Stochastik mit Autismus lernen: Suche extrem einfache Skizzenstrategie für Verteilungen, Hypothesentest, Alpha/Beta

Hallo zusammen,

ich bin autistisch/neurodivergent und bereite mich gerade auf Stochastik im Mathe-Abitur vor. Mein Problem ist nicht nur das Rechnen, sondern vor allem das Einordnen der Aufgaben. Ich brauche oft eine visuelle Strategie, damit mein Gehirn den Kontext erkennt.

Deshalb versuche ich mir Stochastik gerade auf sehr einfachem Niveau über Skizzen zu erschließen. Also wirklich sehr basic: Zahlenstrahl, Verteilung, Erwartungswert einzeichnen, gesuchten Wert markieren, Ablehnungsbereich markieren.

Meine Grundidee:

Ich möchte bei jeder Aufgabe zuerst eine Art „Landkarte“ bauen.

Zum Beispiel:

* unten ein Zahlenstrahl oder eine x-Achse
* darauf mögliche Werte wie k oder x
* den Erwartungswert markieren
* den gesuchten Wert markieren
* bei Hypothesentests den Ablehnungsbereich markieren
* bei Vierfeldertafel oder Baumdiagramm die Struktur zeichnen

Das hilft mir, weil ich dann nicht nur einzelne Wörter lese, sondern sehe, was die Aufgabe eigentlich von mir will.

Meine aktuelle Denkweise:

Normalverteilung:
Ich stelle mir eine symmetrische Glocke vor. In der Mitte liegt der Erwartungswert. Links und rechts davon wird es weniger wahrscheinlich. Standardabweichung bedeutet für mich: Wie stark weicht etwas typischerweise vom Erwartungswert ab?

Binomialverteilung:
Ich stelle mir Balken für ganze Trefferzahlen vor. Also k = 0, 1, 2, 3 usw. Keine Kommazahlen. Ich zeichne den Erwartungswert ein und dann den gesuchten k-Wert. Danach schaue ich, ob es um genau k, mindestens k oder höchstens k geht.

Poisson-Verteilung:
Hier bin ich noch unsicher. Ich glaube, es geht oft um seltene Ereignisse in einem Zeitraum oder Bereich, also wie oft etwas passiert. Ich würde es auch als Verteilung über k zeichnen, also unten Anzahl der Ereignisse und links Wahrscheinlichkeit. Ist das sinnvoll?

Hypothesentest:
Ich würde eine Binomialverteilung oder einen Zahlenstrahl zeichnen. Dann:

* Erwartungswert einzeichnen
* kritischen Bereich/Ablehnungsbereich markieren
* schauen, ob es linksseitig, rechtsseitig oder zweiseitig ist

Meine Vorstellung:
Die Nullhypothese ist die alte oder angenommene Behauptung. Dann prüft man, ob das Ergebnis so weit weg liegt, dass man die Nullhypothese ablehnt.

Was ich noch nicht gut verstehe:

Alpha und Beta.

Ich merke mir bisher:

* Fehler 1. Art = Alpha
* Fehler 2. Art = Beta
* A kommt vor B

Aber ich brauche dafür ein Bild.

Ich glaube:

* Alpha ist der Bereich, in dem ich die Nullhypothese ablehne, obwohl sie eigentlich stimmt.
* Beta ist der Bereich, in dem ich die Nullhypothese nicht ablehne, obwohl sie eigentlich falsch ist.

Aber ich weiß nicht, wie ich das einfach in eine Skizze einzeichnen soll.

Andere Werkzeuge:

Vierfeldertafel:
Für mich ist sie gut, wenn es um zwei Merkmale geht. Innen stehen die UND-Fälle. Die Ränder entstehen durch Plus-Rechnen.

Baumdiagramm:
Für mich ist es gut bei mehreren Stufen und bedingten Wahrscheinlichkeiten. Entlang eines Pfades wird multipliziert.

Laplace:
Wenn alle Ergebnisse gleich wahrscheinlich sind, rechne ich günstige Möglichkeiten durch alle Möglichkeiten. Unsicher bin ich noch bei der Frage, wann Reihenfolge wichtig ist und wann nicht.

Meine eigentliche Frage:

Hat jemand eine extrem einfache Skizzenstrategie für Stochastik, die man immer wieder anwenden kann?

Am besten so etwas wie:

  1. Woran erkenne ich, welche Methode gemeint ist?
  2. Was zeichne ich als Erstes?
  3. Wo trage ich Erwartungswert, k, Alpha, Beta und Ablehnungsbereich ein?
  4. Wie erkenne ich „mindestens“, „höchstens“, „genau“, „UND“, „ODER“, „bedingt“?
  5. Wie kann ich Hypothesentests visuell verstehen, ohne mich in den Formulierungen zu verlieren?

Ich suche keine perfekte Hochschul-Erklärung, sondern wirklich eine einfache Abi-taugliche Strategie. Also gerne auf Kindergartenniveau, mit Zahlenstrahl, Markierungen und klaren Regeln. Genau solche Visualisierungen helfen mir wegen Autismus sehr stark beim Enkodieren der Aufgaben.

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u/yeah280 — 14 hours ago
▲ 1 r/mathe

Stochastik visuell verstehen: Ist meine Grundstrategie mit Skizzen, Erwartungswert, k, Alpha/Beta usw. sinnvoll?

Hallo zusammen,

ich bereite mich gerade auf Stochastik im Mathe-Abitur vor und versuche mir das Ganze über sehr einfache Skizzen und eigene Eselsbrücken zu erschließen. Ich bin mir nicht sicher, ob meine Theorie mathematisch sauber ist, deshalb würde ich gerne Feedback bekommen.

Meine Grundidee ist: Fast alles in der Stochastik kann ich irgendwie über einen Zahlenstrahl oder eine Verteilungsskizze verstehen. Also unten stehen mögliche Werte, zum Beispiel k oder x. Links steht die Wahrscheinlichkeit. Dann zeichne ich Erwartungswert, gesuchten Wert, Ablehnungsbereich usw. ein.

Meine bisherigen Hypothesen:

  1. Normalverteilung

Ich stelle mir die Normalverteilung wie eine symmetrische Glocke vor. In der Mitte ist der höchste Punkt. Der Wert darunter auf der x-Achse ist für mich der Erwartungswert. Links und rechts davon nimmt die Wahrscheinlichkeit ab.

Meine Skizzenidee:

* x-Achse: mögliche Werte
* y-Achse: Wahrscheinlichkeit beziehungsweise Dichte
* Mitte: Erwartungswert
* links und rechts: Abweichung vom Erwartungswert
* Standardabweichung Sigma: zeigt, wie stark Werte typischerweise vom Erwartungswert abweichen

Ich habe mir als Bild ein Glücksrad vorgestellt, bei dem ein Bereich die größte Wahrscheinlichkeit hat und die Bereiche daneben jeweils kleinere Wahrscheinlichkeiten haben. Ich weiß aber nicht, ob dieses Bild für Normalverteilung wirklich passend ist oder ob es eher irreführend ist.

  1. Binomialverteilung

Meine Idee zur Binomialverteilung ist:
Es geht um eine feste Anzahl von Versuchen n und eine Trefferwahrscheinlichkeit p. Die möglichen Trefferzahlen k sind ganze Zahlen, also zum Beispiel 0, 1, 2, 3 usw. Keine Kommazahlen.

