Bei mir funktioniert „suspension of disbelief“ oft nicht mehr
Kurz zur Begriffserklärung lt Wikipedia: „Suspension of disbelief … bezieht sich auf die Bereitschaft eines Rezipienten, die Vorgaben eines Werkes der Fiktion (etwa eines Romans oder eines Spielfilms) vorübergehend zu akzeptieren, sogar wenn diese fantastisch oder unmöglich sind. Sie erklärt auch, warum das Wissen des Publikums um die Fiktivität des Erzählten sich nicht störend auf den Kunstgenuss auswirkt.“
Und ich habe seit einiger Zeit das Problem, dass das bei mir bei vielen Filmen und Serien nicht mehr funktioniert. Vor allem bei 2 Dingen:
- die immer gleichen Schauspieler sind in anderen Rollen zu sehen sind in zu kurzer Zeit (Beispiel Taylor Sheridan Serien)
- wenn man deutlich erkennt wenn was vor einem Greenscreen gedreht wurde (Beispiel 95% aller Szenen im Auto, die keine Actionszenen sind) oder einfach nicht real on location, sondern z.B. im Studio oder vor einer Videowall.
Mich reissen beide Dinge dann oft aus der Immersion raus und mir ist dann bewusst, dass hier gespielt wird, jeder grad „nur“ seinen Job macht und frag mich warum ich mir das anschaue. Ich hab dann sogar vor Augen wie die am Set stehen und gleich ruft einer „cut“ und alle machen Pause. Das versaut mir dann natürlich oft das Erlebnis.
Früher hatte ich das nie, aber jetzt ständig. Hab beruflich auch tlw mit Filmproduktionen zu tun (im Werbebereich), daher bin ich natürlich etwas „vorbelasteter“, aber das ist aktuell tatsächlich ein Problem, dass ich viele Filme und Serien nicht mehr genießen kann.
Natürlich ein Luxusproblem und nichts dramatisches, aber ich hab mich gefragt, ob es hier evtl. „Leidensgenossen“ gibt :)