▲ 0 r/spitzenverdiener+1 crossposts

Mit Mitte 30 raus aus dem Finanzvertrieb: was ist mein Background auf dem Arbeitsmarkt überhaupt wert?

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Ich würde gerne mal euren Input zu meiner aktuellen Situation hören, weil ich gerade tatsächlich etwas ratlos bin, wie ich beruflich weitermachen möchte.

Kurz zu meinem Werdegang: BWL Bachelor und Master an zwei renommierten Universitäten, einmal Deutschland, einmal europäisches Ausland. Währenddessen Praktika bei namhaften Industrieunternehmen. Aus gesundheitlichen Gründen hatte ich anschließend Schwierigkeiten beim Berufseinstieg und war ein paar Jahre raus.

Danach bin ich in den Finanzvertrieb eingestiegen und habe mich relativ schnell auf gutverdienende Kundengruppen spezialisiert. Die ersten Jahre waren entsprechend stark von Akquise geprägt, irgendwann hatte ich mir aber ein gutes Netzwerk und einen Kundenstamm aufgebaut.

Dabei ging es nie nur um den Verkauf einzelner Produkte, sondern um relativ umfassende Finanzplanung. Ich habe den CFP gemacht und berate von PKV über Geldanlage und Altersvorsorge bis hin zu Immobilienfinanzierungen (Kapitalanlage und Eigennutzung), bAV, Benefit-Plattformen für Unternehmen etc.

War insgesamt eine spannende Zeit und ich habe extrem viel über Finanzen, Vertrieb und vor allem Menschen gelernt.

Mein Problem ist mittlerweile: Mein Kundenstamm hat sich anders entwickelt, als ich ursprünglich gedacht hatte. Ich habe weniger wirkliche Spitzenverdiener und überwiegend „normale“ Gutverdiener. Einige davon sind mittlerweile selbst von den wirtschaftlichen Umbrüchen betroffen oder haben sich beruflich nicht so entwickelt wie ursprünglich erwartet.

Mein Einkommen lag in den vergangenen zwei Jahren bei knapp 170k.

Trotzdem merke ich zunehmend, dass mich einige Dinge an meinem Beruf nerven.

Viele Kunden haben zwar Ziele, sind aber nicht bereit, die dafür notwendigen Schritte zu gehen. Zudem werden die Menschen unsicherer das heißt sie wollen gar nichts tun und erstmal abwarten oder Sie informieren sich selbst, was völlig legitim ist, führen dann aber irgendwelche Diskussionen die oftmals auf falschinformationen beruhen. Beratung, die mir früher wirklich Spaß gemacht hat, endet für mich mittlerweile zu häufig in Diskussionen. Auf einige Themengebiete habe ich schlicht keine Lust mehr.

Dazu kommt das Thema Stornohaftung. Effektiv habe ich aufgrund meiner sehr kundenorientierten Arbeitsweise eine niedrige Stornoquote, trotzdem belastet mich allein dieses Damoklesschwert von Anfang an.

Und genau diese kundenorientierte und teilweise sehr zeitintensive Beratung wird letztendlich nicht so gut vergütet wie eine deutlich vertriebsorientiertere Arbeitsweise. Ich merke einfach, dass ich darauf immer weniger Lust habe.

Wenn ich dann mit ehemaligen Kommilitonen spreche, die mittlerweile bei großen Techbuden oder Konzernen untergekommen sind, teilweise keine 40 Stunden arbeiten und trotzdem mehr verdienen als ich, frage ich mich zunehmend, ob mein Einkommen gemessen an Verantwortung, Risiko und der fachlichen Breite, die ich abdecken muss, eigentlich noch besonders attraktiv ist.

Gleichzeitig erwarten wir Nachwuchs. Meine Partnerin kann aus gesundheitlichen Gründen aktuell nicht arbeiten und wird das voraussichtlich auch in den nächsten Jahren nicht können. Entsprechend wichtig ist mir eine gewisse finanzielle Sicherheit.

Ich bekomme sowohl bei meinen Kunden als auch in meinem Umfeld mit, dass die aktuelle wirtschaftliche Situation ziemlich angespannt ist. Trotzdem ergeben sich natürlich immer wieder interessante Möglichkeiten am Arbeitsmarkt.

Dazu kommt, dass ich in letzter Zeit eine kleine Lebenskrise durchgemacht habe bzw. vielleicht noch ein bisschen darin stecke und mir häufiger die Frage stelle: Wofür mache ich das eigentlich alles?

Ich bin damals mit dem Anspruch angetreten, Menschen zu helfen. Mittlerweile erlebe ich aber gerade im Finanzbereich, dass die Bereitschaft, gute Beratung entsprechend zu vergüten, insbesondere bei Normalverdienern nicht unbedingt vorhanden ist.

Gleichzeitig hat die Finanzvertriebsbranche – in vielen Fällen sicherlich berechtigterweise – keinen besonders guten Ruf. Auch das nervt mich inzwischen mehr, als ich gerne zugeben würde, und kratzt durchaus an meinem Ego.

