Gemischte Gefühle zum Mutterwerden; Austausch mit Müttern?
Ich bin jetzt 20 geworden, noch in der Uni und mein Freund will ganz sicher Kinder haben.
Das Problem: Ich habe extreme Angst vor der Geburt und keine Lust auf die Veränderungen.
So wie ich es jedes Mal gehört und verstanden habe, ist es einfach extrem viel Stress für die Frau vom Zeitpunkt an wo sie schwanger wird bis zum Zeitpunkt, wo das Kind 18 ist.
Frauen geben ihre komplette körperliche und seelische Freiheit auf, während der Mann nicht so viel dafür tun muss, dass er ein Kind bekommt. Für die Frauen heißt es, dass sie quasi ihr eigenes Leben aufgeben müssen.
Eine Geburt ist extrem schmerzhaft und birgt auch viele Risiken. Ich kenne auch diese Art Schmerz, wo du gerade weißt, dass du mittendrin bist und es wird gleich noch 1000 mal schlimmer aber du weißt nicht genau wann.
Ich war Vor 3 Jahren am Anfang und am Ende der Geburt meines kleinen Bruders dabei, meine Mutter lag so ca 30 Stunden lang in den Wehen und diese Schreie bei der Geburt werde ich nie wieder vergessen. Und da habe ich sehr große Angst vor und schlichtweg keine Lust drauf.
Wenn ich hier Beiträge von Müttern lese, oder aus meinem Umfeld Dinge mitkriege, dann sehe ich immer wie die Frau unter Dauerstress steht und der Mann nichts tut bzw. Keinen Bock hat. Die Frau kümmert sich dann Tag ein Tag aus und hat eine 7 Tage Woche, das ist heftig. Und Frauen machen das nicht immer locker flockig, sondern mit viel Überwindung und Stress. Es kann auch schön sein, aber es ist hauptsächlich Stress, so wie ich das mitbekomme.
Und die Frau muss leider auch gezwungenermaßen immer mehr als 50 % des Stresses auf sich nehmen, der Mann nicht. Alleine dass der Körper sich so verändert nach der Geburt macht mir wirklich Angst, und dass ich finanziell abhängig sein werde von meinem Mann weil ich nicht arbeiten gehen kann. Das ganze Geld, was in ein Kind rein fließt ist echt viel.
Und mir gefällt der Gedanke auch einfach nicht, dass der Mann diesen Stress einfach nicht hat und trotzdem das Privileg bekommt, Vater zu sein, obwohl er nicht mal annähernd so viel dafür tut, wie die Frau oder auch einfach nicht so viel dafür tun muss. Das einzige, was er tun muss, ist arbeiten gehen und das würde er auch machen, ohne, dass er Vater wäre. Aber der ganze eigentliche Stress hängt immer bei der Frau. Ich erinnere mich auch kaum an meinen Vater in meiner Kindheit, wenn ich jetzt mal so darüber nachdenke. Den Großteil meiner Kindheit habe ich wirklich mit meiner Mutter in Erinnerung.
Ich glaube, mein Freund würde mir sehr viel helfen und würde allgemein auch eine sehr gute Vaterrolle übernehmen. Aber trotzdem gefällt mir dieser Gedanke einfach nicht, dass die Frau immer mehr tun muss und der Mann einfach nicht, weil ich es hasse, wenn Männer weniger Arbeit haben als die Frau was leider auch im Alltag schon sehr oft der Fall ist.
Mein Freund will früh Kinder am besten schon wenn ich mit meinem Master fertig bin. Ich habe ihm aber auch gesagt ich will nicht so früh, ich will erstmal arbeiten, reisen und mein Leben mit viel Geld genießen. Darüber möchte er erst reden wenn es soweit ist, aber meine Meinung bleibt bestehen.
Ich will eigentlich Kinder, aber ich weiß nicht, ob ich das nur will weil alle Kinder haben. Ich fände es aber irgendwie schon schön mit so einem süßen Mädchen oder Jungen welchem man ein schönes Leben schenken kann.
Ich habe aber leider Endometriose und Adenomyose, möglicherweise ist meine Gebärmutter nicht mehr in der Lage dazu ein Kind aufzunehmen, deshalb habe ich mit meinem Freund auch schon darüber gesprochen, zu adoptieren oder eine Leihmutter zu bezahlen. Das wäre für mich perfekt, die ganzen Aspekte der körperlichen Anstrengung fallen weg wenn du ab 2-3 adoptierst. Diese Themen sind aber nicht durchdiskutiert und müssen nochmal hoch geholt werden.
Was ist eure Erfahrung mit diesen ganzen Themen?
TLDR; Ich habe einfach Angst davor, anhängig zu sein bzw. Mein Leben zu ruinieren, Angst vor der Geburt und den ganzen Veränderungen. Außerdem mache ich mir Sorgen um das Geld.