Armut wird in Deutschland dramatisiert

Ich bin selbst ziemlich arm aufgewachsen. Kleidung kam teilweise von der Caritas, wir lebten in einem Problemviertel im Plattenbau und Geld für Urlaub, neue Fahrräder oder viel Spielzeug gab es nicht. Das war ungefähr zehn Jahre nach der Wende.
Trotzdem habe ich meine Kindheit nie als schlimm oder besonders entbehrungsreich empfunden. Bei uns hatten die meisten Familien wenig Geld. Fast alle wohnten im Block, die Fahrräder waren gebraucht, die Kleidung teilweise alt und große Urlaube kannte man schlicht nicht. Deshalb hatte man auch nicht ständig das Gefühl, im Vergleich zu allen anderen etwas zu verpassen.
Natürlich muss man dazu sagen, dass grundlegende Dinge vorhanden waren. In Schule oder Kindergarten gab es eine warme Mahlzeit, wir hatten ein Dach über dem Kopf und mussten keine Angst haben, am nächsten Tag nichts zu essen zu bekommen. Im Jugendclub und im Hort gab es N64, alle möglichen Arten von Sport etc
Rückblickend erinnere ich mich sogar sehr positiv an diese Zeit. Der soziale Zusammenhalt im Viertel war stark. Man kann das schwer beschreiben, aber als Kind hatte ich weder große Sorgen noch ständig das Gefühl: mir fehlt irgendwas.
Aber ich glaube, dass man materielle Armut und ein schlechtes Leben nicht automatisch gleichsetzen sollte. Für ein Kind können Sicherheit, Freunde, Familie, ein funktionierendes Umfeld und gesellschaftliche Teilhabe viel entscheidender sein.

aber vielleicht hat sich Armut auch verändert, bei uns war Kriminalität nie ein großes Thema.

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u/Far-Cat-6491 — 2 days ago

Roast mein Depot (sehr diversifiziert)

Ich besitze 101 Aktien und 1 Anleihe. Bin sehr breit aufgestellt 🙏🏻

u/Far-Cat-6491 — 2 days ago

Wir sollten klimatisierte Hitzehallen bereitstellen

Für den Winter gibt es Wärmehallen, damit niemand erfriert. Bei 40 Grad heißt es dagegen offenbar: Augen zu und durch. Hitze ist schließlich nur dann gefährlich, wenn man alt, krank, ein Kind oder besonders verletzlich ist. Vielleicht wäre es Zeit, auch im Sommer Schutzräume anzubieten, bevor Menschen einfach umkippen müssen.

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u/Far-Cat-6491 — 5 days ago
▲ 330 r/Soziales_Arbeit+1 crossposts

Wir werden belächelt

Wir werden nicht ernst genommen und nur noch belächelt, sowas würde er sich niemals gegenüber Lehrern, Polizisten oder Richtern trauen.
Ein Sinnbild dessen was man von uns in Deutschland hält. Und wie Versorgungslücken und Verantwortung versucht werden auf medizinisches Personal zu schieben.

Solche Aussagen müssen bei der nächsten Wahl spürbar sein.
800.000 Lehrer lassen nicht mit sich spielen.

Aber 445.000 Ärzte und 1.8mio Pflegekräften kann man Stellen streichen, schlechte Arbeitsbedingungen zumuten und dann noch die Verantwortung dort abladen.

Der zweite Typ , steht mit der Hochschulgruppe der SPD in Verbindung, nicht alle in der SPD aber immer wieder SPD

u/Far-Cat-6491 — 7 days ago

Verdienst in der Praxis

Ich möchte demnächst mit meinem jetzigen Chef einen neuen Arbeitsvertrag für meine Tätigkeit als Arzt in einer Praxis abschließen. Vor der Vertragsverhandlung möchte ich besser einschätzen können, welche Vergütung und welche sonstigen Konditionen im ambulanten Bereich angemessen sind.
An welchen Tarifvertrag sollte man sich orientieren und dabei die Entgeltgruppe Ä I sowie die Stufe entsprechend der gesamten bisherigen ärztlichen Berufserfahrung zugrunde legen?
gezahlt? Über konkrete Vergleichswerte würde ich mich freuen.

