Warum sind einige wohlhabende Menschen so geizig?
Gerade jetzt mit der Sparpolitik der Regierung in Österreich fällt mir wieder auf, wie sehr einige wohlhabende Menschen jeden einzelnen Euro verteidigen. Man trifft im Leben immer wieder auf Leute mit Immobilien, Aktien, Grundstücken oder abbezahltem Haus, die finanziell längst abgesichert sind und trotzdem bei jeder gesellschaftlichen Debatte sofort blocken, sobald es um Umverteilung oder stärkere Unterstützung für Menschen mit wenig Geld geht.
Dabei haben viele von ihnen enorm von den wirtschaftlich guten Zeiten profitiert. Oft wird aber so getan, als wäre der gesamte Wohlstand ausschließlich das Ergebnis harter Arbeit und nicht auch von Erbe, Immobilienboom, Aktiengewinnen oder einfach Glück beim richtigen Zeitpunkt abhängig gewesen.
Was mich daran stört: Es geht mittlerweile um mehr als nur Geld. Wenn wir die Sparpolitik nicht sozial gerecht gestalten, verlieren Menschen das Vertrauen in Politik und Demokratie. Genau daraus profitieren am Ende die Antidemokraten. Und dann steht spätestens 2029 das auf dem Spiel, was die Zweite Republik eigentlich stark gemacht hat: sozialer Zusammenhalt, Demokratie und ein funktionierender Sozialstaat.
Natürlich muss niemand sein Vermögen verschenken. Aber gerade in Krisenzeiten zeigt sich halt auch, ob man nur an den eigenen Kontostand denkt oder daran, dass eine stabile Gesellschaft allen etwas bringt.