann man vll mehr Leute in Arbeit bringen? Der Gedanken steckt nicht nur hinter den zunehmenden Repressionen gegen Arbeitslose. Auch unter dem Deckmantel der Frauenrechte wird versucht, Frauen zunehmend in Arbeit zu bringen. Dabei helfen nicht nur dubiose Kennzahlen, die Vollzeit- gegen Teilzeitstellen aufwiegen. Auch zunehmende Angriffe auf die Institution Ehe und ihre steuerrechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten soll mehr Frauen in Arbeit bringen. Notfalls über finanziellen Druck auf den Haushalt, wie die Diskussionen um das Ehesplitting zeigen. Wenn weniger Geld in der Haushaltskasse ist, muss die Frau sich auch einen Job suchen bzw in Vollzeit wechseln.

Ein zweischneidiges Schwert, was vll kurzfristig hilft, aber langfristig die Geburtenraten weiter senkt und den demographischen Wandel verschärft. Wir sind heute bereits an einem historischen Tiefstand der Geburtenraten angekommen, der sich erst in 60 Jahren bemerkbar machen wird.

Worauf steuern wir hin, wenn das System bereits vor der ersten, großen Welle überlastet ist? Und wie sieht die Zukunft aus, wenn in den nächsten 60 Jahren immer mehr Wellen dazukommen?

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u/befuddledrabbit — 5 months ago

Hatte im Januar/Februar schonmal geposted, dass es aufällig viele Immos-Inserate zur Zeit gibt, zumindest im Vergleich zum letzten Jahr.

Damals wurde spekuliert, es handelt sich um einen Nachholeffekt, da über den Jahreswechsel wenig inseriert wird.

Ende April ist der Zustrom an Immos nicht abgebrochen. Vielmehr sehe immer jüngere Baujahre durch meine Preisfilter rutschen. Wo vor 2 Jahren Bj nach 2000 undenkbar war, sehe ich immer öfters diese Baujahre. Zum Teil werden vergleichbare Immos aus Bj 1995 und Bj 2005 zum selben Quadratmeterpreis angeboten.

Welche Erfahrungen macht ihr?

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u/befuddledrabbit — 6 months ago