Meine Skizzenidee:

* x-Achse: k, also Anzahl der Treffer
* y-Achse: Wahrscheinlichkeit
* Erwartungswert einzeichnen
* gesuchten Wert k einzeichnen
* dann schauen: geht es um genau k, höchstens k, mindestens k?

Ich sehe die Binomialverteilung also als eine Art Balkenverteilung für ganze Trefferzahlen.

  1. Poisson-Verteilung

Hier bin ich besonders unsicher. Meine bisherige Vorstellung ist:
Poisson benutzt man eher, wenn es um seltene Ereignisse in einem bestimmten Zeitraum oder Bereich geht. Zum Beispiel wie oft etwas passiert.

Meine unsichere Idee war: Wenn man mehr Versuche oder einen größeren Zeitraum betrachtet, steigt der Erwartungswert, und dadurch verändern sich auch die Wahrscheinlichkeiten. Ich weiß aber nicht, ob ich das richtig verstanden habe.

Kann man Poisson auch als Verteilung über k zeichnen, also unten Anzahl der Ereignisse und links Wahrscheinlichkeit?

  1. Erwartungswert, Varianz, Standardabweichung

Meine einfache Vorstellung:

* Erwartungswert: der Wert, um den sich alles ungefähr sammelt
* Varianz: wie stark die Werte vom Erwartungswert abweichen
* Standardabweichung: auch Abweichung vom Erwartungswert, aber anschaulicher als Varianz

Kann man sich merken: Varianz und Standardabweichung sagen mir, wie breit oder gestreut die Verteilung ist.

  1. Hypothesentest

Meine bisherige Skizzenstrategie:
Ich zeichne eine Binomialverteilung oder einen Zahlenstrahl. Dann zeichne ich den Erwartungswert ein. Danach schaue ich, ob der Ablehnungsbereich links oder rechts vom Erwartungswert liegt.

Meine Hypothese:

* linksseitiger Test: Ablehnungsbereich links
* rechtsseitiger Test: Ablehnungsbereich rechts
* zweiseitiger Test: Ablehnungsbereich links und rechts

Ich denke mir bei der Nullhypothese:
Die Nullhypothese ist erstmal die alte oder angenommene Behauptung. Dann prüft man, ob das beobachtete Ergebnis so extrem ist, dass man diese Nullhypothese ablehnen würde.

Was mir noch fehlt:
Ich verstehe Alpha und Beta noch nicht richtig in der Skizze.

Meine Eselsbrücke:

* Fehler 1. Art = Alpha
* Fehler 2. Art = Beta
* Alphabet: erst A, dann B

Aber wie genau zeichne ich Alpha und Beta in meine Verteilungsskizze ein?

Ich glaube:

* Alpha hat etwas mit dem Ablehnungsbereich zu tun, obwohl die Nullhypothese eigentlich stimmt.
* Beta hat etwas damit zu tun, dass man die Nullhypothese nicht ablehnt, obwohl sie falsch ist.

Aber ich brauche dafür ein sehr einfaches Bild.

  1. Laplace, Baumdiagramm, Vierfeldertafel

Meine Strategie bisher:

Laplace:
Wenn alle Ergebnisse gleich wahrscheinlich sind, kann ich günstige Möglichkeiten durch alle Möglichkeiten rechnen. Ich bin aber unsicher, wann Reihenfolge wichtig ist und wann nicht.

Baumdiagramm:
Gut für mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten. Entlang eines Pfades multipliziert man.

Vierfeldertafel:
Gut für zwei Merkmale und UND-Zusammenhänge. Innen stehen gemeinsame Wahrscheinlichkeiten. Die Ränder entstehen durch Addieren.

Meine Frage:

Ist diese Gesamtstrategie sinnvoll?

Also:

  1. Erst erkennen: Binomialverteilung, Normalverteilung, Poisson, Laplace, Baumdiagramm oder Vierfeldertafel?
  2. Dann Skizze machen: x-Achse, Wahrscheinlichkeit, Erwartungswert, k, Ablehnungsbereich
  3. Dann entscheiden: genau, höchstens, mindestens, linksseitig, rechtsseitig, UND, ODER usw.

Ich suche vor allem ein sehr einfaches Skizzensystem, das ich im Abi schnell anwenden kann. Wenn jemand Alpha/Beta, Hypothesentest und Fehler 1./2. Art extrem einfach in so eine Skizze einordnen kann, wäre das sehr hilfreich.

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u/yeah280 — 14 hours ago
▲ 1 r/mathe

Welche Themen stecken hinter dieser Schatten-/Lampenanwendung in Analytischer Geometrie?

Hi, ich habe eine Aufgabe zur analytischen Geometrie, bei der es um eine Lampe bzw. einen Schatten geht. Es soll geprüft werden, ob der Schatten einer Spitze auf der rechten Seitenwand liegt.

Mich hat dabei verwirrt, dass ich zuerst dachte, es geht um einen Neigungswinkel oder irgendeinen Winkel. In der Lösung wird aber gar kein Winkel berechnet. Stattdessen wird eine Gerade durch zwei Punkte aufgestellt und dann geprüft, ob der Schnittpunkt mit der rechten Seitenwand wirklich innerhalb dieser Wand liegt.

Meine Fragen:

Welche Themen muss ich dafür lernen?
Ist das einfach „Gerade im Raum“, „Schnittpunkt Gerade mit Ebene“ und „Punkt liegt in einem Bereich prüfen“?

Warum geht es hier nicht um den Neigungswinkel, obwohl es um Licht/Schatten/Seitenwand geht?

Kennt jemand ein gutes YouTube-Video dazu? Ich schaue gerne MatheMatrick oder Markda liebt Mathe. Am besten wäre ein Video oder eine Aufgabe, die dieser hier möglichst ähnlich ist.

Eine Erklärung in einfacher Sprache wäre sehr hilfreich.

u/yeah280 — 1 day ago
▲ 1 r/mathe

Binomialverteilung, Zahlenstrahl, Signifikanzniveau und Hypothesentest – ist meine Denkweise sinnvoll?

Hallo zusammen,

ich versuche gerade, Binomialverteilung und Hypothesentests besser zu verstehen. Mir geht es nicht nur darum, einzelne Aufgaben zu rechnen, sondern darum, ein System zu finden, mit dem ich Aufgaben schneller erkenne, skizziere und im Kopf besser einordnen kann.

Meine aktuelle Vorstellung zur Binomialverteilung ist ungefähr so:

Die Binomialverteilung beschreibt, wie wahrscheinlich bestimmte Trefferzahlen bei einer festen Anzahl an Versuchen sind. Also: Es gibt eine Gesamtanzahl an Versuchen, die ich als n verstehe, und einzelne mögliche Trefferzahlen innerhalb davon, die ich als k verstehe.

Ich stelle mir das gerne als Zahlenstrahl vor:

* Der ganze Zahlenstrahl geht von 0 bis n.
* Jeder einzelne Punkt auf dem Zahlenstrahl ist ein mögliches k.
* p ist die Trefferwahrscheinlichkeit, aber ich weiß noch nicht genau, wie ich p sinnvoll in diese Skizze einbauen kann.
* Vielleicht könnte man p irgendwie als Höhe oder y-Achse darstellen, also so ähnlich wie bei einem Diagramm der Binomialverteilung.

Ich erkenne Binomialverteilungs-Aufgaben bisher vor allem an Formulierungen wie:

mindestens, höchstens, maximal, mehr als, weniger als, größer als, kleiner als.