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u/Far-Cat-6491 — 11 days ago
▲ 147 r/medizin

50 Stunden Woche perfekt da kann man direkt noch was kürzen.

Die Lehrer haben es geschafft in einer Krise eine Erhöhung zu bekommen ebenso wie die Rentner . Wie schaffen die es sich den Sparzwang zu entziehen. Obwohl sie bereits jetzt super Arbeitsbedingungen haben. Verbeamtung 75 Tage Urlaub 28h Woche. Pension etc. Sind aber unantastbar.
Aber bei uns die teilweise 50-60h arbeiten wird dann nochmal gekürzt. Wie kann das sein, dass bei uns gar keine Gegenwehr erfolgt bzw. Wie schaffen sich die anderen Gruppen sich diese Vorteile zu sichern während man der Medizin alles zumuten kann.

Ernst gemeinte Frage.

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u/Far-Cat-6491 — 11 days ago

Wenn das Problem pauschal „alle Männer“ wären, müssten schwere Gewalttaten – etwa wie der Angriff beim CSD – angesichts der größeren Anzahl Deutscher Männer viel häufiger vorkommen. Warum ist das nicht der Fall ?

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u/Far-Cat-6491 — 14 days ago

Als Arzt an Lehrer-Konditionen kommen – geht das?

Facharzt hier, fachlich zufrieden, aber ich schaue neidisch auf befreundete Lehrer: Verbeamtung, Beihilfe, Pension, planbare Zeiten, faktisch unkündbar. Ich dagegen: Nachtdienste, Regressrisiko, GKV-Bürokratie.
Ehrliche Frage an euch: Wie komme ich als Arzt an vergleichbar gute Bedingungen? ÖGD/Amtsarzt, Bundeswehr, MD – was ist realistisch, wie sind die Altersgrenzen für die Verbeamtung mit Mitte 30/40, und lohnt es sich netto überhaupt?
Erfahrungsberichte – gern auch ernüchternde – willkommen. Danke!

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u/Far-Cat-6491 — 18 days ago

Die Missgunst auf Reddit ist übertrieben.

Ich muss mal kurz Dampf ablassen.
Was stimmt eigentlich mit manchen Leuten auf Reddit nicht?
Ich bin in den letzten Tagen über zwei Beiträge gestolpert. Einer hat geschrieben, dass er 800 € im Monat spart. Ein anderer hat sein Depot mit rund 500.000 € gezeigt.
Die Kommentare waren teilweise unterirdisch.
“Safe geerbt.”
“Der wohnt bestimmt noch bei Mama.”
“Neoliberaler.”
“Stiefellecker.”
“Bestimmt Vermieter.”
Es scheint für manche völlig ausgeschlossen zu sein, dass jemand über Jahre konsequent spart, investiert oder einfach einen gut bezahlten Job hat.
Warum ist die erste Reaktion so oft, anderen ihren Erfolg abzusprechen?
Man muss nicht jede Vermögensentwicklung feiern. Man kann auch kritisch nachfragen. Aber dieses reflexartige “Der kann das unmöglich selbst geschafft haben” wirkt einfach nur verbittert.
Ganz ehrlich: Wenn jemand 500.000 € Vermögen aufgebaut hat, interessiert mich eher, wie er das geschafft hat. Vielleicht kann ich etwas daraus lernen.
Woher kommt diese Mentalität? Ist das einfach Neid oder warum triggern finanzielle Erfolge auf Reddit so viele Menschen?

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u/Far-Cat-6491 — 25 days ago

Lehrerin aus Duisburg ist fast 17 Jahre krankgeschrieben: nicht alle Lehrer aber immer wieder Lehrer.

