Elternteil zahlt viel zu wenig Unterhalt und Bafög-Amt nimmt MICH in Regress
Hallo Leute, vielleicht kennt sich hier jemand mit dem Thema aus oder war schonmal selber in einer ähnlichen Situation.
Erstmal die Ausgangslage: Meine Eltern haben sich kurz nach meiner Geburt scheiden lassen. Hab seitdem mit meiner Mutter gelebt und hatte, freiwillig, gar keinen Kontakt zu meinem Vater. Hat aber auf Gegenseitigkeit beruht. Unterhalt hat er jedefalls immer zu wenig gezahlt, weil er angeblich fast pleite war. Geld für einen Anwalt oder ne rechtliche Auseinandersetzung, um das mal zu überprüfen, war aber leider nie wirklich da.
Fast forward um paar Jahre, ich bin kurz vorm Abschluss meines Studiums. Hab bis Ende der Regelstudienzeit, je nach Bewilligungszeitraum, Bafög i.H.v 700-900€ pro Monat bekommen. Mein Vater hat mir nur ca. 200€ Unterhalt gezahlt (was dem Studierendenwerk auch bekannt war), meine Mutter musste nichts zahlen. Da die Kommunikation mit meinem Vater bezüglich der Steuerbescheide extrem schleppend, und ausschließlich per Einschreiben mit Rückschein erfolgt ist, hat mir das Amt angeboten, das Bafög unter Vorbehalt auszuzahlen und die benötigten Dokumente (sowie dann ggf. das Geld) von meinem Vater einzufordern. Soweit alles tip top.
Jetzt ist mir vor paar Tagen ein Schreiben mit einer Rückforderung von **9.000€** für 2023/24 eingeflattert, die ich bitte innerhalb eines Monats überweisen solle...Ich dachte ich sehe nicht richtig. Es hat sich herausgestellt, dass mein Vater laut seinem Steuerbescheid von 2022 wohl über 70k verdient hat (fast doppelt so viel wie 2021) und für den BWZ damit ein anzurechnendes Einkommen von über 900€ hatte. Demnach belief sich mein Förderungsanspruch auf genau 0€.
Jetzt stellt sich mir natürlich die Frage, wieso ich in Regress genommen werde und nicht mein Vater, so wie es bei Vorausleistung angeblich der Fall sein soll?? Was soll ich jetzt tun?