Wenn so etwas vorkommt, versuche ich direkt zu überlegen, ob ich mit einem Zahlenstrahl arbeiten kann. Besonders bei „mindestens“ oder „höchstens“ hilft mir oft das Gegenereignis, also eins minus die Gegenwahrscheinlichkeit, weil man dann manchmal weniger Fälle berechnen muss.

Meine Frage dazu:

Ist dieser Zahlenstrahl als Encodierungssystem sinnvoll?
Also n als komplette Strecke, k als einzelne mögliche Trefferzahlen und p als Wahrscheinlichkeit, die irgendwie noch ergänzt werden müsste?

Außerdem fehlt mir bei der Binomialverteilung noch ein gutes Verständnis für Varianz und Standardabweichung. Ich weiß grob, dass sie etwas mit Streuung zu tun haben, aber ich kann sie noch nicht gut in mein System einbauen. Gibt es eine einfache Möglichkeit, Varianz und Standardabweichung in so eine Skizze oder Denkweise einzubauen?

Zur Normalverteilung ist meine bisherige Abgrenzung:

Bei der Binomialverteilung geht es um ganze Trefferzahlen. Bei der Normalverteilung geht es eher um kontinuierliche Werte, also nicht nur um einzelne ganze Trefferzahlen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob diese Abgrenzung für das Abitur reicht oder ob ich das genauer verstehen muss.

Dann zum Signifikanzniveau und Hypothesentest:

Ich verstehe es bisher so, dass man zwei Hypothesen hat:

* H0 ist die Nullhypothese, also die Hypothese, von der man erstmal ausgeht.
* H1 ist die Gegenhypothese oder neue Vermutung, die getestet werden soll.

Dann schaut man, ob das Ergebnis so extrem ist, dass man H0 ablehnt oder nicht ablehnt.

Ich habe aber noch Schwierigkeiten mit den Begriffen Signifikanzniveau, Fehler erster Art und Fehler zweiter Art. Ich weiß, dass das Signifikanzniveau irgendwie mit der Wahrscheinlichkeit zusammenhängt, H0 fälschlicherweise abzulehnen. Aber ich weiß nicht, welche Begriffe ich wirklich sicher für Lösungssätze im Abitur brauche.

Meine Frage dazu:

Welche Begriffe sollte ich bei Hypothesentests unbedingt verstehen und in Lösungssätzen verwenden können?
Zum Beispiel, wenn in der Aufgabe steht „im Sachzusammenhang interpretieren“.

Mir geht es dabei vor allem um Begriffe, die ich direkt in meine Skizzen oder meinen Zahlenstrahl einbauen könnte, damit ich sie beim Üben automatisch mitlerne.

Zum Schluss noch eine allgemeine Rechenfrage, die mir bei Ungleichungen auffällt:

Wann dreht sich bei einer Ungleichung das größer/kleiner-Zeichen um?

Ich weiß, dass es manchmal beim Teilen passiert. Zum Beispiel, wenn man durch einen bestimmten Wert teilt. Aber ich verstehe nicht genau, welches mathematische Gesetz dahintersteht.

Meine Frage dazu:

Wann bleibt das Ungleichheitszeichen gleich und wann dreht es sich um?

Also bei plus, minus, mal und geteilt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand meine Denkweise korrigieren oder verbessern könnte. Mir hilft es sehr, wenn man mir sagt, welche Teile meiner Systematik sinnvoll sind und welche Begriffe ich noch falsch oder zu ungenau verwende.

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u/yeah280 — 2 days ago
▲ 1 r/mathe

Integralfunktion J verstehen: Was bedeuten t und d t, und was soll ich in meine Skizze eintragen?

Hallo zusammen,

ich lerne gerade für das Mathe-Abi Bayern und hänge bei einer Analysis-Aufgabe. Mein Fokus sind vor allem die Teilaufgaben f und g. Ich möchte nicht nur die Rechnung verstehen, sondern vor allem wissen, wie ich mir dazu eine sinnvolle Skizze machen kann.

Es geht um einen Graphen von klein f und eine Integralfunktion J. Diese J ist, wenn ich es richtig verstehe, eine Funktion, die zu jedem x-Wert die Flächenbilanz von einem festen Startwert bis zu diesem x-Wert angibt.

Meine bisherige Interpretation:

Ein Integral ist für mich eine Flächenbilanz. Also Fläche über der x-Achse zählt positiv, Fläche unter der x-Achse zählt negativ.

Bei der vorherigen Teilaufgabe wird ein Näherungswert für ein Integral gesucht. Dort wird die Fläche durch Kästchen geschätzt. Die dunkel markierte Fläche liegt unter der x-Achse, also ist das Ergebnis negativ. In der Lösung werden ungefähr sechzehn Kästchen gezählt und dann durch vier geteilt. Meine Vermutung: Ein Kästchen entspricht nicht einer ganzen Flächeneinheit, sondern nur einem Viertel davon. Deshalb teilt man durch vier. Stimmt das so?

Bei Teil f soll man zeigen, dass eine angegebene Funktion eine Stammfunktion von klein f ist. Ich verstehe: Man leitet diese angegebene Funktion ab und wenn wieder klein f herauskommt, ist gezeigt, dass sie eine Stammfunktion ist.

Was mich aber verwirrt:

In der Aufgabenstellung steht bei der Integralfunktion klein f von t und danach d t. In der Lösung wird später aber wieder mit x gearbeitet. Warum darf man von t zu x wechseln?

Meine Hypothese ist: t ist nur eine Hilfsvariable innerhalb des Integrals. x ist die obere Grenze, bis wohin integriert wird. Man schreibt also t, damit x nicht zwei Bedeutungen gleichzeitig hat. x ist außen die Variable von J, und t läuft innen durch den Flächenbereich. Ist das richtig?

Außerdem verstehe ich d t nicht ganz. Ist d t einfach nur die Angabe, nach welcher Variable integriert wird? Also kein eigener Wert, sondern eher: „Wir summieren kleine Stücke in t-Richtung auf“?

Dann kommt der Grenzwert. In der Lösung wird der Grenzwert aufgeteilt. Ein Teil bleibt endlich, aber der Logarithmus-Teil geht gegen minus unendlich. Was ich nicht verstanden habe: In der Rechnung steht auch noch groß F von minus zwei, aber später wird dieser Teil kaum noch betrachtet.

Meine Hypothese dazu: Groß F von minus zwei ist nur eine feste Zahl. Diese Zahl verändert sich nicht, wenn x gegen minus drei läuft. Wenn ein anderer Teil gegen minus unendlich geht, dann ändert eine feste Zahl daran nichts. Also wird groß F von minus zwei nicht „vergessen“, sondern es ist für den Grenzwert nicht entscheidend. Stimmt das?

Kann man das in der Skizze so verstehen: Bei minus zwei ist der Startpunkt der Integralfunktion J. Dort ist J gleich null, weil die Fläche von minus zwei bis minus zwei null ist. Wenn x dann nach links Richtung minus drei läuft, wird die Fläche immer größer. Wegen der Integrationsrichtung beziehungsweise der Bilanz wird J dabei immer negativer. Deshalb geht J gegen minus unendlich.

Meine Frage: Wie kann ich das sauber in meine Skizze einbauen?