Nun überlege ich ernsthaft, was ich eigentlich machen soll. Vor allem kann ich überhaupt nicht einschätzen, was meine bisher erworbenen Kompetenzen außerhalb meiner jetzigen Bubble am Arbeitsmarkt wert sind – oder eben auch nicht.

An der Selbstständigkeit mag ich grundsätzlich vieles. Ich muss niemanden um Urlaub bitten, habe Freiheiten und kann meine Zeit relativ flexibel gestalten.

Gleichzeitig nutze ich diese Freiheit deutlich weniger, als man denken würde. Ich merke eher, dass es mir schwerfällt, wirklich von der Arbeit abzuschalten. Und wenn ich Bekannte sehe, die im Konzern ihre 35 Stunden arbeiten, sechsstellig verdienen und danach Feierabend haben, werde ich durchaus neidisch.

Dann frage ich mich: Ist es das wirklich wert?

Andererseits wird sich natürlich auch meine jetzige Branche massiv verändern. KI wird in den nächsten Jahren viele nervige Tätigkeiten übernehmen können, die mich heute Zeit und Nerven kosten. Gleichzeitig empfinde ich die zunehmende Bürokratisierung als Katastrophe. Vermutlich wird es eine stärkere Konsolidierung im Markt geben und ich kann schwer einschätzen, wie attraktiv der Bereich in zehn Jahren überhaupt noch sein wird.

Ein Teil von mir hätte deshalb tatsächlich Lust, mich noch einmal komplett in etwas Neues einzuarbeiten oder mich deutlich stärker zu spezialisieren.

Dann kommt allerdings sofort der nächste Gedanke: Durch KI werden sich auch viele dieser vermeintlich attraktiven Spezialistenjobs massiv verändern. Und eigentlich finde ich meine jetzige Generalistenrolle durchaus spannend. Viele unterschiedliche Themen, viel Abwechslung und Menschenkontakt.

Nur wünscht sich ein anderer Teil von mir mittlerweile einfach mehr Planbarkeit, Struktur und Regelmäßigkeit und weniger emotionale Achterbahnfahrt.

Ihr seht: Ich bin gerade etwas orientierungslos. Deshalb würde mich insbesondere die Einschätzung der Leute hier interessieren, die vielleicht selbst irgendwann einen ähnlichen Wechsel gemacht haben oder entsprechende Positionen besetzen:

Was würdet ihr mit meinem Background machen?

Welche Rollen/Branchen wären für jemanden mit BWL-Master + CFP + mehreren Jahren erfolgreicher Selbstständigkeit/Vertrieb + Beratung von Gutverdienern + breitem Finanzwissen realistisch?

Gibt es Bereiche, in denen ich diese Erfahrung sinnvoll einsetzen könnte, ohne bei 50-60k wieder komplett von vorne anzufangen?

Oder würdet ihr bei knapp 170k Einkommen sagen: Bleib wo du bist, optimiere dein Geschäftsmodell und hör auf, das Gras auf der anderen Seite grüner zu sehen?

Wichtig als Einschränkung: Ich bin aufgrund von Partnerin und Familie örtlich an eine ostdeutsche Großstadt gebunden. Remote/hybrid wäre natürlich entsprechend interessant.

Freue mich wirklich über Erfahrungsberichte und ehrlichen Input.

PS: mit KI etwas flüssiger gemacht :)

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u/crazydude-crazylife — 10 days ago

Plaud or an alternative tool for 60 hours + per month

Hello. I recently stumbled across plaud. I like the idea that it is capable of determining who is speaking and creating a proper transcript.

I work as an independent consultant in a niche market and due to some health issues last year I'm not able to work at full capacity.

One of my major issues has been properly summarizing meetings and calls. Since I suffered some brain damage my long and short term memory are impaired.

After a meeting or call just sitting down and summarizing everything and making sure I have all the valuable information is quite challenging and I would like to make use of proper tools or software as a workaround in order to focus on my actual work.

However financially it is a difficult time because I couldn't work the whole last year and therefore the unlimited plan is a bit too expensive, also I'm not quite sure if it's gonna work the way I imagine it to work.

My question is is there a workaround for getting the trends scripts or the file and letting it transcribe through some external software?

Basically a workaround for unlimited plan without paying unlimited. Just until I am back on My feet financially :)

Thanks in advance for your support

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u/crazydude-crazylife — 21 days ago
▲ 33 r/Rennrad

Bianchi oltre race, kaufen oder nicht?

Edit: die Fotos sind von der ersten spontanen Probefahrt und die letzteren von der richtigen Probefahrt mit clicks. Das ist ist Neuware vom Rad Laden :)

Hallo zusammen,

Ich bräuchte mal eine Einordnung aus der Community bitte :) ich habe mir vor 2 Jahren ein radon R1 alu Rennrad mit 105er gebraucht gekauft.

So habe ich den Einstieg in den Sport gefunden. Danach bin ich ich auf grave umgestiegen.

Zur Zeit komme ich nicht so oft zum fahren abgesehen vom pendeln zur Arbeit (sehr kurze Strecke).