17 Jahre nicht gearbeitet, volles Gehalt kassiert und wenn man sie in Pension schicken will, klagt sie dagegen. Können wir bitte nochmal über „Lehrer sind so überlastet” reden?
Kurz zusammengefasst, damit jeder den Wahnsinn versteht:
Eine Studienrätin am Berufskolleg Wesel steht seit 2009 nicht mehr vor einer Klasse. Nicht ein Jahr. Nicht drei. Siebzehn. In dieser Zeit hat sie sich durchgehend krankschreiben lassen – und der Dienstherr hat 17 Jahre lang nicht ein einziges Mal einen Amtsarzt geschickt. Nicht weil das rechtlich unmöglich wäre, sondern weil es offenbar schlicht niemanden interessiert hat.
Rechnen wir das mal grob durch: A13, verbeamtet, mit Erfahrungsstufen über die Jahre. Sagen wir konservativ 5.000 € brutto im Monat plus Beihilfe. Macht über 17 Jahre grob eine Million Euro – für null erteilte Unterrichtsstunden. Und danach eine Pension, die sich aus genau diesen Jahren berechnet, weil Krankheitszeiten als ruhegehaltfähige Dienstzeit zählen. Das ist kein Schlupfloch. Das ist Systemdesign.
Jetzt kommt der Teil, an dem mir die Kinnlade runterfällt: Nachdem die Sache aufgeflogen ist und die Bezirksregierung endlich einen Amtsarzt eingeschaltet hat, wurde Ende Mai die Versetzung in den Ruhestand angeordnet. Und die Betroffene? Klagt dagegen. Sie will nicht in Pension. Und während das Verfahren läuft, laufen selbstverständlich weiter die vollen Bezüge.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Der Rechtsstaat gibt ihr auch noch den Anreiz, den Prozess maximal in die Länge zu ziehen. Jeder Monat Verfahrensdauer ist bezahlt. Von uns.
Nebenbei ermittelt die Staatsanwaltschaft Duisburg wegen Betrugs. Im März wurde ihre Wohnung durchsucht. Der Verdacht: Sie habe die Dienstunfähigkeit vorgetäuscht und in der Zeit als Heilpraktikerin gearbeitet. Also: zu krank zum Unterrichten, aber fit genug, andere Menschen zu behandeln. (Ja, Unschuldsvermutung. Aber man wird ja wohl noch die Augenbrauen heben dürfen.)
Und jetzt der eigentliche Punkt, warum ich das poste:
Seit Jahren lese ich in jedem zweiten Thread, wie unfassbar hart der Lehrerberuf ist. Burnout, Überlastung, Korrekturen am Wochenende, „ihr habt ja keine Ahnung”. Und wehe, jemand erwähnt 12 Wochen Ferien, Unkündbarkeit, Beihilfe, keine Sozialabgaben oder eine Pension von ~70 % der letzten Bezüge – dann kommt sofort der Reflex: „Dann werd doch selbst Lehrer!”
Ja. Genau. Genau das ist ja das Argument. Wenn der Job so grausam ist – warum verlässt ihn dann niemand? Warum ist die Fluktuation im höheren Dienst faktisch bei null? In der freien Wirtschaft kündigen Leute, wenn es unerträglich wird. Im Beamtenverhältnis klagt man dagegen, in Rente geschickt zu werden, obwohl man 17 Jahre nicht gearbeitet hat.
Und um das klarzustellen, bevor die Kommentare explodieren: Es geht mir nicht um die Kollegin in Neukölln, die mit 30 Kindern in einer Klasse, halbem Kollegium und kaputtem Gebäude wirklich am Anschlag ist. Die gibt es, und die tut mir ehrlich leid. Es geht mir um ein System, in dem so ein Fall 17 Jahre lang niemandem auffällt – und in dem es, wenn er auffliegt, ein Disziplinarverfahren gegen genau einen Sachbearbeiter der Bezirksregierung gibt. Einen. Für ein Behördenversagen im mittleren sechsstelligen bis siebenstelligen Bereich.
Was in jedem Privatunternehmen passieren würde: Nach der zweiten Langzeitkrankschreibung kommt der MDK. Nach sechs Wochen zahlt der Arbeitgeber ohnehin nicht mehr, sondern die Krankenkasse – mit 70 % des Bruttos, gedeckelt. Nach 78 Wochen ist Schluss, dann Erwerbsminderungsrente. Der Sozialstaat hat für normale Arbeitnehmer harte Mechanismen. Für Beamte hat er offenbar niemanden, der hinschaut.
Und deshalb möchte ich einmal in meinem Leben die Kombination aus Empörung über „Lehrerbashing” und Schweigen zu solchen Fällen nicht mehr hinnehmen müssen. Wer will, dass sein Berufsstand ernst genommen wird, sollte der Erste sein, der bei so etwas laut wird. Stattdessen: Funkstille von GEW und Philologenverband.
Wie seht ihr das? Ist das ein tragischer Einzelfall – oder ist ein System, in dem so ein Einzelfall 17 Jahre unentdeckt bleibt, genau das Problem?

www1.wdr.de
u/Far-Cat-6491 — 28 days ago

Der größte Unterschied zwischen Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst ist nicht die Arbeitsmoral, sondern die Anreize.

In der Privatwirtschaft werden schlechte Prozesse irgendwann teuer. Im öffentlichen Dienst bleiben ineffiziente Abläufe oft jahrelang bestehen, weil der Druck zur Veränderung geringer ist.
Das ist kein Vorwurf an die Beschäftigten, sondern an das System.