Ich würde in meine Skizze gerne eintragen:

Startstelle der Integralfunktion J

variable obere Grenze x

Nullstellen von klein f

Bereiche, in denen klein f positiv oder negativ ist

Flächen über der x-Achse als positiv

Flächen unter der x-Achse als negativ

bei minus zwei: J ist null

Richtung minus drei: J geht gegen minus unendlich

die senkrechte Asymptote

die schräge Asymptote

wo J steigt und wo J fällt

Bei Teil g soll man ohne weitere Rechnung begründen, dass J mindestens zwei Nullstellen besitzt.

Ich glaube, die erste Nullstelle ist bei der Startstelle, weil dort die Fläche von der Startstelle bis zur Startstelle null ist.

Danach liegt klein f erst unter der x-Achse. Also wird die Flächenbilanz J negativ. Später wird klein f wieder positiv. Dann wächst J wieder. Wenn J vorher negativ war und später wieder groß positiv wird, muss J irgendwann wieder durch null gehen. Deshalb gibt es mindestens eine zweite Nullstelle.

Ist diese Denkweise richtig?

Was mich zusätzlich verwirrt: In der Lösung wird gesagt, dass klein f für große x-Werte größer ist als die schräge Asymptote y gleich x minus drei. Warum braucht man diesen Vergleich? Reicht es nicht zu wissen, dass klein f irgendwann positiv ist? Oder braucht man den Vergleich mit der schrägen Asymptote, um sicher zu zeigen, dass die positive Fläche irgendwann unendlich groß wird und J deshalb wieder eine Nullstelle haben muss?

Meine Hauptfragen sind also:

Was genau bedeuten t und d t bei einer Integralfunktion?

Warum steht in der Aufgabe f von t, aber in der Lösung wird wieder mit x gearbeitet?

Ist J wirklich die Funktion, die die Flächenbilanz beschreibt?

Ist klein f dann sozusagen die Funktion, die bestimmt, ob J steigt oder fällt?

Warum wird groß F von minus zwei beim Grenzwert nicht weiter beachtet?

Kann ich groß F von minus zwei in der Skizze als festen Startwert beziehungsweise als Verschiebung verstehen?

Wie soll ich meine Skizze am besten beschriften, damit ich Teil f und g schneller erkenne?

Welche Daten würdet ihr in so eine Skizze eintragen, damit man Nullstellen von J, Grenzwerte und das Verhalten der Flächenbilanz direkt sieht?

Mir geht es weniger um eine komplette Musterlösung, sondern um die richtige Denkweise und eine gute Skizzenstrategie. Ich möchte wissen, welche meiner Interpretationen stimmen und was ich noch falsch verstehe.

u/yeah280 — 3 days ago
▲ 3 r/mathe

Gerade benennen: Schreibe ich g oder g(x), wenn die Gerade x = -3 ist?

Hi, ich habe eine kurze Frage zur Schreibweise in Mathe.

Angenommen, in einer Aufgabe steht, dass es um die Gerade x = -3 geht. Ich möchte dieser Gerade zur Einfachheit einen eigenen Buchstaben geben, damit ich sie später besser erwähnen kann.

Meine Überlegung wäre: Ich schreibe nicht G(x), weil G(x) für mich bedeutet, dass y von x abhängt, also dass man einen x-Wert einsetzt und dann einen y-Wert bekommt.

Bei der Gerade x = -3 ist es aber anders: Es ist eine senkrechte Gerade. Es wird nur gesagt, dass x immer -3 ist. Für y gibt es keine feste Angabe, y kann also verschiedene Werte haben. Deshalb wäre das aus meiner Sicht keine normale Funktion der Form „y in Abhängigkeit von x“.

Deswegen würde ich die Gerade eher einfach mit G bezeichnen, zum Beispiel:

„Sei G die Gerade x = -3.“

Oder vielleicht besser:

„Sei g die Gerade x = -3.“

Meine Frage: Ist diese Schreibweise korrekt? Also sollte man bei so einer senkrechten Gerade einfach einen Namen wie g oder G verwenden und nicht G(x)? Wie würde man das in einer Abituraufgabe sauber hinschreiben?

Mir geht es vor allem darum, ob meine Begründung stimmt: G(x) wäre hier unpassend, weil x = -3 keine Funktion ist, bei der y von x abhängt.

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u/yeah280 — 4 days ago
▲ 7 r/mathe

Extremstelle anhand eines Graphen ablesen: Warum wird Graph I ausgeschlossen?

Hey, ich habe eine Frage zu einer Mathe-Abituraufgabe aus Bayern.

Es geht um eine Funktionenschar. In der Aufgabenstellung steht, dass jede Funktion dieser Schar genau eine Extremstelle besitzt.

Bei der Aufgabe sind zwei mögliche Graphen abgebildet. Einer davon gehört zu einem positiven Wert des Parameters a. In der Lösung wird zuerst überlegt, was passiert, wenn x immer größer wird. Für einen positiven Wert von a läuft der Graph dann rechts nach oben ins positive Unendliche.

Das verstehe ich grundsätzlich:
Wenn a positiv ist, muss der passende Graph rechts irgendwann stark nach oben gehen. Deshalb wirkt für mich Graph II plausibel.

Was ich aber nicht verstehe, ist der nächste Satz in der Lösung. Dort steht sinngemäß:

Weil der Graph genau eine Extremstelle besitzt, ist Graph I auszuschließen. Also gehört Graph II zu einem positiven Wert von a.

Meine Hauptfrage ist:

Was genau hat die Extremstelle hier mit der Entscheidung zwischen Graph I und Graph II zu tun? Und wie liest man das aus der Zeichnung ab?

Meine bisherige Interpretation:

Bei Graph I sieht man rechts vom Ursprung, dass der Graph erst steigt und danach wieder fällt. Für mich sieht das wie ein Hochpunkt aus, also wie eine Extremstelle.

Aber wenn Graph I zu einem positiven Wert von a gehören würde, müsste er ja rechts irgendwann wieder nach oben laufen, weil der Graph für sehr große x-Werte ins positive Unendliche gehen soll.

Dann müsste Graph I nach dem Fallen irgendwann wieder umdrehen und wieder steigen. Dadurch hätte Graph I dann aber nicht nur eine Extremstelle, sondern mindestens zwei: erst einen Hochpunkt und später noch einen Tiefpunkt.

Ist genau das der Grund, warum Graph I ausgeschlossen wird?

Also ist die Argumentation so gemeint:

Graph I hat sichtbar schon eine Extremstelle. Wenn er zusätzlich rechts noch nach oben ins Unendliche laufen müsste, bräuchte er noch eine weitere Extremstelle. Das widerspricht der Angabe aus der Aufgabenstellung, dass es genau eine Extremstelle gibt.

Graph II passt dagegen besser, weil er links eine Tiefstelle hat und danach durch den Ursprung nach rechts immer weiter steigt.

Habe ich das richtig verstanden?

Mich verwirrt vor allem, ob die Lösung die Information „genau eine Extremstelle“ aus der Zeichnung abliest oder einfach aus der Aufgabenstellung übernimmt. Wird anhand der Zeichnung dann nur geprüft, welcher Graph mit dieser Eigenschaft zusammenpassen kann?

u/yeah280 — 4 days ago
▲ 2 r/mathe

Ich will kurz prüfen, ob ich den Begriff „Flächenbilanz“ in der Integralrechnung richtig verstanden habe…

Hi zusammen,

Mein Verständnis ist bisher:

Bei einem Integral wird die Fläche zwischen dem Graphen einer Funktion und der x-Achse in einem bestimmten Intervall betrachtet. Wenn der Graph oberhalb der x-Achse liegt, zählt die Fläche positiv. Wenn der Graph unterhalb der x-Achse liegt, zählt sie negativ.

