Deutschrap ist tot
Was war Rap früher, vor vierzig Jahren als er entstanden ist? Eine raue und ehrliche Musik der schwarzen Ghettos und des Protests gegen das ungerechte System von Segregation und Rassismus. Heute, nachdem Deutschland Rap übernommen hat, haben wir zu 90% Straßenrap immer über die gleichen, schon längst ausgelutschten Themen: ich war unten und bin oben, ich hab Drogen getickt, ich nehme Drogen, ich f••ke alles weg, Mama weint, Lambo Urus, irgendwas zu Geld, Geräusche von Säuglingen (bre, lelele und weitere). Also so Zeug von Capital Bra Junkietal Büähhh und Samra Sabbra (🤮🤮🤮) und 187 Strassenbande Strassenschande (noch mehr 🤮🤮🤮). Ansonsten hauptsächlich so Sachen wie Shirin David, was auch immer die in ihren Lyrics überhaupt sagen will, das hat nicht mal 'nen logischen Zusammenhang, und nur ein ganz kleines Bisschen was wirklich eine Message hat, so wie Liaze. Der hat zum Beispiel in seinem letzten Album Still Alive viel zur eigenen Psychologie eingebaut, Integration, Gesellschaftskritik, Klimawandel, Angst vor der Zukunft, aber wer hört denn auch bitte einen Liaze wenn man sich stattdessen Müll reinziehen kann? Ich meine wir haben durch unseren Konsum, durch unsere Klicks bewirkt was davon groß wurde, aber mit dem was Rap ursprünglich mal gewesen sein soll hat das nichts mehr zu tun.
Edit: In der Aufzählung Mamas Studio-Gangster wie Bushido, Kollegah, Fler (oh mein Gott wenn ich mir deren Geschwurbel anhöre lach ich mich tot) und KC Rebell (drecks Ausscheidungs Fetischist) vergessen. Die sind in Sachen Dummheit noch mal 'ne Liga höher. Wobei das Deutschrap als Ganzem auch nicht hilft.