Ich schaffe aktuell eine längere Ausfahrt so alle 1-2 Wochen.

Ich fahre in lokalen communities und bin dieses Jahr ab und zu auch bei den Rennrad Gruppen mitgefahren. Allerdings nur social Rides in Recht entspannten Tempo.

Mein gravel ist ein schöner Carbon Rahmen der sich gut fährt, allerdings minimal zu klein ist.

Nun hatte ich Lust mir etwas zu gönnen, wollte elektronischen Schaltung fahren und auch am Rennrad Carbon (Carbon Felgen habe ich schon).

War öfters in lokalen bikeshops und bin einige probegefahren.

Am besten kam ich mit der endurance Kategorie klar. Insbesondere das neue Bianchi Infinito und Trek Domane.

Allerdings waren die mir fast etwas zu bequem und auch zu teuer. Ich dachte wenn schon 2 bikes dann nichts was so nah am gravel ist

Aktuell käme ich recht günstig an ein Bianchi Oltre Race mit Di2 2026 Modell , für 2159€

UVP (auf die ich nicht viel gäbe sind fast 4k). Bin es gefahren und fuhr sich gut. Sehr anderes Fahrgefühl als mein Radon. Würde nur die Laufräder durch meine Elitewheels ersetzen.

Optisch finde ich es auch schön.

Allerdings hat mich das Schartgefühl jetzt nicht vom Hocker gehauen. Und über 2€ für ein Rad ist schon irgendwie unvernünftig viel Geld. Anderseits fährt sich der Carbon Rahmen schon besser und direkter, es klappert nichts am Rad und es sieht chic aus.

Der Preis ist für das gebotene wahrscheinlich sehr sehr gut, aber so 100% bin ich irgendwie nicht überzeugt (gönne mir aber sonst auch nicht so viel).

Wie seht ihr das? :)

u/crazydude-crazylife — 1 month ago

System bestmöglich optimieren

Die Frage beschreibt es recht gut. Hatten gestern die Diskussion, wie man seine Finanzen als Mitglied der (Teils akademischen) Arbeiterschicht (also kein signifikantes Vermögen, kein Erbe in Aussicht, keine Schenkungen durch Familie etc) mit einem Kind bestmöglich optimieren kann, so dass man qualitativ gut leben kann ohne sich zu sehr einschränken zu müssen und das System bestmöglich (aus)nutzt.

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Angestoßen übrigens durch die absurde Lücke die Mathias Döpfner genutzt hat.

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Die Vorschläge gingen von Bürgergeld bis hin zu Midjob und staatlich noch Subventionieren zu lassen bis hin zu voll durchziehen und dann nach 10-15 Jahren was ruhiges zu suchen knapp über Minijob Grenze um krankenversichert zu bleiben.

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Was ist eure Strategie und wie sehr ihr das?

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u/crazydude-crazylife — 2 months ago

Bitcoin und Ethereum

Was ist da los? Ich hab vor ein paar Monaten entgegen meiner eigenen Überzeugung alles was ich habe da reingehauen und jetzt wird das immer weniger wert... Abwarten oder ist der große scam durch, die Leute haben alle ausgecasht und jetzt geht es nur noch darum vom sinkenden Schiff so schnell wie möglich runter zu kommen?

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Was macht ihr mit euren Cryptos falls ihr investiert seid?

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u/crazydude-crazylife — 2 months ago

IHK Abzocke

Ich muss mal Luft ablassen. Was ist das für ein Verein? Ständig wollen die für irgendwas Geld, da musst du irgendeine derer beschissenen schriftlichen Sachkundeprüfungen machen, die 90 Minuten geht und zahlst 200€ dafür.

Wofür? Dafür, dass ein Sesselpupser sich 90 Minuten den Hintern noch breiter sitzt?

Dann muss man diesen Mist auch noch eintragen lassen, das verdammte Eintragen, das keine 2 Minuten dauert, kostet je nach Standort mehrere hundert Euro. WTF das ist jetzt das 3. Mal das das ich so etwas brauche. Ich könnte kotzen.

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u/crazydude-crazylife — 2 months ago
▲ 2 r/Ausbildung+1 crossposts

Sachkunde 34i schriftliche Prüfung Immobiliendarlehensvermittlung

Hallo zusammen,

ich habe mich aus Eigeninteresse da angemeldet. Allerdings schon in 1 Woche Prüfung :D habt ihr Tipps,wie man sich effizient vorbereitet?

Webseiten mit guten Schemata oder weiteren Infos?

Ist es ein fester Fragenkatalog wie bei der Führerscheinprüfung? Bin für alle Tipps und Hinweise dankbar :)

VG

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u/crazydude-crazylife — 3 months ago

Grill Spots in Dresden

Hi zuammen,

Ich habe Lust heute (legal) irgendwo zu grillen. Kennt ihr schöne Spots die sich dafür eigenen? An der Elbe ist ja ganz schön aber auch bisschen langweilig, vielleicht einen anderen Spot mit schöner Sicht/Aussicht?

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u/crazydude-crazylife — 3 months ago