Die Flächenbilanz wäre dann nicht einfach der gesamte Flächeninhalt, sondern eher die „verrechnete Fläche“: Also positive Flächen oberhalb der x-Achse und negative Flächen unterhalb der x-Achse werden miteinander zusammengerechnet.

Deswegen denke ich bei „Bilanz“ auch ein bisschen an eine Art Balance oder Rechnung: Man schaut, was positiv und was negativ ist, und am Ende bleibt ein Ergebnis übrig.

Beispielhaft gesagt: Wenn in einem Intervall eine Fläche von 5 oberhalb der x-Achse liegt und eine Fläche von 3 unterhalb der x-Achse, dann wäre die Flächenbilanz 2. Der tatsächliche gesamte Flächeninhalt wäre aber 8, weil man dort beide Flächen positiv zählen würde.

Ist das so korrekt verstanden?

Also kurz gesagt:
Flächenbilanz = Integralwert mit Vorzeichen
Flächeninhalt = alle Flächen positiv gezählt
Stimmt diese Unterscheidung?

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u/yeah280 — 4 days ago
▲ 3 r/mathe

Linearfaktorzerlegung: Reicht es, die Nullstellen und ihre Vielfachheit herauszulesen?

Hi zusammen,

ich lerne gerade für das Mathe-Abitur in Bayern und bin beim Thema Linearfaktorzerlegung etwas unsicher.

Ich glaube, ein Linearfaktor ist so etwas wie (x - a), also ein Faktor, aus dem man direkt eine Nullstelle ablesen kann. Bei der Linearfaktorzerlegung schreibt man ein Polynom dann als Produkt solcher Faktoren.

Mein Verständnis wäre:

Wenn ich zum Beispiel eine Funktion in Produktform habe, kann ich daraus direkt ablesen,

* welche Nullstellen existieren
* ob eine Nullstelle einfach, doppelt oder dreifach vorkommt
* also ob der Graph die x-Achse schneidet oder nur berührt

Zum Beispiel:

f(x) = (x - 2)^2 * (x + 3)

Dann wäre x = 2 eine doppelte Nullstelle und x = -3 eine einfache Nullstelle.

Ist das im Kern schon das, was man im Abi zur Linearfaktorzerlegung können muss? Oder steckt da noch mehr dahinter, was prüfungsrelevant ist?

Mir geht es vor allem darum, ob ich das Thema richtig einordne oder ob ich da noch eine wichtige Wissenslücke habe.

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u/yeah280 — 4 days ago
▲ 1 r/mathe

Frage zum Lotfußpunkt – habe ich das richtig verstanden?

Ich versuche gerade den Begriff Lotfußpunkt in analytischer Geometrie richtig zu verstehen.

So wie ich es aktuell verstehe: Ein Lotfußpunkt ist ein Punkt, der auf einer Geraden oder Ebene liegt und gleichzeitig der Punkt ist, an dem eine senkrechte Verbindung von einem anderen Punkt auf diese Gerade/Ebene trifft.

Also zum Beispiel: Wenn ich einen Punkt P außerhalb einer Ebene habe und von P aus eine Gerade senkrecht zur Ebene zeichne, dann ist der Schnittpunkt dieser senkrechten Geraden mit der Ebene der Lotfußpunkt F.

Wäre es dann korrekt zu sagen:

Der Lotfußpunkt ist der Punkt auf der Geraden/Ebene, der als „Fuß“ des Lots dient. Er liegt also auf der Geraden/Ebene und die Verbindung vom ursprünglichen Punkt zum Lotfußpunkt steht senkrecht auf der Geraden/Ebene.

Ich hatte es mir zuerst so gemerkt, dass der Lotfußpunkt irgendwie der Stützvektor bzw. Aufpunkt der senkrechten Linie ist. Aber genauer gesagt ist er wahrscheinlich einfach der Schnittpunkt zwischen Lotgerade und Gerade/Ebene, oder?

Ist diese Beschreibung korrekt?

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u/yeah280 — 4 days ago
▲ 1 r/mathe

Mathe-Abitur Bayern: Welche Themen sind wirklich essenziell? Und wie lernt man, Aufgaben besser zu „dekodieren“?

Hey zusammen,

ich bereite mich gerade auf das Mathe-Abitur in Bayern vor (weiß nicht ob grundlegend oder erhöhtes Anforderunfsniveau) und versuche, meine letzten Lerntage möglichst effizient zu nutzen. Ich habe mir eine Liste mit Themen gemacht, bin mir aber nicht sicher, welche davon wirklich abiturrelevant bzw. essenziell sind und welche eher „nice to have“ sind.

Mir geht es vor allem um zwei Dinge:

  1. Welche Themen sollte ich unbedingt beherrschen, um solide Punkte zu holen? (Unten steht die Lückenliste, also Themen, die nicht vollständig routiniert und kontextgebunden sitzen)
  2. Wie kann ich Aufgaben besser dekodieren?
    Also: Wie erkenne ich in einer Aufgabe, welches Werkzeug ich brauche? Und wie kann ich mir durch Skizzen, Tabellen, Baumdiagramme, Koordinatensysteme usw. selbst Kontext hinzufügen, auch wenn ich die Aufgabe beim ersten Lesen nicht komplett verstehe?

Meine aktuelle Themenliste:

Routine / Analysis

* quadratisch ergänzen
* h-Methode
* Polynomdivision
* Substitution
* ln(x)
* Wurzel-Spezialfälle

Definitionen / Begriffe / Geometrie

* d aus der Koordinatenform herausfinden
* Normalenform
* Hesse-Normalform / Normalenvektor
* Linearfaktor
* Lotfußpunkt
* arctan, arccos, arcsin
* Neigungswinkel

Stochastik

* Signifikanzniveau
* Poissonverteilung
* Fehler 1. Art α
* Fehler 2. Art β
* „blaue Fläche“ bei Hypothesentests / Normalverteilung

Mich würde interessieren:

Welche dieser Themen sind für das bayerische Mathe-Abitur wirklich wichtig?
Welche sollte man auf jeden Fall können, wenn man möglichst sicher Punkte holen will?
Und welche Themen kann man eher niedriger priorisieren, wenn nur noch wenig Zeit bleibt?

Besonders wichtig wäre mir auch eine Art Strategie zum Aufgaben-Dekodieren:

Woran erkennt ihr zum Beispiel, ob man eine Skizze machen sollte, ein Baumdiagramm, eine Tabelle, eine Ebenengleichung, eine Ableitung, eine Verteilung usw.?
Gibt es typische Signalwörter oder Muster in Abituraufgaben, die euch sofort sagen: „Okay, hier brauche ich dieses Werkzeug“?

Ich möchte nicht nur Formeln auswendig lernen, sondern besser verstehen, wie ich einer Aufgabe selbst Struktur gebe, wenn sie am Anfang unübersichtlich wirkt.

Danke schon mal!

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u/yeah280 — 4 days ago
▲ 6 r/mathe

Wozu braucht man die Normalenform bei Geraden und Ebenen?

Ich lerne gerade analytische Geometrie und hänge bei der Normalenform.