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u/Far-Cat-6491 — 1 month ago

Lehrer sollten nicht verbeamtet werden.

kein Lehrer-Bashing. Lehrer sollen meinetwegen richtig gut verdienen. Aber warum ausgerechnet Beamtenstatus?
Das Hoheitsargument kauf ich nicht. In jedem Lehrerzimmer sitzen angestellte Lehrer, die exakt denselben Job machen – gleiche Noten, gleiche Abiklausuren. Wenn das hoheitlich wäre, dürften die das gar nicht. Sachsen lief jahrzehntelang fast komplett ohne verbeamtete Lehrer.
Und die Kosten sieht halt keiner: Für Beamte zahlt heute niemand Rentenbeiträge, die Pension kommt in 30 Jahren direkt aus dem Landeshaushalt. Sieht auf dem Papier billig aus, ist in Wahrheit ein Riesenschuldenberg, der in keiner Statistik auftaucht. Zahlen dürfen das dann unsere Kinder.
Das Absurdeste ist aber die Zwei-Klassen-Nummer: Der angestellte Kollege macht dieselbe Arbeit, hat ein paar Hundert Euro netto weniger und trägt das ganze Risiko selbst. Der verbeamtete daneben nicht. Wie soll man das ernsthaft rechtfertigen?
Ja, ich weiß – Berlin hat 2023 wieder angefangen zu verbeamten, weil die Lehrer sonst nach Brandenburg abgehauen sind. Aber das zeigt doch nur, dass die Länder sich gegenseitig in Geiselhaft halten. Skandinavien und die Niederlande kriegen ihre Schulen auch ohne Beamte hin.
Zahlt den Leuten von mir aus 500 € mehr brutto im Monat ehrlich, sichtbar, heute. Aber dieses Privilegienpaket mit Lebenszeitgarantie und Pensionsversprechen auf Kosten der nächsten Generation? Versteh ich nicht.

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u/Far-Cat-6491 — 1 month ago
▲ 18 r/medizin

Was nehmt ihr für Unterschiede bei der GenZ wahr?

Mir ist zum Beispiel aufgefallen, dass die jüngeren Kollegen z.B. lieber schreiben als zu telefonieren.

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u/Far-Cat-6491 — 2 months ago

Es ist ein Armutzeugnis mit "Arbeit muss sich lohnen" zu werben.

Es sollte selbstverständlich sein, dass sich Arbeit lohnt, wer damit wirbt der gibt eigentlich nur ein Schuldgeständnis ab.

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u/Far-Cat-6491 — 2 months ago

Die Abschaffung von Bargeld bedeutet auch ein Stück Freiheit zu verlieren.

Unabhängigkeit von Technik, weniger Kontrolle und Schutz vor Bankenrisiko. Die Ablösung von Bargeld hat Vorteile aber auch Nachteile und wenn ich daran denke wie der Staat mit Geld umgeht habe ich starke bedenken.

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u/Far-Cat-6491 — 2 months ago

Sparquote ab wann reduzieren?

Bei welcher Summe Ersparten, würdet ihr die monatliche Sparsumme reduzieren?

Für mich persönlich wäre es 250tsd Euro danach reduziere ich.

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u/Far-Cat-6491 — 2 months ago
▲ 364 r/Finanzen

Verdienen Lehrer wirklich so viel?

Übersehe ich da was oder verdienen verbeamtete Lehrer wirklich so viel?

Laut Claude 2Kinder mittlere Stufe

Grundgehalt 5740
Familienzuschlag 449
Brutto 6189

Lohnsteuer-1050
PKV -420
Kindergeld 518

Netto 5240

Da fehlt doch irgendwas oder ist das real?
Ich überdenke gerade meine Lebensentscheidungen.

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u/Far-Cat-6491 — 2 months ago

Unsere Lehrer verdienen weltweit am meisten

Ich verstehe, dass Bildung ein wichtiges Gut ist aber die Ergebnisse spiegeln nicht die Bezahlung wieder.

Falls ich da falsch liege klärt mich gerne auf, dass jetzt statt A13, A14 gefordert wird finde ich hart.

Kaufkraftbereinigt verdienen Lehrer in dtl. die höchsten Löhne (Außer Luxemburg) verglichen mit Ihren Kollegen im Ausland.

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u/Far-Cat-6491 — 2 months ago