Wie damit umgehen, Leute in ein System zu quetschen hinter dem man nicht steht?
Ich bin Sozialarbeiterin (28) und merke immer mehr wie systemmüde ich bin. Gleichzeitig ist es genau meine Aufgabe 16-21 Jährige dazu zu bringen ja einen Schulabschluss und eine Ausbildung zu erlangen. Dabei sehe ich Menschen, die soviel in ihren jungen Jahren bereits erlebt haben und denen ich den Verfall der psychischen Gesundheit nach und nach immer mehr ansehe desto länger sie sich in dieses Gefüge integrieren.
Wie gehe ich mit diesem Zwiespalt um? Ich habe grundsätzlich eine akzeptierende Haltung Menschen gegenüber Menschen und möchte diese eigentlich auch in der Arbeitswelt ausleben können. Wo gibt es einen Platz, in der mein Mindset und die Bedingungen miteinander vereinbar sind?