Die Parameterform verstehe ich grundsätzlich:
Bei einer Geraden hat man einen Stützpunkt plus einen Parameter mal Richtungsvektor.
Bei einer Ebene hat man einen Stützpunkt plus zwei Parameter mal zwei Spannvektoren.

Also bildlich: Ich starte bei einem Punkt und bewege mich dann in bestimmte Richtungen. Das kann ich mir vorstellen.

Bei der Normalenform verstehe ich auch, dass ein Normalenvektor vorkommt. Der steht senkrecht auf der Ebene. Und genau das sieht man bei der Normalenform eigentlich sofort, anders als bei der Parameterform oder teilweise auch bei der Koordinatenform.

Zum Beispiel bei einer Ebene:

n · (x - p) = 0

Soweit ich es verstehe, ist n der Normalenvektor und p ein Punkt der Ebene. x ist ein beliebiger Punkt. Der Vektor (x - p) geht also von dem festen Punkt p zu irgendeinem Punkt x. Wenn x wirklich in der Ebene liegt, dann liegt dieser Verbindungsvektor in der Ebene.

Die Normalenform zeigt also direkt zwei Vektoren, die senkrecht zueinander stehen: einmal den Normalenvektor n und einmal den Vektor (x - p). Beide beziehen sich auf denselben Aufpunkt p. Der Normalenvektor steht senkrecht auf der Ebene, und der Vektor (x - p) liegt in der Ebene. Deshalb ist ihr Skalarprodukt 0.

Was ich noch nicht ganz verstehe, ist der Sinn dieser Form.

Bei der Parameterform sehe ich sofort: Punkt plus Richtungen. Bei der Normalenform sehe ich eher: ein Normalenvektor und ein Vektor vom Aufpunkt zu einem beliebigen Punkt. Ich verstehe zwar, dass diese beiden senkrecht sind, aber ich kann mir noch nicht richtig vorstellen, wann diese Darstellung wirklich nützlich ist.

Meine Fragen wären:

Wozu braucht man die Normalenform überhaupt?

Wann ist sie praktischer als die Parameterform oder Koordinatenform?

Ist die Idee wirklich einfach: Alle Punkte x, bei denen der Vektor von p nach x senkrecht zum Normalenvektor ist, liegen in der Ebene?

Und ist das der Grund, warum am Ende 0 steht, weil das Skalarprodukt bei senkrechten Vektoren 0 ist?

Außerdem verwirrt mich der Unterschied zur Koordinatenform. Bei der Koordinatenform steht ja meistens sowas wie ax + by + cz = d, während bei der Normalenform n · (x - p) = 0 steht. Ist das im Prinzip dieselbe Information, nur anders geschrieben?

Ich glaube, ich verstehe die Einzelteile, aber noch nicht den Sinn und die Vorstellung dahinter. Vielleicht kann jemand erklären, wie man die Normalenform intuitiv versteht und wann man sie in Aufgaben wirklich braucht.

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u/yeah280 — 4 days ago
▲ 3 r/mathe

Frage zu arcsin, arccos und arctan im Abi: Wie schreibt man das sauber auf?

Hi, ich hätte eine Frage zu Arcus Sinus, Arcus Cosinus und Arcus Tangens.

So wie ich es verstanden habe, sind arcsin, arccos und arctan einfach die Umkehrfunktionen von sin, cos und tan.

Also grob gesagt:

Die normale Funktion macht aus einem Winkel eine Zahl.

Beispiel:
sin(30 Grad) = 0,5

Die Umkehrfunktion macht aus dieser Zahl wieder einen Winkel.

Beispiel:
arcsin(0,5) = 30 Grad

Meine Frage ist jetzt:

Wie schreibe ich das in der Abiturprüfung sauber und mathematisch korrekt auf?

Wäre zum Beispiel sowas richtig?

arcsin(0,5) = 30 Grad

Oder sollte man lieber schreiben:

sin(alpha) = 0,5
also alpha = arcsin(0,5) = 30 Grad

Außerdem: Muss man bei arcsin, arccos und arctan im Abi noch etwas beachten? Zum Beispiel wegen Gradmaß/Bogenmaß oder weil es mehrere Winkel geben kann, die denselben Sinus- oder Cosinuswert haben?

Ich verstehe das Grundprinzip ungefähr so:

sin, cos und tan machen aus einem Winkel eine Zahl.

arcsin, arccos und arctan machen aus einer Zahl wieder einen Winkel.

Aber ich bin mir unsicher, wie man das in einer Prüfung formal sauber hinschreibt.

Danke schon mal :)

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u/yeah280 — 4 days ago
▲ 0 r/mathe

Mehrere Verständnisfragen zu Ableitung, Definitionslücken, Polstellen, Polynomdivision, Stetigkeit und Umkehrbarkeit

Hi zusammen,

ich bereite mich gerade auf Mathe vor und habe mehrere Theorien bzw. Hypothesen im Kopf. Ich würde gerne wissen, ob mein Verständnis so korrekt ist oder ob ich irgendwo Denkfehler habe.

Differenzenquotient und Differentialquotient

Mein Verständnis ist:

Der Differenzenquotient beschreibt die durchschnittliche Änderungsrate, also z. B. die Steigung einer Sekante oder eine Durchschnittsgeschwindigkeit.

Der Differentialquotient beschreibt die lokale bzw. momentane Änderungsrate, also z. B. die Steigung einer Tangente oder die momentane Geschwindigkeit.

Kann man sagen, dass beides letztlich aus dem Prinzip „Steigung = Änderung in y durch Änderung in x“ kommt, nur einmal für ein Intervall und einmal für einen einzelnen Punkt?

Definitionslücken, Polstellen und hebbare Lücken

Ist Definitionslücke die Oberkategorie für verschiedene Arten von Lücken im Definitionsbereich?

Also zum Beispiel:

Eine Definitionslücke kann eine Polstelle sein, wenn der Graph dort gegen unendlich bzw. minus unendlich geht und eine senkrechte Asymptote entsteht.

Eine Definitionslücke kann aber auch eine hebbare Definitionslücke sein, wenn sich der problematische Faktor im Nenner mit dem Zähler kürzen lässt. Dann ist die Stelle zwar ursprünglich nicht in der Definitionsmenge, aber im vereinfachten Graphen sieht man dort keine Polstelle, sondern eher ein „Loch“, oder?

Beispielhaft meine ich sowas wie:

Wenn im Nenner ein Faktor steht, der bei einem bestimmten x-Wert 0 wird, und derselbe Faktor auch im Zähler steht, dann kann man ihn kürzen. Trotzdem war dieser x-Wert in der ursprünglichen Funktion nicht erlaubt. Ist das korrekt?

Polstellen und Asymptoten

Sind Polstellen immer nur senkrechte Asymptoten?

Ich hatte kurz den Gedanken: „Polstellen sind Asymptoten“, aber das scheint mir ungenau zu sein. Korrekt wäre vermutlich eher:

Polstellen führen zu senkrechten Asymptoten. Aber nicht jede Asymptote ist eine Polstelle, weil es ja auch waagerechte oder schräge Asymptoten gibt.

Stimmt das so?

Polynomdivision und Nullstellen

Meine Theorie zur Polynomdivision:

Wenn man bei einem Polynom Nullstellen sucht und der Term nicht direkt mit der pq-Formel oder einer einfachen Methode lösbar aussieht, dann kann man zuerst mögliche ganzzahlige Nullstellen testen, z. B. 0, 1, -1, 2, -2, 3, -3 usw.

