Umgang mit Suizidgedanken der kleinen Schwester
Hallo,
Vorab dieser Post war ursprünglich bei einem anderen sub wurde dort aber vermutlich aufgrund der Thematik runtergenommen ich habe den Post weitestgehend original gelassen, konnte mich aber zumindest etwas sammeln um ein paar Gedanken zu sortieren/einzuordnen
Der sub hier hat viele Male geholfen um zumindest erste Hilfe zu schaffen, natürlich weiß ich dass die eigentliche Antwort höchstwahrscheinlich Therapie ist, ich habe aber aktuell keinen Therapieplatz und die Dinge passieren ja aber trotzdem.
Ich hab gerade mit meiner Mutter telefoniert, wo sie mir erzählt hat, dass meine Schwester (12) wegen Suizidgedanken im Krankenhaus war.
Einerseits überrascht es mich nicht denn ihr Vater war ein Täter und ich will gar nicht wissen was er ihr angetan hat wenn sie alleine bei ihm war aufgrund des geteilten Sorgerechts ("er hat seine Tochter ja nie geschlagen")
Andererseits mache ich mir natürlich unfassbar Sorgen um meine kleine Schwester weil ich sie unter keinen Umständen verlieren möchte.
Ich weiß nicht wirklich wie ich mit meiner Schwester umgehen soll, ob ich mehr Kontakt suchen soll, weil wir nur gelegentlich schreiben, weil ich halt etwas weiter weg von Mutti wohne, ich will sie ja auch nicht bedrängen oder sie jetzt behandeln als wäre sie so ne laufende Eierschale.
Ich weiß auch nicht so wirklich wie ich selbst damit umgehen soll, ich bin einfach komplett überfordert sie hat zum Glück einen Therapieplatz aber ich hab Angst, dass sich ihr Zustand verschlechtert oder das schlimmste passiert.
Ich hab selber zwar auch mit Suizidgedanken Probleme gehabt, jedoch nie mit jemandem drüber gesprochen gehabt und weiß auch gar nicht so genau was mir damals geholfen hätte um das in der Situation vielleicht anzuwenden, zu mal das ja sowieso super individuell sind.
Meine Mutter tut alles was man glaube ich in so einer Situation tun kann, Therapie, sie erstmal aus der Schule nehmen es sei denn sie will unbedingt in die Schule und für sie da sein. Sowas ist halt einfach ne unfassbar schwere Nachricht und ich bin auch etwas sauer auf meine Mutter, dass sie das gerade fast als Nebensatz im Telefonat gesagt hat, statt was zu sagen als sie ins Krankenhaus kam.
Jetzt wo die Situation auch etwas länger her ist kann ich neben Überforderung empfinde ich auch unfassbare Wut gegenüber dem Jugendamt welches überhaupt zugelassen hat, dass ihr Vater/Erzeuger geteiltes Sorgerecht erhält und natürlich unfassbar sauer auf den Erzeuger weil ich nur mutmaßen kann wie's dort ablief ohne die Hemmung dass jemand der sie beschützt noch im Haus ist.
Ich bin sauer dass ich keinen neuen Therapieplatz finde um das endlich nachhaltig zu verarbeiten und ich jetzt wieder so mehr oder weniger alleine mit meinen Sorgen da stehe, mein Mitbewohner ist so empathisch wie n'en Backstein und da hab ich ehrlich gesagt nicht die Nerven für.