Wenn man dann eine Nullstelle findet, z. B. x = 2, dann teilt man das Polynom durch den Linearfaktor:

(x - 2)

Wenn die Nullstelle x = -2 wäre, würde man durch

(x + 2)

teilen.

Danach erhält man ein Polynom mit niedrigerem Grad und kann weiterrechnen, z. B. mit pq-Formel oder weiterer Faktorisierung.

Ist das die richtige Grundidee?

Stetigkeit

Bei Stetigkeit kenne ich nur die Eselsbrücke:

„Man kann den Graphen zeichnen, ohne den Stift abzusetzen.“

Aber ich bin mir nicht sicher, was das mathematisch wirklich bedeutet.

Heißt stetig einfach, dass der Graph keine Sprünge, Löcher oder Polstellen hat? Also dass sich die Funktionswerte „sauber“ annähern und nicht plötzlich irgendwo fehlen oder springen?

Differenzierbarkeit

Differenzierbar verstehe ich noch nicht richtig.

Meine Theorie wäre:

Eine Funktion ist differenzierbar, wenn man an der Stelle eine eindeutige Tangente bzw. eine eindeutige Steigung bestimmen kann.

Wenn der Graph einen Knick, eine Spitze, einen Sprung oder eine Definitionslücke hat, ist er dort nicht differenzierbar.

Stimmt das?

Und ist es richtig, dass Differenzierbarkeit stärker ist als Stetigkeit? Also:

Wenn eine Funktion differenzierbar ist, dann ist sie auch stetig.

Aber wenn eine Funktion stetig ist, muss sie nicht automatisch differenzierbar sein.

Umkehrbarkeit

Bei Umkehrbarkeit bin ich auch unsicher.

Ich dachte erst: Eine Funktion ist umkehrbar, wenn jeder x-Wert genau einen y-Wert hat. Aber das ist ja eigentlich schon die normale Definition einer Funktion.

Für Umkehrbarkeit müsste es wahrscheinlich eher heißen:

Jeder y-Wert darf höchstens einmal vorkommen, also jeder y-Wert gehört zu genau einem x-Wert.

Dann könnte man x und y vertauschen und eine Umkehrfunktion bilden.

Ist das korrekt?

Zusammenhang zwischen stetig, differenzierbar und umkehrbar

Ich habe das Gefühl, dass diese Begriffe irgendwie nah beieinanderliegen:

stetig
differenzierbar
umkehrbar
Differentialquotient
Differenzenquotient

Aber ich weiß noch nicht genau, wie sie zusammenhängen.

Kann mir jemand kurz und verständlich sagen, welche meiner Theorien stimmen und wo ich noch Denkfehler habe?

Danke schon mal!

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u/yeah280 — 4 days ago
▲ 3 r/mathe

Bayern-Abitur Mathe: Polynomdivision, Hypothesentest-K, α/β und Poisson-Verteilung – wie sauber verstehen?

Hi zusammen,

ich bereite mich gerade aufs Mathe-Abitur in Bayern vor und habe noch ein paar offene Themen, bei denen ich nicht ganz zufrieden bin, weil ich sie zwar teilweise anwenden kann, aber noch nicht wirklich sauber verstehe.

  1. Polynomdivision
    Bei der Polynomdivision frage ich mich: Wie wichtig ist das fürs Abitur wirklich und wann genau erkenne ich, dass ich sie benutzen soll? Mir ist klar, dass man damit z. B. Nullstellen nutzen kann, um ein Polynom zu zerlegen. Aber ich würde gerne besser verstehen, welche typischen Aufgabenhinweise zeigen: „Hier ist Polynomdivision der richtige Weg.“

  2. Hypothesentest und dieses k / Entscheidungsregel
    Beim Hypothesentest gibt es ja oft dieses kritische k bzw. die Entscheidungsregel. Ich verstehe grob, dass damit Annahme- und Ablehnungsbereich festgelegt werden. Was mich stört: Oft wirkt es so, als müsste man k entweder durch Probieren oder mithilfe einer Tabelle finden.

Gibt es eine saubere, möglichst genaue Methode, um dieses k zu bestimmen? Oder ist es im Bayern-Abitur tatsächlich normal, dass man mit Tabellenwerten / kumulativen Wahrscheinlichkeiten arbeitet und dann testet, welches k gerade noch passt?

  1. Alpha und Beta
    Alpha und Beta kann ich mir optisch ungefähr merken: links Alpha, rechts Beta. Aber ich kann mir nicht dauerhaft merken, was genau was bedeutet.

Ist folgende Vorstellung richtig?

Alpha-Fehler: Man lehnt die Nullhypothese ab, obwohl sie eigentlich wahr ist.
Beta-Fehler: Man nimmt die Nullhypothese nicht zurück / behält sie bei, obwohl sie eigentlich falsch ist.

Habt ihr dafür eine gute Eselsbrücke, besonders für Hypothesentests im Abitur?

  1. Signifikanzniveau
    Beim Signifikanzniveau denke ich aktuell: Das ist die maximal erlaubte Wahrscheinlichkeit für den Alpha-Fehler und hängt damit direkt mit dem Ablehnungsbereich zusammen. Also z. B. 5 % Signifikanzniveau bedeutet: Der Ablehnungsbereich darf unter der Nullhypothese höchstens 5 % Wahrscheinlichkeit haben.

Ist das so korrekt?

  1. Poisson-Verteilung vs. Binomialverteilung vs. Normalverteilung
    Hier habe ich noch Schwierigkeiten beim Trennen.

Was ich glaube verstanden zu haben:

* Binomialverteilung: diskret, ganze Zahlen, feste Anzahl an Versuchen, Treffer/Nicht-Treffer.
* Binomialdichte: Wahrscheinlichkeit für genau einen konkreten Wert.
* Kumulative Binomialverteilung: Wahrscheinlichkeit bis zu einem bestimmten Wert.
* Normalverteilung: stetig, eher für Messwerte / Näherungen, keine einzelnen exakten Punktwahrscheinlichkeiten.
* Normaldichte: beschreibt die Form der Kurve, aber einzelne Punkte haben keine echte Wahrscheinlichkeit.
* Kumulative Normalverteilung: Fläche bis zu einem Wert.
* Poisson-Verteilung: irgendwie auch diskret, also ganze Zahlen, aber eher für seltene Ereignisse in einem festen Zeitraum oder Bereich.

Was ich nicht richtig checke: Wann nehme ich im Abitur wirklich Poisson statt Binomial oder Normalverteilung? Und was ist der Unterschied zwischen Poisson-Dichte und kumulativer Poisson-Verteilung im Taschenrechner?

  1. Listenfunktion im Taschenrechner
    Im Taschenrechner gibt es bei Stochastik auch noch diese Listenfunktion. Wofür braucht man die konkret im Abitur? Ist das nur praktisch, um mehrere Wahrscheinlichkeiten auf einmal zu berechnen, oder steckt dahinter eine eigene Methode?

Ich würde mich freuen, wenn jemand das einmal abiturorientiert erklären kann, am besten so, dass man erkennt: Bei welchem Aufgabentyp nehme ich welche Verteilung, welche Funktion im Taschenrechner und wie bestimmt man k beim Hypothesentest möglichst sauber?

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u/yeah280 — 5 days ago

Wie lernt ihr effizient, wenn Aufgaben-Dekodieren mehr Zeit kostet als der Stoff selbst?

Hey zusammen,

ich optimiere gerade mein Lernsystem extrem auf Effizienz, vor allem für Mathe/Prüfungsvorbereitung. Mein größtes Problem ist nicht unbedingt, Informationen abzuspeichern. Begriffe und Definitionen kann ich ziemlich gut lernen, vor allem über assoziatives Denken, vereinfachte Darstellungen und Wiederholung.

Was mich aber am meisten Zeit kostet, ist das Dekodieren von Aufgaben.

Also:
Was will die Aufgabe wirklich von mir?
Welche Informationen sind wichtig?
Welches Verfahren passt?
Welche Wörter geben mir den Hinweis auf die Methode?
Wie baue ich mir einen sicheren Rahmen, auch wenn ich die Aufgabe zuerst nicht komplett verstehe?

Ich habe schon ein paar Systeme:

* Routineaufgaben üben, weil Routine wahrscheinlich den Großteil der Punkte bringt
* Aufgaben, die ich nicht konnte, am nächsten Tag nochmal wiederholen
* Fehler nach Arten trennen, z.B. Dekodierfehler, Begriffsfehler, Rechenfehler, Strukturfehler
* ein Zwei-Blatt-System: ein Blatt für Werte/Rechnungen, ein Blatt für Struktur, Methoden, Hinweise und Kontrollfragen
* typische Aufgabentypen sammeln und entschlüsseln
* bei Stochastik gezielt Methodik aufbauen, weil das bei mir sprachlich am schwierigsten ist

Mich würde interessieren, wie andere autistische Menschen gelernt haben oder lernen, wenn sie sehr systematisch denken.

Habt ihr Methoden, um Aufgaben schneller zu verstehen?
Wie erkennt ihr zuverlässig, welches Verfahren gebraucht wird?
Wie baut ihr Lernsysteme, die auch unter Prüfungsstress funktionieren?
Habt ihr Tabellen, Checklisten, Fehlerprotokolle oder feste Abläufe benutzt?
Und wie unterscheidet ihr zwischen “Ich verstehe den Stoff nicht” und “Ich verstehe nur die Aufgabenformulierung nicht”?

Ich suche weniger allgemeine Lerntipps wie “mach Pausen”, sondern eher konkrete Systeme, Denkmodelle, Vorlagen oder Routinen, die wirklich zuverlässig funktionieren.

Danke euch.

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u/yeah280 — 5 days ago
▲ 8 r/mathe

Gegeben sind die Punkte A(0|0|1) und B(2|6|1). Man soll begründen, dass die Gerade AB parallel zur x1-x2-Ebene verläuft.

Die Musterlösung sagt ungefähr:

„Die Punkte A und B besitzen dieselbe x3-Koordinate. Also besitzen alle Punkte der Geraden AB dieselbe x3-Koordinate. Somit verläuft die Gerade AB parallel zur x1-x2-Ebene.“

Meine eigene Begründung wäre gewesen:

„Der Vektor AB hat nur Änderungen in x1- und x2-Richtung, aber keine Änderung in x3-Richtung. Die x1-x2-Ebene wird ebenfalls durch x1 und x2 beschrieben, während x3 konstant bleibt. Deshalb verläuft AB parallel zur x1-x2-Ebene.“

Ist meine Begründung mathematisch genauso gut, schlechter oder vielleicht sogar besser als die Musterlösung?

Mir geht es vor allem darum, ob die Formulierung „keine Änderung in x3-Richtung“ sauber genug ist. Ich würde nicht sagen wollen, dass der Vektor „für x3 nicht definiert ist“, weil eigentlich hat der Vektor ja eine x3-Komponente, nämlich 0. Aber inhaltlich meine ich: Die Gerade bewegt sich nicht in x3-Richtung.

Würde man dafür in einer Prüfung volle Punkte bekommen?

u/yeah280 — 6 days ago
▲ 6 r/mathe

Warum steht hier „in R“ beim Graphen einer Funktion?

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zu einer Formulierung in einer Mathe-Lösung.

Dort steht sinngemäß:

„Der Graph von g besitzt in R also die nebenstehende Form.“

Mir geht es nur um dieses „in R“.

Warum steht hier „in R“ dabei? Bedeutet das einfach „für alle reellen Zahlen“ bzw. „auf dem gesamten reellen Zahlenbereich“?

Ich bin etwas verwirrt, weil ich normalerweise eher sowas kenne wie „x ist Element von R“ oder „g: R nach R“. Aber hier steht nicht „Element von“, sondern „in R“.

Heißt „der Graph besitzt in R diese Form“ also einfach: Wenn man den Graphen für reelle t-Werte betrachtet, hat er diese Form?

Mir geht es wirklich nur um diese Schreibweise mit den reellen Zahlen. Danke!

u/yeah280 — 6 days ago
▲ 5 r/mathe

Verständnisfrage zu ln(x), x*ln(x) und Grenzwert gegen 0

Hallo zusammen,

ich habe gerade eine Aufgabe mit Grenzwerten und Ableitungen, bei der mich zwei Dinge verwirren:

Es geht um Ausdrücke wie:

ln(x)

und

x * ln(x)

jeweils für x -> 0.

Ich verstehe bisher Folgendes:

ln(0) gibt es eigentlich nicht, weil der Logarithmus bei 0 nicht definiert ist. Wenn man aber schreibt x -> 0, dann meint man hier wahrscheinlich x -> 0+, also dass x sich der 0 von rechts nähert, aber nie wirklich 0 ist.

Dann gilt ja anscheinend:

ln(x) -> -unendlich

wenn x -> 0+.

Was mich aber verwirrt:

Bei x * ln(x) steht in der Lösung, dass

x * ln(x) -> 0

wenn x -> 0+.

Ich verstehe zwar ungefähr, dass x immer kleiner wird und dadurch das Produkt gegen 0 geht, obwohl ln(x) gegen minus unendlich geht. Aber intuitiv fühlt sich das komisch an, weil man ja irgendwie denkt:

0 * (-unendlich)

Das darf man aber wohl nicht einfach so rechnen.

Meine Fragen:

  1. Warum genau geht x * ln(x) gegen 0, obwohl ln(x) gegen minus unendlich geht?
  2. Was ist der saubere Unterschied zwischen „ln(0) existiert nicht“ und „ln(x) geht gegen minus unendlich für x gegen 0“?
  3. Gibt es eine gute Eselsbrücke, wie man sich merken kann, dass bei x * ln(x) das kleine x stärker ist als der Logarithmus?
  4. Ist die Aussage „Potenzen schlagen Logarithmen“ hier die richtige Regel?

Danke schon mal!

u/yeah280 — 6 days ago
▲ 9 r/mathe

Welche Regel benutzt man beim Aufleiten von Brüchen?

Ich soll die Funktion auf dem Bild aufleiten, also eine Stammfunktion dazu finden.

Beim Ableiten weiß ich, dass es zum Beispiel die Quotientenregel gibt, wenn man einen Bruch ableiten muss.

Aber wie ist das beim Aufleiten? Gibt es da auch eine bestimmte Regel oder einen einfachen Standardweg?

Ich vermute, dass man irgendwie erkennen muss, ob der Zähler die Ableitung vom Nenner ist, aber ich bin mir nicht sicher, wie ich das in der Prüfung schnell sehen soll.

Was wäre hier die einfachste Methode, um auf die Stammfunktion zu kommen?

u/yeah280 — 7 days ago